
Hyundai i30 Coupé, 99PS. Was wollt ihr sonst noch wissen? ^^

Hyundai i30 Coupé, 99PS. Was wollt ihr sonst noch wissen? ^^
… ist nicht gut fürs Herz. Lässt sich aber leider manchmal offenbar nicht vermeiden.
Zu all den Katastrophen, die uns in letzter Zeit untergekommen sind – verbranntes Bein (meins), kaputtes Auto (unsers), kaputter Kleiderschrank (seins), kaputtes iPad (seins) – ist gestern auch noch Richards Kamera den Weg alles Irdischen gegangen. Man hat fast den Eindruck, alles, was er benutzt, geht kaputt.
Ich überlege, für ein paar Tage ins Wohnzimmer zu ziehen. Nur zur Sicherheit. ^^
Wenn man kreativ ist, hat man es total einfach, für Leute Geschenke zu machen. Nicht wahr?
Pustekuchen!! Dachte ich zumindest. Als schreibender Mensch, wie willst du da Leuten eine Freude machen? Das, was du machst, ist nicht bunt. Man kann es nicht an die Wand hängen oder ins Regal stellen – es sei denn, du bist schon veröffentlicht (oder sowas).
Glücklicherweise habe ich dann noch einmal ein wenig nachgedacht, und mir sind doch ein paar Dinge eingefallen, mit denen man Leuten eine geschriebene Freude machen kann:
Das sind einige Ideen, wie man auch als schreibender Mensch selbstgemachte Geschenke gestalten kann. Bestimmt gibt es auch noch andere Methoden, wie man Wörter schön präsentiert verschenken kann – was sind eure Lieblingsideen?
Disclaimer: Ich teile heute eklige Bilder mit euch auf der Suche nach Mitleid. Falls ihr sensibel seid, einfach nicht weiter scrollen, okay? Und keine Angst, ich bin eine kleine Drama Queen…
So, genug gewarnt. Wie einge von euch wissen, bin ich manchmal ein kleines Trampeltier. Vor allem morgens, wenn es schnell gehen muss. Und so ist es dann auch passiert. Denkt euch eine überfüllte und unaufgeräumte Küchenzeile mit Essenspaketen fürs Büro, ungespülten Tellern und – mitten drin – eine French Press mit kochend heißem Kaffee.
Klingt nach Desaster, nicht wahr?
Yepp, genau das ist mir am Dienstag passiert. Im Vorbeigehen bin ich mit der Strickjacke an der French Press hängengeblieben, und im nächsten Moment ergoss sich der bereits erwähnte kochend heiße Kaffee über mein Bein. Ich hab natüriich geschrien, als wolle Richard mich umbringen, mir den Pyjama vom Leib gerissen und bin unter die kalte Dusche gesprungen. Danach wurde Fenistil aufgetragen und alles weiter fürs Büro vorbereitet. Wird schon nicht so schlimm sein, dachte ich.
So dah mein Bein am Nachmittag in nämlichem Büro aus:
Viel rot, ein wenig abpellende Haut und Blasen, die so aussahen, als sei mein Bein geschmolzen.
Am nächsten Morgen bin ich dann doch lieber zum Arzt gegangen. Desinfektionsmittel, Verband – und der Rat, Ibuprofen zu nehmen, wenn es weh tut.
Ihr habt bestimmt auch schon Desinfektionsmittel i neine offene Wunde bekommen, nicht wahr? Yepp, das tut weh. Wiedervorstellung am Freitag morgen.
Genau das habe ich heute morgen dann auch gemacht. Der Verband war auf der Haut festgeklebt und musste mit Desinfektionsmittel eingeweicht und abgelöst werdne. Autsch! Und als er dann ab war, zeigte sich darunter das hier:
Jetzt bin ich also krankgeschrieben, mit der Auflage, das Bein möglichst nicht zu bewegen und zu trinken wie ein Weltmeister. Außerdem gab es Spritzen für Tetanus und Polio und Blutabnahme, um auf kritische Nierenwerte zu testen. (Bei Verbrennungen werden manchmal die Salz- und Proteinwerte kritisch hoch.) Allerdings habe ich noch Glück, wahrscheinlich verheilt alles ohne Narbenbildung.
Die arme Arzthelferin hat mehr gelitten als ich, als sie Verband und Haut abpellen musste. Und als dann die erste Vene beim Blutabnehmen nicht wollte, war es fast ganz vorbei. Zum Glück bin ich hart im Nehmen. ^^
So, jetzt wisst ihr’s. Niemals kochende Flüssigkeiten über die Haut gießen. Gar nicht hübsch. Ich mach es mir erst einmal mit Tee, Wasser und Kaffee auf dem Sofa bequem und bewege mich nicht mehr. Und das Gute daran: So hab ich wenigstens viel Zeit zum Schreiben!
Es begab sich also, dass ein kleines schwarzes Auto ein neues Zuhause fand bei liebevollen Eltern. Es erlebte eine ganze Reihe von Abenteuern und sah die ganze Welt. Oder zumindest kam es dem kleinen Auto so vor. Es fuhr nach Leipzig, nach Amsterdam und Berlin.
