„Schreibst du auch ECHTE Bücher?“

Ja, das wurde ich bereits mehrmals gefragt. Vor allem von Leuten, die sich unter enem eReader eine Art überdimensionalen Taschenrechner vorstellen.

All diesen Leuten kann ich jetzt sagen: Nach Umzug, Krankheit und diversen anderen Scherereien der letzten Monate bin ich nicht nur zurück, mit einem neuen und fast fertigen Manuskript – nein, ich plane auch eine Taschenbuch-Ausgabe, zunächst von „Allerseelenkinder“ (um einmal zu sehen, was passiert).

All diejenigen von euch, die also händeringend auf „echte“ Bücher warten, können sich schonmal freuen. Natürlich mit mehr Begeisterung als Sachverstand gemacht, aber das stört euch sicher nicht. Also, ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Wir unterbrechen unser Programm für eine kleine Küchen-Orgie

IMG_9169

Nachdem ich dringend ein paar Eier aufbrauchen musste und meine Termine gestern mich alle versetzt hatten, hab ich also in der Küche gewerkelt:

Blaubeer-Buttermilch-Bananenbrot

Honig-Bananen-Erdnussbutter-Muffins

Lemon Curd

Dattel-Erdnuss-Haselnuss-Trüffel (vegan)

Was glaubt ihr, wie sehr mich die Kollegen heute morgen lieben. ^^

Mantra des Tages: Ich darf die Kundenhotline nicht anbrüllen. Ich darf…

… die Kundenhotline nicht anbrüllen.

Auch wenn ich gerne würde.

Das sind schließlich diejenigen, die am wenigsten dafür können.

Falls ihr euch wundert, dass man im Moment noch weniger von mir hört: Es begann mit unserem Umzug. Unser damaliger Telefon- und Internet-Anbieter ist nur in wenigen ausgewählten Gebieten/Häusern zu haben. Auf Anfrage konnte er sich über Monate hinweg nicht entscheiden, ob wir ihn an der neuen Adresse würden nutzen können. Ja – nein – vielleicht doch – wenn man das Kabel am Haus hoch legt – doch nicht – oder wohl?

Schließlich hatten wir die Nase voll, haben mit Verweis auf den Umzug das Sonderkündigungsrecht genutzt und Anfang Dezember (als wir bereits in der neuen Wohnung saßen) einen anderen Anbieter beauftragt. Der bestätigte den Auftrag und vergab einen Termin, an dem der Techniker kommen sollte.

Wer nicht kam, war der Techniker. Also Anruf bei der Kundenhotline. Jaaaa, da gebe es Probleme bei der Nummernvergabe. Man werde sich melden, sobald es genaueres gebe.

Nach zwei weiteren Wochen ohne irgendwelche Informationen haben wir dann auch den Auftrag storniert. Schriftlich, per Fax und Post. Das war Anfang Januar.

Inzwischen hat Richard, der das Internet und das Telefon wirklich sehr vermisst, bei einem dritten Anbieter einen Anschluss beauftragt. Da hieß es erst enthusiastisch, die könnten das vor Ende Januar anschließen.

Ende Januar ist inzwischen vorbei, und jetzt ratet mal, was nicht passiert ist. Genau. Die Welt ist nicht untergegangen, und einen Telefonanschluss haben wir immer noch nicht. Heute also erst einmal bei unserem neuen Wunschanbieter nachgefragt, was da denn los sei. Einiges Hin und Her, dann: Jaaa, da habe wohl irgendwer anders unsere Leitung in Nutzung. Vielleicht der Vormieter. Oder die NSA. Oder der Hund der Putzfrau aus dem Gebäude am anderen Ende der Straße. Falls wir das in den nächsten fünf Tagen klären könnten, könnten wir bis Ende Februar (also drei Monate nach dem Umzug) einen Anschluss kriegen. Vielleicht.

Ich rufe also heute ganz enthusiastisch auf Verdacht bei unserem ehemaligen Wunschanbieter an und frage, wie das denn sei mit der Stornierung.

Jaaaa, die sei in Bearbeitung.

Seit Anfang Januar, oder wie? Wann wir denn mit einer Antwort rechnen könnten.

Vielleicht, aber nur vielleicht, und da könne er sich nicht festlegen, in einer oder zwei Wochen.

Ob sie denn die Leitung reserviert hätten?

