Magischer Mittwoch: Brida Anderson

Oft gelobt, jetzt endlich persönlich im Interview – Faerie-Expertin und Feen-Beschwörerin Brida Anderson zeigt uns im Magischen Mittwoch ihre persönliche Magie.

VITA

Brida Anderson schreibt Urban Fantasy. Sie ist gerade nach vier Jahren Leben in Katar mit ihrem Mann, zwei Kindern und einer dattel-süchtigen Koboldin, die sich als Katze tarnt, an den Rand des Ruhrgebiets gezogen.

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Wenn Brida nicht ihre Kinder bändigt oder auf einer Matte im Dojo herumrollt, schreibt sie Urban Fantasy-Romane und Kurzgeschichten. In ihrer bekannten Reihe Astoria Files ist gerade Band 3 Greifenmorgen erschienen.

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Homepage: http://www.brida-anderson.com

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Und jetzt lasst uns Tacheles reden …

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Ich liebe Geschichten mit Zauberinnen, die Bannsprüche murmelnd die Hände heben und pure Energie zu ihren Zwecken formen. Beim Schreiben meiner Serie „Astoria Files“ hat mich deshalb überrascht, dass dort weit fortgeschrittene Technik nicht von Magie zu unterscheiden ist. Vielleicht hatte ich unbewusst den Science Fiction-Autor Charles Stross im Hinterkopf, der mal gesagt hat, dass Feenstaub und Nano-Partikel letztlich dasselbe sind. Wenn ich in einem Satz das Magiesystem der Astoria Files zusammenfassen soll, sage ich immer: Der Herr der Ringe trifft die Matrix.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Magie können in der Welt der Astoria Files nicht alle lernen; man muss eine genetische Disposition mitbringen. Wobei sich im Laufe der Buchserie herauskristallisiert, dass das eher daran lag, dass es auf der Erde viele Jahrhunderte lang kaum Magie gab. In Faerie, wo man Tag und Nacht Unmengen an Magie ausgesetzt ist, kann jeder zaubern. Wie es in der Menschenwelt weitergeht, wird sich zeigen. Sie hat sich gerade erst wieder für Magie geöffnet.

Bei welchem „magischen Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Oh, da fällt mir die Entscheidung schwer. Wer die Astoria Files kennt, weiß, dass ich lustige Szenen mit magischen Wesen liebe, von der frechen kleinen Fee bis zum überraschend schlauen Oger. Wenn ich mich auf eine Szene festnageln soll: Als Mattis Alanna zeigt, dass er jede menschliche Gestalt täuschend echt nachahmen kann. Er verwandelt sich in einen sexy Hollywoodschauspieler nach dem anderen – und Alanna kann sich überhaupt nicht mehr auf das Magietraining konzentrieren.

Am Aufregendsten zu schreiben war bisher der Auftritt eines Gestaltwandlers. Die Leser sollten beim ersten Lesen nicht merken, dass etwas nicht stimmt – aber beim zweiten Lesen sollten sie all die kleinen Hinweise finden, die ich im Text verstreut habe.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Das kommt auf die Situation an. Beim Lesen: definitiv Hexen. Die meisten Geschichten mit Hexen sind bei aller Fantasie schön realitätsnah geschrieben und nicht so überkandidelt wie viele Elfen- oder Vampirgeschichten. Ansonsten bin ich ein großer Fan der irischen Göttin Brighid.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Dead Witch Walking von Kim Harrison. Ich liebe es, mit Rachel und Jenks in die Hollows einzutauchen. Wobei ihnen momentan Lockwood und Blackthorn Konkurrenz machen. ;-)

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Wie ein Vogel fliegen zu können.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Einen Eimer voller brillanter Einfälle und verrückter Ideen. Wenn man meinen Freunden glaubt, habe ich mehr als genug davon.

Vielen Dank!

Ich danke dir, Diandra. Es hat Spaß gemacht.

