So ein Tag ist das also

Es gibt ja so Tage. Kennt ihr auch, nicht wahr? So einer isset.

Richard hat heute frei. Ich schleiche also morgens im Halbdunkel in den Schrank und greife mir meine Sachen für’s Büro. Alles natürlich professionell und konservativ, schließlich sind wir wichtig. Schnell angezogen, die Katzen versorgt und gefrühstückt, dann aus dem Haus und noch schnell ein paar der besten Erdbeeren aus ganz Bonn holen. Die Andrea will nämlich backen und hat mich versklavt.

Im Büro, nach dem Kaffee, in Denkerpose aus dem Porzellanthron sitzend, schaue ich dann so nach unten – verflixt, habe ich etwa meine violett karierte Unterwäsche auf links angezogen? Meh. Kann ja mal passieren. So etwas stört allerdings mein zwanghaftes Hirn, also schnell Hose aus, alles in die richtigen Bahnen gelenkt und zurück in die Hose schlüpfen.

Aber was ist das?

Ist das etwa… ?

Och nööö.

Die rückseitige Naht meiner guten (weil einzigen) Bürohose ist offenbar dem Weltwunder „Diandras Hintern“ nicht gewachsen und hat den Rückzug angetreten.

Tja, jetzt bin ich der Gnade der Kolleginnen ausgeliefert, damit ich nicht persönlich Arbeit beim Chef abholen muss. Noch ist zwar nichts zu sehen (von meiner Unterwäsche – Arbeit haben wir genug), aber ich kann einfach nicht riskieren, dass der Chef dieses Wunders ansichtig wird und sich sofort unsterblich verliebt. Dieser Hintern war schließlich teuer und ist nur mit den besten Dingen gefüllt.

Außerdem – warum ausgerechnet am Violette-Unterwäsche-Tag? Hätt ich nicht heute morgen wenigstens zu schwarz greifen können? Echt ey, da helfen weder Kaffee noch Erdbeeren. Immerhin trage ich so zur Erheiterung der übersetzenden Kolleginnen bei, die haben das bitter nötig.

Bin ja gespannt, was als nächstes kommt…

Shake it! (Ein Sunshine-Shake-Rezept)

Sunshine Shake

Im Urlaub hatten wir das unwahrscheinliche Glück, Amsterdam im Sonnenschein erkunden zu können.

Ich persönlich hatte das unwahrscheinliche „Glück“, dass meine UV-Licht-Empfindlichkeit wieder da ist. Also bin ich bei mehr als 30°C mit einem langen Tuch um Hals, Schultern und Arme herumgelaufen, damit ich nicht noch mehr rote, juckende Blasen werfe und am Ende aussehe wie eine enthusiastische Riesenhimbeere.

Dieses Phänomen habe ich mit und ohne Sonnencreme (bis zu LSF 50), aber nicht jedes Jahr. Nur in den Jahren, in denen ich nicht genügend Calcium zu mir nehme. Eine ehemalige Hausärztin hat mir weilands Buttermilch empfohlen. Also habe ich heute morgen meinen höchstpersönlichen „Sunshine Shake“ entworfen, der lauter leckere und gesunde Dinge enthält und mir hoffentlich hilft, dieses Jahr noch ein wenig Sonne genießen zu können.

SUNSHINE SHAKE

Zutaten:

  • 500ml Buttermilch (oder 250g Joghurt und 250ml Wasser)
  • 1 Mango, geschält und gewürfelt
  • 2 Nektarinen, gewürfelt
  • 250ml Karottensaft

Zubereitung:

  1. Alles im Standmixer mixern.
  2. ^^

Dieses Rezept ergibt etwa vier große Gläser, oder ein üppiges Frühstück für eine gierige Person.

Vorankündigung – alles umsonst!

Seit gestern sind wir aus unserem Amsterdam-Urlaub zurück. Und um meine Begeisterung und den ganzen Enthusiasmus mit euch zu teilen, gibt es etwas umsonst! Nämlich Allerseelenkinder von diesem Donnerstag an für drei Tage, nächste Woche ab Donnerstag den Hirschkönig und in der Woche darauf Spiegelsee, den Nachfolger zu Allerseelenkinder. Nutzt die Gelegenheit, und sagt es weiter! ^^

(Ein Urlaubsbericht folgt noch, Richard muss erst ein paar Bilder rausrücken. Ich hab schon wieder das Ladegerät für meine Kamera verloren…)

Premiere!

