Das Küchenwunder! (Ein weiterer KI-Rant)

Im Hintergrund eine angeschnittene Schokoladentorte mit vielen bunten Zuckerstreuseln und bunten Buttercreme-Rosetten. Im Vordergrund ein einzelnes Stück Torte, leicht verunfallt und zermatscht.
Foto von Joshua Hoehne, gefunden auf Unsplash.

Erinnerst du dich an meinen KI-Keks-Rant? Das Problem wird immer schlimmer. Inzwischen kann man Pinterest wirklich gar nicht mehr für Rezepte verwenden, denn mindestens 70 % sind sichtbar (oder lesbar) KI-generiert. Alles für den Profit! Aus einen Sorbet-Rezept beispielsweise: „Mischen Sie Orangen-, Ananas- und Grapefruitsaft in einer großen Schüssel mit dem Zucker, bis er sich aufgelöst hat. […] Schichten Sie die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.“

Im Ernst, wenn ich DAS kann, kann ich mir auch Eis zaubern.

Der Mann übrigens, der wirklich ein KI-Fan ist, ist inzwischen von den Slopmaschinen genau so enttäuscht wie ich. Natürlich zeig ich ihm auch jeden dusseligen Ranz, den ich finde. Manchmal verraten die Beiträge sich durch Zutaten, die wie mit Photoshop aufgeklebt aussehen. Manchmal werden zwei komplett unterschiedliche Ergebnisse präsentiert (und nein, niemand backt für einen Blogbeitrag zwei komplett unterschiedliche Kuchen aus dem gleichen Rezept – vor allem nicht einen Blechkuchen und eine Torte). Manchmal sind es Kleinigkeiten im Text, die die Herkunft verraten.

Eine perfide Version sind übrigens „Kochblogs“, die massenweise automatisch Rezepte anderer Blogs übersetzen lassen, dazu Bilder generieren und das dann als eigene Kreation online stellen. Zum einen verrät sich das oft in der Wortwahl („Heißwürstchen-Drehstangen“, anyone??), zum anderen an den Mengenangaben („eine Unze Mehl“) oder verwirrenden Anweisungen. Das wird irgendwann schwieriger zu erkennen, wenn die Übersetzungs-KIs besser werden, aber aktuell … ein Wörterbuch in der Hand (oder im Server) reicht eben nicht für eine gute Übersetzung.

Wie erkennt man solche Dreckschleudern denn nun? Ein Hinweis ist es, wenn ein Blog recht neu ist und schon 1.347 Beiträge hat. Ein anderer ist ein fehlendes Impressum, oder eine sichtbar KI-generierte „Person“ hinter dem Blog. Außerdem haben KI-Texte oft so eine weiche Wohlfühl-Note, ohne dabei tatsächlich etwas auszusagen. Letzten Endes werden diese Schwächen allerdings mit der Zeit verschwinden, und uns bleibt nur noch die Möglichkeit, uns an vertraute Quellen zu halten: Kochblogs mit Renommé (außer, sie erliegen der Faszination KI), persönliche Rezept-Empfehlungen und natürlich Kochbücher von Leuten, die einen Ruf zu verlieren haben, möglichst aus renommierten Verlagen, um nicht an gedruckten KI-Slop zu geraten.

Und wo wir gerade dabei sind: Meine Blog-Empfehlungen sind Skinnytaste (englisch), Jessica Gavin (englisch) und der Magische Kessel (deutsch).

Ich denke übrigens, das wird einer der Nebeneffekte der KI-„Revolution“ sein: Leute bleiben häufiger aus dem Internet weg und suchen sich ihre Informationen wieder offline. Oder wenigstens wäre das die positive Variante. (Ich bin Optimistin!)

Hast du ein Lieblings-Kochbuch (oder ein Lieblings-Kochblog), das ich mir unbedingt anschauen muss?

PS: Meine Bücher sind und bleiben KI-frei. Ich denke mir meinen Unsinn immer noch selbst aus!

Bücher!!!

Als wir zusammenkamen, vor einer kleinen Ewigkeit, wollte der Mann mir keine Bücher schenken. Zwar las er selbst gern, doch irgendwie, fand er, waren Bücher langweilige Geschenke.

