Was Google KI aus „Zuflucht in Schattenfall“ macht

Screenshot: "ZUFLUCHT IN SCHATTENFALL" ist der Titel eines Buchs von Diandra Linnemann das am 10. Juli 2025 in BoD Buchshop erscheinen soll. Es handelt sich um den zweiten Band einer Serei, die im Genre Schience Fiction & Fantasy angesiedelt ist. Die Geschichte dreht sich um Rosalinda, die vor den Plänen ihrer Mutter flieht, aber unerwartet in Schattenfall, dem Dorf ihrer Erzfreinde, strandet. Das Buch hat 196 Seiten und ist auf Deutsch erhältlich.
Zusätzliche Informationen:
Genre: Science Fiction & Fantasy, Cozy Fantasy
Themen: Drache, Gestaltwandler, Hexe, Magie
Inhalt: Rosalidna flieht vor den Plänen ihrer Mutter und wird in Schattenfall, dem Dorf ihrer Erzfeinde, gefangen.
Erscheinungsdatum: 10. Juli 2025
Verlag: BoD - Books on Demand
Seitenzahl: 196
Sprache: Deutsch
Slagwote: Drche, Gestaltwandler, Hexe, Magie, Cozy Fantasy

Deswegen, meine Lieben, soll man der KI nichts glauben. Gar nichts. Niemals. Unter keinen Umständen. Wenigstens nicht, ohne gründlich zu recherchieren, was da behauptet wird. Und um Ernst – wenn man das eh alles nachschlagen muss, kann man auch direkt selbst recherchieren. Wozu ist KI noch gleich gut???

Wer von euch hat „Zuflucht in Schattenfall“ gelesen? Wie gut passt das da oben zu dem Buch? Ich sehe wenigstens einen Fehler und mehrere Ungenauigkeiten.

(Jetzt könnte man argumentieren, dass die KI natürlich nur weiß, was über das Buch im Netz steht. Aber mein Problem mit KI ist, dass von Fans getan wird, als spucke die KI unzerstörbare Wahrheiten aus, anstatt einfach nur aus Textstücken, die sie intellektuell nicht versteht, etwas Neues zu rülpsen.)

Ach, ich reg mich ja nur ein wenig auf. Man reiche mir einen Kaffee.

Schattenfamilien?

Mir ist etwas aufgefallen. Das passiert gelegentlich, wenn ich mein eigenes Gehirn beim Denken beobachte. Macht Spaß, solltest du auch mal versuchen.

Auf jeden Fall: Die „Schattenfall“-Reihe hat ein Thema. Das ist in meinen Büchern nicht immer und automatisch der Fall. Das „Gruftgeflüster“ teil sich ein Ober-Genre: Unheimliche Heftromane. „Magie hinter den sieben Bergen“ ist eine zusammenhängende Geschichte. Und „Schattenfall“ spielt an einem Ort – aber das ist noch nicht alles.

In „Schattenfall“ erzähle ich von Familie – von den Arten, auf die Familien entstehen oder versagen, von Wegen, mit seiner Familie umzugehen oder sich von ihr loszusagen.

Thomas muss sich verstecken und hat keine Angehörigen, bei denen er sich sicher fühlt. Ich meine, klar, er redet am Anfang davon, dass er zu seinem Vater ziehen könnte, aber das tut er ja nicht. Dabei hält ihn fast nivhts in Schattenfall. Für den kaputten Wagen könnte er Ersatz schaffen und das Versprechen, das er den Schatten gibt, könnte er ohne Konsequenzen brechen. Aber er bleibt, weil fast alles besser ist, als zu seinem Vater zurückzukehren. (Wer mehr über die Hintergrundgeschichte erfahren will, muss „Hexenhaut“ lesen – die Details habe ich in „Willkommen in Schattenfall“ ausgespart, soll schließlich COZY Fantasy sein. CN für ungefähr alles Schlimme, was man sich innerhalb einer Familie vorstellen kann.)

