Verschenken ist nicht umsonst

Verschenken oder nicht – das ist eine bei Indie-Autoren weitverbreitete Frage. Meistens wird argumentiert, dass wir hart gearbeitet haben und dafür auch gerne irgendwie belohnt werden möchten. Klingt logisch, oder? Aaaber.

Ich mach ja ab und zu so Verschenk-Aktionen für meine Bücher bei Amazon (ab Donnerstag gibt es Spiegelsee umsonst!). Letzte Woche gab es den „Hirschkönig“, von Donnerstag bis Samstag. In dieser Zeit wurden 1.085 Bücher gratis heruntergeladen. Bücher, für die ich nie etwas sehe, außer einer Rezension – und die muss nicht einmal unbedingt positiv sein. Auch wenn wir uns das natürlich überhaupt nicht vorstellen können.

Allerdings – während solcher Gratis-Aktionen steigt auch die Zahl der verkauften Bücher. Nicht direkt astronomisch, aber ich finde, dass solche Verschenk-Aktionen eine nette Möglichkeit sind, die Aufmerksamkeit von potenziellen Lesern zu erreichen. Und die Erfahrung gibt mir Recht: Wem eines meiner Bücher gefällt, der ist offenbar gewillt, weitere zu kaufen. Wer hätte das gedacht?

Endlich

So, nachdem ich mal wieder sporadisch vom Angesicht der Erde gerutscht bin – ist schon blöd, wenn man zuhause kein Internet hat. Wie in einem vorindustriellen Land… und die Ausreden erst, die man uns bislang aufgetischt hat! Zuerst war die Bundesnetzagentur schuld, dann waren die Leitungen marode, dann war unser Anschluss blockiert vom Anbieter der Vormieter, und der jüngste Klops: Die Telekom würde unserem Wunsch-Anbieter einfach keinen Übergabepunkt freiräumen. Außerdem habe die T* ein Recht darauf, mindestens einen Anschluss pro Haus mit einem eigenen Vertrag zu beliefern. Die Leute an den Kunden-Hotlines sollten lieber Bücher schreiben, bei soviel Kreativität!

Wie dem auch sei, ich war trotzdem nicht untätig… ab sofort könnt ihr meine beiden Bücher Der Hirschkönig und Allerseelenkinder auch als Taschenbuch erwerben. Alles mit viel Liebe und wenig Sachverstand selbst gestaltet, aber ich denke, ich bin zufrieden. Jetzt konzentriere ich mich völlig darauf, die nächsten beiden Episoden aus Helenas Leben auf den Weg zu bringen. Und alle, die sich lieber an Papier als am Bildschirm festhalten – kauft! KAUFT!

*hypnotischerkatzenblick*

Der Hirschkönig

Eine der ersten Geschichten, die ich jemals schreiben wollte, war die von Arminius, dem Cherusker, und seiner großen Liebe Thusnelda. Als ich zum ersten Mal von der Varusschlacht hörte, war ich etwa zehn Jahre alt. Und die historischen Hintergründe faszinierten mich so sehr, dass meine Fantasie seitdem damit beschäftigt war, eine Geschichte um die bekannten Daten und Fakten zu spinnen.

Vor zwei Jahren hatte ich dann endlich ein fertiges Manuskript, nach viel Forschung und Suche und Träumen. Mit der ganzen Naivität des jungen Autors schickte ich Leseproben etc. an diverse Verlage. Natürlich kam in den meisten Fällen nicht einmal eine Antwort. Vielleicht stellte ich mich einfach besonders dumm an?

Ein paar Absagen gab es auch. Fast hätte ich das Manuskript schließlich einfach gelöscht, aber es gab einen Lichtschimmer: Eine Absage erklärte, es gebe gerade einfach keinen Markt für diese Art historischen Roman, aber gut geschrieben sei er auf jeden Fall.

Vielleicht war das auch nur ein besonders freundlicher Standard-Absagetext, aber der „Hirschkönig“ blieb auf meiner Festplatte. Und nachdem ich letzte Woche schon einmal mit KDP-Self-Publishing spielen konnte, habe ich am Wochenende spontan beschlossen, dass ich euch auch diese Geschichte nicht vorenthalten will. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann das jetzt also hier tun.

PS: Für alle, die kein Kindle ihr eigen nennen – ihr könnt die entsprechende Anwendung für Mobilgeräte oder den PC kostenlos herunterladen und dann trotzdem lesen, wovon ich hier gerade spreche. Und wer weiß, vielleicht versuche ich mich beizeiten auch noch an Print-on-demand, es geht schließlich nichts über ein echtes Buch…

Aufregende Neuigkeiten

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Endlich bin ich aus der Versenkung wieder aufgetaucht, und ich bringe wichtige Fragen mit: Wer greift da nach meinem Hexenbesen? Warum bekomme ich abgetrennte Gliedmaßen in der Post? Und wozu brauche ich eine Löwenmaske?

