Der Tierarzt. Das Update.

Vielleicht erinnert ihr euch, der alte Flauschepo (also der Kater!) war beim Tierarzt.

Weißblaue Katzentransportkiste mit weißer Gittertür. Hinter der Tür: Auf einem sandfarbenen Kissen hockt ein weißer Kater mit wenigen roten Abzeichen und schaut durch die Tür.
Vor dem Tierarzt.

Wie der Tierarzt nach kurzer Untersuchung bestätigte (so ähnlich hatte ich das schon vermutet), gab es zwei Möglichkeiten:

Entweder der Kater hat irgendwo eine Entzündung, die in der Untersuchung nicht sichtbar war, dadurch schwillt der Lymphknoten an.

Oder es ist ein Tumor.

Sicherheit, meinte der Tierarzt, würde eine Nadelbiopsie geben. Allerdings sei die an genau der Stelle schwierig, weil da sowohl Nerven als auch große Blutgefäße verlaufen. Und ohne wichtigen Grund sedieren wolle er so einen alten Kater (der Flauschepo ist 13 Jahre alt) auch nicht. Also schlug er vor, symptomatisch für eine Entzündung zu behandeln und zu schauen, ob die Schwellung davon weg geht. Es gab noch eine Spritze für den Kater und ein Tütchen Tabletten, dann waren wir entlassen.

Weißblaue Katzentransportkiste mit weißer Gittertür, auf sandfarbenem Kissen ein weißer Kater mit wenigen roten Markierungen, der deem Betrachter beleidigt den Rücken zuwendet.
Nach dem Tierarzt.

Jetzt muss der arme alte Greebo also vor dem eigentlichen Futter immer so eine Leckerchen-Paste mit kleingebröselten Tabletten fressen. Er leidet sehr. Aber es sieht ganz so aus, als ob die Behandlung Erfolg zeigt, also werde ich mich nicht beschweren.

Termine und so

Diese Woche ist knusprig termingefüllt, das kann ich euch mal sagen. Post-Wegbring-Termine, Einkauf-Termine, Großes-Paket-Kommt-Termine … so ein richtiges Luxusleben.

Außerdem habe ich am Donnerstag meinen ersten Friseurtermin seit … na ja, ihr wisst ja. Das ist der eine Nachteil von so einem Kurzhaarschnitt – der BLEIBT nicht kurz.

Zugegeben, meine Friseurin hat wirklich toll geschnitten. Ich bin der bestaussehnde Wischmop von allen.

Aber nachdem ich neulich nachts plötzlich senkrecht im Bett saß, weil ich eine Haarsträhne am Ohr fühlte und mein Gehirn so dachte: OMG, SPINNE!!!, und danach NIE NIE NIE WIEDER geschlafen habe, halte ich diesen Friseurtermin für durchaus notwendig und gerechtfertigt.

Außerdem geht es einmal zum Tierarzt, denn der Altkater (liebevoll „Flauschepo“ genannt) hat einen merkwürdigen Knubbel am Kiefer, und da soll doch bitte eine Fachperson draufgucken. Drückt die Daumen, dass es nichts Schlimmes ist!

Motivation

Jetzt habe ich ein wenig übers Schreiben gerantet.

Ja, Schreiben kann wirklich schwierig sein.

Warum mache ich den Unsinn dann überhaupt?

Davon war letzte Woche auf Instagram beim #autor_innensonntag die Rede, und nachdem ich ein wenig drüber nachgedacht habe, möchte ich die Antwort auch hier ausbreiten.

Ich schreibe gerne.

Manchmal jammere ich, wenn die Figuren nicht tun, was sie sollen, oder wenn ich Dinge umständlich überarbeiten muss, weil ich im ersten Entwurf geschlampt habe.

