Kleidergeister

Erinnert ihr euch noch an diesen Post? Sehr gut, denn ich habe die Fortsetzung für euch!

Anfang Januar hatte ich plötzlich Schlafanzughosen in der Wäsche, die keiner von uns beiden kannte. Damals dachte ich: Oh, die kommen wohl aus dem Einbauschrank, der in unserer neuen Wohnung war. Kann ja mal passieren, der Vormieter vergisst beim Räumen etwas in einer dunklen Ecke, und irgendwann kramt man das versehentlich hervor. (Dafür hat man Katzen.)

Wir haben also den Schrank einmal komplett ausgeräumt und bei der Gelegenheit gleich sauber gemacht. Kann ja nicht schaden.

Vorgestern Abend dann war ich auf der Suche nach den Katzen. Die verstecken sich gerne im Schuh-Fach des Schrankes und schnüffeln an meinen getragenen Ballerinas. Ich also auf die Knie und mit der Taschenlampe in das Fach leuchten. Und was finde ich?

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Das sieht doch verdächtig nach weißen Tennissocken aus!

Nein, keiner von uns trägt weiße Socken. Und ja, da bin ich mir ganz sicher.

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Hier der ausgerollte Beweis. Socken. Mit Tennis. Ich dachte, die seien in den achtzigern verboten worden?

Auf jeden Fall hab ich das direkt mal Richard am Telefon erzählt. Was soll er denn denken, wenn er nach Hause kommt und wir haben fremde Männersocken in der Wohnung liegen? Und wir haben angefangen zu spekulieren und eine Reihe aufregender Theorien aufgestellt:

  1. Auf dem Dach wohnt jemand, der in unserer Abwesenheit durch eine Luke in die Wohnung steigt, den Kühlschrank plündert und seine Socken bei uns wäscht.
  2. Ein Stalker mit nachgemachtem Schlüssel reibt sich in unserer Abwesenheit an meinen Schuhen, wie der Kater. Warum er dabei die Socken auszieht? Fragt mich was leichteres.
  3. Wir haben Kleidergeister.

Gut. Vielleicht wäre es auch möglich, dass wir die eine Ecke des Schrankes beim Ausräumen einfach übersehen haben. Aber die anderen Geschichten finde ich viel spannender!

Zugegeben, ein wenig gruselt es mich jetzt schon, unter der Woche allein zuhause zu sein… ^^

Coming soon…

Hexenhaut Front

Gerade eben fertig geworden – das Cover zu „Hexenhaut“, Helena Weides drittem Abenteuer. Noch ist nichts endgültig entschieden, aber im Moment bin ich sehr verliebt, und es passt natürlich auch in die Reihe. Vor allem der plastische Effekt des Fotos ist nett gelungen.

Und ja, natürlich mache ich Urlaub von meinem anstrengenden Übersetzer-Alltag. Gerade habe ich damit begonnen, „Spiegelsee“ ins Englische zu übersetzen, während ich darauf warte, dass „Hexenhaut“ sich in meiner Erinnerung ein wenig setzt, damit ich mit frischen Augen ans Überarbeiten gehen kann. Nächsten Monat, so hoffe ich, haltet ihr dann das neueste Abenteuer in Händen.

Und ihr so?

Frei!!!!!

Ha!

Zwei Wochen Urlaub!

Endlich… und passend dazu wurde offenbar diese Woche ENDLICH(!!!) das Internet für zuhause geliefert. Läuft zwar noch nicht alles so, wie es soll, aber läuft.

Bislang sind die folgenden Dinge geplant: Zahnarzt, Reifenwechsel, IKEA, Besuch im MoviePark, Kisten ausräumen, Papierkram erledigen. Außerdem will ich das letzte Kapitel von „Hexenhaut“ schicken und mich über die Anmerkungen meiner Testleser hermachen, damit ihr bald in den neuen Lesegenuss kommt. Und dann sind da natürlich noch Waldspaziergänge, Leseabende mit Kakao, Cocktailbars, …

Pah, und als könne das irgendwer vergessen: Mein Geburtstag! Ich bin schon ganz aufgeregt… dieses Jahr gibt es nur eine kleine Party, unter dem Motto „Monster Movie Magic“. Gruseliges Essen, noch gruseligere Filme und hoffentlich massenhaft schreckliche Kostüme. Ich hab schon eine Idee und ringe jetzt mit mir, ob ich mir tatsächlich zu allem sinnlosen Überfluss noch rote Stiefel kaufen soll… freut euch auf jeden Fall schonmal auf die Vorbereitungsphase! Zwei Wochen lang nur Augensuppe, das wird spaßig…

Der Hexenkalender von der Zauberfrau

Wie ihr wisst, mag ich hübsche Dinge. Vor allem für tägliche Aufgaben und alles, was langweilig ist. Deswegen war ich natürlich begeistert, als ich über den hübschen Kalender von der Hexenfrau stolperte. Seht selbst:

