Brückentage und andere Unstimmigkeiten im Betriebsablauf

Seit ich regulär im Büro arbeite, habe ich Brückentage hassen gelernt. Oder generell verkürzte Wochen. Woanders mag das vielleicht ganz lustig sein, aber bei uns werden fast aus Prinzip keine einzelnen freien Tage gewährt. (Als ich anfing, musste man noch seinen kompletten Jahresurlaub am Stück nehmen – und kommt mir nicht mit Gesetzen und so, hier ticken die Uhren anders. ^^ ) Dafür sind in den verkürzten Wochen die Klienten extralästig, denn natürlich brauchen sie alle ihre Fälle trotzdem zeitnah bearbeitet und rufen einfach noch öfter an als sowieso schon. Die Anrufe selbst bekommen wir zum Glück als Übersetzer nicht mit, da haben wir uns erfolgreich zur Wehr gesetzt, aber nach jedem Anruf kommt pflichtschuldigst ein Kollege aus einem der Sekretariate zu uns herüber: „Klient XYZ braucht seine Übersetzung unbedingt bis Donnerstag, kriegt ihr das hin?“ Und eine halbe Stunde später: „Klient XYZ hat schon wieder angerufen, geht vielleicht auch Mittwoch?“

Während also der Mann sich wohlig erst im Bett, dann bei den Katzen auf dem Sofa räkelt, bin ich in aller Herrgottsfrühe ins Büro gepilgert, um gemeinsam mit den Kolleginnen die Berge an sinnbefreiter Arbeit zu bezwingen. Und das fällt mir heute noch ein wenig schwerer als sonst, denn mein rechtes Ohr tut weh, und ich höre da auch nicht so gut wie sonst.

Was macht eine verantwortungsbewusste Erwachsene also? Natürlich Tee trinken und hoffen, dass es wohl von selbst wieder besser wird. ^^

Zum Glück haben wir uns eine eigene kleine Kaffee-Ecke eingerichtet, mit Wasserkocher und einem halben Dutzend Teesorten, damit wir auch nicht dehydrieren. Aber ob Sport heute nach der Arbeit so eine gute Idee ist? Wohl eher nicht, ich würde eher auf Erholung setzen. Oder auf Überstunden, falls sich die Arbeit stapelt. Schreibtisch ist ja fast so bequem wie Bett, nicht wahr?

Nachdem ich jetzt also ausgiebig gejammert habe, lasst euch noch gesagt sein, dass hier in nächster Zeit einige Veränderungen anstehen. Zum einen muss ich alles mal DSGVO-dicht machen (irgendwas mit Datenschutz und so, sehr kompliziert und überhaupt nicht spannend) – und zum anderen gibt es ab übermorgen eine spannende Serie hier: Den MAGISCHEN MITTWOCH. Mal schauen, wie lange das wohl läuft. Bleibt gespannt!

Nornenbücher sind Wanderbücher!

Nicht alle, aber einige. Ich zitiere mal das „Wie“:

Wir schicken einige unserer Nornenbücher auf Wanderschaft. Ihr könnt euch hier einfach bewerben und mitlesen. Die Autorin selbst schickt das Buch los zur ersten Lesestation, ihr habt dann vier Wochen Zeit (wenn es mal länger dauern sollte, kein Problem, aber sagt dann bitte hier oder direkt bei der Autorin Bescheid). Danach schickt ihr das Buch an die nächste Adresse und am Ende wird es wieder zur Autorin geschickt. Beim Lesen dürft ihr anstreichen und kommentieren, kleine Skizzen an den Rand malen oder auch Fragen stellen. Macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, zu einem gelesenen Buch, in dem jeder die Eindrücke des anderen nachvollziehen kann. Und ja, wir freuen uns auch über Kritik, denn direkte Lesermeinungen bekommen Autoren ja doch selten. Ganz genial ist, wenn ihr nach dem Lesen irgendwo noch eine Rezension verfasst. (Das ist ein Wunsch von uns Autorinnen, aber kein Muss, um mitzumachen.)

Ihr könnt euch für das Buch eurer Wahl hier bewerben, da sind auch alle Bücher kurz vorgestellt. Viel Vergnügen!

Hier ist ja mal gar nichts los!

Liegt unter anderem daran, dass ich wie eine Verrückte schreibe, damit ihr zwischen August und November die letzten drei Bände von „Magie hinter den sieben Bergen“ in die Finger kriegt. Zwei Manuskripte sind im Rohentwurf (wirklich roh, die zappeln sogar noch!) fertig, und jetzt beginnt die Recherche für das finale Finale. Zwischendurch habe ich mich für einige Lesungen beworben – auf der RPC in Köln habt ihr beispielsweise die großartige Gelegenheit, mich am 13. Mai als „Absacker“ zum Schluss noch ab 17:00 Uhr im Lesecafé zu treffen, wäre das nicht fantastisch? Also, im wahrsten Sinne des Wortes. Und am 23. Juni ab 20:30 strahlt Radio Köln mein Autorenporträt aus. Ich bin schon ganz aufgeregt! Also – nicht viel zu erzählen, aber viel zu tun. Genau so, wie ich es mag.

