Lichterspuk bei den Grafschafter Nachrichten

GN Artikel August 2018

Lichterspuk spielt ja in dem Ort, in dem ich gelebt und Abi gemacht habe – und da gerade glücklicherweise wohl wirklich wenig los ist, haben die feinen Menschen von den Grafschafter Nachrichten aus einer enthusiastischen eMail einen Artikel für ihre Zeitung gemacht. Mein Schwager hat mir das Foto heute direkt geschickt, und ich freue mir natürlich Löcher in Körperteile. So oft schaffen meine Geschichten es schließlich nicht in die Nachrichten.

Gibt es in euren Gegenden eigentlich mythische Wesen oder traditionellen Spuk? Und wurden sie schon literarisch oder dramaturgisch verwurstet?

Einmal auf dem Besen um die Burg …

… oder so. Falls ihr mit „Lichterspuk schon durch seid, könnt ihr hier abgleichen, ob eure Fantasie mit der Realität übereinstimmt. Und falls nicht – das sind einige der Schauplätze, an denen sich das Erzählte ganz bestimmt so oder so ähnlich nicht zugetragen hat.

Der Berg, auf dem die Burg steht, war in grauer Vorzeit übrigens ein beliebter Treffpunkt für Hexen, die einen weiten Anflug bis zum Blocksberg hatten. Hier wurde den Sagen zufolge in den letzten Aprilnächten heftig gefeiert!

In und um Burg Bentheim

Ein paar Sehenswürdigkeiten

Und der Steinbruch.

Ihr könnt unschwer erkennen, einige der Fotos sind schon etwas älter und mit Kameras gemacht, die schwächer auf der Brust sind. Das liegt daran, dass ich selbst einige Jahre in der Grafschaft gelebt habe und dort immer noch gerne Freunde und Familie besuche, wenn die Zeit es zulässt. Natürlich sind alle dort viel netter, als ich es beschrieben habe, und obwohl es die Witte Jüffer echt gibt, ist ihre tragische Geschichte in „Lichterspuk“ komplett ausgedacht. Nur das mit dem Taschentuch, das stimmt.

Bei der nächsten Gelegenheit, Anfang September, bringe ich euch vielleicht noch ein paar neue Bilder vom Venn mit – das ist jederzeit sehenswert!

 

 

Magischer Mittwoch: Carmilla DeWinter

Die Sommerseuche ist besiegt, also geht es heute mit einer weiteren fantastischen Autorin zum Magischen Mittwoch weiter.

Vita

Carmilla DeWinter, Jahrgang 81, im Hauptberuf Apothekerin und im Nebenberuf Lektorin, schreibt Fantasy und hat eine Schwäche für Figuren, die zur queeren Buchstabensuppe gehören. Bei dead soft ist im Bereich Gay Fantasy u.a. „Albenbrut“ erhältlich. „Jinntöchter. K_ein orientalisches Märchen“ ist im März 2018 bei der Edition Roter Drache erschienen.
Außerdem zu finden sind einige Kurzgeschichten, gedruckte Meinungen und Essays zur bereits erwähnten Buchstabensuppe sowie jede Menge Blogposts über die Vereinbarkeit von Fantasy und Feminismus.

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Interview

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Ich werde mich hier hauptsächlich auf mein Alben-Universum beziehen, da in „Jinntöchter“ die Magie den namensgebenden Wesen vorbehalten ist. Ansonsten funktioniert sie allerdings ähnlich.

Magie ist die Fähigkeit, die meisten physikalischen Gesetze durch Willenskraft auszuhebeln. Ich gehe von der Annahme aus, dass alles mit allem verbunden ist. Also handelt es sich grob um eine Verbindung der hermetischen Lehre von „wie oben, so auch unten“ mit der Stringtheorie für Leute, die sich mit letzterem nicht wirklich beschäftigt haben … so wie ich. Demnach reden meine Figuren in der Alben-Reihe dann auch ab und an von Netzen und Fäden, an denen sie ziehen.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Das ist eine genetische Prädisposition, die zudem den sogenannten intelligenten Wesen vorbehalten ist – in der Alben-Reihe lernen wir als humanoide Wesen Menschen und Alben kennen, und irgendwo in „Albenherz“ steht noch, dass Drachen und Simurghe keine Tiere sind. (Irgendwann schreib ich da vielleicht mal was.) Manche dieser intelligenten Wesen haben eine bessere Wahrnehmung der Fäden, die alles verbinden, andere nur eine geringe. Sehr seltene Exemplare haben auch gar kein Talent in magischer Hinsicht. Letztere sind als Ehegespons geschätzt, da ihre Kinder angeblich überdurchschnittlich begabt sind.

