Was würde ich erfinden, wenn ich auf einer einsamen Insel festsäße?

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Eine weniger exotische Insel, fotografiert von Jakob Owens, gefunden auf Unsplash

Eine einsame Insel also? Tja, gute Frage … zunächst einmal muss ich natürlich mit dem Vorurteil aufräumen, dass nur exotische Südseeinseln so garstig sind, harmlose Schiffbrüchige zu fangen und vereinsamen zu lassen. Kuschelige, moosbewachsene Inseln im Atlantik könnten das bestimmt genau so gut. Oder solche im Eismeer. Wo würde ich also stranden? Keine Ahnung. Und was würde ich da erfinden? Ist ein wenig abhängig von der tatsächlichen Umgebung.

Auf jeden Fall braucht man immer Trinkwasser. Mittel und Wege, um Süßwasser zu sammeln oder Meerwasser zu entsalzen – und vor allem zu reinigen – wäre wahrscheinlich ganz oben auf meiner Liste.

Und irgendwas, um Feuer zu machen, denn Feuer ist toll: Zum Kochen (Wasser abkochen?), um sich zu wärmen, um Raubtiere fernzuhalten, für Signale, … – also, ich mag Feuer.

Tja, und wenn diese dringenden Fragen des Überlebens geklärt sind, was könnte ich dann erfinden? Eine Methode, Unmengen an Strom aus Kokosnüssen (oder ranzigem Moos, je nachdem, wo ich gelandet bin) zu gewinnen? Pflanzen, die als Blätter fertiges Papier haben, damit ich meine aufregenden Inselabenteuer niederschreiben kann (und Tinte aus dem Urin seltener Schmetterlinge natürlich)?

Wenn ich ein wenig Glück habe, werden wir das nie erfahren. ^^

Bucket List? Wer hat Zeit für eine Bucket List?

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Symbolbild, Fotograf: Joel Muniz, gefunden bei Unsplash

Die Bucket List geistert ja seit ein paar Jahren durch die sozialen Medien: Dinge, die man in seinem Leben unbedingt noch getan haben will. Ferne Länder bereisen, ein Wandgemälde fertigstellen, Blut aus dem Schädel seines Erzfeindes trinken. Was einen eben glücklich macht.

Ihr könnt euch schon denken: So etwas besitze ich nicht.

Ich besitze auch keine „Fuck it!“-List, obwohl dieses Konzept mir allein vom Namen her näher steht. (Ehe ihr jetzt kichert: Das ist KEINE Liste von Leuten, mit denen man fünf erotische Minuten verbringen möchte.) Bei der „Fuck it!“-Liste geht es um Dinge, die einem das restliche Leben über gestohlen bleiben können: Der Zwang, für die Schwiegermutter das eigene Haus auf Hochglanz zu bringen; internalisiertes Bodyshaming; gehässiger Tratsch.

Aber so ein paar langfristige Pläne habe ich schon. Weniger eine Bucket List, mehr eine Art Lebensentwurf-Zielscheibe. Was darauf zu sehen ist?

Ein Motorrad.

Eine Hütte im Grünen, mit eigenen Hühnern und Gemüse-/Kräutergarten.

Regale voll mit selbstgeschriebenen Büchern.

Das sind mehr so Langzeit-Projekte als Dinge, die man abhaken könnte. Und wenn ich auf dem Weg dorthin noch einige Abenteuer erleben kann – so mit Wandern und Zelten und Nassgeregnet-Werden – wäre das auch nicht schlecht. Irgendwann verziehe ich mich dann als verdrehte, glückliche Alte in den Wald und erschrecke spielende Kinder.

Und jetzt zu euch: Team „Bucket“ oder Team „Fuck it“? Oder kleine listenfreie Rebellen?

Du, ich und es – Erzählperspektiven

Für Erzählperspektiven gibt es mehr oder minder klare Regeln. Heutzutage schreibt man meistens in der dritten Person, und dann: Möglichst dicht dran. Ob man sich dabei auf eine Figur beschränkt oder zwischen den Perspektiven wechselt, ist eigentlich egal, solange der Leser nachvollziehen kann, was man macht.

