Weiße Vollkorn-Tomaten-Pizza

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Dass Richard unter der Woche weg ist, hat auch seine Vorteile. Beispielsweise kan nich kochen, was immer ich will. Wie zum Beispiel diese wunderbare Vollkornpizza mit einer weißen Sauce und frischen Tomatenscheiben.

PIZZATEIG:

250g Vollkorn-Weizenmehl

5g Salz

1 Päckchen Trockenhefe

1/2 Teelöffel Zucker

1/2 Teelöffel Olivenöl

125ml warmes Wasser

* Alles zu einem Teig mischen und etwa 30-60min gehen lassen, bis sich das Vollumen verdoppelt hat.

* Den Backofen auf 250°C (oder so hoch, wie geht) vorheizen.

* Teig möglichst dünn ausrollen und ein paar Minuten vorbacken.

 

BELAG

200g Kräuter-Frischkäse nach Wahl

1 Ei

1-2 Teelöffel Senf

Frische oder getrocknete Kräuter (ich hab Oregano und Basilikum verwendet)

2 Tomaten, in Scheiben

125g Mozzarella, gewürfelt

2 Teelöffel Parmesan und/oder fein gehackte Nüsse (optional)

* Frischkäse, Ei und Senf mit den Kräutern mischen und auf dem Pizzaboden verteilen.

* Tomatenscheiben gleichmäßig darauf verteilen.

* Mozzarella gleichmäßig verteilen.

* Optional: Mit Parmesan und/oder Nüssen bestreuen.

* Bei 200°C (175° Umluft) etwa 15min backen.

Bonner Benefizlauf – Beweisbilder

 

Heute fand der Bonner Benefizlauf statt, und alles in allem war es ein schönes Event. 500m-Runden, zugunsten des ambulanten Kinder-Hospiz-Dienst Bonn. Die Organisation war stimmig, Moderator und Atmosphäre gut. Wir waren nur da, um jeder unsere zehn Runden (also fünf Kilometer) zu laufen, und das haben wir dann auch getan. Nicht einmal das Wetter konnte uns die Stimmung verhageln.

So sah das anschließend aus:

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Das bin ich, rot und verschwitzt. Natürlich fiel uns erst am Auto ein, dass wir Beweisbilder brauchen. ^^

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Mein Lieblingsmann Richard.

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Und meine Freundin und Kollegin Andrea, die sich von mir aus welchen Gründen auch immer als überzeugte Nichtläuferin zu dieser Aktion hat hinnörgeln lassen. Dass sie ihre zehn Runden durchgezogen hat, freut mich dann auch besonders. Aber was erwarten wir auch sonst von einer Superheldin?

Strohwitwen-Dasein

Ab Montag ist es soweit. Für ein paar Wochen ist Richard bei einem neuen Projekt eingeteilt und so weit von zuhause entfernt unabkömmlich, dass es sich nicht lohnt, jeden Abend nach Hause zu kommen.

Das erzeugt gequirlte Gefühle.

Auf der einen Seite freue ich mich darauf, all die Dinge zu kochen, die er wirklich nicht mag. Brokkoli-Buttermilch-Suppe mit Tomatenstückchen. Linsensuppe galore. Tomaten-Quiche. Griespudding zum Abendbrot. Morgens wird meine Lieblingsmusik laufen, wenn ich auf dem Sofa frühstücke – bei weit geöffneter Balkontür. Und abends kann ich mich ganz entspannt mit meinem Arbeitsgerät im Wohnzimmer ausbreiten, ohne dass der Fernseher läuft. Aufstehen und schlafen, wann immer ich will. Gemüse grillen.

Andererseits gibt es eine Menge Sachen, die mir fehlen werden. Etwa abends gemeinsam auf dem Sofa liegen und eine hirnlose Crime-Serie nach der anderen gucken, während er mir den Rücken krault. Die politischen, kulturellen und manchmal sinnfreien Diskussionen beim Frühstückstisch. Neben meinem Lieblings-Mann schlafen. Abendliche Spaziergänge zu zweit, bei denen ich mich mehr oder weniger erfolgreich in Geduld übe, während Richard das drölfzigste Foto von der Kuhweide macht. Nach dem Arbeitstag Dampf ablassen und dabei zuschauen, wie er mit den Katzen spielt.