Ihr hättet euch ja denken können, dass ich nicht einfach nur untertauche und mir einen faulen Lenz mache. Hier werden Kisten gepackt, Fenster ausgetauscht und mysteriöse grüne Heißgetränke probiert. Und zwischendrin spiele ich mit alten und neuen Wörtern.

Wer mehr erfahren will, sollte hier in den kommenden Tagen wieder reinschauen!

Elfen und Island und Blumen und Musik

Das sind einige der Dinge, die mich in letzter Zeit beschäftigen.

Island, weil meine neue Antagonistin daher kommt. Sie heißt Lilja, ist ziemlich hart im Nehmen und hat nur vielleicht einen kleinen Sprung in der Schüssel.

Elfen wegen Islands Bezug zu Naturgeistern – ich bin sicher, das wird noch praktisch. Auch wenn die Elfen, die Liljas Gedankenwelt bevölkern, wohl nicht pastellfarben sind.

Blumen wegen des fröhlichen Gemüts meiner Protagonistin Anna. Die im Verlauf der Geschichte merkt, dass man mit Licht und Liebe nicht immer weiter kommt.

Und Musik, weil ich ja nicht nur schreiben kann. Deswegen war ich am Wochenende mit meiner Lieblings-Freundin in Hannover auf dem vielleicht einzigen Fury-in-the-Slaughterhouse-Reunion-Konzert (mit Tusq, Revolverheld und Cäthe als Vorbands). An 22. Juni geht es zu Bon Jovi nach Köln, und eine Woche später dann zu den Toten Hosen. Man gönnt sich ja sonst nichts, gell?

Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Himbeer-Ricotta-Kuchen

Seit ein paar Tagen sitze ich morgens ganz aufgeregt vor dem Bildschirm und trage Notizen und Ideen zusammen für ein neues Projekt. Wie ein Eichhörnchen grabe ich in den hintersten Ecken nach guten Einfällen, die ich irgendwann vielleicht einmal hatte, und wenn ich etwas finde, wird es von allen Seiten begutachtet, ob es in diese Geschichte passt. Die vier Charaktere, um die es geht, sind in meinem Kopf soweit gereift, dass ich eigentlich loslegen könnte. Und den Konflikt kenne ich auch schon. Meine Schwäche liegt darin, die ganzen Details auf dem Weg zum Höhepunkt auszuarbeiten.

Ja, ich bin ungeduldig. Nichts neues.

Jedenfalls gibt mit diese Geschichte einen hervorragenden Vorwand dafür, mich mit Eifersucht und schwarzer Magie auseinanderzusetzen. Natürlich nur zu Recherche-Zwecken. ^^

(Das Foto hat mit der Sache nichts zu tun. Ich hab mal wieder gebacken. Biskuitboden mit Himbeerpürree und Ricotta-Creme, mit Schokolade, essbaren Blüten, Gold-Glitzer und Baisers von meinem letzten Backversuch. )

Da waren wir also federleicht…

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So sah das Ende eines tollen Abends aus. Der Dienstag Nachmittag verging mit Warten und Proben, dann gab es einen Sektempfang, und dann konnten etwa zweihundert Zuschauer sehen und hören, was professionelle Künstler aus den Gewinnertexten gemacht hatten. Vorgelesen wurden – bis auf in den kürzesten Kategorien, SMS und Brief – Auszüge aus den Texten, die musikalisch kommentiert wurden.

Die spannendste Frage für mich war natürlich den ganzen Abend über, wer in die Grube auf der Bühne fallen würde. Glücklicherweise war das nur der Akkordeonspieler während der Proben, und noch besser – ihm ist nichts passiert. Ich fand es auch toll zu hören, wie jemand anders meinen Text liest, denn in meinem Kopf macht das natürlich alles Sinn. Im Nachhinein würde ich natürlich noch das eine oder andere verbessern, aber ich denke, insgesamt kann ich zufrieden sein.

Von der After-Show-Party entfernten wir uns dann allerdings recht schnell, denn wir waren doch ziemlich müde. Außerdem hatten wri ein großartiges Hostel in Friedrichshain, in das zurückzukehren es sich mehr als lohnte. (^v^)

(Ein weiterer Tag wurde mit Entspannen und Touristenaktivitäten gefüllt, aber das erspare ich euch mal. Ihr könnt euch Berlin im Januar bestimmt vorstellen: Brandenburger Tor, Fernsehturm, Regen, Nebel.)

