Frust!!!

Ehrlich gesagt, ich bin generell nicht besonders frustresistent – und im Moment noch weniger als sonst, es gab einfach so viele „Dann eben später“ oder „Dieses Jahr leider nicht“ oder „Wir werden uns halt noch einen Moment zusammenreißen müssen“ … und an manchen Tagen merke ich, dass sich das stapelt. Aufeinander, und auf die Dinge, die unabhängig von lästigen Viren und schleichender Durchimpfung nicht so laufen, wie ich es gerne hätte.

Manchmal reicht dann eine winzige Kleinigkeit und ich fahre aus der Haut. Das ist nicht besonders schön, und meistens auch nicht fair, aber wenn das Ende meiner Hutschnur erreicht ist – tja.

Wenigstens bin ich mit den Jahren gut darin geworden …

a) … diesen Frust zu identifizieren, das macht ihn schon einmal etwas kleiner und

b) … mich nach dem frusten wieder auf die Füße zu stellen. Vom Rumsitzen und Möpern wird schließlich auch nichts besser, oder?

(Manche Leute sagen, ich sei zu schlichten Gemütes, um dauerhaft pessimistisch oder angefressen zu sein. Vielleicht haben diese Leute Recht, aber auch damit werde ich leben.)

Habe ich mir mein Leben als Erwachsene anders vorgestellt? Sicher. Ärgere ich mich gelegentlich, wenn ich hinter meinen eigenen Erwartungen zurückbleibe? Ist es ätzend, wenn ein Plan nicht aufgeht?

Logo.

Aber ich habe einen interessanten Job, meine Geschichten – und euch, meine fünf-oder-so treuen Leser. Das ist doch auch schon was wert.

Mit der Weltherrschaft machen wir dann morgen weiter.

Sommer in Bonn

Auf einem verwitterten Holztisch steht ein weißes Sieb, leicht abgenutzt, mit in Sternform angeordneten Löchern. Es ist voll mit frischen Erdbeeren. Im Hintergrund verschwommenes Grün.
Foto von Lucinda Hershberger, gefunden auf Unsplash.

Sommer in Bonn sind vor allem eins – schwül. Das ergibt sich irgendwie, wenn man zwischen Bergen eingemummelt an einem großen Fluss liegt (sowohl für Individuen als auch für Städte). Hinzu kommen regelmäßige Gewitter, die der Luftfeuchtigkeit nicht unbedingt gut tun.

Ich liebe Gewitter.

Und anschließend ist alles immer so frisch und grün.

Wenn es gerade nicht gewittert, bin ich im Moment gerne mit dem Fahrrad unterwegs. Auch an freien Tagen drehe ich gelegentlich eine Runde durch den Wald und an den Feldern entlang. Aufgrund der gebirgigen Disposition und des speziellen Wetters gibt es hier unglaublich viele Obstfelder – die mitunter titelgebenden Erdbeeren, Stachelbeeren, Unmengen an Äpfeln und Kirschen. Und glaubt mir, wenn die ersten regionalen Erdbeeren am Straßenstand erhältlich sind, ist das immer ein richtiges Fest, denn: Unser lokaler Obstbauer hat die Besten Erdbeeren der Welt(TM). Die Frau des Hauses wollte mir nicht verraten, wie sie die so lecker hinkriegen: „Wenn ich Ihnen das sagen würde, müsste ich Sie leider umbringen.“

Ich bin sicher, da geht alles mit rechten Dingen zu.

Auf jeden Fall sammle ich im Moment, mit dem Fahrrad unterwegs, auch viel Inspiration. Was blüht wann? Wie riecht es an einem sonnigen Samstag Nachmittag am Waldrand? Viel von diesen Dingen endet später in meinen Geschichten, andere Dinge behalte ich für mich, für schwere Zeiten. Oft entdecke ich auf meinen Touren etwas Neues – versteckte Seen, stillgelegte Steinbrüche, unheimlich verwachsene Bäume an mysteriösen Wegkreuzungen.