Es hat gedauert, aber inzwischen ist er überzeugt, dass ich mich über Bücher wirklich freue. Aus dem einen „Anstandsbuch“ pro Jahr sind mehr geworden – sehr zum Leidwesen unserer Regale, die unter diesen Schätzen ächzen.

Das ist die (nicht-exklusive) Ausbeute dieses Jahr. Er hat sich von meinen Wunschzetteln inspirieren lassen und ich bin schon sehr gespannt. Klar, Bücher sind weder teuer noch exotisch, aber wo sonst kriegt man so viele Ideen und Denkanstöße auf so kleinem Raum?

Falls du wissen willst, was (und wieviel) ich so lese im Jahr: Hier gibt es eine Aufstellung seit 2017, ohne Bewertungen. Dass ich ein Buch fertiggelesen habe, ist schon eine Auszeichnung für sich. (Am stärksten im Gedächtnis geblieben ist mir übrigens „Die Wand“ von Marlen Haushofer. Ein großartiges Buch!)

Kennst du eines oder mehrere meiner neuen Schätzchen? Und welches Buch hat dich zuletzt so richtig beeindruckt?

Das Vogel-Orakel

Vor einem grauen Himmel fliegt ein Vogelschwarm wild durcheinander. Man erkennt nur ihre Silhouetten.
Foto von JJ Shev, gefunden auf Unsplash.

Falls du dich für so etwas interessierst – versuch im kommenden Jahr doch mal das Vogel-Orakel. Es ist ganz einfach: Am ersten Tag des neuen Jahres achtest du darauf, welcher Vogel dir als erstes begegnet. Das ist dann dein Vogel für das kommende Jahr.

Versuch, so viel wie möglich über deinen Vogel zu lernen. Welche Rolle spielt er in der Mythologie? Hat er einen festen Platz in Legenden? Wie lebt er? Welche besonderen Fähigkeiten hat er? Wie ist es um seinen Lebensraum bestellt? Und was von all diesen Dingen könnte dir im kommenden Jahr ein Wegweiser sein?

Ich besorge mir zusätzlich gern eine kleine Erinnerung an meinen Jahresvogel – ein Schmuckstück oder eine gelungene Zeichnung. Wer kann, macht sich so etwas natürlich selbst, aber es gibt auch viele tolle Künstler*innen, die man unterstützen kann – und spätestens eine Postkarte kostet nicht die Welt. Das Erinnerungsstück nehme ich mit ins Jahr oder stelle/hänge ich dort auf, wo ich es regelmäßig sehen kann.

Natürlich freut (nicht nur) dein Vogel sich, wenn du dich revanchierst. Falls du kannst, stell ein Vogelhäuschen auf oder sammle Müll aus der Natur. Sorge dafür, dass es ausreichend Körner und Insekten zum Futtern gibt. Spende an eine Organisation, die sich für den Erhalt seines Lebensraumes einsetzt. Und wenn du ihm dann im Verlauf des Jahres immer mal wieder begegnest, freu dich daran und denke dir: „Egal, wie schwierig alles gerade ist – immerhin habe ich einen Vogel, und den kann mir niemand nehmen.“

Ein Blick in die Zukunft

Zwei helle Taschenkalender liegen aufeinander. Der neue liegt oben. Er ist weiß mit einem komplexen Muster aus Kreisen, Linien und Blüten mit Glanz-Effekten. Oben links klebt ein Sticker mit einen Katzendämon unter einer Mondsichel, die Pfote auf einigen Totenschädeln.

In einem ruhigen Moment Ende Dezember zücke ich den Kalender für das kommende Jahr und fange an, Termine einzutragen. Buchmessen, Arzttermine, Konzerte – oft schon lange im Voraus geplant. Seit Jahren verwende ich dafür Taschenkalender aus dem Korsch Verlag.

Blich auf den unteren Rand des alten Kalenders. Der feste Umschlag ist nur leicht abgestoßen, die Oberfläche glatt und nicht beschädigt.

Das ist der Kalender für 2025. Obwohl er konstant in meiner Tasche herumfliegt, ist er stabil und sieht immer noch gut aus. Also: Eine Kaufempfehlung!

Vergleich zwischen dem leeren Kalender (oben) und dem alten Kalender (unten). Der alte Kalender enthält viele durchgestrichene Einträge. Am oberen Kalender erkennt man die Aufteilung der Seiten: Die linke Seite enthält ein Feld je Wochentag, die rechte Seite ist leer.