Im Urban-Fantasy-Bereich erfreut sich auch die erste Person großer Beliebtheit, das gibt dem Leser direkten Einblick in den Kopf der Hauptfigur – allerdings schränkt es auch ein wenig ein, denn man kann natürlich nur schreiben, was die Hauptfigur weiß oder erlebt (hat).

Diese beiden Varianten habe ich durchaus schon verwendet, und beide haben ihren Reiz. Die schönste Herausforderung war allerdings, als ich vor ein paar Jahren für eine englischsprachige Anthologie eine Kurzgeschichte in der zweiten Person Singular schreiben durfte. Üblicherweise findet man diese Perspektive in Kurzgeschichten, welche die Form von Instruktionen oder vielleicht auch mal Briefen haben. Kein Wunder – wie soll der Autor sonst dem Leser erzählen, was er gerade weiß und erlebt, ohne ihn dabei zu langweilen? Die Perspektive ist, finde ich, tatsächlich schwierig so umzusetzen, dass es nicht absurd wird.

Der allwissende Erzähler erfreut sich inzwischen übrigens nicht mehr so großer Beliebtheit wie noch vor wenigen Jahren. Woran das liegt, kann ich nicht genau sagen. Und obwohl ich selbst NATÜRLICH allwissend bin, habe ich sie auch noch nicht so richtig erforscht. Aber das kommt vielleicht noch. ^^

Ich bin dankbar für …

  • … gute Freunde;
  • … die Katzen;
  • … meine Familie (psst, sagt es ihnen nicht weiter!);
  • … einen aufregenden Bürojob, in dem es nie langweilig wird;
  • … all die tollen Menschen, die Bücher machen;
  • … denjenigen bei Ben & Jerry’s, der für die veganen (also laktosefreien) Eissorten verantwortlich ist;
  • … und bestimmt noch sooo viel mehr, was mir gerade nicht einfällt!

Jammern gehört in Deutschland ja schon zum guten Ton (von wegen: „Ich kann nicht klagen!“ – schön wär’s!), aber eigentlich finde ich immer recht wenig, worüber ich motzen kann. Und wenn, dann ist es schon Lament auf hohem Niveau – Freizeitstress: Sauna, Vergnügungspark UND Cocktails in einer Woche! Nicht genügend Kleiderbügel für all die hübschen bunten Kleider! Zu viele Bücher, um sie alle auf einmal zu lesen!

Ach, ich bin schon ein kleines Glücksferkel … und um das Gefühl mit euch zu teilen, hier mein persönlicher Glückskater. Es bringt Extra-Punkte, wenn man ihm den Flauschebauch streichelt!

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So leistet Greebo mir beim Schreiben Gesellschaft.

Bitte essen Sie das – aber lassen Sie mir etwas übrig!

Neulich las ich irgendwo, der typische Erwachsene habe nur sieben Rezepte, die er einfach sein Erwachsenenleben lang immer wieder koche.

Echt?

Also, für mich trifft das nicht zu. Natürlich habe ich einige Rezepte, die ich immer wieder mache, weil ich sie so gerne esse, aber ansonsten probiere ich auch tonnenweise Neues aus und lasse mich gerne zu Kochbuchkäufen hinreißen.

Aber wenn es um Snacks geht, bin ich ziemlich „eintönig“: Ich esse bevorzugt alles, was man mit Erdnussbutter kombinieren kann:

  • Apfelschnitze mit Erdnussbutter
  • Selleriestangen mit Erdnussbutter und Rosinen („Ants on a log“)
  • Banane mit Erdnussbutter zermanscht (mit dem Löffel oder als Brotaufstrich)
  • Energiebällchen aus Erdnussbutter, Haferflocken und Kram
  • Erdnussbutter auf Brot: Pur, mit Nutella oder auch herzhaft mit Bacon oder Gouda
  • Und natürlich das Beste: MIT DEM LÖFFEL

Erdnussbutter ist auch eine beliebte Zutat in verschiedenen Saucen und Suppen, die ich regelmäßig zubereite, beispielsweise in unserer Karotten-Ingwer-Suppe. Richard amüsiert sich über dieses Snackverhalten und zieht mich gerne damit auf, wie schnell so ein Kilopott Erdnussbutter (aus gerösteten Erdnüssen, nur mit ein wenig Salz als zweiter Zutat) bei uns zu Hause doch verschwindet.