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Hier seht Ihr die Edition Zwei. Das Buch ist ungefähr in Din A5-Format. Eine Woche füllt jeweils eine Doppelseite, mit ein wenig Platz für Notizen etc. unten rechts. Außerdem sind alle Seiten liebevoll gestaltet mit Bildern, hübscher Schrift und klugen Dingen. Die Voll- und Schwarzmonde sind da, genau so wie die kalendarischen Sabbath-Termine. Außerdem gibt es Seiten mit interessanten Informationen, etwa darüber, wie man mit Kastanien wäscht. Abgerundet wird das ganze durch Kontakt-Informationen und Platz für Notizen. Das Thema des Kalenders für 2014/2015 (er beginnt mit dem 01.11.2014) ist übrigens das Element Erde. Und für nächstes Jahr ist Wasser dran. Und als sei das alles nicht genug, sind Anregungen und Beiträge natürlich willkommen, die Kontaktinformationen findet ihr auf der offiziellen Seite des Kalenders.

Freude über Freude

Die letzte Woche war ziemlich krass. Sagt man das überhaupt noch so? Bin ich noch hip? Egal, auf jeden Fall war hier der Bär los. Montag Kneipe, Dienstag Cocktailbar, Mittwoch Sushi, Donnerstag Treffen mit einer langjährigen Freundin (beinahe hätte ich „alte Freundin“ geschrieben… gerade noch am Fettnäpfchen vorbeigeschwommen, puh!). Kein Wunder, dass hier nix passiert ist. Wir sind uns noch nicht sicher, ob wir die Wohnung aufräumen oder verbrennen sollen…

Freitag Abend ging es dann allerdings gleich munter weiter. Die liebe Sabine war auf der RingCon hier in Bonn, und spontan, wie wir sind, haben wir uns zum Abendessen getroffen. Ich fand es total aufregend, sie endlich live und in Farbe zu sehen! Und natürlich ihren Mann, der diese verrückten Schriftsteller-Weiber mit großer Geduld erträgt. Und schaut mal, was ich bekommen habe!IMG_0377.JPG

„Der vierte Wunsch“, frisch gedruckt und extra signiert. So cool! Ich durfte das Manuskript vorab lesen und ein wenig mäkeln – aber es war natürlich schon vorher so großartig, wie ihr es jetzt in Händen halten könnt! Und dann hat sie mir, lieb wie sie ist, auch noch eine Halskette und ein Paar Ohrringe gemacht, die ich natürlich sofort tragen musste. (Es gab auch noch Gummibärchen, aber die sind auf mysteriöse Weise verschwunden. Ich wittere einen Fall für den Investikater… und das versteht jetzt wieder niemand, ist aber wurscht. Kommt Zeit, kommt Erleuchtung.)IMG_0376-0.JPG

Samstag war etwas ruhiger, aber Sonntag hüpften wir direkt freudestrahlend um sechs aus dem Bett – gut, ich hüpfte und zog Richard hinter mir her, der nur leise grummelte – denn der große Tag war da! Unser erster Zehn-Kilometer-Lauf! Ich hatte ihn natürlich direkt mit angemeldet für den Drei-Brücken-Lauf hier in Bonn, damit ich nicht in Versuchung komme, im letzten Moment abzusagen. Das ganze war für einen guten Zweck, mit Spenden zugunsten der Deutschen Krebshilfe, und findet im nächsten Jahr wieder statt, falls ihr jetzt extrem inspiriert seid. Wir sind dann nicht nur losgelaufen, sondern auch angekommen – Richard natürlich vor mir, er hat mich bei der Acht-Kilometer-Marke überholt, aber das soll mich an dieser Stelle nicht ärgern, denn ich hab meine angepeilte Zeit eingehalten: Eine Stunde und zehn Minuten. (Er war eine ganze Minute schneller, dieser Angeber. ^^ )

Den Rest des Tages haben wir verdienterweise mit Essen und Ausruhen verbracht: Zuerst mit Burgern aus dem „Godesburger“, sehr zu empfehlen, vor allem das Kirsch-Ketchup! Ich steh ja auf solche Perversionen…

Und zum Abschluss noch einmal im Detail – ist das kein hübsches Cover? ^^IMG_0378.JPG

Wie ein unaufmerksames Zimmermädchen beinahe ein bisschen unsere Beziehung gefährdet hätte

Vor ein paar Tagen war ich auf dem Sprung, Freunde und Familie besuchen. Richard war außergewöhnlich früh aufgestanden, um sich die PHOTOKINA anzuschauen, und ich wollte noch schnell seine Beraterwäsche aus dem Beraterkoffer in die neue Waschmaschine stopfen.