Glücklicherweise sind es erst einmal nur ein paar Wochen. Aber natürlich wissen wir nicht, bei welchem Projekt er anschließend landet. Vielleicht Köln, vielleicht aber auch München. Und auch wenn wir natürlich täglich skypen und uns an den Wochenenden sehen werden, ist das wohl irgendwie nicht das gleiche.

Heute und morgen finden die letzten Notfall-Einkäufe, Wäsche-wasch-Aktionen und Vorbereitungen statt. Mit ein paar Freunden geht es Samstag Abend zu „Rhein in Flammen“ und eingentlich steht auch noch ein Familienbesuch auf dem Programm. Und danach kann ich dann testen, ob mir das Stroh-Witwen-Dasein gefällt. Mögliche Aktionen:

  • Strohpuppen basteln
  • Strohblumen trocknen
  • Strohrum trinken

Und ihr so?

Bonner Benefizlauf

Zwar wird an diesem Ende der Internetleitung noch fleißig gehustet und geröchelt, aber so etwas hält mich ja bekanntlich von gar nix ab. Deswegen:

 

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Am 12.05.2013 ab 10:00h laufen Menschen für einen guten Zweck in albernen Sportsachen durch die Bonner Innenstadt. Gelaufen werden beliebig viele 500m-Runden. Ich habe mich spontan auf zehn festgelegt, die Strecke habe ich letzten August auch beim Frauenlauf geschafft. Anmeldegebühr = 10,00 €, 100% der Startgelder werden für einen guten Zweck gespendet – in diesem Jahr ist das der Ambulante Kinderhospizdienst Bonn. Und jetzt versuche ich natürlich noch, Freunde und Bekannte zu belab- ähm, zu beGEISTERN.

Na, kommt von euch wer mit? ^^

Teil des Spiels

Und hier ist ein Rock, den ich für’s Büro genäht habe. Ausreichend lang, schön konservativ geschnitten. Da muss wenigstens ein aufmunterndes Muster her, nicht wahr?

Hier das Muster noch einmal in Groß:

Genau den trage ich heute ins Büro, ganz schlicht mit einem schwarzen, hoch geschlossenen T-Shirt. Wir wollen es ja nicht übertreiben.

Mein geheimes Büro-Spiel

Tagsüber arbeite ich in einem eher konservativen Umfeld – nämlich in einer Golfstaaten-Botschaft. Mit ausschließlich muslimischen Klienten und etwa 85% muslimischen Kollegen. Das bedeutet natürlich, dass eine gewisse Kleiderordnung vorherrscht. Als ich eingestellt wurde, hieß das: Nicht schulterfrei, kein zu tiefer Ausschnitt, die Röcke nicht zu kurz und die Hosenbeine nicht zu schmal. Eigentlich wie in einer Bank. Kann ich mit leben. In Wahrheit steht mir dieser Stil sogar ziemlich gut.

Als vor zweieinhalb Jahren der Attaché wechselte, wurde diese Kleiderordnung auf einmal strikter. Es gab keine offizielle Anordnung, aber manchmal wurde man von der Chefsekretärin beiseite genommen, die dann in ganz verschämtem Ton so Dinge sagte wie: „Du, dem Chef gefällt dein Rock heute aber nicht. Der ist ein winziges bisschen zu kurz.“ Oder: „Kannst du morgen vielleicht etwas anziehen, was etwas längere Ärmel hat?“

Seitdem diese Unsitte sich eingebürgert hat, spiele ich heimlich ein Spiel: „Ärger den Chef, ohne die Kleiderordnung zu missachten.“ Die Rocklänge stimmt, aber der Stoff ist in einem wilden Blütenmuster gehalten. Das Kleid reicht bis zum Knöchel und ist nicht figurbetont, passt auch hervorragend zum Blazer, dafür erinnert es eher an Hippies als ans Büro. Oder das T-Shirt ist zwar hochgeschlossen, aber auf den Schulterblättern sind Katzenaugen.