Wobei ich in diesem letzten Fall natürlich völlig unschuldig bin. Wir haben Erdnussbutter-Kobolde, ist doch klar!

Manchmal muss man eben tun, was man tun muss – aber ich will nicht!!!

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(c) Jonathan Francisca via Unsplash

Ist bestimmt noch nicht aufgefallen – Hausarbeit gehört zu den Dingen, die ich höchstens zur Selbstverteidigung erledige. Und auch dann nicht besonders gut. Heute morgen habe ich zum Beispiel etwas Lebendiges, Proteinhaltiges in meinem Instant-Hirsebrei gefunden. (Sorry für das Bild.)

Für mich reicht es tatsächlich, wenn alles so sauber ist, dass niemand stirbt. Keine Ahnung, wann ich zuletzt Fenster geputzt habe! Andererseits, wer will auch schon rausgucken? Draußen sind nur Leute, vor allem Nachbarn! Ich spüle und mache die Wäsche, wiel ich regelmäßig Kaffeetassen und saubere Socken brauche. Den Müll bringt – wenigstens in der Theorie – der Mann raus. Die Katzen werden versorgt. Alles, was danach kommt: Optional!

Gut, natürlich fühle ich mich in einer blitzsauberen Wohnung wohler als in einem chaotischen Saustall, aber der Tag hat nur etwa 24 Stunden, und schreiben will ich schließlich auch noch.

Und das Schlimmste?

BÜGELN.

Warum kommt der Knitterlook endlich wieder in Mode?

Die Sache mit der Tasche

Wie ich vielleicht schon das eine oder andere Mal erwähnt habe, könnt ihr HIER immer mal wieder nachschlagen, was ich gerade lese oder bereits gelesen habe.

Unter „Currently reading“ stehen, wie man eventuell sieht, meistens mehrere Titel, eigentlich immer wenigstens zwei. Das liegt aber nicht daran, dass ich zu sensibel bin, mich auf ein Buch zu konzentrieren, oder zu leicht gelangweilt – nein, das hat ganz praktische Gründe: Meine Handtasche.IMG_2813[1]

(Oh mein Gott, sie ist von ihrer Handtasche besessen und hört Stimmen!)

Nein, so schlimm ist es (noch?) nicht. Aber meine Handtasche ist klein – Kaffeetasse zum Vergleich – und perfekt. Sie war ein Geschenk, stammt aus einem Laden, der nur faire Ware handelt, und lässt sich so bepacken, dass ich alles Notwendige dabei habe, ohne mir den Rücken krumm zu machen: Portemonnaie, Telefon, Kalender, Brillenetui, Taschentuch, Lippenpflege, Haustürschlüssel und Kindle. Dann ist das Teil kompakt bepackt. (Das ist auch immer praktisch, wenn man irgendwo ist, wo es Taschenkontrollen am Eingang gibt – ein Blick vom Sicherheitspersonal und ich darf durchgehen, kein Wühlen notwendig.)

Was allerdings nicht passt, sind Taschenbücher. Und da ich manche Bücher, die ich dringend lesen möchte, auf Papier habe (zum Beispiel das wunderschöne „Der Kater unterm Korallenbaum“ von Christina Löw, mit Widmung), lese ich die eben zuhause. Auf dem Balkon, im Bett, auf dem Sofa, im Büro/Gästezimmer – wo man eben so liest.

Ab und zu kommen übrigens noch Sachthemenbücher hinzu, die lese ich aber wirklich immer nur häppchenweise, wenn es mir gerade in den Kram (und in den Kopf) passt.

