Kleine Abenteuer für zwischendurch

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Das war letztes Wochenende unsere Aussicht vom Hotelbalkon. Eine langjährige Freundin des Mannes hat nämlich geheiratet, und er war in seiner Eigenschaft als leidenschaftlicher Fotograf natürlich ein gerngesehener Gast. Ihr wisst ja, mit Kuchen kann man mich immer locken. Also fuhren wir am Freitag nach der Arbeit und sobald alles gepackt war gut vierhundert Kilometer südwärts – in den Schwarzwald.

Es ist ja immer ein wenig blöd, wenn man als „plus eins“ bei einer Feier sitzt, auf der man so gut wie niemanden kennt. Wie soll man sich die Zeit vertreiben? Was sind angemessene Smalltalk-Themen? Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe mich als Motivsucherin und Objektivhalterin unentbehrlich gemacht. Das kann ich. Außerdem wurde es so nicht langweilig.

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Am Sonntag, nachdem gepackt und ausgescheckt und der Datenträger mit gut tausend(!!!) Fotos überreicht und alles im Auto verstaut war, haben wir es uns dann noch ein wenig gemütlich gemacht, indem wir eine Runde über den See gefahren sind. Und dann ging es auch schon wieder heimwärts.

Viel aufregender wird es diesen Urlaub für uns aber auch nicht – hier muss viel geräumt werden, ich will mit dem Schreiben weiterkommen und habe noch ein paar Seitenprojekte, und dann ist da noch ein zweiter Kurztrip für Familienkram … muss dringend gucken, wie ich da noch den einen oder anderen Abenteuerbericht draus mache.

PS: Weil ihr euch das sicher fragt … Unterstützung von drei Freundinnen hat mir zu diesem halbwegs akzeptablem Outfit verholfen. „Feierliche Abendgarderobe“ – passt, oder?

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Warum tut sie das???

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Manchmal überkommt mich im Herbst die Bastelwut. Dann muss ich etwas mit meinen Händen machen.

Dieses Jahr sind es „Feentürchen“.

Da ich nicht besonders talentiert bin, habe ich mir Modelliermasse und eine Silikonform besorgt, mit der man eigentlich Fondant-Deko für Torten macht. Oben im Bild seht ihr ein paar nicht fertig bemalter Türen. Für zwei habe ich schon ein Zuhause. Was ich mit dem Rest mache? Keine Ahnung. Außerdem habe ich einige Oktopus-Plaketten, die noch bemalt werden müssen, einige zerbrechliche Katzen, diverse Spielsteine und noch mehr Türen, die gerade trocknen. Dann war zum Glück die Modelliermasse auf.

Mit den Spielsteinen will ich, ihr habt es erraten, ein eigenes Brettspiel gestalten. Oder vielleicht eher ein Beutelspiel. Ich habe Ideen, aber noch nichts Handfestes.

Mit einigen der Türen werde ich Fotos machen – natürlich lasse ich sie nicht in der Wildnis, da gehören nur natürliche Materialien hin. Vielleicht sammle ich ein paar angemessen große Steine und mache „Häuschen“ aus ihnen. Dafür bräuchte ich noch Fenster … die Form dafür hätte ich, allerdings müsste ich neue Modelliermasse kaufen.

Es wird wohl nie ein Ende nehmen.

Zum Glück endet das alles rechtzeitig vor Weihnachten, sonst wäre es wohl nicht zu ertragen. ^^

Epilog – ja oder nein?

Auf diese Frage antworte ich mit einem entschiedenen JEIN.

Eine Geschichte sollte an ihrem natürlichen Ende enden.

Ein Epilog kommt naturgemäß NACH dem Ende der Geschichte.

Also sollte es eigentlich keinen geben.

Andererseits mag ich Szenen, die eine Geschichte abrunden. Oft schreibe ich selbst am Ende kurze „Was passierte danach?“-Absätze, um einige lose Fäden aufzurollen, ohne zuviel zu verraten – die Ruhe nach dem Sturm, das Durchatmen nach dem Abenteuer, ehe es mit neuen Gefahren weitergeht. Ist das schon eine Art Epilog? Vielleicht. Wahrscheinlich eher nicht. Wer weiß das schon so genau?