 

Ankündigung: BuchPassion

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Ich habe es schon einige Male erwähnt (und werde es noch öfter tun), aber am 03.11.2018 bin ich auf der BuchPassion in Köln – einem Signierevent mit Autoren, bei dem wir plauschen, Fotos machen, Dinge signieren können (ihr für mich und ich für euch) – und Bücher gibt es da auch, habe ich mir sagen lassen. Welche Genres dort vertreten sind, habe ich selbst noch nicht so ganz im Blick, aber ich schlage auf jeden Fall mit der kompletten „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe auf … und ich bringe natürlich Andrea und Bob mit. Gibt es sonst noch irgendwas, womit ich euch glücklich machen kann?

Der 03.11. ist übrigens so dicht an meinem Geburtstag, das zählt quasi als Feier. Ihr dürft mich gerne mit Konfetti und Kuchen überraschen. ^^

Tickets gibt es hier: www.buchpassion.de/tickets

Der Magische Mittwoch: Sabine Osman

Ein weiterer magischer Mittwoch, eine neue Welt voller Magie. Heute besuchen wir Sabine Osman in der Welt Gwindtera und im malerischen Dörfchen Tiefwald.

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Kurzbio

Aus sicherer Quelle ist bekannt, dass die Autorin es hasst, über sich selbst zu schreiben. Daher hier nur fix die Eckdaten: 1970 geboren, irgendwas mit Schule und Ausbildung, was mit 9-5 Job für zwanzig Jahre und seit 2013 endlich bei der wahren Berufung, dem Erzählen von Geschichten, angekommen.
Sie lebt mit ihrem Mann und drei Katzen in einem Haus mit unanständig verwildertem Garten, füttert alles, was dort so kreucht und fleucht und wenn sie nicht schreibt, liest sie, versucht sich gelegentlich an ihrem verkümmerten Zeichentalent und liebt gute Filme und Serien. Sofern sie nicht im Internet rumhängt.

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Das Eingemachte

Welche Art Magie kommt in deinen Geschichten vor?

Es gibt Gebrauchsmagie wie Wahrsagen, Amulette und Talismane oder Tränke, es gibt Beschwörungsmagie, für die z.B. auch magische Kreise und bestimmte Anrufungen nötig sind, es gibt ’natürliche’ Magie, die z.B. die Erdkraft nutzt, und es gibt eine spezielle Form von Geist-Magie. Also alles bunt gemischt vertreten.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Dispositon?

Das ist bisher ein bisschen unterschiedlich.

In Gwindtera gibt es Magie ohne ‘alles’, aber die wirkt nicht so richtig-richtig. Man braucht eine Begabung, eine Art ‘göttlicher’ Funke (das hat einen tieferen Sinn, der mit der Entstehung der Welt zu tun hat, aber ich will jetzt nicht zu weit ausholen.)

In der Welt, in der die Jahresradnovellen spielen, ist Magie eine sehr erdige, naturverbundene Angelegenheit, die aber auch der Begabung bedarf.

Das heißt nicht, dass es nicht vielleicht auch noch Magie-Formen geben wird, die ganz anders sein werden. Darüber gibt es bisher nur noch keine Geschichten.

Bei welchem magischen Einsatz hattest du den meisten Spaß?

 Ach, eine gute Frage. Ich mochte sowohl Kashs 1001 Nacht Djinn-Magie in ‘Der vierte Wunsch’ sehr gern, weil es eben so märchenhaft ist, als auch Adyras wilde Einweihung, in der sie mit allem um sich herum verbunden wird. Und die Magie in ‘Ein Horn macht noch kein Märchen’, die Wunschfee Omi und ihr Haus … ach, es macht eigentlich alles Spaß.

Welches ist dein liebstes mystisches/magisches Wesen?

Oh, ich weiß nicht? Ich habe keine Lieblinge. Aber die Anjuki in ‘Das Geheimnis von Niaraman’, die mochte ich schon sehr. Sowohl die kleinen, libellenartigen, als auch den Fuchs.