Auch Rosalinda will mit ihrer Familie nichts zu tun haben. Aber sie findet Wege, Teil ihrer Gemeinschaft zu bleiben und gleichzeitig nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben. Schließlich muss nicht jede Meinungsverschiedenheit zu einem irreparablen Bruch führen. Sie erfährt mehr über ihre Familie und über die Hintergründe für das Verhalten ihrer Mutter, das sie selbst als einschränkend erlebt. Am Ende sind nicht alle glücklich, jedoch sindalle auf einem Pfad, auf dem man weiter miteinaner reden und leben kann.

Über den nächsten Band will ich noch nicht zuviel verraten – wir erfahren mehr über Bjarnes Vergangenheit und Zukunft (und alles, was dazwischen stattfindet). Ich kann schon sagen, dass seine Familie und deren Verfehlungen und Ansichten eine große Rolle spielen. Außerdem erzähle ich von Wahlfamilie und der Wahl zwischen ererbten und gewähltem Schicksal. Und auch im vierten Band spielt Familie eine große Rolle, hoffentlich diesmal in einem durchweg positiveren Licht.

(Woher soll ich jetzt schon wissen, was da passiert? Aktuell hab ich nur eine Idee, wie der Schlamassel beginnt und wie die letzte Szene aussieht. Auf den Rest bin ich genau so gespannt wie du.)

Wo sind all meine linksgrünversifften Hexen und Heiden hin?

Eine Waldlichtung bei Nacht, um ein großes LAgerfeuer sitzen viele Lenschen in einem Stuhlkreis. Am Rand der Ichtung stecken brennende Fackeln im Boden.
Foto von Jack Cohen, gefunden auf Unsplash

In letzter Zeit häufen sich die Berichte über die Vermischung von völkischem und esoterischem Gedankengut. Und es ist gut, dass darüber berichtet wird, denn die heidnische Szene hatte schon vor Jahren immer mal wieder Probleme mit brauner Suppe. Aber in letzter Zeit sehe ich immer weniger linksgrünversiffte Hexen und Heiden.

Der junge Mann mit dem Thorsanhänger im Bus freut sich über mein Pentagramm und setzt im Smalltalk direkt zu einer Tirade über die „bösen Ausländer“ an. Die Zahl der Menschen, die sich im Netz zum Heidentum bekennen und meinen, „das wird man ja wohl noch sagen dürfen“, scheint stetig zu wachsen. Und ehrlich, ich versteh das irgendwie. Diese Vermischung von Naturromantik, Auserwähltengefühl und Gemeinschaft ist verlockend – vor allem für jene, die sich in der modernen Gesellschaft bedroht, abgehängt und/oder fehl am Platz fühlen. Das sind auch diejenigen, die für aufrührerische Hetze aus der Politik besonders anfällig sind, denn an irgendwas muss es ja liegen, dass sie mit ihrem Leben nicht zufrieden sind! Die Vorstellung, von einem unterdrückten stolzen Volk abzustammen, dessen Geheimwissen einen automatisch überlegen macht, während man ums Lagerfeuer tanzt, ist natürlich verlockend.

Zum Glück weiß ich aus meinem eigenen Umfeld, dass es auch „die anderen“ gibt. Diejenigen, die den Klimawandel nicht leugnen, die sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung einsetzen und um schwierige Themen ringen – im Kleinen wie im Großen. Über alles, was danach kommt, können wir ja in Ruhe diskutieren. Nur öffnetlich sichtbar sind diese „anderen“ aktuell nicht. Oder ich suche an der falschen Stelle, wer weiß?

Mal schauen, ob dieser Blogbeitrag mir ein paar linksgrünversiffte Hexen zuspült. Hex Hex! ^^

Altes Parkhaus mit neuen Tücken

Oder auch: Ich kann in die Zukunft sehen.

Denn ich sage voraus, dass es in zwei Wochen in der lokalen Tageszeitung einen Artikel über die garstigen bösen Parkhausbetreiber geben wird, die die armen Autofahrer*innen abzocken.