Vielleicht ist das etwas kindisch, zugegeben. Aber mir persönlich macht das großen Spaß. Und solange er keine explizite Kleiderordnung vorlegt, breche ich ja auch keine Regeln. ^^

Fenchel-Salat mit Erbsen, Ricotta und Mandeln

(aus dem wunderbaren Buch „5 ingredients, 10 minutes“ von Jules Clancy… und hier geht es zum Blog.)

Zutaten für 1 Person:

Olivenöl

Zitronensaft

Salz, Pfeffer

ca. 100g Ricotta

½ Fenchelknolle

2-3 EL Erbsen (entweder TK-Erbsen mit etwas Öl kurz erhitzen oder zur Not die aus der Dose nehmen)

etwa 20 Mandeln

 

Zubereitung:

  1. Je 1-2EL Olivenöl und Zitronensaft mit etwas Salz und Pfeffer in einer Schüssel oder einem Teller vermischen. Ricotta hinzufügen.
  2. Die trockenen Enden vom Fenchel abschneiden und die halbe Knolle in feine Streifen schneiden (quer zur Wuchsrichtung) und zur Sauce geben.
  3. Erbsen unterrühren.
  4. Mandeln evtl. hacken und über den Salat streuen.

Dieses Kochbuch hat es mir wirklich angetan! Fragt nur den Mann… seit Wochen koche ich die Rezepte nach, und zu seiner großen Überraschung schmecken sie ihm auch, obwohl sie gesund sind! Und auf der Arbeit habe ich jetzt einen ausgewogenen Vorrat an Hülsenfrüchten als Konserve, um daraus schnelle Leckereien zu kochen, wenn mich der Hunger packt…

Fröhliche Feiertage

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Wir feiern zuhause nicht Ostern im traditionellen Sinn, sondern den Beginn des Frühlings. Dieser findet zwar um den 21. März statt, aber der Einfachheit halber legen wir das Jubilieren mit der restlichen Familie dann auf die offiziellen Feiertage. Und wie ließe es sich besser feiern als mit einer selbstgemachten Zitronen-Biskuit-Zitronen-Buttercreme-Torte mit selbstgemachtem Lemon Curd und zweifarbigen Baisers?

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Hier seht ihr ein paar Details. Natürlich hätte ich mir mit dem Glätten der Buttercreme mehr Mühe geben können und der Gelb-Ton der Creme ist etwas heller, als ich geplant hatte – aber erstens habe ich einen ganz fürchterlichen Muskelkater und sitze, soviel es geht, und die gelbe Lebensmittelfarbe ist mir zweitens leider beim Backen ausgegangen. Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Falls ich irgendwann die Nase voll habe vom Schreiben und Übersetzen, kann ich vielleicht immer noch auf Konditorin umsteigen. Was meint ihr?

(Das komplette Rezept findet ihr übrigens hier.)

Und auf einmal macht es wieder Spaß, viel unterwegs zu sein

So geht das, wenn man ein neues Auto hat. Hatte ich mal erwähnt, dass ich wirklich gerne fahre? Umweltunfreundlicherweise war das schon so, als ich gerade meinen Roller-Führerschein hatte (auf dem Land braucht man den). Bei schlechter Laune einfach Gas geben und so lange durch die Landschaft fahren, bis man wieder entspannt grinsen kann.

So passiert es also, dass ich mich auf einmal darum reiße, unter der Woche den Einkauf zu erledigen, während Richard noch am Schreibtisch sitzt. Ich fahre mit einer Freundin zum Oberhausener Stoffmarkt, um unterwegs mit dem Raumschiff-Design anzugeben, und am Tag darauf zu meiner Patentante, um ihr bei einem Schimmel-Problem im Bad zu helfen. Und wenn es nicht so verflixt unwirtschaftlich wäre, würde ich auch den Wagen nehmen, wenn ich zum Babysitting nach Leipzig fahre in zwei Wochen – aber solange ich allein unterwegs bin, ist die Bahn da wirklich günstiger (und außerdem braucht Richard den Wagen ja auch, um zur Arbeit zu kommen). Zu schade!

Wenn ihr also im Moment an mich denkt, stellt euch ruhig vor, dass ich mit seligem Grinsen hinter dem Steuer sitze und BRUMMMM, BRUMMMMM mache. ^^