 

Frisch und lecker auf den Tisch

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Viele Leute, die ich kenne, haben ein oder zwei Rezepte, für die sie „berüchtigt“ sind. Dinge, die sie richtig lecker kochen können. Sachen, nach denen Leute fragen, wenn sie anbieten, etwas fürs Büffet mitzubringen.

Ohne mich selbst unnötig loben zu wollen, kann ich sagen, dass ich ziemlich gut koche. Aber ein bestimmtes „bestes“ Rezept habe ich nicht. Gut, einige Leute fragen regelmäßig, ob ich nicht mal wieder Brot machen will – aber das liegt wohl in erster Linie daran, dass frisches Brot IMMER der Hammer ist, und niemand sich wirklich Zeit zum Brotbacken nimmt.

Vielleicht habe ich auch deswegen kein „bestes“ Rezept, weil ich oft und gerne neue Rezepte ausprobiere. Heute morgen wollte ich beispielsweise Muffins frühstücken und hatte auch schnell ein Rezept gefunden, das mir gefiel. Leider waren nicht genügend Haferflocken im Haus, und in der Haferkleie … na ja, wir haben ein Problem mit Mehlmotten, und der Haferkleiebehälter ist nicht so dicht, wie die Werbung behauptet hat.

Ich habe dann improvisiert und solange Mehl zum Teig hinzugefügt, bis er eine glaubwürdige Konsistenz hatte. Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto. Aber ob ich die genau so je wieder hinkriege?

(Ein kluger Mensch würde sich seine Rezeptvariationen direkt aufschreiben. Aber im Ernst, ich hatte Hunger!)

Inspirationen aus dem „echten“ Leben

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Häufig fragen Leute, was in meinen Geschichten denn „echt“ ist. Ich meine, ich habe Monster und Magie und Tentakel und Götter und Zombies und … – da wird diese Frage doch wohl noch erlaubt sein! ^^

Aber wenn ihr mitgelesen habt, wisst ihr natürlich auch schon: Schauplätze beispielsweise nehme ich oft aus dem echten Leben. Sämtliche Plätze, die Helena und Falk in und um Bonn besuchen, gibt es so oder so ähnlich auch in echt. Und auf dem Foto mit dem dramatischen Licht da oben seht ihr das Venn aus „Lichterspuk“ – die Trockenheit macht sich bemerkbar, es gibt weniger Wasser als in anderen Jahren. Und Irrlichter haben wir am Wochenende auch nicht gesehen, allerdings waren wir auch tagsüber da. Stattdessen sind wir der winzigsten aller Kröten begegnet. Die wollte auch nicht mit uns reden – vielleicht hatte sie Angst, wir verwandeln sie in einen Menschen, und plötzlich muss sie Papiere beantragen oder so.

Einige Cafés und Kneipen, die ich mag, habe ich auch als Schauplätze verwendet. Im „Cartoon“ („Allerseelenkinder“) war ich als Studentin häufiger – und müsste dringend mal wieder hin. Die brasilianische Cocktailbar gibt es auch, einige von euch kennen sie vielleicht inzwischen sogar aus eigener Erfahrung.

Bei Personen bin ich vorsichtiger mit dem „Leihen“. Andrea bildet da die große Ausnahme, aber mit ihr war das auch abgesprochen. Sie findet es cool, ihren eigenen Roman zu haben. Manchmal bin ich versucht, lästige Leute in Leichen zu verwandeln, aber auch da übe ich mich meistens in Zurückhaltung. Und Haustiere … das wäre eigentlich noch eine Idee. Wenn es sich einmal anbietet, stelle ich euch vielleicht Max vor, der war toll. <3

Meine beeindruckendste Erinnerung

Ich wünschte, dazu gäbe es ein Foto – leider ist das, wovon ich als nächstes erzähle, schon sehr, sehr lange her, und damals gab es noch keine Foto-Handys. Eigentlich war die Welt sogar noch in Schwarzweiß.