Lass mich ausholen. Unter dem großen Supermarkt, in dem wir den Großteil unserer Wocheneinkäufe tätigen, gibt es ein kostenpflichtiges Parkhaus. Bis gerade eben lief das auf die vertraute Weise: Man fährt an die Schranke, zieht ein Ticket, die Schranke geht auf und man sucht sich einen Parkplatz. Vor der Ausfahrt zahlt man am Kassenautomaten, schiebt das bezahlte Ticket an der Ausfahrschranke in den Schlitz und die Schranke hebt sich, damit man ausfahren kann. Alles ganz easy, gell?

Jetzt sind die Schranken in die Jahre gekommen und wartungsintensiv. Also stellen sie aktuell auf schrankenlosen bezahlten Parkbetrieb um. Überall hängen Schilder, die das erklären, teilweise mit wild leuchtenden Reflektorstreifen. Das läuft also so: Du fährst ein und dein Kennzeichen wird gescannt. Du parkst irgendwo, machst dein Ding, kommst zurück und gibst dann am Automaten dein Kennzeichen ein. Dann sagt der dir, wie lange du geparkt hast und was du zahlen sollst. Du zahlst, gehst zum Auto und fährst. Keine einzige Schranke ist an dem Vorgang beteiligt.

Und da beginnen die Probleme.

Ich war ja gestern einkaufen, mit dem Auto, nach der Arbeit. Und am Automaten wartete eine lange Schlange. Die wurde immer länger, denn: Oh Wunder! Die meisten Leute kennen offenbar ihr Kennzeichen nicht? Und anstatt eben zum Auto zu laufen und nachzugucken, wie das denn lautet, haben wirklich viele Leute einfach wahllos Buchstaben- und Nummernfolgen eingegeben. Irgendwas muss doch stimmen! Das dauert natürlich.

Ist aber auch nicht schlimm, so eine Umgewöhnungsphase gibt es ja immer.

Dann war da aber der Typ, der zum Kassenautomaten kam und rief: „Warum bezahlt ihr denn? Die Schranken sind doch offen! Ich hab bei der Einfahrt nicht einmal ein Ticket bekommen!“

Ich, hilfreich: „Das ist das neue System, das ist schrankenlos, aber bezahlen muss man trotzdem.“

Er guckt mich an, als sei ich ein wenig dumm. „Aber ich hab gar kein Ticket gekriegt! Ich fahr jetzt.“

Kann er machen, ich hab ihn ziehen lassen. Allerdings wird er sich in ein paar Tagen wundern, denn er wird Post bekommen – über die nicht gezahlten Parkgebühren und eine Strafe von 45 Euro. Das steht nämlich auch auf den Schildern, die überall ausgehängt sind. Und weil unsere Tageszeitung ganz dicht am Puls des Bürgers ist, wird es dann wenigstens einen Artikel über diese neue „Abzocke“ geben.

Ich bin gespannt, wie lange die Umgewöhnung dauert. Und ja, ich fände es persönlich besser, wenn es bei der Ausfahrt wenigstens noch eine automatische Schranke gäbe, die sich öffnet, wenn das Kennzeichen gescannt wird und der Systemabgleich bestätigt, dass die Parkgebühr gezahlt ist. Ich bin nämlich so verpeilt, dass ich das auch mal vergessen könnte.

Ah well, schöne neue Welt und so.

Der Spaß am Gruseln

Fake-Schreibmaschine, altmodisches Modell. Sie wird von Skeletthänden bedient, das Papier wird über einen Röhrenknochen gewickelt. Auf dem Papier steht der Anfang von Edgar Allan Poes "The Raven": "Once upon a midnight dreay, while I pondered, weak and weary, over many a quaint and curious volume of forgotten lore ..."
Die Autorin am Werk. Symbolbild.

„Wie kannst du nur ganz allein zuhause nachts Horrorfilme gucken?“, fragt eine Kollegin.

