Wie funktioniert so ein Schreibgehirn?

(Spoiler: Nicht besonders gut! ^^ )

Eine Frage, die ich heiß und innig hasse: Woher nimmst du deine Ideen?

ICH WEISS ES NICHT!!!

Die sind halt einfach da. Manche sind gut, manche nicht. Oft reicht es, eine Winzigkeit im Alltag zu verändern und alle Folgen, die sich daraus ergeben, konsequent weiterzudenken und zu übertreiben, bis am Ende alle tot sind.

Ein Beispiel: Der Mann mag alles, was bunte Lichter hat – wie so eine Techno-Elster. Heute morgen hab ich ihm Werbung für eine bestimmte Art KI-gesteuerter bunter Lampe gezeigt, und er war sofort begeistert.

Er: „Oh, so eine will ich! Die können passend zur Musik die Farbe wechseln und Sonnenaufgänge simulieren!“

Ich: „Gut. Wir stellen einfach eine in jede Ecke des Raumes und sterben dann an epileptischen Anfällen, wenn die KI böse wird und uns gezielt mit Blinkmustern umbringt. Die Katzen überleben, weil sie uns fressen, und erben alles. Allerdings können sie die Stromrechnung nicht bezahlen und kommen in den Knast. Mara wird Knast-Mafia-Boss und Kurt ihr Leibwächter, sie übernehmen den Laden, stürzen die Regierung und rufen eine Katzokratie aus, in der Menschen danach beurteilt werden, wie gut sie sich als Katzensklave machen – Friede, Freude, Eierkuchen!“

Er: „Das ist unrealistisch, Kurt und Mara können einander aktuell nicht leiden.“

Ich: „Zweckgemeinschaft!“

Ich schwör, das war das eine, was er unrealistisch fand. Und wenn ich ordentlich zeichnen könnte, würde ich euch jetzt „Knastkatzen“ servieren.

Ich bin zwar auf allen Hochzeiten, aber ich tanze nicht!

Meine Freund*innen können das bestätigen. ^^

Manche Leute finden es bewundernswert, wie ich alle möglichen SoMe-Profile bespiele – ob ich einen Plan hätte? (Pause für Gelächter.)

Nein, ich habe keinen Plan. Aber ich habe so etwas wie Gewohnheiten, und wer möglichst viel von mir mitkriegen will, tut gut daran, auf die verschiedenen Plattformen zu gucken.

Das Wichtigste vorab: Bei TwitterX bin ich schon lange nicht mehr, denn ich bin ein anständiger Mensch. Oder ich versuche es wenigstens.

Bei Facebook teile ich Bücher, Informationen, kurze Anekdoten etc.

Bei Instagram gibt es Bilder von allem – unter anderem von Katzen, Häkelzeug, Wanderungen, Essen und Büchern.

Threads und Bluesky teilen sich die Nische, in der vorher Twitter saß. Threads ist lebhafter, Bluesky freundlicher (oder ist das nur bei mir so?). Dort schreibe ich kurze Dinge, die mir einfallen, selten über Schreiben und Bücher, mehr über Alltag und Politik und Kram.

Hier bin ich immer dann, wenn ich einen längeren Gedanken habe. (Es ist total lächerlich, hier den Link zu meiner Homepage einzufügen, aber Ordnung muss sein. Da streite ich nicht mit meinem Gehirn.)

Und es gibt noch Patreon, wo man mir über die Schulter gucken kann, während ich an meinen Geschichten arbeite. Quasi „Blog Supreme“, mit gelegentlichen Kurzgeschichten und Hörschnipseln und so.

Wer das alles im Auge hat, hat einen semirealistischen Eindruck davon, wie ich als Person bin. Nur die großen Schimpfwörter, die gibt es höchstens live und in Person.

Terminorientiertes Arbeiten

Ein weißes Blatt ist in eine altmodische Schreibmaschine eingespannt. Nahaufnahme. Große Schrift: "Deadline".
Foto von Markus Winkler, gefunden auf Unsplash.

Manche Leute haben all ihre Projekte, Aufgaben und Pläne schön liebevoll sortiert. Die können parallel mehrere Sachen bearbeiten und wissen immer genau, was als nächstes kommt. Das stelle ich mir sehr entspannt vor.