Artefakte werden demnach mit Magie hergestellt und müssen von den Zauberbegabten zumeist regelmäßig mit Kraft versorgt werden, wenn nicht mit Blut nachgeholfen wurde. Die Figuren reden von Siegel- oder Webzaubern. Dabei handelt es sich um Konstrukte, die an Kristallstrukturen „gehängt“ werden und sich erinnern können, wie die Welt nach Willen des_der Erschaffenden zurechtgebogen sein soll. Das reicht von Steinen, die Erinnerungen stehlen, bis hin zu Dingen, die bei uns die Technologie übernimmt. Zum Beispiel gibt es Pumpsysteme, mit denen die Alben ihren unterirdischen Palast mit Warmwasser versorgen.

 

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Ich liebe es, Glas zersplittern zu lassen.

Ansonsten gibt es ein Land, das seine magisch Begabten streng reglementiert und daher für vieles mechanische und oft weniger luxuriöse Lösungen findet – die heizen noch mit Holz, bei der Erzdrude! Diese Art von Technologie- und Kulturclash zu konstruieren und per Kommentare der Figuren einfließen zu lassen, war immer ein Vergnügen. (Und ich lege viel Wert darauf, dass die Flüche halbwegs originell sind.)

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Ich hatte in meiner nicht so frühen Jugend eine ausufernde Vampir-Lese-Phase (vor den Biss-Büchern, Buffy sei Dank).

Ich muss gestehen, dass ich derzeit absolut keine Entscheidung treffen mag, daher eine Auflistung meiner bevorzugten Schreibopfer. Ich mag Jinn (auch bekannt als Dschinn, Dschinnen oder Jnun) und hab da auch noch einen Roman mit ihnen im Titel. Mir haben es auch Succubi und Incubi angetan, die es bislang in einige Kurzgeschichten geschafft haben. Und im letzten Jahr habe ich mich ausführlich über die germanischen und nordischen Glaubenswelten informiert.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Ich hab ein Problem, mich zu entscheiden, wie das geneigte Publikum vielleicht bereits gemerkt hat. Daher zwei empfehlenswerte Lieblinge, die nicht Harry Potter sind: „Good Omens“/“Ein gutes Omen“ von Pratchett und Gaiman, „The Hundred Thousand Kingdoms“/„Die Erbin der Welt“ von N.K. Jemisin.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Die Bauchreaktion ist „Feuer!“ (und Kugelblitze, yay!). Auch wenn’s gefährlich ist und sicher was über meine tendenzielle Grundstimmung sagt (und erklären könnte, warum ich Feministin wurde?). Dadurch mag auch eine gewisse Ähnlichkeit mit Alea, meiner liebsten Hauptfigur von allen, deutlich werden.

Es gibt wohl einen Grund, warum sich mein von einer Vampirin inspirierter Künstlerinnenname auf „Carrie“ reduzieren lässt …

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Meine menschlichen Figuren zahlen mit einem erhöhten Kalorienverbrauch – und sind nach einer komplexen Zauberei oder einem Duell entsprechend erschöpft. Meine Wüstengeister zahlen mit Lebenskraft – je weniger sie zaubern, desto älter werden sie.

Mit einem erhöhten Kalorienverbrauch und mehr Schlafbedürfnis könnte ich leben, ein wenig erforderlicher Meditation auch. Geld würde ich dafür nicht zahlen das würde sich anfühlen, wie meine Romane von einem Ghostwriter verfassen zu lassen. Menschen oder Beziehungen würde ich wahrscheinlich nicht mal dann opfern, falls das Überleben der Spezies auf der Kippe stünde.

Kannst du uns schon etwas über die nächste magische Geschichte verraten, an der du arbeitest?

Eine queere Romantasy-Komödie mit einem Incubus ist beim Betalesen und hoffentlich im Herbst fertig. Für das andere habe ich die Edden gelesen. Wann da die Rohversion fertig ist? Hoffentlich im Spätherbst.