Wir schreiben das Jahr 1994 (glaube ich). Die Grundschule hatte ich schon hinter mir, aber viel klüger war ich noch nicht. Dafür war ich ein Glückskind, denn als unsere Familie nach Südafrika eingeladen wurde, wo ein Onkel Silberhochzeit feierte, konnten aus finanziellen Gründen nur zwei von uns fahren. Und das waren – keine Ahnung, wie das entschieden wurde – meine Mutter und ich. (Dass nicht zwei Kinder geschickt wurden, ist schon irgendwie klar, aber … ich habe schließlich Geschwister. Sogar ältere. Muss also Glück gewesen sein.)

Die zweieinhalb Wochen in der Nähe von Johannesburg waren insgesamt ziemlich beeindruckend. Es gab Heuschrecken, die länger waren als meine Hand. Hagelkörner in Goldballgröße. Grüne Minz-Luftschokolade und riesige Eimer voll Eis mit Kaugummigeschmack. Eine Strickmaschine im Handarbeitszimmer meiner Tante, bei der ich fest davon überzeugt war, sie (die Maschine) sei verhext.

Aber der allerallerallerbeeindruckendste Moment der ganzen Reise war eine Fahrt durch ödes, staubiges, menschen- und baumleeres Land. Wir hatten sogar die Wellblechhütten schon hinter uns gelassen und waren auf dem Weg zum Freizeit-Erlebnis Sun City.

Und mitten in dieser Landschaft, die mir sowieso schon so fremd war – und Linksverkehr! – gewitterte es. Der Himmel war tintenschwarz, die Wolken hatten schwefelfarbene Ränder und es schüttete aus Eimern. Vor uns ragten Berge auf, über denen Blitze niedergingen. Gewaltige Blitze! So etwas hatte ich noch nie gesehen, und im Ernst … gerade jetzt beim Schreiben bin ich wieder ein wenig so aufgeregt wie damals.

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Beispielbild. Gefunden auf Unsplash, fotografiert von Johannes Plenio.

(Auf dem Rückflug hat es auch gewittert, aber da hatte ich keine Angst, denn der ältere Japaner zwei Reihen vor uns schlief tief und fest – und der hätte doch bestimmt nicht geschlafen, wenn es gefährlich gewesen wäre! Kinderlogik halt.)

Bunt und verspielt

Ich bin ja sowieso nicht so extrovertiert und menschenfreundlich, aber seit Beginn des Jahres habe ich noch weniger Außer-Haus-Termine als sonst. Was nicht gerade unangenehm ist, wenn ich einmal ehrlich bin. Endlich habe ich Zeit, einige meiner absurden Ideen und Basteleien in die Tat umzusetzen.

Gut, ich kann nicht so richtig schön malen oder basteln. Darum geht es allerdings auch gar nicht. Nicht alles, was man zum Vergnügen herstellt, muss umwerfend schön sein. Manchmal geht es einfach darum, etwas zu schaffen und sich die Zeit zu vertreiben. Besser wird man durch die Übung eventuell von selbst.

(Ab und zu teile ich meine Projekte auf Instagram unter dem Hasthag #makebadart. ^^)

Manche „erwachsene“ Bekannte finden meine Basteleien übrigens blöd, weil sie keinen „Mehrwert“ haben. Sie machen die Welt nicht besser, sie führen nicht zu vermarktbaren Jobfertigkeiten und machen mich auch nicht reich.

Tja.

Was soll ich sagen?

Sie machen mich glücklich.

Häkeleien finde ich besonders attraktiv, weil sie komplett wortlos auskommen. Das ist nach Bürojob und Schreiben oft eine angenehme Abwechslung. Außerdem kann ich nichts Krümeliges oder Schmelzendes naschen, während ich mit (Baum-)Wolle hantiere.

Die Acrylfarben hatte ich irgendwann mal für ein kleines Projekt besorgt und nutze sie jetzt immer weiter, wenn ich gerade Lust habe. Eine weitere wortlose Kunst, für die man nicht viel Zeit braucht – nur einen Ort, an dem die Farbe trocknen kann, ohne dass die Kater sich dran beschmieren.