Bei mir sieht das eher so aus: Mein Kalender enthält eine Liste von Aufgaben mit Deadlines. Einige sind Schreibaufgaben, andere organisatorischer Kram. Und die arbeite ich in der Reihenfolge ab, wie die Deadline sich nähert. Es ist auch egal, wie lange im Voraus ich weiß, was gemacht werden muss – fertig werde ich üblicherweise auf den letzten Drücker.

Letzte Woche war es erst wieder so.

Seit Mooooonaten weiß ich, dass wir von der lokalen BVJA-Gruppe Geschichten für die nächste BonnTastik-Ausgabe sammeln. Ich will auch unbedingt mitmachen. Die Bilder, zu denen wir schreiben (vom Bonner Künstler Martin Welzel) sind schon lange zur Verfügung gestellt worden, die Organisation läuft hervorragend. Viele Schreibende haben früh ihre Bilder ausgesucht und angefangen zu schreiben, tauschen sich auch aus.

Ich gucke immer mal wieder in die Galerie, aber es ist noch viel anderes zu tun, das erst fertig werden muss. Beispielsweise war am 06.06. eine Lesung, über die ich euch noch an anderer Stelle erzähle. Auf jeden Fall finde ich erst am 05.06. das Bild, zu dem ich schreiben will. Deadline ist der zehnte. Am 07.06. lege ich los. Schreiben, denken, planen, mehr schreiben, überarbeiten. Liegen lassen. Noch einmal draufschauen. Story ändern, weil sie in eine andere Richtung gewachsen ist. Letztes Mal draufschauen. Abgabe am 09.06., weil ich schon ahne, dass der Montag (der zehnte) voll mit Terminen und Aufgaben ist und ich Abends wahrscheinlich so müde bin, dass ich alles andere vergesse.

Als nächstes steht eine Überraschung an, die ich bastle. Ich bin nicht gut im Basteln, aber bis nächste Woche soll sie fertig sein. Also ist diese Woche nur für Fummeln und Fluchen blockiert. Und danach … wenn keine andere spannende Deadline auftaucht … stürze ich mich wieder voll auf Band 2 der Schattenfall-Serie. Der soll ja auch bis Oktober fertig sein, wird also höchste Zeit. ^^

Bist du eher Typ „Aaaah, die Deadline!“ oder eher so richtig erwachsen und organisiert?

Werbeversprechen

Eine Wolke goldglänzenden Glitters in warmem Licht.
Foto von Luke Besley, gefunden auf Unsplash

Du kennst doch diese Frauenmagazine?

Da kleben manchmal so kleine Pröbchen von allem möglichen drin. Außer von Käse (und ich prangere das an!)

Auf jeden Fall sammle ich die und verwende die ab und zu auch mal, damit nichts verschwendet wird.

Gestern hab ich wieder mal so ein Pröbchen aufgemacht, irgendein Vitaminserum-Creme-Gedöns für reife Haut. Und etwas später fiel mir auf, dass meine Hände glitzern.

Ich war natürlich erst einmal verwirrt. Hatte ich ein Einhorn gestreichelt oder mich illegal einem Basteltisch genähert? Nee, das musste die Creme sein.

Der Mann hat natürlich zuerst gespottet, ich würde mich in einen von diesen „Twilight“-Vampiren verwandeln.

Nachdem ich ihn NICHT getötet hatte, habe ich ihm erklärt, dass Cremes für reife Haut oft winzige reflektierende Partikel enthalten. Die sorgen dafür, dass weniger Schatten in den Falten liegen, also sehen die Falten flacher aus. Die gaukeln einem also vor, dass sie die Falten reduziert hätten, ohne dass sie wirklich etwas Sinnvolles für die Haut tun.

(Ob man jetzt unbedingt faltenfrei werden muss, ist eine ganz andere Frage.)

Daraus ergab sich eine längere Diskussion darüber, ob das irreführende Werbeversprechen wären, mit einem Abstecher in die Tiefen des furchtbaren Marketingsprechs. Da gibt es einige Dinge, die einen Nachts nicht schlafen lassen. Wie die Seitenbacher-Werbung. Werbung von Seitenbacher. Hmm, Seitenbacherwerbung! (Sorry!)