Da muss man doch ins Träumen kommen …

Märchen-Haft

Das Märchensommer Rallye Banner zeigt eine Scherenschnitt-Fee, die Glitzer auf den verschnörkelten Schriftzug "Märchensommer Rallye" über einem aufgeschlagenen Buch streut. Alles vor einer grünen Wiese neben einem Baum und Sonnenstrahlen im Hintergrund.

Dies ist eine Station der Märchensommer Märchenrallye von PoiSonPaiNter, den Anfang dieser Runde findet ihr hier.

Ein U, um dessen Arme Ranken geschlungen sind, auf schwarzem Grund mit grauem geraden Rahmen; darum noch ein weißer eckiger Rahmen.
LÖSUNGSBUCHSTABE: U

Lustigerweise wusste ich, als ich den Titel für diesen Beitrag festlegte, noch gar nicht, welches Märchen ich dieses Jahr betreuen dürfte. Aber es passt wie – ähm, Faust auf Eimer, denn hier geht es heute um Des Königs neue Kleider.

Ihr kennt das doch sicher, oder? Zwei Typen betuppen den tüddeligen Throninhaberindem sie ihm Kleidung aus einem ganz speziellen Stoff versprechen, den es in Wahrheit gar nicht gibt. Und es endet damit, dass der König sprüdelchen-nackt durch die Stadt marschiert. (Den Mittelteil lasse ich eben aus, damit die Rallye-Frage nicht zu einfach wird.)

Die Vorstellung, einen wichtigen, gekrönten Erwachsenen – zumal er nie so recht vorteilhaft gemalt war, wenigstens in unseren Märchenbüchern – fand ich als Kind zum Schießen, und die beiden Gauner werden auch so dargestellt, dass man sie nicht rundheraus unsympathisch finden kann.

Als Erwachsene denke ich mir jetzt natürlich: Wer soll das alles bezahlen? Für den speziellen Stoff wurden bestimmt die Steuern erhöht, die Armen wurden noch ärmer, die Arbeitenden mussten noch härter arbeiten und sowohl Bier als auch Brot wurden teurer. All das, nur um dem Volk vorzuführen, wie leichtgläubig der Kerl ist, der euch allen jederzeit die Rübe abschlagen lassen kann. Geht der Spaß nicht ein bisschen zu weit?

Also stelle ich mir die Betrüger in Märchen-Haft vor … zusammen mit dem Esel der Bremer Stadtmusikanten (Vandalismus), dem gestiefelten Kater (Betrug) und Till Eulenspiegel (Zechprellerei). Was für ein bunter Haufen!

Und jetzt mal unter uns: Mit solchen Vorbildern ist es doch ein Wunder, dass aus uns etwas geworden ist!

DER RATESPASS GEHT HIER WEITER:

Wer des Kaisers neue Kleider sehen kann, ist:
a)    Seines Amtes würdig – dann weiter bei Katharina Rauh
b)    Leichtgläubig – bitte hier entlang zu Christina Löw
c)    Dumm – in dem Fall findet ihr den nächsten Beitrag bei der Textgemeinschaft

(Falls ihr noch nicht weggeklickt habt, will ich noch schnell meine eigenen märchenhaften Abenteuer vorstellen, in denen auch nicht alles mit rechten Dingen vorgeht: Magie hinter den sieben Bergen erzählt in neun düsteren, märchenhaften Abenteuern im Lauf eines einzigen Jahres im Leben von Helena Weide, ihres Zeichens Hexe und Magieberaterin.)

Schützenswerte Investitionen

Dunkelblau-metallic-farbener Fahrradhelm.
Nein, das ist keine ultramoderne Wassermelone.

Als halbe Niederländerin (eigentlich zwei Drittel Niederländerin, darum gibt es von mir auch soviel ^^ ) hege ich ja eine traditionelle Verachtung für Fahrradhelme. Kein Wunder, in einem Land, das komplett platt ist und in dem alle anderen Verkehrsgegnerteilnehmer auch nur mit zwei Rädern und ein wenig Blech bewaffnet sind.