Was ist dein liebstes ‘magisches’ Buch?

 Das Necronomicon. *ernstguck*

Nein, ich liebe die Magie bei Tamora Pierce. Besonders die, in den Emelan Büchern und ganz, ganz besonders die Magie in der Dhana-Reihe. Die Protagonistin kann mit Tieren reden und sich in welche verwandeln.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Ich hätte gerne die von Dhana. Mit allen Tieren reden und sich in welche verwandeln können.

Und welchen Preis wärst du dafür zu zahlen bereit?

Ich schätze, das wäre der gleiche Preis, den man auch bezahlt, wenn man Haustiere hat –  es wird einem immer wieder das Herz brechen. Aber so ist das eben.

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Radio! Ein Erfahrungsbericht

Wäre hier fast untergegangen zwischen all den wilden, aufregenden Dingen, die ich so treibe … letzte Woche hat mich die liebe Sybille B. Lindt für Radio Köln porträtiert. Die Ausstrahlung war gestern Abend, und ich muss sagen – ich wusste gar nicht, dass ich so viel atme! Aber zum Anfang.

Nach diversen kurzfristigen Termindingsies ergab es sich, dass ich erst meinen Vater für eine Woche zu Besuch hatte, dann war ich beim Rieseneichhörnchen und direkt am nächsten Tag stand der Aufnahmetermin an. Ich hatte eine Adresse in Köln und die Gewissheit, dass Reisen mit dem Nahverkehr immer eine aufregende Sache sind. Also: Entsprechend Pufferzeit einplanen. Glücklicherweise hatte ich gerade neue Lektüre, in die ich so verliebt war, dass ich zweimal um ein Haar meine Haltestelle verpasst hätte. Auch für solche Dinge plane ich immer Puffer ein. Glücklicherweise hat mein Plan dann auch funktioniert, und ich war sogar etwas zu früh beim Freien Lokalrundfunk Köln, wo ich sehr freundlich empfangen und angemessen beruhigt und alle meine Fragen beantwortet wurden. Trotz einiger Schwierigkeiten mit der von mir mitgebrachten Musik ging die Aufnahme selbst dann auch schnell und ohne größere Holperer vonstatten, und jetzt bin ich eine Erfahrung reicher.

Auf dem Rückweg durfte ich im Zug dann noch diese bezaubernde Unterhaltung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter belauschen:

Kind: „Mama, machst du noch einen Reim mit mir?“

Mutter: „Wir haben doch schon so viel gereimt! Ich bin ein bisschen müde.“

Kind: „Nur noch einen einzigen Reim, bitte! Einen einzigen!“

Mutter: „Und dann bist du ruhig, bis wir aussteigen?“

Kind: (Denkt gründlich nach.) „Nö.“

In den kommenden Tagen gibt es für die Interessierten übrigens auch noch einen Download-Link, den ich dann auf der Startseite ablade. Als ewiges Andenken. ^^

Rieseneichhörnchen greifen Dublin an!!!

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Beweis!!!

Habe ich eure Aufmerksamkeit? Sehr gut. Dann kommt hier der obligatorische „Ätsch, ich war im Urlaub und ihr nicht!“-Post mit gefühlt einer Million Fotos, von denen die meisten eigentlich nur für die Teilnehmer interessant sind. Ich verspreche, ich mache es so kurz und schmerzlos wie möglich. Mit anderen Worten: Keine detaillierte Auflistung der Dinge, die wir getan/gesehen/gegessen/getrunken haben.

Natürlich das Kleingedruckte vorab: Meine beste Freundin Stephanie und ich wollten nach Irland, seit wir einander kennen. Und nach 21 Jahren war es dann endlich so weit. Eigentlich hätten wir den Trip lieber im Jubiläumsjahr unternommen, aber da hatten wir kein gemeinsames langes Wochenende zur freien Verfügung. Wir sind insgesamt etwa 75 Kilometer zu Fuß gegangen, haben geschätzt ALLES gesehen und uns sehr amüsiert. Im Folgenden eine thematische Sortierung.