Gestern gab es eine kleine Premiere – ich hatte meine erste Lesung vor willigem Publikum! Also, damit meine ich, nicht vor den Katzen, die verstört in Kartons hocken und den Kopf schief legen: Warum tut sie das?

Die „Odd Fellows“ aus Koblenz hatten mich gebeten, bei ihnen in Neuwied erst eine Kurzgeschichte von mir vorzulesen, die in ihrer Anthologie veröffentlicht wurde, und dann aus meinen Büchern. Ich hab natürlich zugesagt, komplett ahnungslos, wie ich war, und hab mich dann auch nicht weiter vorbereitet, weil Arbeit und so.

Gestern nachmittag bin ich dann direkt nach der Arbeit überstürzt los, mit Kleingeld und Bücherkarton und Wasserflasche. Das einzige, was ich vergessen habe, ist natürlich die Kamera (tut mir leid!). Zum Glück war der Tag so hektisch, dass ich vorher gar keine Zeit hatte, nervös zu sein. Das kam dann auf der Autofahrt. Falls ihr gestern auf dem Weg zwischen Bonn und Neuwied also ein schmutziges Auto mit einer lauthals singenden Rothaarigen gesehen habt – das war ich.

Das Publikum war dann sehr nett, nicht zu groß, und glücklicherweise sehr interessiert. Auf Bitten las ich erst die Kurzgeschichte, über die wir dann kurz sprachen, und danach – auch angesichts der Zusammensetzung des Publikums – aus dem „Hirschkönig“. Bei der Gelegenheit stellte sich dann raus, dass ein Herr im Publikum sich brennend für Geschichte interessierte, und auch gerade für die Germanen hier am Rhein.

Fuck, dachte ich, der erzählt dir jetzt im Detail, was du alles falsch dargestellt hast.

Glücklicherweise scheine ich aber keine größeren Fehler gemacht zu haben – oder er war viel zu höflich, sie mir vorzuhalten.

Richtig gebauchpinselt fühlte ich mich dann, als eine Dame bat, ob ich nicht auch noch aus „Allerseelenkinder“ lesen wolle. Sie interessiere sich sonst nicht so sehr für Fantasy, aber eine fantastische Geschichte, die in der realen Welt spiele, das mache sie neugierig. Den Gefallen habe ich ihr dann also auch getan, und die Reaktionen waren durchweg positiv. Anschließend konnte ich einige Bücher signieren und mich noch angeregt unterhalten – über Schreiben, eReader, das Übersetzerhandwerk und südamerikanische Schriftsteller, für welche die Frau des Veranstalters eine Schwäche hat.

Leider musste ich gegen neun schon fort, um noch rechtzeitig Richard nach der Arbeitswoche am Bahnhof abzuholen, ich wäre gern noch länger geblieben. Als Dankeschön gab es dann noch zwei Flaschen Rheinwein, den ich zufällig vorher in meinem Buch schon gelobt hatte. Als erste richtige Lesung war es jedenfalls für mich eine großartige Erfahrung, und ich hoffe, dem Publikum hat es auch gefallen!

Dinge, die ich gestern gelernt habe:

  • Irgendwas vergisst man immer.
  • Wenn Leute dich zu einer Lesung einladen, sind sie tatsächlich interessiert. Hatte ich vorher so gar nicht überlegt. Ja, ich bin nicht immer die hellste.
  • Beim Laut-Lesen merkt man tatsächlich, wo es im Text noch hakt. Sollte ich nächstes Mal beim Schreiben ausprobieren und nicht erst, wenn die Exemplare fertig vor mir liegen. (Ich weiß, den Ratschlag hört man andauernd, aber manche Fehler muss man offenbar wirklich selbst machen.)

SPIEGELSEE ist da!!!

Keine Sorge, ich hab das mit der Verlosung nicht vergessen. Aber zunächst eine Ankündigung: „Spiegelsee“ ist da! Das zweite von Helena Weides Abenteuern hinter den sieben Bergen… gut, diesmal vielleicht nicht direkt hinter den sieben Bergen, aber spannend wird es trotzdem!

Spiegelsee Cover CS

Diesmal gibt es euer Lesefutter übrigens nicht nur als eBook, sondern auch direkt als Taschenbuch! Also, keine Ausreden… ^^… und das nächste Abenteuer ist schon in Vorbereitung!

