Es gibt hier nichts zu sehen!!!

Wirklich nicht. Was für ein Driss.

Ja, wir waren auf Wacken. Und ja, wir streiten mit der Krankenkasse des Mannes. Aber das ist alles gerade für meinen Kopf nicht spannend. Der ist nur (wie meistens) müde. Überall Katastrophen. Der Rhein ist fast trocken, es brennt nördlich, südöstlich und südwestlich von uns (westlich eventuell auch?). Beim Wandern vor ein paar Tagen habe ich statt der versprochenen abwechslungsreichen Landschaft nur braune Wiesen und graue Felder gesehen. Die Kollegin erzählt, in Tunesien sei das Mittelmeer zu warm, um angenehm darin zu baden, und tagsüber erreichen die Temperaturen 50 Grad. Bei uns im Wald hinter dem Haus (ursprünglich ein Hochmoor) gehen sogar die Brombeerranken allmählich ein – der Regen heute ist da wirklich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Also: Wenig Schwung, um Kleinigkeiten zu erzählen, wenig Energie fürs Schreiben und Überarbeiten und wenig Nerv für irgendwas außer den absoluten Notwendigkeiten.

Immerhin habe ich heute Morgen das erste Set neuer Bettlaken aufgezogen, das ist doch schön. Und mein Kopfkissen gewaschen, denn bei den Temperaturen schwitze ich alles (ALLES!!!) direkt mehrmals pro Nacht durch. Und bei uns im Wald sammeln Privatleute nicht nur den Müll ein, sondern stellen auch Untersetzer mit Wasser für die kleinen Tiere auf. Es ist nicht alles schlecht.

Aber sagt mal – wäre jetzt der richtige Moment für Klima-Hysterie?

Anderes Thema – ich arbeite mich immer noch durch die ersten beiden Schattenfall-Bände, um Notizen zu machen. Und von wegen, ich hätte nur winzige Casts. Das behaupte ich zwar immer, aber in Band 1 bin ich schon bei fast fünfzig Figuren. Kein Wunder, dass ich mir nicht alles merken kann. Ich schwöre, irgendwann mache ich aus den Notizen etwas, was ihr auch durchblättern oder -scrollen könnt. Die Mühe muss sich ja lohnen, nicht wahr?

Und jetzt zurück zur Realitätsverweigerung.


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