Auf jeden Fall kann ich dir versprechen, dass meine Bücher nichts gegen Falten tun. Aber sie verstärken die Lachfalten, und das ist doch das nächstbeste, was man erreichen kann.

(PS: Wer live lachen möchte, kommt am besten morgen Abend, also am 06.06.2024, um 19:00 h in die Ellesdorfer Straße 52 in Bonn, dort lese ich aus „Willkommen in Schattenfall“, bringe die Neuauflage des Buches mit und signiere auch sonst fast alles, was man mir unter die Nase hält.)

Noch 90 Tage!!!

Nein, nicht bis zum nächsten Buch.

CN Gewicht, Fatshaming, Krankheit, Covid

Noch 90 Tage bis zu meinem nächsten Hindernislauf. Das wird dann mein dritter. Und ich hab zwischendurch auch überlegt, ob ich den überhaupt machen will – ich weiß ja, dass ich es kann, also wozu?

Diesmal nehme ich in erster Linie teil, um anderen zu beweisen, dass ich das kann. Denn immer mal wieder, wenn es im Gespräch aufkommt, dass ich an Hindernisläufen teilgenommen habe, kriege ich diesen ungläubigen Blick: DIE glaubt, sie kommt über die Hindernisse???

Ich versteh das, wirklich. Ich meine, ich bin über 40. Und ich bin übergewichtig. Weiß doch jeder, dass wir Dicken nur auf dem Sofa sitzen und Bonbons essen.

Bei meinem ersten Hindernislauf 2018(?) war ich in guter Form, für meine Verhältnisse. Danach hatte ich einige langweilige gesundheitliche Probleme, nahm eine Menge Gewicht zu – und lief den nächsten Hindernislauf. Natürlich war ich langsamer, aber ich hab’s getan. Ein Hindernis habe ich wegen Höhenangst am Ende ausgelassen, weil ich mental durch war, aber körperlich war ich in der Lage, den Kurs zu beenden.

Seitdem arbeite ich an meiner Gesundheit. Das war schwierig, weil sie eine neue lustige Krankheit bei mir gefunden haben, die langfristig dazu führen könnte, dass ich nicht mehr gut laufen kann. Außerdem bin ich letztes Jahr zweimal gestürzt, strategisch ungünstig im Zeitplan verpeilt, und konnte das Jahr über de facto kein Lauftraining machen.

Laufen ist wichtig für mich, vor allem für meinen Kopf. Wer mich kennt, wird bestätigen: Ich bin erträglicher, wenn ich regelmäßig laufe.

Auf jeden Fall bin ich letztes Jahr dann viel mit dem Rad gefahren und zu Fuß gegangen, und sobald meine Knie es wieder erlaubten, bin ich gelaufen.

Dann hatte ich Covid, was ja irgendwann mal kommen musste.

Und als das vorbei war, bin ich wieder ins Training eingestiegen. Am Sonntag steht mein erster 10-Kilometer-Trainingslauf auf dem Programm. Ich werde voraussichtlich sehr, sehr langsam sein, doch das ist okay.

Die ganze Zeit über bin ich mit einer Kollegin zweimal pro Woche ins Fitness-Studio gegangen. Niemand, wirklich NIEMAND kann behaupten, dass ich mich wenig bewege oder keinen Sport treibe.

Weil ich aber auch gerne esse und gern und gut koche und backe, sieht man das nicht. Ich bin keine von diesen zähen Frauen mittleren Alters. Ich bin squishy. Und während ich daran arbeite, das zu ändern, weil ich weiß, dass die Dinge, die zu Übergewicht führen, auch zu anderen Gesundheitsproblemen führen (und wegen der Vielleicht-irgendwann-nicht-mehr-gut-laufen-Können-Sache), ist es nicht schlimm, dick zu sein. Es ist kein Zeichen dafür, dass ich faul oder undiszipliniert oder ein moralisch schlechter Mensch wäre. Ich meine, ich habe neben einem Brotjob in den letzten 12 Jahren 24 Bücher geschrieben, führe eine Art Haushalt und habe ein Leben. Ich bin sozusagen eine …

Und weil es Leute in meinem Umfeld gibt, die sich das beim besten Willen nicht vorstellen können, werde ich am 31.08.2024 zum dritten Mal an einem Hindernislauf teilnehmen. Weil ich es kann, und weil diese Leute nicht glauben, dass ich es kann.