Die Unterkunft.

Die Kunst.

Die Gebäude.

Die Natur.

 

Die Kirchen.

Die Sehenswürdigkeiten.

Die Details.

Last but not least: Die Ente.

Tja, und falls ihr es doch genauer wissen wollt: Wir waren von Donnerstag Abend bis Sonntag Morgen vor Ort und haben uns aus Zeitgründen im Wesentlichen auf die Stadt beschränkt. Es gibt an Wirklich. Jeder. Verdammten. Ecke. Eine. Kirche. Kein Wunder, dass einige von ihnen friedlich zerfallen. Würde ich auch tun. Außerdem wird überall der irischen Schriftsteller und der Freiheitskämpfer gedacht. Und es gibt viele verschiedene Sorten verdammt gutes Bier.

Mein persönliches Highlight war die Chester-Beatty-Sammlung beim Dublin Castle und den Dublin Gardens (da habe ich die hübschen Blüten fotografiert), mit etlichen alten, liebevoll restaurierten Büchern und Handschriften. Die war tatsächlich noch besser als das Book of Kells und die „Old Library“ am Trinity College. Außerdem haben wir uns bei der Ghostbus-Tour unglaublich amüsiert. Und die grandiosen Landschaftsaufnahmen stammen von der Halbinsel Howth – mir war gar nicht bewusst, dass das Grün auf solchen Aufnahmen überwiegend Farne sind. Wieder was gelernt. Eine Menge Dinge (’nen Abend im Pub, die Besichtigung der Guiness-Brauerei, … ) haben wir gar nicht geschafft, obwohl wir wirklich von Morgens bis Abends auf den Beinen waren.

Jetzt überlegen wir natürlich, was unser nächstes Abenteuer werden soll. Hoffen wir, dass es nicht wieder 21 Jahre dauert. Aber wir kriegen ja allmählich Übung. ^^

 

Der Magische Mittwoch: Andreas Leibold

Einmal mehr stelle ich euch am Magischen Mittwoch einen Autor vor, der euch in fantastische – ach, was sage ich, MAGISCHE Welten entführen möchte: Andreas Leibold.

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Vita

Bereits im Schulalter war der Autor der verhasste Liebling seiner Lehrer. Es wäre schön, einen Schüler zu haben, der super Storys schreiben kann. Er müsste nur noch schönschreiben können. Später durch seine Behinderung zuhause gefangen, gab es auch nichts Besseres zu tun, als kleine Storys zu schreiben. Keine Chancen für durchgemachte Nächte im betrunkenem Zustand. Erst im Alter von 20 hat er angefangen, seine Grenzen zu erweitern, durch Sprachurlaub in England und Irland. Seither ist er immer dabei, gewisse Grenzen zu erweitern und die Welt zu erkunden. Unter anderem die Bücherwelt. Eine Welt, die grenzenlos scheint.

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Und jetzt geht es ans Eingemachte!

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Die Hauptperson Zora Smeralda weiss weder von der Magie noch von ihren Fähigkeiten. Aber sie bringt eine Fähigkeit mit, die sie zur Königin über alle und alles machen könnte. Denn es gibt einen Ring mit zwei Schlangen aus Gold. Absolute Macht, die nur von Frauen getragen werden kann.

Außerdem gilt: Die Schlangen suchen sich den Träger und nicht umgekehrt. Und goldene Schlangen können mit ihrem Besitzer reden. Besser gesagt, der Besitzerin. Kein Mann hat sie je besessen.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Magie ist normalerweise enthalten in Schlangen aus Bronze oder Silber. Sie werden getragen, von Ringen, für die sie speziell geschaffen wurden. Wer den Ring nutzen will, braucht zum einen die durch Ethologie geerbten Fähigkeiten. Er braucht aber auch das Wissen, dass die Schlangen Magie in sich tragen. Wer die Fähigkeiten hat und nichts davon weiss, kann sie auch nicht nutzen.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autor den größten Spaß?