Ja, den Unterlagen zufolge hätten sie das.

Ob das daran liegen könne, dass unser neuer Wunschanbieter die nicht nutzen könne?

Vielleicht, das könne er so genau nicht sagen. Aber wenn wir die Stornierungsbestätigung bekommen, sei die Leitung garantiert von ihrer Seite aus wieder frei.

Ob sie Probleme bei der Beantragung der Leitung gehabt hätten, konnte der mir nicht sagen. Und er war wirklich nett und bemüht und ertrug meinen Sarkasmus mit unglaublicher Geduld.

In seinem Büro hat Richard inzwischen wahrscheinlich mit dem Kopf eine tiefe Delle in die Tischplatte geschlagen. Ich bin dreimal in den zweiten Stock und zurück gerannt, um mich abzureagieren, und lehne heute jeden Kontakt zu unseren Klienten ab. Mein Geduldfässchen ist nämlich leer.

Betet mit mir: „Danke, dass Du mir diese Prüfung auferlegst.“

Weiß jemand, ob es einen zuverlässigen Lieferanten für Brieftauben gibt?

Schlafen in der Bibliothek

So hat Richard meine neueste Änderung in unserem Schlafzimmer beschrieben.

IMG_9162

Die neue Wohnung hat einen eingebauten Kleiderschrank mit Schiebetüren, und wegen origineller Konstruktion (oder muss das so?) ist ein Kompartment immer offen. Mit weißen, enthusiastisch haarenden Katzen ist das natürlich nicht so praktisch, zumindest für Kleidung. Und wir haben sowieso nicht so viele Klamotten. Also habe ich auf ein Regalbrett den Grundstock für meinen Altar gestellt, und auf die anderen – Bücher!!!

Alte Uni-Bücher, Wörterbücher, interessante Sachbücher (von Serienkillern bis hin zu „Gutes Amtsdeutsch“ aus den Fünfzigern) und meine Hexenlektüre. Die anderen Bücher verteile ich auch unauffällig in der ganzen Wohnung… die Kochbücher im Flur…

IMG_9163

… ein paar nicht zu peinliche Werke im Wohnzimmer, wo zufällige Gäste sie sehen…

IMG_9166

… und für den ganzen Rest brauche ich dringend mehr Regale.

IMG_9165

Nochmal die gleiche Menge steht auf der anderen Seite an der Wand aufgereiht. ^^

Lebenszeichen

Hier war ja einige Zeit lang nichts los. Schuld ist, wie immer, das Leben. Wir haben einen Umzug hinter uns und eine längere Phase wechselnder Krankheiten. Keine Sorge, niemand stirbt. Aber alles in allem raubt einem das doch ganz schön viel Energie. In Kombination mit den Problemen, die wir bei der Suche nach einem neuen Telefon- und Internet-Anbieter haben… sagen wir, mir reicht’s für’s erste.

Als nächstes müssen wir all die im Keller stehenden Kartons besiegen. Da alles ja bekanntlich anders kommt, als man denkt, haben wir letztendlich bis auf das wichtigste eigentlich alles erst einmal in einem Keller-Raum gestapelt, der nur etwa halb so groß ist wie unser letzter. Ich sag’s euch, wir sind Tetris-Meister. Aber jetzt müssen wir natürlich trotzdem Stück für Stück alles nach oben schleppen und sortieren und uns fragen, warum zum Henker wir das alles überhaupt aufbewahren. Ich darf da gar nicht soviel schimpfen, wenn ich mir die Bücherberge anschaue… aber auch daran arbeiten wir.

Wenn ich daran denke, dass in etwa fünf Jahren schon der nächste Umzug ansteht, graut mir…

Egal. Hoffentlich seid ihr alle gut ins neue Jahr gerutscht, mit ausreichend Geschenken, gutem Essen und heißem Kakao! Bald gibt es dann auch wieder Katzen- und Schreib-Neuigkeiten.

Das war also 2013…

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2013 angefertigt.

Hier ist ein Auszug:

Eine Cable Car in San Francisco fasst 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2013 etwa 3.100 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 52 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

 

*******************

Und ich mache mich jetzt mal auf den Weg in die Küche, um das Futter für heute abend vorzubereiten. Morgen geht es dann mit Elan ins neue Jahr…

Euch alles Liebe und Gute und viel Schokolade!