„Wie kannst du dich einfach so in eine Achterbahn setzen, ohne zu wissen, wer sie unter welchen Sicherheitsaspekten gebaut hat?“, frage ich zurück.

Es ist eigentlich absurd. Menschen gruseln sich gerne – sei es in der Geisterbahn, auf dem Halloween Horror Fest oder mittels Literatur. Dabei ist das Leben eigentlich unheimlich genug, oder?

Wahrscheinlich liegt es an den Endorphinen. Wir suchen uns gezielt Erlebnisse, die uns in Angst versetzen und eine positive Auflösung haben: Wir haben überlebt!

Und während ich an den meisten Tagen wirklich nicht auf ein Fahrgeschäft steigen will, bei dem ich nicht weiß, wie gut die Technik gewartet ist oder ob das Material die Anforderungen wie versprochen erfüllt, kann ich hervorragend meine Vorstellungskraft in Angst und Schrecken versetzen.

Den ersten Horrorfilm, an den ich mich erinnere, habe ich bei einer Bekannten meiner Eltern im Grundschulalter gesehen und hatte tagelang Albträume. Es ging um monströse Gliedmaßen mit Eigenleben tief unter dem Meeresspiegel. Als der Mann genau diesen Film als „Achtziger-Klassiker“ nach Hause brachte, konnte ich über die schlechten Effekte nur müde lächeln, und so richtig überzeugend war die Story auch nicht. Allerdings verstehe ich genau, was mich als Kind so erschreckt hat. Weniger klar ist mir, warum ich danach alles daran gesetzt habe, weitere Horrorfilme zu gucken. Gremlins, Hobgoblins, ES – das war mein Ding, und die elterliche Kontrolle war ziemlich entspannt.

Mit der Zeit hat sich allerdings verändert, was ich gern gucke und was mir Angst macht. Slasher beispielsweise finde ich gar nicht mehr interessant. Es ist einfach keine Kunst, noch mehr Leute auf noch blutrünstigere Weise in noch kleinere Fitzel zu zerlegen. Meist fehlt die Motivation des Bösewichts, und die Opfer benehmen sich, als hätten sie noch nie auch nur einen einzigen Horrorfilm gesehen. Ab und zu mache ich auf Empfehlung Ausnahmen und schaue mir ausgesuchte Slasher dennoch an, aber in meine Top 10 hat es keiner davon in den letzten Jahren geschafft.

Wenn ich drei subjektiv beeindruckende Horrofilme der letzten Jahre nennen müsste, dann wären das „Wake Wood„, „Smile“ (der erste Teil!) und „The autopsy of Janeo Doe„. Keiner davon hat überragende Bewertungen, aber ich hab mich hervorragend unterhalten gefühlt.

Und welches war jetzt der Film, der mich als Kind so sehr erschreckt resp. beeindruckt hat? „Leviathan“ natürlich.

Damit entlasse ich dich auch schon wieder in ein gruseliges Wochenende. Schau dir einen der Filme an, die ich empfohlen habe, fahr Achterbahn … oder lies doch mal wieder eines meiner „Gruftgeflüster„-Hefte. ^^

Das Auge liest mit

Buhc "Zuflucht in Schattenfall" auf einer von Skeletthänden betriebenen Schreibmaschine (ein Halloween-Prop). In Hintergrund sieht man unscharg Schreibtischchaos.
Danach sind meine gestalterischen Talente erschöpft.

Gestern bin ich um zehn Jahre gealtert. Nur eine leichte Korrektur meines Personalausweises … nein, Quark. Aber wer schon eine Weile mitliest, weiß: Ich hab kein Händchen für Gestaltung. Davon zeugen meine ersten selbstgemachten Cover genau so wie der Buchsatz meiner ersten Bücher. Ich schäme mich nicht, das ist eben nicht mein Ding und ich hab gemacht, was mit begrenztem Budget möglich war.

