Nicht nur Laufräder, sondern auch Tretmühlen … (ein schamloser Werbepost)

Wer von uns kennt den Traum nicht? Der ewigen Job-Tretmühle den Rücken kehren und sich endlich mit etwas selbständig machen, was man liebt?

Eine liebe Freundin mit einer aufregenden Biographie hat genau das gewagt, was wir uns alle nicht zumuten – den Sprung aus der Tretmühle. Und da ich aus unserer Zeit im gleichen Büro genau weiß, dass sie ganz hervorragend übersetzt und textet, habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen, hier ganz gnadenlos für sie Werbung zu machen. Falls ihr also einen Text geschrieben, korrigiert, lektoriert und/oder übersetzt haben wollt, wendet euch vertrauensvoll an Inaling.

Abenteuer im Laufrad des Lebens

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Sexy Knie, nicht wahr? ^^

Richard und ich haben ja so einen blöden Plan: Irgendwann Ende Sommer, Anfang Herbst (2016!!!) wollen wir gemeinsam an einem Hindernislauf teilnehmen. Sowas wie der Toughmudder. Kennt ihr nicht? Dann googelt mal, ich warte hier so lange. Auf jeden Fall besteht bislang meine beste Chance, das Ding zu schaffen, darin, mich von ihm über die Hindernisse werfen zu lassen. Als Alternative, und weil wir ja beide nicht jünger werden, habe ich mich im Fitness-Studio angemeldet. Das alleine hilft natürlich NICHT, ich muss auch hingehen.

Tja, und gestern habe ich dann festgestellt, dass meine Schnürsenkel zu lang sind. Auf dem Laufband habe ich mich nämlich in meiner eigenen Schlaufe gefangen und bin PADAUTZ auf der Nase gelandet. Das ist in echt wirklich so lustig wie auf YouTube. Nur das mit dem Überschlag habe ich nicht geschafft. Aber natürlich war direkt hinter mir der Wartebereich, durch eine Glasscheibe abgetrennt, und die Leute haben sich köstlich amüsiert.

Außer aufgeschürften Knien habe ich noch einen abgebrochenen Fingernagel und einen blauen Fleck auf meiner Würde und Seitenstechen vom Lachen. Morgen gehe ich wieder hin.

Echt jetzt?

Seit mehr als zwei Wochen wartet ihr sehnsüchtig auf ein Update? Das ist ja mal traurig … aaalso.

„Lilienschwester“ ist draußen, und die ersten lieben Stimmen haben mich auch schon erreicht – inklusive einiger Anregungen zu Flüchtigkeitsfehlern, die in der zweiten Version auch schon ausgemerzt sind. Meine Zeitplanung ist leider immer ein wenig … freestyle. ^^ Also, geht und kauft und lest, oder kauft es direkt von mir mit Widmung (eMail genügt), oder bleibt einfach vor dem Rechner sitzen und bewundert dieses wahnsinnige Cover.

Seit kurzem kitzelt es mich mal wieder in den Zehen, dass ich doch eigentlich einen Thriller schreiben möchte. Wenigstens mal einen kurzen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das mit der Spannung auch so hinkriege. Und ob nicht doch plötzlich wieder überall blutrünstige Einhörner auftauchen oder so. Ich brauche dringend einen Projekte-Plan! Und dann einen Projektplan, damit das auch alles so läuft, wie es soll.

Mein Alltag ist ansonsten eher langweilig. Aufstehen, Futter, Schreiben, Büro, Sport, Haushalt, Futter, Schreiben, Bett. Ein bisschen wie bei den Mönchen im Mittelalter. Nur mit weniger Bier. Und ihr so?

Eine kleine Überraschung zu den Feiertagen

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Hatte ich euch eigentlich schon von Lilja erzählt? Nein? Dachte ich mir doch. Ich bin manchmal etwas vergesslich. Lilja ist siebzehn und lässt sich nicht viel gefallen. Als sie allerdings von einem geheimnisvollen Fremden in eine andere Welt entführt wird, steckt sie schnell Hals über Kopf in Schwierigkeiten. Vor allem, als sie ihre Zwillingsschwester trifft, von der sie noch gar nichts wusste.

Für die Details müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden, denn das Manuskript liegt gerade in den letzten Zügen, und das Cover habe ich auch noch nicht fertig. Manchmal geht das hier alles so holterdipolter, dass ich fast vergesse, euch die Nase lang zu machen.

Und was treibt ihr so in der besinnlichen Vorweihnachtszeit?