Meine Hauptdarstellerin Zora ist mit zwei Begleiterinnen mit ähnlichen magischen Fähigkeiten unterwegs, um in einem Hochsicherheitsgefängnis einen Freund und Ratgeber zu besuchen und um Rat zu fragen. Während sie eine Anwältin mitnehmen möchte, wird sie von ihren Begleiterinnen überredet, sie einfach nur ins Gefängnis reinzubringen. Die Schlangen haben Transportmagie, also bringt Zora alle drei rein. Ihre Begleiterinnen beherrschen einen Nebelzauber zur Betäubung. So sind sofort alle ungestört drin.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Unbestreitbar der Drache.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Skullduggery Pleasant, der Gentleman mit der Feuerhand. Eigentlich eine Buchreihe von Derek Landy. Inzwischen 10 Bände. Es wurde in Englisch verfasst und irgendwann konnte ich es nicht mehr abwarten, bis es übersetzt war, und habe einfach sofort nach dem Erscheinen das englische Buch gelesen.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Black Magic – die Fähigkeit, alles und jeden von meiner Meinung zu überzeugen.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

12.000 Euro pro Jahr. Die Fähigkeit macht auch Gehaltserhöhungen möglich.

Vielen Dank für deine Zeit!

Der Hase und der Igel – ein erwachsener Rückblick

Dies ist eine Station der Märchensommer Märchenrallye von PoiSonPaiNter, den Anfang dieser Runde findet ihr hier.

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Jedes deutsche Schulkind kennt das Märchen von Hase und Igel. Der Hase hat eine große Klappe und macht sich über die krummen Beine des Igels lustig. Der lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und fordert den Hasen zu einem Rennen heraus.  Jetzt hat jeder schon einen Hasen und einen Igel laufen sehen, der Ausgang scheint klar. Allerdings ist der Igel nicht so blöd wie der Hase schnell. An der Ziellinie wartet seine Frau, die dem Igel zum Verwechseln ähnlich sieht, und begrüßt den Hasen. So geht das hin und her, angeblich ganze 74 Mal. Beim letzten Rennen bricht der Hase vor Erschöpfung zusammen und stirbt.

Eigentlich ziemlich gemein, wenn man so darüber nachdenkt. Welche Lektion soll man aus so einer Geschichte ziehen? Dass Ehepaare einander tatsächlich immer ähnlicher werden? Dass es okay ist, zu betrügen, solange der Betrogene ein Fiesling ist? Oder dass der Hase den Tod verdient hat, weil er vorher den Igel gepiesackt hat?

Klügere Menschen als ich hatten dazu schon Meinungen: Das Igelpaar sei erfolgreich gewesen, weil die beiden einander so ähneln. Man solle sich seinen Partner aus der gleichen Gesellschaftsschicht suchen, um Unterschiede gering zu halten. Der Hase wird als Beispiel für die grausame Oberschicht gesehen und gehe an seinem eigenen Hochmut zugrunde.

Eigentlich, so ganz genau betrachtet, schneidet keine der Figuren so richtig gut ab. Der Hase ist (mit Verlaub) ein Arsch. Natürlich macht man sich nicht über physische Attribute seiner Mitmenschen lustig. Aber der Igel übertreibt seine private Rache schon gehörig – er hätte ja durchaus auf weitere Rennen verzichten können, ehe der Hase stirbt.  Befreundet sein möchte ich heute eigentlich mit keinem von beiden. Als Kind allerdings war klar, wo meine Sympathien liegen – beim Igel. Der ist nämlich kleiner und benachteiligt und wird gepiesackt. Und deswegen ist der Hase für alles, was aus seiner Gemeinheit erwächst, selbst verantwortlich. Jeder, der mal gehänselt wurde, kann dieses Gefühl nachvollziehen – auch wenn man nicht so direkt stolz darauf ist. Schließlich sind wir alle, inklusive Igel, nur menschlich.

