
Als Mitarbeiterin des Bundesamtes für magische Wesen (BafmW) verdrehe ich vor lauter mysteriösem Gewese ganz schön die Augen.

Als Mitarbeiterin des Bundesamtes für magische Wesen (BafmW) verdrehe ich vor lauter mysteriösem Gewese ganz schön die Augen.
Eine der ersten Geschichten, die ich jemals schreiben wollte, war die von Arminius, dem Cherusker, und seiner großen Liebe Thusnelda. Als ich zum ersten Mal von der Varusschlacht hörte, war ich etwa zehn Jahre alt. Und die historischen Hintergründe faszinierten mich so sehr, dass meine Fantasie seitdem damit beschäftigt war, eine Geschichte um die bekannten Daten und Fakten zu spinnen.
Vor zwei Jahren hatte ich dann endlich ein fertiges Manuskript, nach viel Forschung und Suche und Träumen. Mit der ganzen Naivität des jungen Autors schickte ich Leseproben etc. an diverse Verlage. Natürlich kam in den meisten Fällen nicht einmal eine Antwort. Vielleicht stellte ich mich einfach besonders dumm an?
Ein paar Absagen gab es auch. Fast hätte ich das Manuskript schließlich einfach gelöscht, aber es gab einen Lichtschimmer: Eine Absage erklärte, es gebe gerade einfach keinen Markt für diese Art historischen Roman, aber gut geschrieben sei er auf jeden Fall.
Vielleicht war das auch nur ein besonders freundlicher Standard-Absagetext, aber der „Hirschkönig“ blieb auf meiner Festplatte. Und nachdem ich letzte Woche schon einmal mit KDP-Self-Publishing spielen konnte, habe ich am Wochenende spontan beschlossen, dass ich euch auch diese Geschichte nicht vorenthalten will. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann das jetzt also hier tun.
PS: Für alle, die kein Kindle ihr eigen nennen – ihr könnt die entsprechende Anwendung für Mobilgeräte oder den PC kostenlos herunterladen und dann trotzdem lesen, wovon ich hier gerade spreche. Und wer weiß, vielleicht versuche ich mich beizeiten auch noch an Print-on-demand, es geht schließlich nichts über ein echtes Buch…
Jetzt ging es doch schneller als gedacht mit der Prüfung bei Amazon, also hier die tolle Neuigkeit: Mein Urban-Fantasy-Roman „Allerseelenkinder“ ist ab sofort exklusiv bei Amazon erhältlich! Ihr könnt das Buch also kaufen, herunterladen UND SOGAR LESEN!!! Ist das nicht großartig? Mensch, ich bin ganz aufgeregt…
Endlich bin ich aus der Versenkung wieder aufgetaucht, und ich bringe wichtige Fragen mit: Wer greift da nach meinem Hexenbesen? Warum bekomme ich abgetrennte Gliedmaßen in der Post? Und wozu brauche ich eine Löwenmaske?
Ihr hättet euch ja denken können, dass ich nicht einfach nur untertauche und mir einen faulen Lenz mache. Hier werden Kisten gepackt, Fenster ausgetauscht und mysteriöse grüne Heißgetränke probiert. Und zwischendrin spiele ich mit alten und neuen Wörtern.
Wer mehr erfahren will, sollte hier in den kommenden Tagen wieder reinschauen!
Das Haus, in dem wir wohnen, wird modernisiert. Energiesparmaßnahme nennen die das. Und weil die das so nennen, wenn sie von außen Styropor an die Wand kleben, dürfen sie ab demnächst die Kaltmiete um ein Drittel erhöhen. Das ist alles legal, aber so richtig schmecken tut uns das nicht. Also ziehen wir wieder um. Ich sitze in meinem Zimmer bereits zwischen gepackten Bücherkartons und überlege, welche Möbel wir behalten und welche nicht. Und was ersetzt oder überhaupt einmal neu besorgt werden muss. Wir haben bereits eine neue, und im November/Dezember wird es dann ernst.
Beim Gedanken, die schweren Wohnzimmermöbel von einem dritten Stock in den nächsten dritten Stock zu schaffen, wird mir übrigens jetzt schon ganz anders…
Seit letzter Woche nehme ich einmal wöchentlich an einem „Vocal Basics“-Kurs in der Bonner Brotfabrik teil. Der findet jeden Dienstag abend statt. Ich hetze also direkt nach der Arbeit auf die andere Rheinseite und komme erst nach Hause, wenn die Katzen schon mit ängstlich-vorwurfsvollem Gesichtsausdruck hinter der Tür lauern.