Jetzt lebe ich allerdings nicht in den Niederlanden, sondern in einer Gegend mit minimal mehr Steigung. Und vor allem Gefälle! Steigungen kann man ja hinaufschieben, aber wer ein Gefälle nicht wild juchzend mit weit von sich gestreckten Beinen hinabrast (und innerlich betet, dass der Blödsinn nur ja nicht schiefgehen möge), gibt sich selbst der Lächerlichkeit preis.

Lange habe ich gehadert. Soll ich? Soll ich nicht? Eigentlich ist es ja unter meiner Würde … andererseits: Ich bin nicht hübsch. Und tanzen kann ich auch nicht. Mein Kopf (also das, was drin ist) ist mein schützenswertestes Kapital. Und deswegen trage ich jetzt beim Fahrradfahren artig Helm. Sogar ganz innovativ mit Rücklicht!

Deswegen ist es dann auch nicht schlimm, dass die Farbe etwas dunkler ausgefallen ist.

(Eigentlich wollte ich ja einen rosa Helm, aber der hätte sich mit meiner Gesichtsfarbe gebissen. Schließlich ist Radfahren, wenn man es so wie ich betreibt, nicht nur Fortbewegung, sondern auch Selbstverteidigung und Sport!)

Nachbetrachtung: Bookline (oder auch: Warum mache ich das überhaupt?)

Wie ihr vielleicht an der einen oder anderen Stelle von mir dezent angedeutet bekommen habt (HUST), war letzte Woche die Bookline, liebevoll organisiert vom Alea Libris Verlag. Eine weitere digitale Buchmesse/Buchveranstaltung, die sehr viel Spaß gemacht hat, und an der ich als Mitglied des Nornennetzes teilnehmen und eigenes Programm anbieten durfte.

Vielleicht habe ich an der einen oder anderen Stelle schon erwähnt, dass ich keine besondere Bühnenpräsenz habe. Ja, das kann man lernen und üben, aber weder zum Lernen noch zum Üben nehme ich mir so richtig die Zeit. Scheint auf meiner Prioritätenliste nicht besonders weit oben zu rangieren.

Trotzdem könnte es gelegentlich vorkommen, dass Leute denken, ich könnte etwas Interessantes oder Wichtiges zu sagen haben – oder sie müssen möglicherweise einen Programmslot füllen und alle Leute mit Charisma haben Schnupfen.

Um auf diesen heroischen Moment vorbereitet zu sein, werfe ich mich bei Gelegenheiten wie der Bookline auf kleine Punkte, an denen noch nicht viel schiefgehen kann. (Außer der Technik.) Deswegen habe ich also eine Fragerunde veranstaltet (Q & A – Danke an Anne Zandt für die Moderation!), eine Lesung gehalten und mit der sehr viel begnadeteren Stella Delaney am Samstag Abend über literarische Kurzformate in der Phantastik gesprochen. Diesen Talk werden wir, falls die Technik mitspielt, bei Gelegenheit noch auf YouTube zur Verfügung stellen, aber wann das sein wird, kann ich nicht genau sagen.

Eine weitere Methode, solche Dinge zu üben, wären natürlich Videos und Livestreams. Hatte ich irgendwann auch mal angedroht, aber bis jetzt bin ich nicht dazu gekommen. Jedoch bleibt es spannend, ich habe Dinge vor! ^^

Letzter Bookline-Post! „Phantastische Häppchen“, der Talk!

Links diverse Pralinen auf dunklem Hintergrund, dazu Schrift: Phantastische Häppchen - Kurzgeschichten, Novellen, Heftromane - und mehr, serviert von Diandra Linnemann und Stella Delaney, Samstag, 29.05.2021, 18:00 h - 19:00 h, Bookline (beim Nornennetz, auf Discord).

Es wäre ja soviel klüger gewesen, alles koordiniert in einen einzigen Post als Programm zu schreiben. Aber ihr kennt mich – so bin ich nicht.