Auf jeden Fall habe ich inzwischen, weil ich ein argloses Glückskind bin, ganz famose Unterstützung sowohl bei Covergestaltung als auch beim Buchsatz. Ich schwör, die Kooperation begann mit den folgenden Worten: „Ist das dein Buch? Der Stil ist toll, aber dein Buchsatz ist scheiße.“ – „Ich weiß, tut mir leid.“ Und für „Zuflucht in Schattenfall“ bin ich wieder unterstützt worden. Es sieht also aus wie ein richtiges, echtes Buch (das man bei mir auch direkt mit Widmung bestellen kann). Erste Runde Buchsatz, kleine Korrekturen, Kontrolle, Upload bei Books on Demand, finale Kontrolle, Freigabe, Bestellung einer Kleinauflage für zuhause – das war letzte Woche Freitag.

Gestern dann, also vier Tage später, schreibt der Buchsatzmensch mich an: Ihm habe geträumt, im Buchsatz sei ein richtig fetter Bock versteckt, ob ich schon Exemplare hätte und das bitte dringend kontrollieren könne?

Da saß ich im Büro und konnte natürlich nichts tun. Erst Abends zuhause habe ich alles einmal durchgeblättert – und heureka, das Buch sieht wie ein wunderschönes, echtes, ganz normales Buch aus. Wenigstens für so unbedarfte Menschen wie mich. Wir können also beide wieder beruhigt schlafen. Aber Heidewitzka, war das eine Aufregung! ^^

Weil ich so gar keinen Bezug zu optischer Gestaltung habe, gibt es in meinen Büchern übrigens auch keine hübsch gestalteten Szenentrenner oder so. Und wenn ich selbst lese, das muss ich jetzt gestehen, nerven diese Dinger mich, wenn sie zu elaboriert gestaltet sind und vom Text ablenken. Das geschriebene Wort und ich haben eine innige Beziehung, da soll bitte nichts zwischen kommen. Auch Illustrationen werden von mir hingebungsvoll übersehen, wenn ich mir nicht explizit Mühe mache, sie anzuschauen. Mein Herz schlägt für Texttrümmer – so wie diesen hier, und das tut mir nicht leid. Ein schön gestaltetes Buch ist für mich eines, dass sich angenehm und ohne Ablenkung oder Anstrengung lesen lässt: Klar gedruckt, nicht zu eng oder zu klein gesetzt, eine angenehme Schrift (besonders wichtig wegen meiner Lese-Rechtschreibschwäche, die spielt mir manchmal Streiche), keine Ablenkungen. Auch Farbschnitte sind mir egal. Aber ich gönne sie allen, die sich darüber freuen.

Ich glaube, das eine Buch, das mir wegen schöner Gestaltung im Kopf geblieben ist, ist tatsächlich die farbig gedruckte Ausgabe der „Unendlichen Geschichte“.

Welches besonders schöne Buch ist dir in letzter Zeit begegnet? Stehst du auf so niedlich Verzierungen oder sind sie dir schnuppe?

Der Sommer – ein Zwischenbericht

Ein Grund, weswegen es hier wieder ungewöhnlich still war, ist ja deutlich geworden – der Endspurt für Zuflucht in Schattenfall, dass am 10.07.2025 veröffentlicht wurde. Egal, wie gut man plant und wieviel Unterstützung man hat, es wird doch immer hektisch. Aktuell kann ich nichts mehr tun, als auf meine Print-Exemplare zu warten. (Natürlich plane ich schon die nächste Geschichte.)

Ein anderer Grund – der Sommer und besonders der Juli sind voller Termine. Einerseits liebe ich das, weil das alles großartige Termine sind, andererseits … ES IST ANSTRENGEND!!! Für August habe ich schon geplant: Nach der Krähenfee will ich zwei Wochen lang niemanden sehen und alle hassen. Bitte nicht persönlich nehmen!

Was war denn bis jetzt so anstrengend?