Von Anfang bis Ende – Plotten

Es gibt ja, falls man sich für den Aufbau einer Geschichte interessiert, unheimlich viele Möglichkeiten und Pläne und Werkzeuge zum Plotten. Der Plot, das ist – in Kürze und ganz sachlich – die Auflistung der Dinge, die in der Geschichte passieren. Wenn man den hat, kann man einfacher drauflos schreiben. Natürlich gibt es auch Leute, die lieber erst einmal schreiben und dann schauen, was passiert … aber ich für meinen Teil finde einen Plot unglaublich hilfreich, damit ich nicht zu sehr ins Schwafeln komme. Und das beste: Außer mir kennt den Plot niemand, ich kann ihn also jederzeit ändern, wenn mir etwas besseres einfällt!

Manche Leute orientieren sich am Drei-Akt-Modell. Andere planen ihre Geschichte in Aktionen und Reaktionen oder anhand der „Heldenreise“. Das sind alles Dinge, die es sich zu recherchieren und zu analysieren lohnt, aber ich habe für mich persönlich ein etwas anderes Plot-Verfahren:

Als erstes packe ich mir einen ordentlichen Stapel Karteikarten, einen Kugelschreiber und mehrere Buntstifte.

Dann schreibe ich in Stichworten alle Szenen auf, die ich zu dieser Geschichte unbedingt schreiben will. Manchmal ist das nur ein Satz, manchmal auch schon eine richtig ausgefeilte Szene. Jede Szene kriegt ihre eigene Karteikarte.

Anschließend markiere ich mit den Buntstiften, welche Charaktere, die für die Geschichte wichtig sind, in dieser Szene vorkommen.

Am Ende habe ich idealerweise irgendwas zwischen zwanzig und siebzig Szene-Ideen, wild durcheinander. Dieser Prozess kann sich über mehrere Tage hinziehen, schließlich muss das Chaos in meinem Kopf noch ein wenig köcheln.

Und wenn mir nichts mehr einfällt, überlege ich mir folgendes:

  1. In welcher Reihenfolge passieren diese Szenen?
  2. Was muss zwischen den einzelnen Szenen passieren, damit sich eine „runde“ Geschichte ergibt?

Aus diesen beiden Überlegungen entsteht nach einigem Hin und her ein „Legemuster“, in dem ich Sachen so lange hinzufüge, wegnehme und verschiebe, bis mir die Geschichte logisch vorkommt. Dazu gehört auch ein Überblick, ob einige Charaktere vielleicht für längere Strecken verschwinden oder gehäuft nur in einem Teil der Geschichte vorkommen. Am Ende nummeriere ich die Karten, und schon habe ich einen Plot. ^^

Bio-Logische Betrachtung zum frühen Vogel

Oder: Warum steht ihr morgens auf?

Eine Kollegin steht morgens früh auf, um sich hübsch zu machen. Sagt sie selbst. Die Idee, dass sie ihre Frisur und ihr Make-Up und das ganze Gedöns auf die Reihe kriegt, lässt sie mehr oder minder frühlich aus dem Bett hüpfen. (Ich bin nicht dabie, das „fröhlich“ unterstelle ich ihr also nur.) Und wenn sie doch mal spät dran ist, verzichtet sie eher auf das mitgebrachte Mittagessen als auf ihren perfekten Auftritt.

Mein Lieblingsmann hingegen steht erst auf, wenn er unbedingt muss. An einem freien Tag und wenn die Katzen (oder die Nachbarn) nicht nerven, bleibt er also auch ruhig liegen, bis Zeit zum Kaffee ist. Dafür ist er Abends superfit, wenn ich nur noch leise seufzend auf dem Sofa liege und an die Wand starre.

Ich mag es eigentlich auch, im Bett liegen zu bleiben. Nicht zum Schlafen, aber da ist es schön kuschelig und warm und ich kann mir selbst beim Denken zuhören oder ein gutes Buch lesen. Wenn allerdings morgens mein Wecker klingelt, rolle ich mich meistens bereitwillig über die Bettkante, denn: Ich kann schreiben. Und je früher ich aufstehe, desto mehr Zeit habe ich zum Schreiben.

Diese morgendliche Schreibphase will übrigens auch möglichst in die Länge gezogen werden. Kann durchaus passieren, dass ich um viertel nach acht noch im Pyjama auf dem Sofa sitze, das kaputte Notebook auf dem Schoß, wenn ich um neun Uhr als verantwortungsbewusster, respekteinflößender Erwachsener im Büro sein muss. Erwachsensein ist irgendwie nicht mein Ding.