Ist vielleicht nicht die beste Motivation, aber ich nehm, was ich kriegen kann. ^^

LESUNG (ich bin ja so aufgeregt!)

Ja, gut, ich hab schon gelesen. Gelegentlich sogar laut, vor Publikum und gar nicht mal sooo schlecht.

Jetzt habe ich demnächst meine erste eigene Nur-Ich-Lesung. Also, da bin ich nicht Teil des Programmes neben lauter anderen tollen Autor*innen … ich BIN das Programm. Und ich bin, zugegeben, ein wenig nervös. Wie fülle ich denn 90 Minuten? Was erzähle ich denn da? Werden überhaupt Leute kommen?

Auf jeden Fall hier die Info: Am 06.06.2024 ab 19:00 h lese ich im Quartiersmanagement Lannesdorf/Mehlem, Adresse: Ellesdorfer Straße 52, 53179 Bonn.

Gelesen wird aus „Willkommen in Schattenfall“. Und wenn es gut funktioniert, mache ich das danach vielleicht öfter.

Falls du also Anfang Juni in Bonn bist und Lust auf eine phantastische, spannende, lustige Lesung über ein Dorf voller verschrobener Gestalten und Geheimnisse hast, komm vorbei! Natürlich wird es auch Bücher zu kaufen geben, oder du kannst Dinge zum Signieren mitbringen. Ich unterschreibe fast alles. ^^

Es ist nicht, wonach es aussieht!

„Du bist beim Wandern ziemlich leichtfertig.“ Das kam so von einer Freundin, nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich einfach eine Flasche Wasser in meinen Alltagsrucksack geworfen hatte, um spontan wandern zu gehen.

Leichtfertig?

Vielleicht.

Nach ein wenig Hin und Her kamen wir darauf, dass man sich ja ordentlich vorbereiten müsse, wenn man wandern geht, weil lauter unerwartete Dinge passieren könnten. Und mit der Alltagstasche sei man einfach nicht ausreichend vorbereitet.

Jetzt muss ich natürlich widersprechen. Meine aktuelle Alltagstasche ist ein reflektierender Rucksack (damit ich auf dem Fahrrad gesehen werde, ehe man mich ummäht). Er enthält zu jeder Tageszeit Pflaster, Blasenpflaster, Schmerzmittel, Sekundenkleber (kann man im Notfall verwenden, um Wunden zu schließen), ein Taschenmesser, Pinzette und Co, Taschentücher, eine Sonnenbrille, Feuchttücher, Desinfektionsmittel, eine FFP2-Maske … und natürlich so Kleinkram wie Visitenkarten, Hustenbonbons, ein Portemonnaie und Brillenputztücher. In den Sommermonaten sind auch eine Tube Sonnencreme und ein Insektenstichkühlgel enthalten. Wenn ich da noch eine Flasche Wasser und für lange Wanderungen eine Handvoll Proviant reinwerfe, bin ich eigentlich gut vorbereitet. Wenn das Wetter unbeständig aussieht, stecke ich eine Regenjacke ein und für längere Touren einen externen Akku für mein Telefon. Das einzige, was dem Mann zufolge fehlt, ist eine Taschenlampe. Okay, und vielleicht eine Papierkarte für den Fall, dass mein Telefon von Außerirdischen entführt wird.

Der Blick in meine Tasche hat meine Freundin ein wenig beruhigt. Jetzt findet sie, ich bin im Alltag hoffnungslos überpackt. Aber ich weiß doch nie, wann ich spontan ins nächste Abenteuer falle!

(Große Worte für eine Frau, die in den letzten 24 Stunden die Wohnung nicht verlassen hat.)

Wie ist das bei dir? Bist du über- oder unterpackt? Was hast du Merkwürdiges in der Tasche, „für den Fall“? Und was sollte ich unbedingt noch einpacken, um wirklich auf ALLES vorbereitet zu sein?