Hase und Igel: Um was wetten Hase und Igel bei ihrem Lauf?

Kann denn Buchsucht Sünde sein?

Endlich kann ich beweisen: Meine Liebe zu Büchern muss genetisch sein. Mein Vater lebt seit einigen Jahren in Ostdeutschland und war dieses Jahr zum zweiten Mal bei uns zu Besuch, um ein wenig Zeit mit uns zu verbringen und sich die Gegend anzuschauen. Er ist ein rüstiger älterer Herr und reist mit leichtem Gepäck.

Oder wenigstens kommt er mit leichtem Gepäck an. Dieses Jahr hat er nämlich innerhalb einer Woche fünf Bücher ergattert, die er unbedingt mitnehmen musste. Sein Koffer wurde immer schwerer. Und er hat sich noch eins von uns geliehen, das wir uns im August dann bei ihm abholen werden, wenn mein Neffe eingeschult wird.

An seinem vorletzten Tag hier kamen wir an einem öffentlichen Bücherschrank vorbei, und mein Vater hat dem Lockruf der Bücher heldenhaft widerstanden. Wir wollten nämlich noch auf die Godesburg hinauf, und so ein Bergspaziergang mit der Tasche voller Bücher war ihm dann doch zu anstrengend. Auf dem Rückweg war der Bücherschrank dann schon geschlossen.Schon auf dem Weg zum Zug hat er allerdings dann extra einen Umweg gemacht, weil dieses Buch („Typisch Scheel“ von Hermann Otto Bolesch) ihm einfach keine Ruhe gelassen hat. Da hatte er eben nicht mehr nur einen schweren Koffer, sondern auch schweres Handgepäck. Aber was will man machen? Die Liebe zu Büchern lässt sich nur schwer zähmen.

Und jetzt mal ganz im Ernst: Bei so einer genetischen Vorbelastung blieb mir doch eigentlich keine andere Wahl, als Autorin zu werden. ^^

Einmal um die Welt mit der #Märchenente

Ente Poison

„Die Ente ist ein Tier des Wassers und damit der Emotionen und fordert Dich auf, all Deinen Gefühlen den nötigen Raum zu geben und diese auch kundzutun.“

(Quelle)

Bei Anne Zandt findet gerade der Märchensommer statt, und was darf da nicht fehlen? Die Märchenente natürlich. Enten sind nämlich ziemlich wichtige Märchentiere. Das Märchen vom „Hässlichen Entlein“ ist euch ja sowieso ein Begriff. Aber wie wären Hänsel und Gretel denn wohl ohne Ente über den Bach gekommen? Und auch für Flucht und als Versteck ist die Entengestalt gern gelitten. Schließlich kommen Enten in allen Elementen bestens zurecht: Sie können fliegen, sind hervorragende Schwimmer – und denkt nicht, dass man ihnen an Land leicht entkommen könnte, nur weil sie watscheln! Außerdem sind Enten erstaunlich wehrhaft, können einem Menschen mit einem Flügelschlag schnell den Arm brechen und schmerzhafte Schnabelhiebe verteilen.

Als wäre das noch nicht genug, sind Enten oft auch ein Zeichen für Wohlstand, weil sie schmackhaftes Fleisch produzieren, Eier legen und man mit ihren Daunen Kissen stopfen kann.

Da es Enten (bis auf in der Antarktis) überall gibt, gibt es auch überall auf der Welt Entenmärchen. Aus Amerika stammt das hierzulande eher unbekannte „Märchen von der Klapeprschlange und von der Ente„, die Norweger kennen die Geschichte „Die zwölf wilden Enten“ und in Russland legt nicht die Gans, sondern eine Ente goldene Eier, nachzulesen in dem Märchen mit dem wenig überraschenden Titel: „Märchen von der Ente mit den goldnen Eiern„. Aus Afrika ist unter anderem das Märchen „Die Wildente, der Fuchs und der Rabe“ bekannt, zu welchem ich leider keinen Link für euch habe. Aber ich kann euch soviel verraten: Die Suche lohnt sich.