Aber letztendlich zwingt mich niemand. Ich schreibe, weil es mir gut tut. Ohne Schreiben bin ich ein unausstehliches, unausgeglichenes Ekelpaket und eine Belastung für mein Umfeld – das ist kein „Fishing for Compliments“, in solchen Momenten gehe ich mir selbst auf den Geist. Ich bin ein glücklicherer Mensch, wenn ich in meinem Schreibkopf bin. Das passiert nicht nur, wenn ich tatsächlich (wie jetzt) am Bildschirm sitze oder mir Dinge ausdenke. Das kann auch der Fall sein, wenn ich mir eine Szene aus der Realität in Ruhe anschaue und mir die Details bewusst merke, um sie in einer Geschichte zu verarbeiten. Oder wenn ich etwas recherchiere (am liebsten vor Ort – hach, für das vermaledeite Kinderbuch müsste ich eigentlich dringend ans Meer!). Oder wenn ich von einem Ort zu einer bestimmten Zeit ein Dutzend Fotos mache, um beim Beschreiben einer Umgebung Referenzen zu haben. Auch wenn ich im Urlaub bin oder Familie und Freunde besuche, schreibe ich meistens (im weitesten Sinne). Als wir vor einigen Jahren auf Sizilien waren, saß ich oft bis zwölf in unserer Ferienwohnung am Rechner, während der Mann ausschlief, und war dann entspannt und zufrieden, wenn wir uns auf den Weg machten, um Abenteuer zu erleben.

Natürlich könnte ich jederzeit mit dem Schreiben aufhören.

Aber warum sollte ich das wollen?

Wie schnell kann/muss man schreiben?

Ich habe mich gerade über einen angeblichen Schreibratgeber geärgert. Ein US-amerikanischer Autor hat aufgelistet, wie viele Wörter er pro Tag schreibt, und sich gegen Ende indirekt darüber lustig gemacht, dass Leute, die länger als vielleicht 10 Tage für einen Roman brauchen, es als Autor*innen wohl nicht ernst meinen.

Im Ernst?

Bullshit.

Natürlich kann ich 500 Wörter in 10 Minuten schreiben. (In fragwürdiger Rechtschreibung. Aber wir bewerten nicht, wir zählen nur.)

Und natürlich könnte ich wahrscheinlich 10.000 Wörter an einem Tag schreiben.

Aber wären das gute Wörter?

Wäre das die bestmögliche Geschichte, die ich erzählen kann?

Und wer übernimmt all meine anderen Verpflichtungen, während ich diese 10.000 Wörter schreibe?

Vorab: Ich sage nicht, dass Leute, die schnell schreiben, automatisch schlechte Geschichten schreiben. Das keineswegs!

Jedoch sieht die Realität der meisten Schreibenden ein wenig anders aus.

Wir haben Leben. Zu meinem gehören neben dem Schreiben der Brotjob, der Haushalt und der Sport (und in anderen Jahren so etwas wie ein Sozialleben). Zum Schreiben bleibt mir an einem normalen Tag etwa eine Stunde.

Außerdem müssen wir manchmal über das zu Schreibende nachdenken. Oder es überarbeiten. Oder noch einmal ganz von vorn anfangen. Rein rechnerisch habe ich letztes Jahr unter anderem etwa 75.000 Wörter Kinderbuch geschrieben, unglücklicherweisewar das jedoch dreimal der Anfang des gleichen Buches, weil ich beim Schreiben neue Dinge über die Welt gelernt habe, die sich nicht durch einfaches Reparieren einfügen ließen. Normalerweise habe ich diese Schwierigkeiten nicht, aber es ist eine neue Welt UND ein neues Genre, das macht mich etwas schwerfälliger. Und das ist okay, schließlich lerne ich auch aus den nicht-veröffentlichten Dingen. Oder sagt ihr etwa: „Mensch, all diese Tonleitern, die die Cellistin zuhause privat geübt hat, das war mal wirklich Zeitverschwendung!“??

Für Autor*innen scheint die Erwartung zu sein, dass alles, was den Weg auf den Bildschirm resp. aufs Papier findet, auch veröffentlichbar ist. Und im Ernst, das ist doch Unsinn. Wer malt, stellt auch nicht jeden Farbklecks aus, den er*sie produziert.

Rein technisch ist es also durchaus möglich, einen Roman in zehn Tagen zu produzieren, und vielleicht mache ich das irgendwann dieses Jahr auch mal zum Vergnügen – mit Urlaub wird das wohl Essig, was meint ihr? – aber das ist eine Herausforderung für optimale Bedingungen und nicht die Grundlage von: „Wer langsamer schreibt, sitzt nur 15 Minuten pro Tag am Schreibtisch und meint es keineswegs ernst.“

Lesefortschritte

Seit Anfang 2017 führe ich Liste über die Bücher, die ich gelesen habe – ohne Bewertung, nur Enddatum, Titel, Autor*in.