Leider sind die guten Dinge nicht von Dauer. Und darum hat sich unser Auto jetzt offenbar in einen Kürbis verwandelt. So ein Mist aber auch.
Die meisten Leute leben hektisch. Wie soll man sich da Zeit für die tägliche Andacht nehmen? Das dachte ich auch lange, und meine Andachtsecke (mein „Altar“) verschwand unter Staubmäusen von der Größe Alaskas, Büchern, Kisten und Kram.
Jetzt sieht sie wieder so aus. Wenn ich mir regelmäßig Zeit für mich selber nehme, geht es mir besser UND ich in produktiver. Vom Seelenheil einmal ganz zu schweigen.
Außerdem kommen mir in stiller Zwiesprache häufig gute Ideen. ^^
So sah das Ende eines tollen Abends aus. Der Dienstag Nachmittag verging mit Warten und Proben, dann gab es einen Sektempfang, und dann konnten etwa zweihundert Zuschauer sehen und hören, was professionelle Künstler aus den Gewinnertexten gemacht hatten. Vorgelesen wurden – bis auf in den kürzesten Kategorien, SMS und Brief – Auszüge aus den Texten, die musikalisch kommentiert wurden.
Die spannendste Frage für mich war natürlich den ganzen Abend über, wer in die Grube auf der Bühne fallen würde. Glücklicherweise war das nur der Akkordeonspieler während der Proben, und noch besser – ihm ist nichts passiert. Ich fand es auch toll zu hören, wie jemand anders meinen Text liest, denn in meinem Kopf macht das natürlich alles Sinn. Im Nachhinein würde ich natürlich noch das eine oder andere verbessern, aber ich denke, insgesamt kann ich zufrieden sein.
Von der After-Show-Party entfernten wir uns dann allerdings recht schnell, denn wir waren doch ziemlich müde. Außerdem hatten wri ein großartiges Hostel in Friedrichshain, in das zurückzukehren es sich mehr als lohnte. (^v^)
(Ein weiterer Tag wurde mit Entspannen und Touristenaktivitäten gefüllt, aber das erspare ich euch mal. Ihr könnt euch Berlin im Januar bestimmt vorstellen: Brandenburger Tor, Fernsehturm, Regen, Nebel.)
Hier könnt ihr übrigens noch den Fernsehbericht des RBB im Archiv sehen. Ich weiß allerdings natürlich nicht, wie lange der Link funktioniert…
Man kann. Zumindest als Autor. Oder das ist wenigstens die Erfahrung, die ich gemacht habe. Erst heute morgen wieder. Oder vielmehr wurde ich überrascht von meinen Charakteren.
An Schreibwettbewerben teilzunehmen gehört zu meiner „Strategie“. Man könnte es auch als Fingerübung bezeichnen. Ich kriege die Gelegenheit, nach Vorgaben zu schreiben (Thema, Länge, Genre, Sprache, Abgabetermin) und bekomme im günstigsten Fall Feedback* für das, was ich geschrieben habe.
Regelmäßig passiert es mir dabei, dass ich mit einer bestimmten Idee an die Geschichte herangehe – und dann stellt es sich plötzlich heraus, dass meine Charaktere etwas ganz anderes im Sinn haben als das, was für sie geplant war. Bei Kurzgeschichten geschieht mir das häufiger, weil ich weniger Zeit mit ihnen verbringe – maximal eine Woche, oft nur wenige Stunden. Besonders freut mich, wenn sie nicht einfach demütig das Schicksal annehmen, das mein grausames Autorenhirn sich für sie überlegt hat. Nein, sie stehen einfach auf und tun das, was sie wollen. Und wenn ich klug bin, schaue ich ihnen dabei zu. Das sind am Ende die schönsten Geschichten.
* In seltenen Fällen gibt es auch materielles Feedback – das erste Geld, was ich mit einer Geschichte verdient habe, waren zwanzig kanadische Dollar, und wenn ich den Scheck eingelöst hätte, hätte ich noch draufzahlen müssen. Also steht er gerahmt in meinem Büro.
Nächste Woche sind wir also (bei) Federleicht in Berlin. Klingt das nicht hübsch? Hingebracht hat uns meine Geschichte „Der König und die Bäckerin“, die den dritten Platz in der Kategorie „Märchen“ belegt hat. Ist das nicht aufregend? Jetzt müssen wir nur vorher noch schnell unser Auto kurieren lassen, das stottert im Moment ein wenig (vor Aufregung?) und soll uns doch sicher einige hundert Kilometer tragen.
Nachdem der Pflicht-Teil an Korrekturen, die ich mir für heute vorgenommen hatte, endlich erledigt war, konnte ich endlich einen anderen Punkt auf meiner Liste abhaken: Den Nicht-Geburtstagskuchen für Richard!
Karrottenkuchen mit Marzipanpinguinen auf einem Berg aus Eiweißglasur-Schnee.
Einer der Pinguine im Detail. Für einen ersten Versuch finde ich das ganze gar nicht schlecht. Und morgen, das ist fest versprochen, kommen die letzten Korrekturen. Vielleicht kommt dieses Wochenende auch noch das Cover, dann bin ich am 01.01.2013 wirklich auf alle Schandtaten vorbereitet.