Und ihr so?

Messe, Meet und Greet – Eindrücke

Einigen fleißigen Fotografinnen sei Dank, könnt ihr euch selbst davon überzeugen, ob ich überzeugend war. Ein wenig Selbstbeweihräucherung muss ja auch mal sein. Bob kam auf jeden Fall großartig an, und auch meine Liebe zu Tentakeln wurde höchstens mit Verwunderung zur Kenntnis genommen.

Was auf der Messe geschieht, bleibt auf der Messe? Keineswegs!

Und damit das nicht nur eine leere Drohung bleibt, habe ich euch ein paar Fotos mitgebracht!IMG_8666

Das Auto vollgeladen und nette Gesellschaft auf dem Beifahrersitz.

 

Nachweis, dass ich auch gearbeitet habe – der Nornennetz-Stand direkt nach dem Aufbau und mein Namensschild in Gesellschaft von Horst, dem mysteriösen Außerirdischen.

 

Tentakel und Tassen – was man als Autor halt so braucht (die Tassen gibt es übrigens beim Chaospony Verlag … und die Tentakel? Wer weiß … )

 

Das bunte Treiben in den Hallen.

 

Wenn ich gerade nicht geguckt, gearbeitet oder Bauklötze gestaunt habe, habe ich hier in einer ruhigen Ecke gesessen und geschrieben. Was habt ihr denn gedacht? An dem Auto gab es wirklich guten Kaffee.

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Ihr habt vielleicht schon gehört – das Wetter war überraschend frisch für so kurz vor Frühlingsanfang.

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Zu guter Letzt eine Impression vom Leipziger BuchKinder-Stand, der fast direkt neben dem Stand des Nornennetzes war. Ich hätte ja gedacht, der frühe Prinz HAT einen Vogel … so kann man sich irren. ^^

 

*** UPDATE *** Hier gibt es noch den offiziellen LBM-Bericht für das Nornennetz. LINK

Schicksalssplitter

Weil wir ja noch nicht ausgelastet genug sind, haben einige fleißige Menschen in den letzten Tagen und Wochen eine Sammlung mit Leseproben aus fantastischen Werken von genau so fantastischen (aber realen) Autorinnen zusammengestellt. Von mir sind auch zwei Textschnipsel dabei – die kennt ihr natürlich schon, aber all die anderen Leckerbissen solltet ihr euch keinesfalls entgehen lassen!

Bookrix

KLAPPENTEXT:

Auf in den Lesefrühling 2018: Darf es ein bisschen High Fantasy sein? Oder ein dramatischer Krimi? Oder doch lieber eine romantische Lovestory? Wählen Sie Ihren Lieblingstext aus 29 fantastischen Leseproben von Autorinnen, die Sie unbedingt kennen sollten!

Mit Beiträgen von Nora Bendzko, Elea Brandt, Stella Delaney, Jasmin Engel, Jana Jeworreck, Laura Kier, Anna Kleve, Nike Leonhard, Diandra Linnemann, Sienna Morean, Janna Ruth, Tiphaine Somer Elin, Michaela Stadelmann, Katherina Ushachov, Anne Zandt. Herausgegeben von Michaela Stadelmann.

Schicksalssplitter. Fantastische Leseproben, Kostenloses E-Book 
ISBN 978-3-7438-6074-2

Todsichere Strategie

Wenn man berühmt werden will, muss man ins Gerede kommen. Am besten, habe ich inzwischen beobachtet, geht das mit Hilfe einer aufsehenerregenden, kontroversen Äußerung. Eine völlig abwegige These, die im Kleingedruckten versteckt, dass das natürlich alles überspitzt und eigentlich nur mit Einschränkungen, aber trotzdem.

Versteht ihr?

Tja, jetzt bräuchte ich nur eine aufsehenerregende These, über die man publikumswirksam herfallen könnte. Wie wäre es damit?

Pupse riechen eigentlich gut!

Tentakel sind das neue Pink!

Die meisten Leute sind nur zu dumm für Magie!

Natürlich dürft ihr mich jederzeit zitieren. Und denkt immer dran, eigentlich ist das alles ganz anders, nämlich definitiv nicht so, wie ich es gesagt habe.

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Wo anfangen?

Tut mir leid, ich blogge nicht so viel. Meistens, weil mir mein Leben ziemlich langweilig vorkommt. Klar, ich habe viel zu tun, aber das sieht meistens so aus:

Aufstehen. Haushalt. Arbeit. Einkaufen/Sport/Arzt/Haushalt. Schreiben. Bett.