Beispielsweise ein zweitägiger Workshop zum Thema Nahkampf und Schusswaffen, speziell für Autor*innen, über den BVJA. Du weißt möglicherweise, wie oft in meinen Büchern gekämpft (gelegentlich) und geschossen wird (quasi nie!), aber ich fand das Thema so spannend! Und spätestens für den seit langem angedrohten dystopischen Roman kann ich vieles davon sicher verwenden, die Zeit war also gut genutzt.

Dann war da ein „Aktiv-Vortrag“ über die richtige Reinigung der Bonner Bücherschränke. Die Bürgerstiftung Bonn betreut aktuell über dreißig öffentliche Bücherschränke auf Stadtgebiet, und der Hersteller ist extra hergekommen, um den Bücherschrankpat*innen zu zeigen, wie man die Schränke von Graffiti etc. befreit, ohne die Oberflächen zu beschädigen. Ja, ich bin Bücherschrankpatin. In erster Linie, damit ich einen Vorwand habe, regelmäßig in den Schrank zu gucken. Was macht so ein*e Bücherschrankpat*in? Aufräumen, in erster Linie: Die Bücher richtig hinstellen, die Kinderbücher in das entsprechende Fach sortieren, Nicht-Bücher und Propaganda entfernen (ja, es tut mir leid – die schönen Zeitschriften, die du da ablegst, landen direkt im Altpapier) und eben alles, was Leute da so drankrakeln und -pappen, wieder abfriemeln.

Dann war da der Tag der offenen Tür am Radom im Nachbarort. Das ist eine Anlage, die für Sicherheits- und wissenschaftliche Zwecke mit Radiostrahlung Dinge auf der Erde und im Weltall untersucht. Sehr spannend, ich hab wenig verstanden. Die Schutzhülle für das Radioteleskop(?) sieht auch mehr so aus wie ein riesiges Drachenei in der Landschaft. Aber es war spannend und sehr heiß und anschließend waren wir Eis essen, das war gut.

Ich habe Sperrmüll geschleppt und war wandern und Tapas essen und Cocktails trinken und habe die erste Halloween-Deko gekauft. Ein Luxus-Leben voller Luxusprobleme.

Und habe ich schon vom Archiv im Haus der Geschichte erzählt? Wenn du dieses Jahr nach Bonn kommst, musst du dir das anschauen! Eigentlich haben die eine Dauerausstellung, die wird gerade umgebaut. Und während die geschlossen ist, kann man sich stattdessen für eine Führung durch einen Teil des Archivs anmelden. Das ist so, so interessant! Ich liebe solche Dinge ja, es tut mir leid. Nee, eigentlich gar nicht! Also, meld dich da an und geh da hin. Das Archiv eignet sich auch grandios als Unterschlupf für eine Zombie-Apokalypse, sag ich direkt dazu.

Gut, das war mein Sommer bis jetzt. Wir haben gerade Mitte Juni. ^^ Heute Abend geht es auf ein Konzert, und in den nächsten Wochen sehe ich unter anderem Familie, die ich viel zu selten sehe. Also mehr Abenteuer! Danach Krähenfee, dann zwei Wochen Einsiedler-Dasein. Das wird so gut!

Wenn ich die Tage Zeit habe, gibt es vielleicht einen Foto-Dump. Oder ich häkle endlich den Sommerhut zu Ende, der sich mir seit zwei Wochen hartnäckig widersetzt.

Was sind deine Abenteuer? Oder schwitzt du nur?

Neuerscheinung: Zuflucht in Schattenfall

Buch: "Zuflucht in Schattenfall". Das Cover ist in Violett- und Blautönen gehalten. Im Vordergrund stehen die Silhouette einer schlanken jungen Frau mit langen Haaren und die einer Katze auf schneebestäubten, verwitterten Holzdielen. Im Hintergrund sieht man winterliche Berge und die Silhouette eines Fichtenwaldes. Links über den Bergen fliegt in der Ferne ein Drache. Im oberen Teil des Bildes hängt ein großes Holzschild mit dem Buchtitel - Zuflucht in Schattenfall - in Schreibschrift. Der Name der Autorin - Diandra Linnemann - steht in Großbuchstaben auf einem dunklen, transparenten Streifen unten auf dem Cover.