Vielen Dank!

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Über den Tellerrand hinauslesen

Es ist schon sehr, sehr lange her, da hatte ich mit meinem heißgeliebten Partner eine lebhafte Diskussion. Zusammengefasst meinte er, dass es nur wenige Länder gebe, die nennenswerte Literatur geschaffen hätten. Ich als Übersetzerin kann darüber natürlich nur die Nase rümpfen. Und da mit gerade danach ist, habe ich eine kleine Unterseite ins Leben gerufen, auf der ich versuche, für jedes Land der Erde ein Buch zu nennen, das ich gelesen habe. Die ist noch sehr nackt. Aber seht selbst: Literarische Weltreise.

Natürlich freue ich mich, wenn ihr mitmacht oder mir Tipps gebt, was ich noch alles aufregendes lesen muss.

Der magische Mittwoch …

… fällt diese Woche leider aus. Ich habe die Sommerräude, bestehend aus Erkältung plus Sonnenbrand plus zu wenig Schlaf, und habe deswegen nichts für euch vorbereitet. Wenigstens können wir uns damit trösten, dass bereits ein erster Hauch von Halloween in der Luft liegt – für mich die magischste Zeit des Jahres. Diese Woche kuriere ich mich also aus und widme mich ganz meinem eigenen Schreibtrieb, und nächste Woche habe ich hoffentlich wieder eine neue magische Bekanntschaft für euch.

 

Noch ein Monat …

… und ich habe ganz schön Schiss.

Was in einem Monat ist?

Der Strongman Run am Fühlinger See in Köln. Für mich zwar nur über zehn Kilometer, aber trotzdem. Ich bin ein kleiner Angsthase. Und das Laufen bereitet mir gar nicht so arg Kopfzerbrechen, aber dafür die Hindernisse. Vor allem die, auf die man hinauf muss. Denn: Ich habe Höhenangst. Gut, so wirklich richtig hoch ist das alles nicht – ist mir auch klar. So theoretisch. Trotzdem verdränge ich die selbstauferlegte Plage, so gut es geht.

Jetzt könnte ich natürlich auch einfach nicht mehr davon reden. Die Startnummer verfallen lassen. Mich nicht mehr äußern. Mir einen wirklich guten Grund einfallen lassen, warum ich nicht mehr will. Das Startgeld ist sowieso futsch, und was habe ich schon davon, wenn ich mich da nass und schmutzig mache?

Andererseits … ich habe mir vorgenommen, mir jedes Jahr so lange neue Herausforderungen zu suchen, bis ich meine Grenzen erreicht habe. Ich gehe regelmäßig zum Krafttraining und laufe an den verbleibenden Tagen, wenn mein Plan es zulässt. Und den Muddy Angel Run letztes Jahr habe ich auch geschafft, nicht wahr? Rein theoretisch sollte das alles kein so großes Problem sein. Und ganz im Ernst, nicht an den Start zu gehen, ist keine Option. Kann sein, dass ich ganz grandios versage, aufgebe und ihr mich danach bedauern müsst. Aber versuchen will ich es auf jeden Fall.

Also: Stay tuned!

Magischer Mittwoch: Jana Jeworreck

Jeden Mittwoch das Gleiche – mehr fantastische Autoren, die ihr unbedingt kennenlernen, und Bücher, die ihr unbedingt lesen müsst. Bei solchen Sachen kenne ich keine Gnade. Dieses Mal bringe ich euch die liebe Mit-Norne Jana Jeworreck.

 

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VITA

Jana Jeworreck studierte angewandte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim mit Schwerpunkt “Kreatives Schreiben” bei Hanns-Josef Ortheil.

Nach ihrem Diplom arbeitete sie zunächst am Theater Ingolstadt, später als freiberufliche Regisseurin und Autorin in München. 2012 erschien ihr Debütroman „Reise in die Mitte von Mera“ im Eigenverlag, der ebenfalls als gleichnamiges Hörbuch herauskam.

Seit einigen Jahren lebt die Autorin wieder in ihre Heimatstadt im Ruhrgebiet und arbeitet seitdem dort hauptberuflich an ihren Buchprojekten.  Zuletzt brachte sie die ersten beiden Bände ihrer Fantasytrilogie „Dreiland“  heraus, die seither überall als E-Book und Druckbuch überall im Handel erhältlich sind.