Wir sind ein bunter Haufen von etwa einem halben Dutzend Frauen unterschiedlichen Alters, die gemeinsam auf Socken in einem kleinen Studio seltsame Geräusche machen und lernen, unsere „alberne Stimme“ zu nutzen – zum Beispiel, indem wir „Viola“ jodeln. Dazu gehören außerdem die richtige Körperhaltung (so entspannt, dass man davon Muskelkater bekommt) und auch die richtige Atemtechnik. Zweck ist es, sowohl Sprech- als auch Singstimme zu entwickeln und zu trainieren.
Die meisten anderen Teilnehmer singen im Chor (oder tragen sich mit dem Gedanken an ebendies). Mein Hintergedanke bei der ganzen Geschichte ist ein anderer, aber der wird hier noch nicht verraten.
Auf jeden Fall erheitere ich die Kolleginnen sehr, wenn ich mich mit der „albernen Stimme“ am Telefon melde. Aber man braucht sowieso die entsprechende Geisteshaltung, um hier zu arbeiten.
Viel Ernte hat es ja bislang noch nicht gegeben, mit diesem kalten und nassen Sommer. Und jetzt kommt unser Vermieter und will unser Haus energie-effizienter machen. Das bedeutet vor allem neue Fenster. Und die sollen auf unserem Balkon zwischengelagert werden. Also habe ich schweren Herzens alle Deko, alle Möbel und die meisten Pflanzen abgebaut. Allerdings gibt es da noch ein paar Äpfelchen, Winz-Kürbisse und Tomaten, die dringend weiterwachsen wollen. Hoffen wir also mal, dass die Bauarbeiter sich nicht daran stören, wenn sie von unserem Riesenbalkon einen Meter nicht benutzen können.
In den letzten Wochen waren wir wieder viel unterwegs. Freunde mussten verheiratet, andere Freunde besucht und die Familie beglückt werden. Ich war in Prag und Luxemburg, und zum Schluss noch einmal im wunderschönen Bad Hersfeld, wo eine liebe Freundin erst heiraten und sich dann partout in einem Meer aus Spitze, Tüll und Glitzer in einen Mini quetschen musste. Ein Bild für die Götter. ^^
Wie dem auch sei, wo die langen Trips jetzt endlich hinter uns liegen, stehen Renovierungsmaßnahmen ins Haus, und große Entscheidungen. Wenn alle Fenster ausgetauscht und die letzte Dämmstoffplatte außen ans Haus getackert sind, steht uns eine saftige Mieterhöhung ins Haus, die wir uns nicht leisten wollen. Aber die Suche nach einer neuen Wohnung, die unseren Ansprüchen genügt, wird sich wahrscheinlich schwieriger gestalten. Glücklicherweise haben wir noch etwa ein halbes Jahr, ehe wir tatsächlich raus wollen, aber zunächst einmal müssen die Parameter geklärt werden: Mieten oder kaufen? Stadt oder Land? Oder vielleicht gar auswandern? Zum Glück sind wir gut darin, Kompromisse zu finden – auch wenn ich manchmal versucht bin, Richard hart eins über den Schädel zu geben, auf Amnesie zu hoffen und ihm einzureden, der Umzug und alle Details seien auf seinem Mist gewachsen. ^^
(Geschrieben wurde auch, allerdings muss das im Moment alles ein wenig zurückstehen. Ich überlege noch, wie ich euch entschädigen kann. Vielleicht mit einem schönen Haiku?)
Gedankenblitze
verstopfen mein Gehirn.
Kopfschmerzen drohen.
Wie einige von euch vielleicht erraten haben, waren meine beste Freundin und ich in Prag. Ein Tag jeweils für An- und Abreise, blieben zwei Tage zum Sightseeing. Die Fotos erspare ich euch mal, denn ich bin eine ganz furchtbare Touristen-Fotografin. Es gibt Bilder von JEDER EINZELNEN STATUE auf der Karlsbrücke. Die könnt ihr auch im Internet angucken, erspart allen beteiligten viel Ärger und Mühe. Lasst mich nur sagen, wir sind viel zuviel gelaufen und haben sehr gut geschlafen.
Jedenfalls kehrte ich am Sonntag abend nach Hause zurück, und neben meinem Notebook stand dieses Blümchen. Und wollt ihr wissen, was Richard dazu sagte?
„Jetzt kannst du überall erzählen, dein Mann hätte dir ein Veilchen verpasst.“
Was für ein alter Romantiker. ^^