Auf ein Neues. Und Endspurt

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Die Feiertage sind so gut wie überstanden – und ehrlich gesagt, nach Weihnachten kann mich nichts mehr schocken. Ehrlich, Silvester UND Weltuntergang sind dagegen ein Klacks. Dieses Jahr ging alles etwas drunterer und drüberer als in den anderen Jahren, die Richard und ich zusammen gefeiert haben, und ich hatte schon am 14.12. keine Lust mehr auf den Trubel. Aber das ist ja erst einmal vorbei. Silvester feiern wir dieses Jahr auch nicht mit Familie, sondern zuhause mit ein paar guten Freunden. Kaum zu glauben, aber darauf freue ich mich sogar schon. Eigentlich mag ich keine Partys – zuviel Unruhe, zuviel aufzuräumen und zuviel Zeit, die ich nicht mit Schreiben und Lesen verbringen kann – aber wenn ich selber bestimmen kann, wie gefeiert wird und mit wem (und wenn ich dafür dem traditionellen Aufschnitt-Raclette entkomme!), ist das bestimmt ein Riesenspaß. Nur müssen wir heute schon einkaufen, denn Samstag und Montag werden die Leute sich benehmen, als ob im neuen Jahr die Lebensmittel abgeschafft würden.

Wie dem auch sei, bei einem anderen Projekt muss ich mich jetzt sehr beeilen, wenn ich meine selbstgesetzte Deadline auch einhalten will. Ursprünglich hatte ich vor, im November mein letztes Manuskript als eBook herauszubringen – nur so, um zu gucken, wie das läuft. Also wurde formatiert und getan, und dann dachte ich, ich guck mir das Ding noch einmal auf dem Kindle an. War auch ganz gut, denn anstatt der erwarteten zwei oder drei verbesserungswürdigen Stellen fand ich gleich mehrere Dutzend. Tippfehler, Wiederholungen, kleine Ungereimtheiten – alles wurde fleißig notiert und kategorisiert, und bis Silvester will ich alles im eigentlichen Manuskript korrigiert haben. Damit ihr im Januar dann endlich in den Genuss kommen könnt von „Allerseelenkinder“. Na, neugierig?

Batterien aufladen

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Mein Freund Richard und ich waren für ein paar Tage auf und davon, die Batterien wieder aufladen. Einfach mal raus aus dem Trott, etwas neues erleben und schauen, wieviel Spaß man haben kann. (Seht selbst.)

Und kaum änderte sich die Kulisse, schon klopfte eine neue Schreibidee an. Zum Glück habe ich immer ein paar Notizbücher dabei. Mal schauen, was unter dem heimischen grauen Rheinlandhimmel daraus wird.

Schreiben in Cafés

Das gleichnamige Buch habe ich noch nicht gelesen. Das Konzept war mir auch lange Zeit eher suspekt. Wie soll man denn in einem Café arbeiten? Ist das nicht total ablenkend? Und wie gucken die anderen gäste erst, wenn man sich mit Papier und Stift (oder Note-/Netbook) auf dem Tisch ausbreitet?
In den letzten Wochen hatte ich Zeit, das mal auszuprobieren. Jeden Mittwoch Abend gehe ich gegenwärtig zu einem Selbstbehauptungskurs für Frauen. Und der liegt so blöd, dass ich entweder die Wahl habe: Vom Büro nach Hause gehen, Geschirrspüler ausräumen, Tasche packen und wieder loshetzen – oder ich nehme mir ein Projekt mit, setze mich nach der Arbeit für eine Stunde ins Café auf der Ecke und fahre dann weiter zum Kurs. Da die halbe Stunde zuhause zwischen Ankunft und Aufbruch nicht besonders fruchtbar wäre, habe ich mich experimentell für die zweite Option entschlossen. Da gab es sowieso ein Manuskript, das ausgedruckt darauf wartete, ein letztes Mal korrigiert zu werden (ich kann am Bildschirm einfach nicht gut lektorieren). Also morgens die Manuskriptmappe, einen Kugelschreiber, ein paar Textmarker und den MP3-Player in die Tasche mit den Sportsachen gestopft, und ab die Post.

Erstaunlicherweise bin ich in dieser Stunde im Café extrem produktiv. Für den Preis einer Tasse Tee kaufe ich mir Zeit, mit der ich nichts weiter anfangen kann, als an meinem Projekt zu sitzen. Gut, natürlich könnte ich mir auch etwas zu lesen mitnehmen, aber so weit reicht meine Selbstdisziplin gerade eben noch. Zuhause hingegen passiert es deprimierend häufig, dass ich stattdessen die Wäsche mache, einkaufe, koche oder irgendwas aufräume. Weil das ja auch erledigt werden muss. Und mit den Ohrstöpseln im Kopf fällt mir auch gar nicht auf, was die Menschen um mich herum alles treiben.

Gestern nun war das Manuskript fertig korrigiert, und beim morgendlichen Packen war ich nicht ganz sicher, was ich jetzt stattdessen mitnehmen sollte. Mein Notebook ist etwas schwach auf der Brust und funktioniert leider nur mit extern angeschlossener Tastatur. Außerdem ist der Akku schnell am Ende seiner Kräfte. Zuviel Aufwand also, um es außer Haus zu benutzen. Letztendlich nahm ich ein altmodisches Notizbuch (von denen ich Dutzende zuhause herumliegen habe) und beschloss, am nächsten Plot zu arbeiten. Hat wunderbar geklappt. Natürlich muss ich das Gekritzel heute noch in OneNote eintragen, ehe ich selber meine Handschrift nicht mehr lesen kann (am Computer lassen sich die einzelnen Punkte viel einfacher hin- und herschieben, bis alles da liegt, wo es liegen soll).

Anfang Dezember endet der Selbstbehauptungskurs. Ob ich danach weiter ins Café gehe, um zu schreiben? Irgendwie kann ich mir das gut vorstellen. Und das Buch von Natalie Goldberg steht auf meinem Wunschzettel. Was sind eure Erfahrungen mit dem Schreiben (oder anderen Projekten) außer Haus?