Ihr seht, Enten kommen ganz schön herum. Um das zu beweisen, habe ich hier noch eine Auswahl von KGE-Bildern für euch. (KGE = „Kleine Gelbe Ente“, unser exklusiver Reise- und Abenteuer-Begleiter. Einmal in Brügge, dann auf der Autobahn, in Catania und als Tourist auf Burg Bentheim.)

Hier geht es übrigens zum GEWINNSPIEL zur Märchenente, und damit ihr dort nicht mit leeren Händen auftaucht, verrate ich euch hier auch einen Lösungsbuchstaben: Es ist das N, und zwar an Position 8. Was ihr gewinnen könnt, fragt ihr euch? Eine Menge! Nämlich: Signierte Goodie-Tüten, davon vier mit Ente, und als Hauptgewinn einmal das eBook “Unter schwarzen Federn”. Macht mit, es lohnt sich!

Der Magische Mittwoch: Lisa Brenk

 

Diesen Magischen Mittwoch bestreitet eine weitere Mit-Norne, die ich euch um Nichts in der Welt vorenthalten möchte – die liebenswerte Lisa Brenk! Hier die Eckdaten:

Vita

Lisa Brenk, geboren 1990 im Norden Deutschlands. Mit dem Meer im Blut und dem Wald im Herzen und dem Kopf voller Tinte und Farbe wuchs sie zusammen mit zwei Brüdern in Syke auf und verstand es schon immer, sich kreativ auszuleben, sei es durch Geschichten oder Bilder. Mittlerweile ist sie ihrem Herz in den Süden gefolgt, wo sie mit ihrem Freund und zwei Katzen lebt und an ihren Werken arbeitet.

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Das ist nicht Lisa, sondern der Gewittervogel. ^^

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Gekoffert

Und jetzt ohne weitere Umschweife zum Interview!

 

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In den Immerstadt-Büchern gibt es fünf große Zaubererfamilien, die sich jeweils einem Element zugeordnet haben.   Robert Julius Cailou, der Hauptcharakter in „Gekoffert und Verschleppt“, landet am Anfang der Geschichte in einem solchen Zaubererhaushalt – nur leider ist er allergisch gegen alles, was mit Magie zu tun hat. Magie steckt in dieser Geschichte also in Erde, Luft, Feuer, Wasser und Dunkelheit.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

„Stell dich nie zwischen einen Zauberer und seinen Tee!“, ist ein altes Sprichwort auf dem Obenkontinent. Die Magie ist theoretisch frei zugänglich und befindet sich in der Erde und der Luft. Doch nur diejenigen, die regelmäßig Tee trinken, der mit der Rinde eines magischen Baumes versetzt ist, können sie spüren und somit nutzen. Nur halten die Zauberer dieses Geheimnis gut unter Verschluss.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Beim Erfinden der Wachshexe, die Edward McDull „Im Schatten des Zweihorns“ einen Fluch abnehmen soll. Unheimlich, voller Kerzenwachs und Moderschlamm. Da gruselt es einen schon beim Schreiben.

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Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

In Immerstadt ist es der Gewittervogel. Der tropfnasse tintenblaue Vogel mit dem goldenen Schnabel reist durch Blitze an andere Orte und wird gerne von der Presse benutzt, um Nachrichten schnell zu überbringen.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Ich mag die Magie in der Skulldugery Pleasant Reihe und auch die bei Harry Potter, natürlich.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Nur eine? Dann wäre Unverwundbarkeit, glaube ich, meine Wahl.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Alles, was ich gerade in meiner Hosentasche bei mir trage.