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Und jetzt … herzlich willkommen zum

INTERVIEW

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Die Göttin Meta, die in der Mitte der Welt von Dreiland lebendig begraben und vergessen wurde, ist die ursprüngliche „Wandlerin“, während ihre Brüder Umbra und Vel nur die Energie des Feuers und des Wassers beherrschen.  Sie besitzt die größte, göttliche Kraft: Die des Morphens, der Verwandlung von einer Sache in eine andere.

Ihre Anhängerinnen, die Morphias oder auch Töchter Metas, erhalten ihre magischen Kräfte nach mehreren Prüfungen und einer Opfergabe mit der Berührung von Metas Skelett. Dann wird in ihnen auch ein magisches Schutztier erweckt, in das sie sich verwandeln können.

Die Magie ist in drei Untergruppen gesplittet: Die Magie des Tötens und der Zerstörung (Dyn‘Aletheia), die Magie der Täuschung und Verwandlung (Dyn’Apate) und die Magie der Heilung und Erneuerung (Dyn’Arché)

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Die Magie in Form von Metas Überresten wird gefangen gehalten, beziehungsweise ist verborgen und schwer erreichbar. Dies schürt Ungerechtigkeiten und ein Ungleichgewicht.

Die Magie der Dyns wird zudem durch drei Objekte, ein Schwert, einen Dolch und einen Opal, repräsentiert und gebunden. Darüberhinaus gibt es noch zahlreiche weitere Dinge wie Ringe, Ketten, Anhänger, die benutzt werden, um Magie zu binden oder zu übertragen.

Bei welchem „magischen Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

In Band II benutzte ich ein Logikrätsel (das schwerste Rätsel der Welt), das sich magisch offenbart, als Prüfung für meine Antagonistin. Mein Skizzenbuch ist voll davon, die Lösung so zu schreiben, dass man es auch nachvollziehen kann. Bis jetzt habe ich leichte Bauchschmerzen, ob alles wirklich stimmig ist, aber ich war zugleich wie ein echter Nerd davon besessen, genau dieses Rätsel zu verwenden. (Ob das jetzt als Spaß zu bezeichnen ist, weiß ich nicht so genau, J. Magie und Mathematik: Freund oder Feind? Das wird dann das Thema meiner nächsten Trilogie)

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

In meinem Buch liebe ich alle magischen Wesen – auch die bösen – vom Einhorn über die Chimäre bis zum spinnenartigen Megamonstern, den Bestien.

Da ich mein chinesisches Sternzeichen Feuer-Drache ist, kann ich ansonsten nicht anders als auf Drachen abzufahren, aber dann schon bitte im Viserion-Style.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Na, sehr originell, das, was ALLE mochten: Harry Potter

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Seit ich Deadpool gesehen habe, bin ich ein Fan von Glück als Fähigkeit. Die ist genial, wenn man mal länger darüber nachdenkt, und gelegentlich auch in unserem echten Leben sichtbar.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Weiß man, wenn man kein Pech hat, Glück überhaupt noch zu würdigen? Ich denke, das wäre wahrscheinlich der Preis.
Ich gebe zu, in meinem Buch geht es da schon grausamer zur Sache. Da müssen man und frau heftige Opfer bringen. Im realen Leben wäre ich wahrscheinlich nicht dazu bereit. Ich schreibe, das reicht mir als magische Fähigkeit.

Vielen Dank!

Ich danke dir für die Möglichkeit, mich und meine Bücher beim magischen Mittwoch vorstellen zu dürfen!

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Nornen auf der Leipziger Buchmesse – Crowdfunding-Aufruf

Gelegentlich hatte ich ja schon über das Nornenabenteuer auf der LBM 2018 berichtet, und auch 2019 wären wir gerne wieder da. Leider ist das ein nicht ganz günstiges Vergnügen, und als Vereinigung von Enthusiastinnen finanzieren wir uns da komplett selbst – ohne die Möglichkeit, durch Verkäufe auf der Buchmesse Einnahmen zu generieren. Jede Norne steuert bei, was sie erübrigen kann, und für die LBM 2019, haben wir uns überlegt, könnt ihr das Nornennetz tatkräftig unterstützen.