Siehst du diese Ankündigung gerade zum dritten Mal und bist genervt? Das beweist, dass meine Automatisierung funktioniert. Viel wichtiger jedoch: Mein „Februarbuch“, das du schon vor Monaten hättest lesen können sollen, ist endlich erschienen! Bei Books on Demand kannst du es bereits als Taschenbuch kaufen, die anderen Shops ziehen in den nächsten Tagen nach. Die eBook-Konvertierung dauert immer eine Weile, keine Ahnung warum, aber auch das kommt. Und wenn es kommt, ist es für kurze Zeit sogar günstiger!

So, das war ein wilder Ritt. Die Arbeit ist auch noch nicht vorbei. In den letzten Monaten lag mein Augenmerk darauf, das Buch fertigzukriegen und gleichzeitig möglichst viele Leute darauf hinzuweisen, dass es bald erscheint und sie es unbedingt lesen müssen.

Jetzt ist es raus und es ist mein Job, möglichst viele Leute darauf hinzuweisen, dass es erschienen ist und sie es unbedingt lesen müssen. Gleichzeitig begebe ich mich auf die Jagd nach Rezensionen und hoffe, dass viele Leute das Buch nicht nur lesen, sondern auch auf Social Media in die Kamera halten. Das werde ich selbst natürlich tun, sobald ich meine Druckexemplare in der Hand halte. Einige sind schon verplant, andere kann man bei mir mit Widmung bestellen. (Ich verschicke sie oder bringe sie zu Treffpunkten wie der Krähenfee oder dem BuCon mit, wenn du mich vorwarnst!)

Was muss ich noch machen? Mir dringend ein Lesezeichen-Design überlegen, das hab ich ganz vergessen. Zum Glück bin ich ultraspontan und überschätze meine Bastelfähigkeiten auf das Grandioseste. Bist du auch schon gespannt?

Und dann kommt schon Band drei. Ich habe eine Idee und muss den Plot nur etwas cozy (und sehr spannend!) machen, dann geht es direkt weiter. Als nächstes setzen wir uns mit Bjarne auseinander … ^^

PS: Natürlich kannst du als zahlende*r Unterstützer*in auf Patreon das Buch bereits als eBook lesen, da ist es schon in verschiedenen Formaten erhältlich.

Immer wenn ich glaube, die Technik kann mich nicht mehr überraschen …

Buch: "Zuflucht in Schattenfall". Das Cover ist in Violett- und Blautönen gehalten. Im Vordergrund stehen die Silhouette einer schlanken jungen Frau mit langen Haaren und die einer Katze auf schneebestäubten, verwitterten Holzdielen. Im Hintergrund sieht man winterliche Berge und die Silhouette eines Fichtenwaldes. Links über den Bergen fliegt in der Ferne ein Drache. Im oberen Teil des Bildes hängt ein großes Holzschild mit dem Buchtitel - Zuflucht in Schattenfall - in Schreibschrift. Der Name der Autorin - Diandra Linnemann - steht in Großbuchstaben auf einem dunklen, transparenten Streifen unten auf dem Cover.

… dann klappt plötzlich der Upload aller Dateien bei BOD auf Anhieb im ersten Versuch ohne Probleme. Das heißt, es geht jetzt ganz schnell.

„Zuflucht in Schattenfall“ ist beauftragt und sollte schon in wenigen Tagen auf den üblichen Kanälen erhältlich sein. Erfahrungsgemäß dauert es ein paar Tage, ehe man auch das eBook bestellen kann. Das gibt es dafür allerdings dann ein paar Tage lang für € 0,99 – es lohnt sich also, deine bevorzugten Buchverkaufsplattformen im Auge zu behalten! Keine Bange, ich sag auch noch ausgiebig Bescheid, wenn es erst soweit ist.

Was heißt das außerdem?