Stille Wasser

Montag habe ich etwas getan, was man so von mir eigentlich nicht erwartet – ich habe einen Kollegen aus dem Büro geworfen.

Eigentlich bin ich ein stiller, friedlicher Mensch.Im Zweifelsfall gehe ich meistens davon aus, dass mein Gegenüber die Dinge weniger unfreundlich meint, als er sie sagt. Ich finde es nicht schlimm, den ersten Schritt zu machen, und nachtragend bin ich auch nicht. Das Leben ist zu kurz, um sich über Kleinigkeiten in die Haare zu geraten.

Allerdings gibt es bei uns im Büro nicht nur unglaublich viel zu tun, so dass wir nicht einmal mit den notwendigsten Übersetzungen hinterher kommen, sondern auch eine feste Rangordnung. Im Wesentlichen gibt es hier im Haus genau zwei Leute, von denen ich Anordnungen entgegennehme – meine Vorgesetzte und den Chef.

Gestern morgen tauchte auf jeden Fall ein Kollege aus einer anderen Abteilung mit einem Bericht auf, den er schnell übersetzt haben wollte. Die Klienten würden am Nachmittag abreisen, und er habe ihnen versprochen, dass die Übersetzung rechtzeitig fertig würde.

Eigentlich habe ich nichts dagegen, Kleinigkeiten zwischendurch schnell zu erledigen. Jedoch gibt es bei uns neben der offiziellen Hackordnung auch nur eine begrenzte Zahl von Leuten, von denen ich Aufträge entgegennehmen darf. Und dieser Kollege gehört eben nicht dazu. Das sagte ich ihm und gab ihm auch einen Ratschlag, wie er dafür sorgen könne, dass wir das trotzdem schnell übersetzen dürfen.  Er knirschte mit den Zähnen und verschwand.

Fünf Minuten später stand sein Vorgesetzter bei uns in der Tür – ein junger Mann, dem ich die Problematik bereits mehrmals erklärt habe, und auch, dass ich schon ordentlich zusammengefaltet worden bin, wenn ich „ihm zuliebe“ etwas außer der Reihe übersetzt habe. (Was ist er auch so dumm, mit der frischen Übersetzung in der Hand zu unserer Vorgesetzten zu laufen, um es von allen Faxgeräten im Haus ausgerechnet in ihrer Abteilung faxen zu lassen??)

(Ja, wir benutzen noch Faxe. Angeblich hat unser IT-Fachmann hier auch W-LAN-Kabel verlegt. Fragt nicht.)

Ich erkläre ihm also noch einmal, dass wir das nicht nehmen dürfen, und erinnere ihn an den Ärger, den ich seinetwegen beim letzten Mal hatte.

„Wenn du das nicht übersetzt, beschwere ich mich beim Chef über dich.“

Ob er sich das gut überlegt hat? Die Kolleginnen gucken aufmerksam, mit der imaginären Tüte Popcorn in der Hand. Sie ahnen, was jetzt kommt.

Die kleine, blasse, rothaarige Deutsche – das bin ich – wird laut. „Tu das, und jetzt RAUS!“

Gut möglich, dass ich ihm auch noch meinen Lieblingsfinger gezeigt habe. Was glaubt der eigentlich, wer er ist?

Neue Schuhe, neues Glück!

Zugegeben, ich gehe nicht gerne in Schuhläden. Aber als neulich dicht hintereinander alle drei Paar Stiefel in meinem Besitz ihren Geist aufgaben – das sieben Jahre alte Paar, bei dem ich bereits einmal die Sohlen ersetzt hatte, geht generell aus der Form, an den braunen ist der Reißverschluss gerissen und bei den schwarzen vom letzten Jahr ist das Metallstück aus der Sohle gebrochen – auf jeden Fall, da war mir klar: Du brauchst neue Stiefel. Solche, die ultrabequem sind. Und damenhaft. Und die du ohne Probleme ins Büro tragen kannst.

Wollt ihr sehen, was dabei herumgekommen ist?

 

Bild012

 

Tadaa!!!

Ignoriert am besten den schmutzigen Fußboden. Oder den Karton im Hintergrund. Oder die Tatsache, dass ich wirklich mal wieder meine Beine rasieren sollte. ^^ SCHAUT EUCH DIESE STIEFEL AN!!! Niemals im Leben werde ich meine Blasen mit soviel Stolz erwerben.