Es ist Samstag, das Wetter ist etwas milder gestimmt als in den letzten Tagen und man könnte wahrscheinlich rein theoretisch den ganzen Abend mit einem Erfrischungsgetränk auf dem Balkon herumlungern. Oder ihr kommt zu Discord (LINK) auf den Bookline-Server und hört euch an, was die kluge, wortgewandte Stella und ich euch über verschiedene Kurzformen der Literatur erzählen, die völlig zu Unrecht nicht ausreichend beachtet werden. (Und ich schwöre, bis zum Termin habe ich alle meinen Informationen und Notizen zusammen.)

Spontane Lesung! Heute Abend!

Sommerlich gefärbter Hintergrund. Oben rechts Buchcover von "Magie hinter den sieben Bergen" mit jungem Mann und leuchtendem Pentagram. Links daneben Autorinnenlogo "Diandra Linnemann" mit den Initialen überlappend und einer Drachen-Silhouette. Unten die Information: Bookline, Freitag, 28.05.2021, 18:00 h - 19:00 h: LESUNG

Wenn ich niemandem davon erzähle, muss ich mich auch nicht wundern, wenn niemand kommt, nicht wahr?

Die BOOKLINE ist eine digitale Ersatz-Messe, da wir ja keine LBM haben. Sie findet auf Discord statt – das ist eine SoMe-Plattform, auf der man sich aussuchen kann, welchen „Servern“ (sowas wie Gruppen) man beitreten kann. Dort gibt es dann Chat-Kanäle sowie Sprach- und Video-Kanäle. Eigentlich nichts Aufregendes und leicht zu bedienen, wenn man es einmal kennt.

Denn Einladungslink zur Bookline findet ihr z.B. hier: LINK. Dort tretet ihr dem Server bei und folgt den Anweisungen auf dem Bildschirm. Das ist alles!

Und zur Belohnung kriegt ihr dann von mir vorgelesen, möglicherweise eine Stelle mit schönem Wetter (hat schon eine Stelle mit gar nicht schönem Wetter im Kopf) oder mit Reisen (das könnte tatsächlich vorkommen), und wenn dann noch Zeit ist, beantworte ich ein paar Fragen oder schneide Grimassen oder so.

Das klingt unter den aktuellen Bedingungen doch nach akzeptabler Freitag-Abend-Unterhaltung, oder?

Die BOOKLINE ist unsere LIFELINE!

Grauer Hintergrund, oben links groß Q/A, rechts daneben, etwas weiter unten, ein verschlungenes D und L mit einer Drachen-Silhouette, darunter der Name "Diandra Linnemann". Dann der Text: Fragt mich alles! - und zwar auf der BOOKLINE! Dienstag, 25.05.2021, 18:00 h - 19:00 h, stehe ich euch beim Nornennetz Rede und Antwort!
Ultraspontane Ankündigung.

Diese Woche findet, in Ermangelung einer ordentlichen Leipziger Buchmesse oder ähnlicher Vergnügungen, auf Discord die BOOKLINE statt. Um euch als Besucher zu tummeln, könnt ihr diesen Link verwenden: LINK. Folgt einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm, dann kann gar nichts schiefgehen.

Und wenn ihr schon da seid, könnt ihr mich gleich bei mehreren Gelegenheiten am Stand des Nornennetzes bewundern (meine Finger haben automatisch „verwundern“ getippt, und auch das wird wahrscheinlich passieren). Heute Abend (Dienstag!) beantworte ich zwischen 18:00 h und 19:00 h alle Fragen, die euch einfallen – und wenn euch keine Fragen einfallen, verbreite ich spontan einfach kleine Kuriositäten. Weglaufen kann ich nicht, weil ich versprochen habe, da zu sein.

Außerdem lese ich am Freitag Abend um 18:00 h aus Magie hinter den sieben Bergen: Sommer vor, ebenfalls eine ganze Stunde, ebenfalls ohne Ersatzplan. Das ist das schöne, wenn man jahreszeitlich schreibt: Man muss nie überlegen, wann man was vorliest. Wenn am Ende etwas Zeit ist, gibt es vielleicht noch ein kleines Zweitschmankerl, muss ich mal gucken.