EXTRABLATT! EXTRABLATT!

Marketing ist kacke.

Da, ich hab es gesagt.

Ich mag nicht marketen. Ich mag auch nicht bemarketed werden. Und wer hat Schuld daran? Ausnahmsweise einmal NICHT unser IT-Fachmann im Büro … sondern all die Knallhunzen, die einem konstant erklären, wie Marketing so richtig toll erfolgreich sei, und woran man das misst.

Ein Beispiel: Diese Woche habe ich einen E-Mail von einer Firma bekommen, bei der ich ein Ticket für ein Event gebucht habe. Die Betreffzeile lautete: „Wichtige Information zu deinem Event!“ – und was stand drin? „Deine Freunde und Kollegen können über diesen Link günstig auch Tickets kaufen!“

Joah, meine Lieben, das sind explizit NICHT „wichtige Informationen zu [meinem] Event“.

Das ist Werbung, und zwar die lästigste und ärgerlichste Variante. Sie belügt mich, spielt sich als wichtig auf und stiehlt mir meine Zeit.

Diesmal war ich so genervt, dass ich dem Anbieter eine entsprechende Mail zurückgeschrieben habe. Tenor: Macht das nicht wieder. Bislang sind sie mir die Antwort darauf schuldig geblieben. Merkwürdig, dabei habe ich den gleichen Betreff verwendet!

Okay, aber jetzt sind die Leute, die diesen Newsletter geschrieben haben, ja nicht dumm. Sie versuchen, einen wichtigen Marketing-Meilenstein zu optimieren: Die Klickrate – wie viele Leute öffnen diesen Newsletter tatsächlich? Und bei dem Betreff, rate ich mal, geht die Klickrate durch die Decke.

Was nicht durch die Decke geht – die Kundenzufriedenheit. Auch ein wichtiger Punkt, aber schwieriger zu messen. (Bis die Maschinen unsere Gedanken lesen.)

Gerade im Bereich „Marketing“ gibt es etliche solcher Indikatoren und „Tricks of the trade“: Abkürzungen, wie man sein eigenes Marketing „hackt“ und damit viele Kunden gewinnt, langfristig an sich bindet und dadurch reich und berühmt wird. Beinahe so, als sei Marketing ein Selbstzweck und nicht etwas, was man verwendet, um sein eigenes Produkt zu verkaufen.

Auch als Autorin mache ich so etwas nicht gerne. Ich habe keine ausgefeilte Online-Persönlichkeit, pflege meine „Marke“ nicht mit ausgeklügelten SoMe-Strategien und poste meist querfeldein, wie es mir gerade einfällt. Und das ist KEINE GUTE STRATEGIE, weiß ich selbst. Mein Newsletter kommt in unregelmäßigen Abständen und oft gar nicht oder zu spät, weil ich im Rahmen von Vorbereitungen und Aktionen einfach vergesse, dass das Ding auch noch geschrieben werden könnte.

ABER.

Es ist mir tausendmal lieber, ihr redet von mir als „Die verstreute Suse mit den Katzen und den tollen Büchern, bei der man nie weiß, was sie gerade treibt“, als dass ich „Die Werbeschleuder, die auch Bücher macht“ werde. Wenn ich also keine tollen Klickraten und Interaktionszahlen habe, ist das okay. Hauptsache, wir haben hier alle unseren Spaß.

Und falls euch all das nicht abgeschreckt (fast hätte ich „abgeschleckt“ geschrieben!) hat, könnt ihr hier immer noch meinen Newsletter abonnieren. Vielleicht finde ich irgendwann eine Strategie, bei der alle Seiten gewinnen.

Deutschland sucht das Supercover

Es gibt ja immer so Cover-Trends. Und weißt du, was das bei mir auslöst? Ich kann die Bücher nicht mehr auseinanderhalten.

ALLE Bücher mit Pastell-Aquarell-Effekt und mutiger Schreibschrift sind ein Buch.

ALLE Bücher mit Scherenschnitt sind ein Buch.

ALLE Bücher mit dunklem Cover und botanischen Details sind ein Buch.