Diese Liste hat eigentlich keinen tieferen Sinn. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr draufgucken und versuchen, herauszufinden, was für einen Buchgeschmack ich habe. Allerdings sagt die Liste nichts darüber aus, ob ich die Bücher mochte oder nicht – nur, dass ich sie beendet habe. Abgebrochene Bücher stehen zum Beispiel nicht darauf.

Allerdings habe ich aus dieser Liste gelernt, dass ich im Jahr etwa 40 Bücher lese. Für letztes Jahr stehen weniger drauf, allerdings hat da die Umstellung des WordPress-Editors einige Titel gefressen. Wir kommen also wieder ungefähr beim gleichen Wert an.

Warum ist das spannend?

Ich lese nicht besonders schnell, da sind wir uns einig.

In meinem produktivsten Jahr (2018) habe ich drei Romane geschrieben, überarbeitet und veröffentlicht.

Jemand, der ungefähr so schnell liest wie ich, hätte also noch Platz auf seiner Leseliste für ungefähr 37 weitere Bücher.

Viele Autor*innen schreiben weniger als drei Bücher im Jahr. Wir haben andere Dinge zu tun (Büro, Haushalt, Bingewatching), wir überarbeiten, wir schreiben Kurzgeschichten, wir werfen auch mal Zeug weg oder drücken uns vor dem Überarbeiten.

Daraus folgt – und ich glaube, ich habe das schon öfter gesagt – dass andere Autor*innen nicht wirklich Konkurrenz für uns sind. Außer bei Preisverleihungen, und die sind eher selten. Jemand, der nur meine Bücher läse, hätte seit 2018 nichts Neues zu tun bekommen. Das wäre sehr schade. deswegen hoffe ich hart, dass Leute, die meine Bücher lesen, auch die Bücher vieler anderer toller Autor*innen finden und lesen (und mich darüber nicht vergessen, aber das ist wohl Glückssache).

Atmen und sich sammeln – aber bitte nicht zu oft!

Alle Schreibenden, die ich kenne, haben Lieblings-Körperfunktionen. Also Dinge, die sie ihre Charaktere immer, regelmäßig und deutlich im Text lesbar tun lassen. Atmen zum Beispiel. Es wäre überaus leichtsinnig, das Atmen einfach so abzustellen, aber dass ich es andauernd erwähne, geht mir schon selber auf den Zeiger (seufzte sie, hörbar ausatmend … denn sie atmete).

Was meine Charaktere sonst noch tun: Mit den Schultern zucken, oder auch mit den Achseln. Was doppelt ungünstig ist, denn ich bin mir nicht sicher, wie man das sprachlich richtig einsetzt. Ich mag es nur.

Andere Charaktere, denen ich begegnet bin, stemmen konstant die Hände in die Hüften oder stampfen immer auf wie Flamencotänzerinnen oder verschränken die Arme vor der Brust und bestimmt fallen mir gleich noch viel mehr Gesten auf, die so ein bisschen totgeritten sind.

Dabei ist Körpersprache eigentlich spannend. Und lästig, denn wir können sie nicht die ganze Zeit über zu einhundert Prozent kontrollieren. Deswegen fallen uns die Dinge auf, die wir kontrollieren können – wie bewusstes Atmen, Arme-Verschränken, Aufstampfen und so. Ich denke, ihr habt ein ungefähres Bild der Situation.

Wenn wir die Dinge beschreiben wollen, die Leuten nicht auffallen, die sie aber trotzdem verraten, müssen wir unsere Umgebung (und uns selbst) sehr genau beobachten. Wer knibbelt an seinen Nagelhäutchen? Was macht die beste Freundin, wenn sie sich über etwas ärgert? Wann ist Freundlichkeit nur vorgetäuscht und woran merkt man das?

Eine meiner nächsten großen Aufgaben, wenn es an die Überarbeitung geht, ist auf jeden Fall, die Leute nicht andauernd nur atmen zu lassen. Das wird ja langweilig.