Beim Sortieren fand ich das da:

IMG_0327Ich kenn mich da ja nicht so gut aus, aber das sah nicht aus wie ein Produkt für Männer. Und meine war das auch nicht. Also fotografierte ich den Stein des Anstoßes und schickte Richard eine Nachricht: „Guck mal, was in deinem Koffer war. Bist du etwa heimlich ein Cross-Dresser“

Seine Antwort: „WTF?“

Ich wieder: „Ich weiß grad nicht, was ich denken soll. Wie fändest du das, wenn bei deiner Rückkehr fremder Leute Boxershorts in der Wohnung lägen?“

Er: „Keine Ahnung, glaub ich.“

Ja, wir sind sehr eloquent. Auf jeden Fall musste ich los, und die Unterhaltung wurde erst einmal auf Eis gelegt. Was natürlich nicht ganz einfach war. Zwar bin ich 99,99785% sicher, dass Richard mir auf ewig treu ergeben ist. Zumal, als wir damals zusammenzogen, ich mit Katzen- und X-Box-Entzug gedroht habe, sollte er mich jemals hintergehen.

(Ich weiß, wo es richtig wehtut.)

Egal. Sonntag Abend hab ich ihm dann als erstes den Stein des Anstoßes vorgelegt. Richard hatte die Sache natürlich direkt vergessen. Wir haben dann zusammen überlegt, woher das Ding kommen könnte: Meine? Keinesfalls. Von einer der gelegentlich übernachtenden Freundinnen? Zu klein. Multiple Persönlichkeiten? Unwahrscheinlich. (Richard: „Ich hoffe nicht, das Ding sieht ziemlich unbequem aus!“)

Die Lösung war dann so simpel wie blöde: Der Schlüpper lag in Richards Hotelzimmer, in dem Fach, in dem er seine (überwiegend schwarze) getragene Wäsche sammelt. Und Donnerstag Morgen beim Packen hat er das Ding dann wohl unbewusst mitgeschleppt, auf dass es zuhause bei uns ein wenig für Abwechslung sorge.

„Das soll ich dir also glauben?“

– „Überleg doch mal, Schatz: Wenn ich dich betrügen würde, dann doch nicht mit jemandem, der so langweilige Unterwäsche trägt!“

Zugegeben, das klang logisch. Außerdem war er in der ganzen Angelegenheit so entspannt und offen überrascht, dass ich ihm die blöde Geschichte abkaufe – er ist ein ziemlich mieser Lügner. Vertrauensselig, wie ich bin, naiv und voll Glauben an das Gute in der Menschheit, glaube ich ihm also. Richard ist einer von den Guten, wirklich. Letztendlich lachten wir also über den Schrecken. Ich schlug vor, er solle sich beim Hotel beschweren und eine Wiedergutmachung verlangen, schließlich habe dieser Schlüpper fast seine Beziehung ruiniert. Das wollte er aber auch nicht: „Und was, wenn das Zimmermädchen dann meinetwegen Ärger kriegt?“

(Laaaaangweilig!)

Und die Moral von der Geschicht: Es ist nicht immer, wie es scheint. Manchmal muss man sich entscheiden, anderen zu vertrauen. Und: Es ist gut, von Zeit zu Zeit seine Drohungen zu erneuern. (Oder: Mach das Licht an, wenn du deinen Koffer packst.)

REMONDIS: Service mit Humor

Ich weiß nicht, wie das in anderen Städten funktioniert. In Bonn muss man gelbe Säcke bei der Stadt bestellen, und geliefert werden die Dinger von der REMONDIS GmbH. Das funktioniert online, aber nicht immer einwandfrei.

Vor einigen Wochen war es für uns mal wieder so weit. Allerdings warteten wir vergeblich. Also bestellte ich noch einmal und schrieb in das Feld für Notizen den folgenden Text:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Wochen warten wir auf unsere gelben Säcke. Das Kunstwerk aus Milchtüten ist vom Weltraum aus sichtbar. Alle Katzen in der Nachbarschaft tragen Rüstungen aus Konservendosen. Nur der Geruch stört ein wenig. Im Tausch bieten wir Ihnen ein Mobile aus Joghurtdeckeln.

Mit freundlichem Gruß,

Diandra Linnemann

Nur wenige Stunden später hatte ich, zu meiner großen Freude, die folgende Antwort im Spamordner:

Guten Tag Fr. Linnemann,

wir schicken Ihnen umgehend gelbe Säcke nachdem wir hier erste Fotos aus dem All sichten konnten

Mit freundlichen Grüßen

REMONDIS GmbH

Offensichtlich hat da jemand Spaß an seinem Job. Aber warum muss man auch alles immer so ernst betrachten… ^^

Die Sache mit den Gummistiefeln

Als ich klein war, vielleicht drei Jahre alt, gab es bei uns zuhause die Regel, dass wir Kinder im Winter nur mit Gummistiefeln draußen spielen durften. Deswegen war meine Mutter auch gar nicht überrascht, als die Handwerker im Haus ihr eines Tages sagten: „Frau Linnemann, Ihre Tochter spielt mit Gummistiefeln im Schnee.“
– „Lassen Sie sie ruhig, ist ja nichts bei.“
– „Sind Sie sicher? Abgesehen von den Stiefeln ist die nackt!“

Offenbar war ich damals schon keine große Frostbeule…

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Hübsch, nicht wahr? Extra, damit ich diesen Herbst dran denke, mehr im Matsch zu spielen. ^^