Huch?

Heute ist also Welttag des Buches? Das ist ja ganz an mir vorbeigegangen!

Sowas darf einfach nicht passieren.

Deswegen noch schnell eine Nacht-und-Nebel-Aktion: Unter allen, die diesen Post kommentieren, verlose ich nicht nur eins, sondern gleich zwei Bücher. Meine, natürlich. Als Taschenbuch. Mit Widmung. Die Verlosung läuft bis zum 01. Mai, 23:59h. Alle Kommentare, die bis dahin eingehen, landen im Lostopf.

Was ihr tun müsst? Beantwortet einfach die folgende Frage: In welcher Buchwelt würdet ihr gerne euren nächsten Urlaub verbringen – und warum?

Extrapunkte gibt es jeweils, wenn ihr bei Facebook, Twitter oder in eurem eigenen Blog auf diese Verlosung verweist. Bitte hinterlasst für jede Aktion einen eigenen Kommentar, sonst krieg ich ja nix mit! Und hinterlasst bitte einen Weg, wie ich euch kontaktieren kann, eMail oder Twitter-Account oder so.

Den glücklichen Gewinner gebe ich dann in der ersten Maiwoche bekannt. Also, an die Tasten!

Und hier noch einmal zur Erinnerung: Um diese beiden Schätzchen geht es:

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GODEMA

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Das Bundesamt für magische Wesen, bei dem ich als Hexen-Sachverständige beschäftigt bin, hat am Wochenende übrigens einen Stand auf der GODEMA in Bonn. Dort könnt ihr euch Materialien zu vielen interessanten Fantasy-Büchern anschauen, in das eine oder andere Lese-Exemplar hineinschnuppern und euch auch ansonsten bestimmt gut amüsieren.

Außerdem liest Hagen Ulrich am Sonntag um 17 Uhr aus seinem Roman „Böses Blut der Vampire“, der, obwohl nicht von mir, überaus lesenswert ist.

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Bastelstunde

„Spiegelsee“, der Nachfolger zu Allerseelenkinder“, liegt in den letzten Zügen. Wisst ihr, was das bedeutet?

Genau, Bastelstunde.

Da ich ja alles selbst mache, von der ersten Idee bis zum Cover, habe ich mich am Wochenende mal mutig in einen Bastelladen begeben. Mit einer diffusen Idee, was ich denn wohl alles machen und brauchen könne, habe ich Richard also in die Innenstadt geschleppt, wo er mit einer ENGELSGEDULD gewartet hat, während ich ein halbes Dutzend mal den Tisch mit dem ganzen Glitzergerümpel umrundet hatte. Ein kleines Vermögen und mehrere Dutzend Geistesblitze später hatte ich dann für’s erste alles beisammen:

Bastelstunde

Seid ihr auch so gespannt wie ich, was da wohl draus wird?

Endlich

So, nachdem ich mal wieder sporadisch vom Angesicht der Erde gerutscht bin – ist schon blöd, wenn man zuhause kein Internet hat. Wie in einem vorindustriellen Land… und die Ausreden erst, die man uns bislang aufgetischt hat! Zuerst war die Bundesnetzagentur schuld, dann waren die Leitungen marode, dann war unser Anschluss blockiert vom Anbieter der Vormieter, und der jüngste Klops: Die Telekom würde unserem Wunsch-Anbieter einfach keinen Übergabepunkt freiräumen. Außerdem habe die T* ein Recht darauf, mindestens einen Anschluss pro Haus mit einem eigenen Vertrag zu beliefern. Die Leute an den Kunden-Hotlines sollten lieber Bücher schreiben, bei soviel Kreativität!

Wie dem auch sei, ich war trotzdem nicht untätig… ab sofort könnt ihr meine beiden Bücher Der Hirschkönig und Allerseelenkinder auch als Taschenbuch erwerben. Alles mit viel Liebe und wenig Sachverstand selbst gestaltet, aber ich denke, ich bin zufrieden. Jetzt konzentriere ich mich völlig darauf, die nächsten beiden Episoden aus Helenas Leben auf den Weg zu bringen. Und alle, die sich lieber an Papier als am Bildschirm festhalten – kauft! KAUFT!

*hypnotischerkatzenblick*