Und ihr? Merkwürdige Lesegewohnheiten? Spannende Erkenntnisse über die Bücherwirtschaft?

Meine Lieblings-App

Ein weiterer Blogprompt mit einer überaus langweiligen Antwort.

Meine Lieblings-App? ZOMBIES, RUN!

Das ist ein interaktives Hörspiel, das einen zum Laufen animiert, denn man erlebt als Läufer für die Stadt Abel in Großbritannien Abenteuer und flieht vor fleischfressenden Zombies. Der Name ist also Programm.

Inzwischen geht das Hörspiel in die achte Staffel, und dieses Jahr gibt es zum ersten Mal auch Nicht-Zombie-Abenteuer zu erleben, die nicht zur Geschichte gehören. Unter anderem war ich vor kurzem auf der Jagd nach Jack the Ripper.

Außerdem planen die Macher von „Zombies, run!“ gerade auch eine Walking-App – wobei man bei „Zombies, run!“ auch durchaus nur gehen könnte, wenn man gerade erst mit dem Training beginnt. Die App bietet verschiedene Einstellungsmöglichkeiten – mit und ohne Zombiejagd (Intervall-Training), variierende Episodenlänge, mit oder ohne Musik. Außerdem gibt es unterschiedliche Trainingspläne, falls man auf ein Ziel hinarbeiten möchte.

Ich mag gruselige Geschichten und laufe gerne, deswegen ist „Zombies, run!“ für mich der perfekte Begleiter im Training. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich während der ersten Episode vor Schreck mal beinahe einen Radfahrer vom Rad geholt hätte, der überraschend hinter einer Ecke auftauchte. ^^

Ich bin allergisch auf …

… so einiges. Aber nichts Schlimmes.

Das Lästigste: Ich vertrage keine großen Mengen Sonnenlicht. Da kriege ich direkt so große, flüssigkeitsgefüllte Quaddeln. Eine ehemalige Hausärztin hat mir als Gegenmaßnahme mal den Konsum von Buttermilch empfohlen, und lindernde Umschläge aus Olivenöl und Honig. Das hilft beides gut, aber nicht in die Sonne gehen und gut eincremen (LSF 50, yay!) hilft noch besser.

Außerdem vertrage ich keine Laktose. Beziehungsweise mein Umfeld verträgt es nicht gut, wenn ich Laktose zu mir nehme, denn ich muss davon pupsen. Glücklicherweise gibt es heute massig Alternativen.

Latex ist auch nicht so geil, davon juckt meine Haut und schwillt an.

Und noch etwas Merkwürdiges, dass ich durch Herumprobieren herausgefunden habe: Wenn ich über längere Zeit meinen Kohlehydratkonsum reduziere, habe ich weniger Migräne-Attacken. Mit ein wenig Experimentieren habe ich meine Migränerate von drei pro Monat auf drei pro Jahr reduziert – das ist ziemlich cool! Zucker scheint schlimmer zu sein als andere Kohlenhydrate, aber ich bin sicherheitshalber bei beidem vorsichtig.

 

Was ich beim Recherchieren für meine Bücher gelernt habe

Hmm, da ist über die Jahre schon einiges zusammengekommen.

Beispielsweise weiß ich, dass man private Museen und Institute nicht ohne weiteres als Schauplätze verwenden kann. Besser vorher schriftliches Einverständnis holen oder den Schauplatz verfremden.

Außerdem habe ich einige interessante mythische Kreaturen recherchieren dürfen. Den Ahool beispielsweise, oder den Chupacabra (davon gibt es tatsächlich verschiedene Varianten).

Und etwas Nützliches habe ich auch noch gelernt: Wenn man in der Wildnis unterwegs ist und sich verletzt, kann man die Wunde nach dem Reinigen mit Sekundenkleber abdichten. Chemisch betrachtet ist es das Gleiche wie Wundkleber. (Zum Arzt gehen sollte man natürlich gegebenenfalls trotzdem noch.)