Hier ist der Blogartikel, der alles erklärt.

Und hier geht es direkt zur Kickstarter-Kampagne.

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by Ela Schnittke

Ich wacke, du wackst ,wir wacken, …

Ein paar Impressionen vom vergangenen Wochenende. Der Mann aus meiner Wohnung und ich waren, ihr habt es euch vielleicht schon gedacht, auf dem Wacken Open Air, wo es dieses Jahr statt Schlamm jede Menge Staub gab – öfter mal was Neues! Der Gummistiefelstand war komplett verwaist, da hat auch keiner mit gerechnet. Stattdessen gab es Sonne(nbrand) en masse, und die Trinkwasserstationen waren immer gut besucht. Kein Wunder, schließlich können 75.000 Metal-Fans nicht nur von Bier leben. ^^

Meine Highlights:

  • Eine stagedivende Riesengummiente bei Alestorm.
  • Clawfinger.
  • Auf dem Weg ins Zelt nachts noch schnell aufwärmen unter den Flammenwerfern bei „Bloodsucking Zombies from Outer Space“.

Da hätte ich drauf verzichten können:

  • Staub auf jeder einzelnen Schleimhaut.
  • Fünf Stunden Stau auf dem Rückweg.
  • Den Sonnenbrand, den ich mir auf dem Weg vom Zelt aufs Gelände eingefangen habe, ehe ich einen schützenden Schal erstehen konnte.

In diesem Sinne: Immer schön im Schatten bleiben!

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Ich bin beGEISTert

Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. ^^

Wie ihr vielleicht schon fast so gut wie mitbekommen habt, steht der nächste Band der „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe bereits in den Startlöchern und trägt den wunderbaren Namen LICHTERSPUK. Ohne euch zuviel zu verraten, kann ich an dieser Stelle schon sagen: Es kommen Gespenster drin vor.

Unter anderem geht es um den Mythos der „weißen Frau“, welcher verschiedene europäische Adelshäuser heimsucht. Mir ist er vor allem aus englischen Schlössern und deutschen Sagen bekannt, aber auch die Slowakei, Österreich und die Schweiz haben ihre eigenen Geschichten über gespenstische Frauen, denen die Sonnenbräune abgeht. Meistens handelt es sich bei der „weißen Frau“ um eine Ahnin, die in der Burg spukt, in der sie gelebt hat, und deren Erscheinen Unheil ankündigt. Ich habe mir für „Lichterspuk“ ein ganz besonderes Exemplar dieser Gattung ausgeliehen, nämlich die „Witte Jüffer“. Das ist Mundart für „Weiße Jungfer“, und hier könnt ihr etwas mehr über das Original lernen.

Der Witten Jüffer bin ich selbst bis jetzt nicht begegnet, aber es gibt in meiner Familie schon die eine oder andere gruselige Anekdote. So habe ich eine – inzwischen verstorbene – Tante, die einige Jahre als Medium gearbeitet hat. Und als ich noch sehr, sehr klein war, lebten wir in einem Haus, in dem es am oberen Treppenabsatz im ersten Stock spukte: Man konnte Stimmen und Musik hören. Eigene Erinnerungen habe ich an diesen Spuk keine, aber er wird gelegentlich im Rahmen von Kaffeekränzchen oder Familientreffen ausgepackt. Damals hatten wir auch einen Babysitter, der große Spinnen wegzaubern konnte, indem er auf der Bontempi-Orgel spielte. Hach, das waren magische Zeiten!

Ob ich als erwachsener, vernünftiger Mensch an Geister glaube? Ich bin mir, ehrlich gesagt, fast sicher, dass es so etwas wie Geister gibt – auch wenn ich natürlich keine Erklärugn dafür habe, wie ihre Existenz sich erklärt oder warum jemand nach seinem Tod noch Zeit darauf verschwenden sollte, jemanden zu bespuken. Vielleicht reizt mich einfach die Vorstellung, dass es mystische Vorgänge gibt, die wir nicht ohne Weiteres erklären können, und dass es nach dem Tod für uns noch Abenteuer zu erleben gibt.

Wie steht es bei euch? Habt ihr selbst schon gruselige Abenteuer erlebt? Oder ist das alles doch nur Humbug?