Und sie lebten glücklich, bis er morgens ihre Haare aus dem Abfluss fischen musste und sie über seine Schuhe stolperte – Beziehungen in Geschichten

„Happily ever after“? Das nimmt uns doch heute keiner mehr ab.

Und okay, glückliche, harmonische Beziehungen in Geschichten wären schon ziemlich langweilig. „Der Liebesroman, in dem nichts passiert“ ist einfach kein Bestseller. (Glaube ich. Machen wir die Probe aufs Exempel?) Geschichten leben von Drama, Hindernissen, Konflikten, Katastrophen. Doch was ist mit Büchern, in denen Romantik nur eine Nebenrolle spielt? Auch da scheint es, meiner begrenzten Leseerfahrung zufolge, durchaus üblich, das Beziehungen konfliktbeladen oder rundheraus unglücklich sind. Und das entspricht, wenn wir ehrlich sind, doch überwiegend unserer Lebenserfahrung. Sogar die glücklichsten Beziehungen, die wir in unserem Familien- und Freundeskreis kennen, haben diese Momente, in denen der eine die andere erwürgen will (oder umgekehrt), weil mal wieder das schmutzige Geschirr auf statt im Geschirrspüler steht, irgendwas irgendwohin geräumt wurde oder man sich nicht darüber einigen kann, wessen Familie man jetzt zu Weihnachten besuchen muss.

Allerdings fällt mir schon auf, wie oft Beziehungen in Geschichten unglücklich sind, weil die Charaktere nicht miteinander kommunizieren. Vielleicht ist das so ein persönlicher „Aha!“-Effekt, aber für beinahe genau so wahrscheinlich halte ich es, dass wir als Schreibende da gelegentlich einem beliebten Klischee aufsitzen. Und das auch noch völlig überflüssig.

Denn ich kann aus eigener Erfahrung beisteuern: Man kann konstant miteinander kommunizieren und trotzdem gelegentlich Knaatsch haben. Also, habe ich gehört. Bei uns zuhause ist das natürlich alles konstantes langweiliges blassrosa Glück. (Räusper.)

Von Büchern, die wir schon immer lesen wollten/sollten und irgendwie doch noch nicht gelesen haben

Jeder kennt sie. Bücher, die man „gelesen haben muss“. Die zum Bildungskanon gehören. Bücher, bei denen es eine Art Auszeichnung ist, wenn man sie gelesen hat.

Das sind die Bücher, bei denen einige sich darüber profilieren, wie toll und grandios sie diese Bücher doch fanden, während andere sich darüber profilieren, dass diese Bücher doch total überbewertet seien.

Und ich höre mal auf, von „diesen Büchern“ zu reden.

Denn ich habe mit „diesen Büchern“ ein Problem.

Natürlich gibt es Bücher, die so unglaublich sind, dass sie ihren Platz auf dem zeitlosen Altar literarischer Anbetung verdient haben. Meiner Meinung nach stehen viele Bücher aber nur dort, weil eine lange Tradition von Elitemitgliedern einander – und uns – immer wieder versichert, wie bedeutend „diese Bücher“ (sie hat es schon wieder gesagt!) doch seien. Uns wird also eine Vorauswahl serviert, auf die wir herzlich wenig Einfluss haben.

Eigentlich sind „diese Bücher“ der kleinste gemeinsame Nenner der sogenannten „Bildungselite“ … und mal im Ernst, was die so denken, ist nicht unbedingt repräsentativ.

Inzwischen verbringe ich sehr viel Zeit damit, die Bücher zu lesen, die mir von Leuten empfohlen werden, deren Geschmack ich vertraue. Und ob das dann „Klassiker“ sind oder aktuelle Bestseller oder kleine, auf Eichenblättern handgedruckte Mikroliteratur (und jetzt möchte ich so etwas unbedingt einmal basteln, die Götter mögen mir beistehen!), ist nebensächlich. Wenn eine*r meiner Buchspezialist*innen sagt: „Hier, dieses Buch ist toll, weil …“, schaue ich mir das Buch an. Und wenn es dann nicht ganz furchtbar aussieht, lese ich es auch. Oder versuche es wenigstens.

Das bedeutet natürlich, dass ich auf den ganzen elitären Cocktailparties der gehobenen Klasse nie meine pointierte Meinung über „Krieg und Frieden“ kundtun kann.