Für einen dreistündigen Actionthriller eignet sich das wirklich nicht. Aber dazwischen passieren immer wieder so Kleinigkeiten, die ich eigentlich mal erzählen könnte, und die ich ziemlich spannend finde:

Beispielsweise gibt es Andrea die Lüsterne … jetzt als eBook für Kindle. Das hat einen Moment gedauert, denn der wunderbare Chaospony Verlag möchte natürlich alles möglichst richtig machen. Wenn ihr die großartigen Leute dahinter unterstützen wollt, dann … kauft die Bücher. Oder die zahllosen Fanartikel. Dafür müsst ihr nicht einmal Bücher mögen, denn es gibt auch etliches anderes: Postkarten, Stofftaschen und -beutel, Hoodies, Tassen, … ein echtes Pony haben sie noch nicht im Angebot, aber sobald das kommt, schlage ich zu. Vielleicht drucken sie mir ja eins, wenn ihr Startnext-Crowdfunding funktioniert … – und alle, die schon immer ihr ganz persönliches eigenes kleines Tentakelwesen haben wolltest: Jetzt ist eure Gelegenheit! Unterstützt den Verlag, bestellt euren eigenen Außerirdischen und helft uns, die Welt zu einem besseren (und leicht nach Käse riechenden) Ort zu machen!

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Außerdem ackert das Nornennetz unermüdlich, um die Nornen auf die Leipziger Buchmesse zu bringen. Es wird Meet & Greet-Aktionen geben, Verlosungen, (Ver-)Lesungen, ihr könnt lauter tolle Leute treffen und euch einen Eindruck davon machen, was passiert, wenn man Frauen in der Phantastik unbeaufsichtigt lässt. Ich selbst bin auf jeden Fall Freitag Vormittag am Stand, aber auch sonst und zwischendurch und überhaupt. Und ganz im Ernst, ich bin nicht das beste, was euch dort passieren kann! Merkt euch: Halle 2, Stand J303.

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Und zu guter Letzt … der Endspurt der „Magie hinter den sieben Bergen“. Ich arbeite hart daran und denke jetzt schon wehmütig an die Zeit nach Helena und Falk. Drei Bücher stehen uns noch bevor, vom ersten steht das Gerippe. Eine Geistergeschichte, fast ganz klassisch, mit einem Fluch und einem Überraschungsgast. Mir fehlen noch zwei Szenen, dann geht es mit Feuereifer weiter mit Band Acht – und da bringe ich die beiden so richtig in Schwierigkeiten. Es wird grandios, sage ich euch!

Was danach kommt, weiß ich übrigens auch schon – oder wenigstens habe ich eine Idee. Es wird fantastisch, und unheimlich, und abgründig, und diesmal auch ziemlich dystopisch/utopisch (je nachdem, von welcher Seite aus man es betrachtet). Aber das Projekt muss leider noch ein Jahr warten, bis ich den Kopf dafür ausreichend frei habe.

Neue Abenteuer – die Leipziger Buchmesse

Diandra_Linnemann_Lesung

Endlich kann ich meine Drohung wahrmachen – Leipziger Buchmesse, ich komme! Und zwar nicht nur zum Schlendern, sondern in einer nicht-ganz-so-geheimen Mission! Das Nornennetz hat nämlich einen Stand auf die Beine gestellt – diese Damen sind furchteinflößend in ihrer Kopetenz (ich nicht, ich bin eher das flauschige Maskottchen), und genau dort könnt ihr mich am Freitag, den 16.03.2018, vormittags auch ein wenig lesen und verschüchtert gucken hören. Bringt mal ’nen Kaffee – ich mag Kaffee. ^^

Das Übliche

Macht ja jeder – den traditionellen Jahresrückblick. Meiner ist ziemlich kurz: Ich habe zwei Bücher und einige Kurzgeschichten veröffentlicht, an einem Hindernislauf teilgenommen und hatte meine erste öffentliche Lesung. Außerdem habe ich im Büro zwei Auszeichnungen erhalten (beide mehr oder weniger für „Anwesend, ohne Kollegen zu töten“). Die Katzen sind älter, aber immer noch flauschig, und auch nach mehr als zehn Jahren habe ich den Mann an meiner Seite nicht vergrault. So weit, so gut.

Wie sieht es denn mit den Plänen für das nächste Jahr aus? Zunächst zum Schreiben: Bis November habe ich, so die Winde günstig stehen (und ich nicht zu arg prokrastiniere – im Ofen backt gerade ein Süßkartoffelkuchen, weil ich mich nicht vorm Schreiben drücken darf, ohne etwas Sinnvolles zu tun), die letzten drei Teile der „Magie hinter den sieben Bergen“-Reihe fertig und veröffentlicht. Natürlich will ich lieber gut als pünktlich liefern, also ist dieser Zeitplan erstens absurd, und zweitens seeeeehr lose. Außerdem bin ich ja für den Strongman-Run in Köln im September für die 10-Kilometer-Distanz angemeldet, da wartet noch viel Trainieren und Zähneknirschen auf mich. Wenn ich das beides schaffen will, brauche ich exzellentes Zeitmanagement und genügend Ruhezeiten, also belasse ich es erst einmal dabei.

Und langfristig? Ein Häuschen im Grünen wäre schön, oder wenigstens eine Ferienhütte. Idealerweise wenigstens mit Hund. Und wenn vom Schreiben genug Einkommen entstünde, dass ich nur noch halbtags oder gar gar nicht mehr ins Büro müsste, wäre das ziemlich geil. Aber das kann noch dauern. Auf jeden Fall bin ich schon zufrieden damit, wie es im Moment läuft.