Es gibt eine zweite Schreibphase pro Tag, Abends, wenn alles andere erledigt ist, aber die erinnert mehr an Arbeit als das Loslegen am Morgen. Woraus wir schließen können: Der frühe Vogel tickt nicht richtig.

Der frühe Vogel tickt auch nicht richtig

Aufstehen, Katzenfutter, Menschenfutter, Schreiben.

An den meisten Tagen klappt das ganz hervorragend.

An Tagen wie heute hingegen … Gut, wir hätten nicht unbedingt bis ein Uhr morgens aufbleiben müssen. Aber Familienbesuche haben oft diesen Effekt auf uns, da wird dann Abends noch ein wenig Nachlese betrieben. Okay, das ist gelogen. Schlummertrunk … mehr sag ich dazu nicht.

Ein wenig nerven mich bei diesen Gruppenbespaßungen immer diese (mehr oder minder versteckten) Anspielungen darauf, wann wir denn wohl endlich … *Geste auf meinen Bauch* – oder besonders schön, wenn ich vollgefressen auftauche: „Oh, du hast ja ein wenig zugenommen. Oder bist du etwa … ?“ *hoffnungsvoller Blick*

Ja, schade. Wir sind jetzt schon soooo lange zusammen und haben immer noch nicht raus, wie man sich mit so einem Schreihals die Wochenenden ruiniert. ^^

Echt jetzt. Ich mag Kinder. Die sind mit Schokolade gefüllt. Aber eigene … muss ich nicht. Ich bin völlig zufrieden damit, meine Nichten und Neffen und die ganze Ehren-Pampers-Brigade mit Süßigkeiten und dummen Ideen vollzustopfen und dann, völlig überdreht, den Eltern wieder in die Hand zu drücken. Macht mich das zu einem schlechten Menschen? Vielleicht. Vor allem macht mich das aber zu einem Menschen, der viel Zeit zum Übersetzen und Schreiben hat.

Falls allerdings irgendwer einen Teenager zu vermieten hat … meine Fenster müssten dringend mal wieder geputzt werden.

Nur so zwischendurch

Inzwischen ist es ja fast schon notwendig, zwischendurch zu sagen: Ich bin nicht tot! Seit gestern morgen hat es in Bonn und Umgebung nämlich mindestens drei Bombendrohungen gegeben. Die Polizei sieht gut beschäftigt aus, die Leute gucken auf der Straße nervös und generell bekommt man das Gefühl, jetzt ist es aber genug.

Die Drohung im Baumarkt um die Ecke von Büro, angeblich sei eine Bombe im Laden versteckt, hat sich nach mehreren Stunden gründlicher Suche wohl als haltlos erwiesen.

Der herrenlose Koffer in der Linie 18 der Bonner U-Bahn war nicht nur herrenlos, sondern leer.

Ws es mit der per SMS durchgegebenen Bombendrohung gegen eine Erstaufnahme für Flüchtlinge auf sich hat, ist noch nicht öffentlich gemacht worden.

Nicht cool, sag ich euch. Gar nicht cool.

Natürlich muss man dazu sagen, dass die Menschen nach dem schrecklichen Attentat in Paris in der letzten Woche auch nervöser sind als sonst. Und es wäre ja nicht das erste Mal, dass in Bonn Bombenalarm ausgegeben wird, der Prozess gegen den Menschen, der 2012 eine präparierte Sporttasche am Bahnhof abgestellt hat, läuft gegenwärtig noch.

Richtig nervös bin ich im Moment nicht – allerdings muss man auch dazu sagen, dass kurz nach meinem Eintritt in mein aktuelles Büro (das ist schon laaaange her!) ein Rundschreiben vom Auswärtigen Amt eintraf, dass es berechtigte Sorgen gebe, an die Botschaften in Bonn könnten präparierte Sprengsätze geschickt werden. Passiert ist, schnell auf Holz klopfen, bis jetzt nichts. Vielleicht stumpft so etwas ein wenig ab.

Ich finde es gut, dass Politik und Polizei im Moment vorsichtig vorgehen, auch wenn es dadurch im Alltag dann die eine oder andere Verspätung oder Unannehmlichkeit gibt. Hoffentlich sind die ganzen Mühen völlig überflüssig.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich lebe noch. Passt auf euch auf. Und vergesst nicht, dass die meisten Menschen von Grund auf gut sind. Dumm, aber gut.