Aber ich habe viel mehr Spaß beim Lesen. Und darauf kommt es letztendlich an, nicht wahr?

Tagesrituale

Berggipfel bis zum Horizont, Sonnenaufgang, im Vordergrund steht eine Person mit dem Rücken zum Fotograf in der Yoga-Pose "Baum" auf einem Gipel.
Bild von Eneko Uruñuela, gefunden auf Unsplash

Zu einem guten Leben gehört ein guter Alltag mit guten Gewohnheiten – sozusagen Ritualen. Und da ich mich bemühe, gut zu leben, neige ich dazu, mich mit alle den Dingen zu stressen, die man eigentlich für ein gutes Leben tun sollte: Genug schlafen, Wasser trinken, Sport treiben, entspannen, Selbstgekochtes essen, sich kreativ betätigen, … – und weil ich zur Übertreibung neige, arten diese Dinge immer wieder in Stress aus. Dabei ist es eigentlich ganz leicht: Ein gutes Leben ist es, wenn man einen weg findet, so zu leben, dass man sich körperlich und geistig gut fühlt.

Für mich gehört dazu, ausreichend zu schlafen. Meine Zu-Bett-geh-Zeit verteidige ich wie ein mittelfauler Löwe. Und es wirkt – wenn ich sie während der Woche einhalte, muss ich am Wochenende nicht „nachschlafen“ und habe mehr Zeit, die Dinge zu tun, die ich tun möchte. Für mich sind sieben bis acht Stunden ideal. Das heißt natürlich, dass ich an Wochentagen wenig außer der Reihe mache. Schließlich wollen Büro, Haushalt, Schreiben und eben Schlaf miteinander koordiniert werden. Da ist nicht viel Zeit für andere Hobbies, und wenn doch …

… kommen wir direkt zum nächsten Punkt: Sport. Fürs Laufen ist es momentan draußen meistens zu „bäh!“, und jetzt im Ernst: In der Siedlung macht es auch wirklich nur halb soviel Spaß. Trotzdem bemühe ich mich, jeden Tag ein wenig was für meinen Körper zu tun. Beispielsweise (ihr dürft lachen) probiere ich im Moment Yoga aus. Pilates war ja schon nicht mein Ding, und das hier ist fast das gleiche, nur mit Atmen. Aber es gibt Apps. Wenigstens muss ich also mit niemandem reden. Ansonsten gehe ich spazieren oder – jetzt, wo es wieder heller wird – auch laufen.

Und wenn das nicht hilft, meine Laune auszugleichen, bleibt immer noch Meditation. Die Zeit nehme ich mir seltener, als ich sollte, aber ich weiß: Wenn ich in Zeiten meditiere, in denen ich es nicht brauche, fällt es mir in Zeiten, in denen ich es brauche, leichter.

Weiter reicht mein persönlicher Ehrgeiz im Moment nicht. Wenn der Frühling kommt und wir mehr Sonnenlicht haben, lege ich mir vielleicht noch das eine oder andere wertvolle Hobby zu, aber für den Moment wird das reichen. Soll ja auch alles nicht in Stress ausarten, das wäre kein gutes Leben.

Schon ärgerlich …

… wenn man erst am Ende des Arbeitstags (und ja, manchmal ist auch der Sonntag ein Arbeitstag) merkt, dass man sich eine Menge Ärger hätte sparen können – wenn man am Anfnag nur einmal genau hingeschaut hätte. Leider habe ich das nicht, und so habe ich das heutige Kapitel für meine Hörbuch-Patrons mit den verkehrten Mikrofon-Einstellungen aufgenommen. Hoffen wir mal, dass ich aus meinen Fehlern lerne.

Es ist schon ziemlich frustrierend, so komplett neu auf einem Gebiet zu sein. Und es hilft mir nicht besonders, zu wissen, dass es anderen Anfängern genau so geht. Ich erwarte immer, dass Dinge für mich einfach sein sollten. Schließlich bin ich doch klug! Dabei ist mir natürlich klar, dass Klugheit nicht bedeutet, dass einem alles über Nacht ins Gehirn fliegt. Aber enttäuschend ist es schon.

Na ja, vielleicht lerne ich ja draus und mache es nächste Woche besser. ^^