Hier könnt ihr übrigens noch den Fernsehbericht des RBB im Archiv sehen. Ich weiß allerdings natürlich nicht, wie lange der Link funktioniert…

Kann man sich selber überraschen?

Man kann. Zumindest als Autor. Oder das ist wenigstens die Erfahrung, die ich gemacht habe. Erst heute morgen wieder. Oder vielmehr wurde ich überrascht von meinen Charakteren.

An Schreibwettbewerben teilzunehmen gehört zu meiner „Strategie“. Man könnte es auch als Fingerübung bezeichnen. Ich kriege die Gelegenheit, nach Vorgaben zu schreiben (Thema, Länge, Genre, Sprache, Abgabetermin) und bekomme im günstigsten Fall Feedback* für das, was ich geschrieben habe.

Regelmäßig passiert es mir dabei, dass ich mit einer bestimmten Idee an die Geschichte herangehe – und dann stellt es sich plötzlich heraus, dass meine Charaktere etwas ganz anderes im Sinn haben als das, was für sie geplant war. Bei Kurzgeschichten geschieht mir das häufiger, weil ich weniger Zeit mit ihnen verbringe – maximal eine Woche, oft nur wenige Stunden. Besonders freut mich, wenn sie nicht einfach demütig das Schicksal annehmen, das mein grausames Autorenhirn sich für sie überlegt hat. Nein, sie stehen einfach auf und tun das, was sie wollen. Und wenn ich klug bin, schaue ich ihnen dabei zu. Das sind am Ende die schönsten Geschichten.

 

* In seltenen Fällen gibt es auch materielles Feedback – das erste Geld, was ich mit einer Geschichte verdient habe, waren zwanzig kanadische Dollar, und wenn ich den Scheck eingelöst hätte, hätte ich noch draufzahlen müssen. Also steht er gerahmt in meinem Büro.

Federleicht in Berlin

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Nächste Woche sind wir also (bei) Federleicht in Berlin. Klingt das nicht hübsch? Hingebracht hat uns meine Geschichte „Der König und die Bäckerin“, die den dritten Platz in der Kategorie „Märchen“ belegt hat. Ist das nicht aufregend? Jetzt müssen wir nur vorher noch schnell unser Auto kurieren lassen, das stottert im Moment ein wenig (vor Aufregung?) und soll uns doch sicher einige hundert Kilometer tragen.

Auf ein Neues. Und Endspurt

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Die Feiertage sind so gut wie überstanden – und ehrlich gesagt, nach Weihnachten kann mich nichts mehr schocken. Ehrlich, Silvester UND Weltuntergang sind dagegen ein Klacks. Dieses Jahr ging alles etwas drunterer und drüberer als in den anderen Jahren, die Richard und ich zusammen gefeiert haben, und ich hatte schon am 14.12. keine Lust mehr auf den Trubel. Aber das ist ja erst einmal vorbei. Silvester feiern wir dieses Jahr auch nicht mit Familie, sondern zuhause mit ein paar guten Freunden. Kaum zu glauben, aber darauf freue ich mich sogar schon. Eigentlich mag ich keine Partys – zuviel Unruhe, zuviel aufzuräumen und zuviel Zeit, die ich nicht mit Schreiben und Lesen verbringen kann – aber wenn ich selber bestimmen kann, wie gefeiert wird und mit wem (und wenn ich dafür dem traditionellen Aufschnitt-Raclette entkomme!), ist das bestimmt ein Riesenspaß. Nur müssen wir heute schon einkaufen, denn Samstag und Montag werden die Leute sich benehmen, als ob im neuen Jahr die Lebensmittel abgeschafft würden.

Wie dem auch sei, bei einem anderen Projekt muss ich mich jetzt sehr beeilen, wenn ich meine selbstgesetzte Deadline auch einhalten will. Ursprünglich hatte ich vor, im November mein letztes Manuskript als eBook herauszubringen – nur so, um zu gucken, wie das läuft. Also wurde formatiert und getan, und dann dachte ich, ich guck mir das Ding noch einmal auf dem Kindle an. War auch ganz gut, denn anstatt der erwarteten zwei oder drei verbesserungswürdigen Stellen fand ich gleich mehrere Dutzend. Tippfehler, Wiederholungen, kleine Ungereimtheiten – alles wurde fleißig notiert und kategorisiert, und bis Silvester will ich alles im eigentlichen Manuskript korrigiert haben. Damit ihr im Januar dann endlich in den Genuss kommen könnt von „Allerseelenkinder“. Na, neugierig?