Außerdem habe ich in den letzten Wochen Schuhe bemalt und mir einige Materialien für weitere Kreativ-Beschäftigungen besorgt, denn: Je mehr ich mache, desto mehr Ideen habe ich. Das schlägt sich dann auch im Schreiben wieder nieder. Nur mit dem Zeitmanagement wird es irgendwann wohl kritisch. Vielleicht kann ich den Sonntag ja zum Basteltag erklären. ^^

Wie sieht es bei euch aus? Womit „vertrödelt“ ihr eure Freizeit?

Der beste Schreibratschlag, den ich je bekommen habe???

Ich glaube, das war tatsächlich: HAU RAUS!

Schreib.

Auch wenn der erste Entwurf sch*** ist. Oder die ersten fünfzig.

Alles Schlechte, was auf Papier steht, kannst du nämlich überarbeiten und Leuten zeigen – die perfekten, grandiosen Geschichten in deinem Kopf bleiben für immer ein Geheimnis.

Und in diesem Sinne habe ich heute morgen noch fix eine Kurzgeschichte eingereicht, die (wie üblich) hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben ist. Aber ich scheitere jedes Mal besser. ^^

Meine Titelmelodie

Muss ich mich wirklich für eine Titelmelodie entscheiden? Ha, zum Glück nicht, denn das ist mein Blog. ^^

In meinem Kopf spielt oft der „Hamster Dance“ – wer erinnert sich noch? (Falls nicht – googlet auf eigene Gefahr!)

Die Titelmelodie der „Addams Family“ wäre auch überaus passend.

Oder, wenn es mal besinnlicher zugehen soll, „In my mind“ von Amanda Palmer.

Aber da ich mich gerade nicht entscheiden kann, verrate ich euch ein anderes Geheimnis: Wenn ich im Büro einen Kollegen am Telefon habe und eine Information rausuche, singe ich mitunter eine eigene Warteschleifenmelodie. Falls das also mit dem Schreiben nichts wird … ^^

Völlig unpassend: OH DU FRÖHLICHE!

Ein Blog Prompt fragt nach meinem liebsten Feiertagsrezept. Und ich muss ehrlich sagen, es fällt mir schwer, einen Liebling zu küren. Allerdings kann ich euch, ohne mit der Wimper zu zucken, verraten, was mein praktischstes Feiertagsrezept ist:

Knoblauch-Walnuss-Hähnchen

Das mache ich oft zu Weihnachten* – wenig Anstrengung, große Wirkung! Dazu sei zu sagen, dass wir die Feiertagsmahlzeiten zuhause für gewöhnlich zu zweit einnehmen Es ist also gar nicht nötig, große Mengen zu kochen.

Das Knoblauch-Walnuss-Hähnchen ist ein Brathähnchen aus dem Ofen, dem eine Zitrone in den Hintern geschoben wird. Außerdem kriegt es eine Mischung aus gehackten Walnüssen, Knoblauch, Butter und Petersilie unter die Brusthaut geschoben. Das macht das Fleisch schön aromatisch und saftig, während regelmäßiges Begießen mit einer Honig-Gemüsebrühe die Haut unglaublich knusprig macht.

Sagte die verrückte Autorin nicht etwas von „wenig Anstrengung“? Jaaaa, im ersten Moment klingt das lästig. Aber so ein durchschnittliches Huhn ernährt uns im Anschluss drei Tage, ohne langweilig zu werden.

Am ersten Tag gibt es Brathähnchen mit Kartoffeln und einer oder zwei Gemüsebeilagen.

Am zweiten Tag variieren wir – entweder Salat mit Hähnchenfleisch oder Hähnchen-Sandwiches, vielleicht auch eine Gemüsesuppe mit ehedem gefiederter Einlage.

Und was danach noch an Fleisch übrig ist, wird am dritten Tag in Frikassee gekocht und mit Reis serviert.

* Der eigentlichen Heiligabendtradition meiner Familie – Kartoffelsalat, Würstchen, Käsewürfel und Appelflappen – kann der Mann wenig abgewinnen. Ich weiß auch nicht, was er dagegen hat. ^^

Und jetzt zu euch – Feiertagstraditionsrezepte? Familienerinnerungen? Spannende Ideen, was man noch alles aus so einem armen Huhn machen könnte?