Klar, es gibt Genreconventionen und ein gutes Cover hilft, dass man ein Buch direkt einschätzen kann, aber … übertreiben die nicht ein wenig?

Ich sitz dann hier und denke mir: Ich habe ein Buch geschrieben, von dem ich hoffe, dass es sich ein wenig vom Einheitsbrei abhebt. Meine Geschichten sind keine Bestseller, keine Crowd-Pleaser, die verkaufen sich nicht wie warme Semmeln. Warum sollte ich sie in „COVER VORLAGE 23B“ packen, damit sie genau aussehen wie alle anderen Bücher? Würde das die Verkäufe ankurbeln? Oder wären die Leute enttäuscht, wenn sie nicht „GESCHICHTE ZUR COVER VORLAGE 23B“ kriegen, sondern so etwas seltsames mit Gänsen und Kürbissen und vielleicht dem einen oder anderen Tentakel?

Ich weiß es doch auch nicht!

Erschwerend kommt hinzu – der Covertrend, dem man jetzt hinterherjagt, ist in einem Jahr schon dreimal Geschichte. Hast du bestimmt beim Blick ins Bücherregal auch schon festgestellt. Bei manchen Büchern kann man am Cover ziemlich genau sagen, aus welcher Ära sie kommen … und das muss nichts Schlechtes sein. Aber manche Autor*innen, die ich kenne, versenken Unmengen an Zeit darein, ihre Bücher spätestens alle zwei Jahre dem Markt anzupassen. Manchmal wird mit dem Cover auch der Titel direkt geändert. Und klar, das geht heutzutage leichter, auch dank Selfpublishing. Nur … das sind fertige Bücher. Die Welt dreht sich weiter. Es wird neue Bücher geben, auf die man neue Cover packen kann.

Ehrlich gesagt, ich habe schon eine Weile kein Buchcover mehr gesehen, dass diesen WOW-Effekt auf mich hat. Eines, bei dem ich das Buch unbedingt lesen will und das mir im Gedächtnis geblieben ist.

Wie ist das bei dir? Hast du ein aktuelles Lieblingscover?

Scheibenwelt-Lesechallenge – kurze Unterbrechung

Hatte ich dir schon von meiner Lesechallenge dieses Jahr erzählt? Ich möchte alle Scheibenwelt-Romane in chronologischer Reihenfolge lesen. Das sind 41 Stück, wenn ich mich richtig erinnere, und bis jetzt bin ich ganz gut dabei. Liegt natürlich auch daran, dass ich eine Woche im Urlaub war. Hatte ich dir davon schon ausgiebig erzählt? Ich fürchte fast, nicht. Wie dem auch sei, gerade muss die Challenge pausieren – ich habe ein Buch bekommen, in dem zwanzig Seiten fehlen, und mich dünkt, da war plotrelevante Information enthalten.

Solche Dinge passieren also sogar bei großen Verlagen und wichtigen Autor*innen.

Das da ist die Edition, die ich gerade sammle. Wirklich schöne Hardcover mit hübschen Coverillustrationen. Einige kriegt man gerade nur zu absurd überhöhten Preisen, aber da ich nicht alle auf einmal kaufe, sondern immer nur die nächsten zwei bis drei Ausgaben, ist das überschaubar. Kleine Produktionsfehler stören mich auch nicht, schräge Seitenzuschnitte oder so etwas. Aber ich hätte schon gern das komplette Buch.

Der Verkäufer wird mir jetzt eine hoffentlich vollständige Ausgabe zuschicken, so lange beschäftige ich mich mit etwas anderem. Ist ja nicht so, als hätte ich hier keine Bücher liegen.

Bei „Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes“ gab es übrigens mal eine Beschwerde an den Verlag, da würden am Ende bestimmt Kapitel fehlen. Konnten wir aber nicht bestätigen. Offenbar war eine lesende Person darüber gestolpert, dass die Aushandlung der finalen Lösung „off stage“ stattfindet und nur zusammengefasst wird. Meine Verlegerin beim Chaospony Verlag hätte, als sie die Beschwerde bekam, fast zusätzlich noch einen Herzkasper gehabt.

Ist dir so etwas auch schon passiert? Was ist das merkwürdigste Fehlerexemplar, das du je gesehen hast?