Und am Samstag geht es endlich zu wie bei Profis, wenn die wunderbare, kamera-affine und vortragserprobte Stella Delaney mit mir über verschiedene Kurzformate (nicht nur) in der Phantastik redet. Allein für ihren Beitrag lohnt sich das schon, das ist gewiss!

Auch sonst hat die Bookline eine Menge zu bieten: Lesungen, Buchvorstellungen, Verlagsgeplauder und überhaupt. Warum schaut ihr nicht einfach mal vorbei? Und keine Bange, Discord ist wirklich ganz einfach. Ich habe es schließlich auch gelernt. ^^

Es kommt und geht und kommt und geht …

Schwarzer Hintergrund. Favor in einer Kurve, die die Form des liegenden Buchstaben S hat, die verschiedenen Mondphasen, von "nicht sichtbar" über "kaum sichtbar" und "immer sichtbarer" bis "Vollmond".
Foto von Mason Kimbarovsky, gefunden auf Unsplash

Manchmal blogge ich wie so eine irre Hilde, dann verschluckt das Leben mich und spuckt mich (gefühlt) einmal über den Ozean.

Habt ihr mich vermisst?

Hoffentlich nicht – hoffentlich war euer Leben so spannend, dass mein temporäres Ausbleiben gar nicht bemerkt wurde.

Ich war natürlich mit Band 4 von „Gruftgeflüster“ zugange, das den Titel „Erdbeerblut“ trägt, bin gewandert und habe Ideen für die nächsten Bände gesammelt. Außerdem musste gekocht und gebacken werden (einfach nur so, ich esse gerne) und ich wollte auch ein wenig auf dem Sofa faulenzen. Das ist natürlich zu kurz gekommen. ^^

Mal schauen, wie regelmäßig ich demnächst wieder aufschlage.

Niksen!!!

Bis zum Horizont nur Sand, vertrocknetes Gras. Der Himmel selbst ist sehr hell blau mit wenigen Wolken.
Foto von Simon Maisch, gefunden auf Unsplash

Manchmal stimmt das Timing einfach nicht. Beispielsweise hätte es letztes Jahr eigentlich einen neuen Trend geben sollen: Niksen! In der Tradition von Hygge ist das, wenn man Blogs und Büchern glauben will, eine niederländische Lebensart, bei der man ab und zu bewusst nikst, also „nichts tut“. Das ist gut für Körper und Seele, macht kreativer und produktiver und verhilft uns zu einem besseren Leben. Und das Schönste: Es kostet nichts!

Tja, und dann kam Corona. Da haben alle „Niks“ gemacht, meistens unfreiwillig, und es war eher besorgniserregend als entspannend. Und eigentlich ist das schade, denn in unserer produktivitätsgescheuchten Gesellschaft könnte Niksen den meisten Leuten ab und zu wirklich gut tun.

Ich habe neulich, ja, ein Buch übers Niksen gelesen. Welches, das könnt ihr hier nachschlagen. Obwohl ich eigentlich schon ziemlich gut bin im Nichtstun. Ab und zu nehme ich mir einfach etwas Nettes zu Lesen mit auf den Balkon, und dann tue ich einen halben Tag lang nichts. Denn beim Nichtstun geht es nicht darum, nur zu sitzen und dumpf zu starren (obwohl das auch darf), sondern um Entspannung und darum, bewusst unproduktiv zu sein.

Ich meine, schaut euch doch mal um. Sobald jemand etwas kann, wird ihm*ihr eingeredet, man müsse so ein Talent doch unbedingt monetarisieren. Und wenn man etwas macht, was man nicht so gut kann, heißt es oft: Lass das lieber bleiben, du verschwendest deine Zeit. Etwas nur zum Vergnügen zu machen – das ist verpönt. Dabei singe ich wirklich gerne ziemlich schlecht, und auch wenn mein Ukulele-Spiel eher unspektakulär ist, bringt es mir große Freude.

Ja, ich bin ein großer Freund vom Niksen. Und deswegen gehe ich heute auch und tue genau das – nämlich nichts.