Ich kann mich so richtig auf Band Drei konzentrieren. In dem machen wir uns mit Bjarne auf ins Chaos … ^^

Hält fast alle Plagegeister fern – Insektenschutzgitter und Katzen

Da wir recht dicht am Wald leben, kreucht und fleucht es dankenswerterweise rund um unsere Wohnung, als würden die Insekten dafür bezahlt. Das finde ich gut. Weniger gut findet allerdings der Mann, wenn die Biesterchen ihm nachts ins Wohnzimmer kommen. Und da die Balkontür am liebsten auf ist – sowohl für die Frischluft als für die Katzen – musste eine Lösung her.

Jetzt hängt da so ein magnetisch geschlossener Vorhang: Eine Bahn links, eine Bahn rechts, Magnete in der Mitte. Der geht auch recht einfach auf. Nur die Katzen trauen dem Ding nicht so ganz.

Verständlich. Die kennen es ja so, dass etwas im Weg ist, damit sie da gerade NICHT durchgehen. Fenstergitter oder Zimmertüren beispielsweise.

Dass von ihnen jetzt erwartet wird, an einer bestimmten Stelle mit ihrem Körpergewicht zu drücken, damit sie rein oder raus können (keine Sorge, der Balkon ist katzennetzgesichert!), ist unerhört.

Mara hat schnell eine Strategie entwickelt. Sie wirft sich mit Anlauf und ganzem Körpergewicht gegen die Mitte des Vorhangs. Zum Glück ist sie klein. Bei einem ausgewachsenen Tiger hätte das einen ganz anderen Effekt! Auf jeden Fall gibt der Vorhang nach, die Katze ist draußen und später wieder drinnen und nur minimal empört, wenn ihre Schwanzspitze für eine Sekunde zwischen den wirklich sehr, sehr schwachen Magneten steckt.

Kurt ist da anders. Aus der Beobachtung würde ich sagen, er geht da zu verkopft ran. Erst wird der Vorhang beschnuppert und kriegt einen oder zwei Tatzenhiebe, zur Sicherheit. Dann wird mit den Krallen daran gezogen – bewegt sich was? Ja, der Vorhang geht auf … und direkt wieder zu, wenn der Kater loslässt. Das wird mit motzigem Miauen quittiert. Der Kater sitzt und denkt. Dann zieht er wieder und versucht gleichzeitig, seinen Rammskopf UNTER dem Vorhang hindurchzuzwängen. Im letzten Moment macht er einen Rückzieher, weil das Klacken der Magnete ihn verunsichert. Dann maunzt er wieder, empörter jetzt. Hallo? Personal!

Weil ich ein weichherziges (und warmhirniges) Ding bin, trainiere ich mit ihm und lege Leckerlis auf die andere Seite der Tür. Das ist in seinen Augen erst recht eine Beleidigung. Ob ich ihn verhöhnen will??? Er versucht, die Tür durch Schreien zu öffnen. Wahrscheinlich kennt er die Geschichte von Ali Baba und den 40 Räubern.

Ich stecke einen Finger durch den Vorhang.

Der Kater guckt.

Jetzt ist da eine ganze Hand. Sollte da etwa eine magische Öffnung sein? Er schnuppert.

Ich halte den Vorhang so weit auf, dass seine Nase hindurchpasst, und warte auf seine Reaktion.

Erst einmal gründlich nachdenken. Nach einigen Minuten bequemt er sich und drückt sich durch die Öffnung. Es hat ein wenig was von Leberwurst aus der Tube, nur in flauschig. Ich lobe, er futtert die Leckerlis.

Das ganze machen wir dreimal, ehe ich denke, dass er das Prinzip verstanden hat: Zwängt man sich mit genug Gewalt durch etwas hindurch, wird man belohnt. Wenn ich mir seinen Gesichtsausdruck beim Durch-den-Vorhang-Marschieren angucke, hält er das ganze trotzdem für eine Zumutung.

Gegen die Insekten hilft der Vorhang übrigens einigermaßen.