Ich weiß, dass jede*r ein eigenes System hat – sie sieht meins aus. Rechts Aufgaben für die Woche und Dinge, an die ich denken muss, links konkrete Termine und Erledigungen. Und man sieht, auch nach einem Jahr hält die Bindung immer noch.

Rückseite des neuen Kalenders mit einem Aufkleber, der eine Fuchs zeigt. Der Fuchs hält ein Protestschild: KEKSE STATT NAZIS.

Natürlich ist die Rückseite auch schon dekoriert.

Für mich ist ein Papierkalender überlebenswichtig. Was hier nicht drin steht, passiert nicht. Und ein neuer Kalender enthält so viele Möglichkeiten! So viele leere Seiten! Soviel Zeit!

(Ich weiß, das füllt sich alles schnell. ^^)

Dinge, die noch nicht im Kalender stehen: Veröffentlichungspläne, Stipendien und Deadlines. Die plane und recherchier ich in den kommenden Tagen. Inzwischen ist das eine liebgewonnene Tradition, genau wie die Tarotkarten und der Spaziergang zum Winteranfang.

Hast du Traditionen für zwischen den Jahren?

Ein halbes Jahrhundert!

Eine in Geschenkpapier mit bunten Herzchen einigermaßen ordentlich eingekleidete Pappbox auf einem chaotischen Schreibtisch.

Der Mann wird 50. Heute. Quasi jetzt sofort.

Er ist ALT!

Ich meine, die weißen Strähnen im Bart hätten ein Hinweis sein können. Oder die Brille. Oder dieses lästige Knacken im Rücken. Jetzt haben wir es wenigstens offiziell. :-)

Natürlich feiern wir auf die introvertierte Art: Es gibt eine Schoko-Kirsch-Sahne-Rolle (wie Schwarzwälder Kirsch, nur ohne Alkohol) und Single Malt und heute Abend Butter Chicken von unserem Lieblings-Inder. Dazu Weihnachtsfilme ohne Ende, während ich ausnahmsweise NICHT den Fernseh-Grinch gebe. Alles aus Liebe! Und danach gleiten wir langsam in die Feiertage ab. Müsste ich nicht gelegentlich ins Büro, würde für den restlichen Dezember niemand bei uns eine Hose tragen.

Eine mit Sahne bestrichene Kuchenrolle, dekoriert mit Schokotropfen, goldenen Marzipansternen und einer brennenden 50.

Für so einen besonderen Geburtstag gibt es natürlich auch ein besonderes Geschenk: Einen Trip nach Amsterdam. Mit unbegrenzten Gestaltungsoptionen für ihn, ich habe nur ein paar Vorschläge und das Budget besorgt. Die Details planen wir in den kommenden Tagen. Und weil ein Gutschein etwas wenig hermacht, gab es eine Ideenbox.

Der Inhalt der Box. Von links nach rechts - eine "Frau Antje"-Gummiente, ein Umschlag mit der Aufschrift "Hartelijk gefeliciteerd", ein Amsterdam-Bildband und ein Amsterdam-Exit-Room-Spiel. Vorne links eine Glasflasche mit der Reisekasse. Ganz hinten erkennt man zwei Tickets für ein Event (die haben mit dem eigentlichen Geschenk nichts zu tun).

Die beste Idee kam übrigens vom Mann persönlich, als er die Ente getauft hat.

Gummi-Ente in niederländischer Frauentracht mit weißer Haube. Sie hat blonde Zöpfe, hält einen Strauß Tulpen und ein Stück Käse.

Begrüßt FRAU ENTJE!!!

In 14 Jahren hat er übrigens sein halbes Leben mit mir verbracht. Mit ein wenig guter Pflege sollte das ganz lustig werden.

Pet Peeves – „sich“ vs. „einander“

Jaaaaaa, sag ich selbst auch andauernd. Sprache ändert sich.

Aber manche Dinge sind einfach nur faul. Und machen Texte ungenau!

Beispielsweise schreiben Leute heute oft „sich“, wenn sie „einander“ meinen. Oder, das macht es noch schlimmer: „Sich gegenseitig“. Ist nicht kürzer als „einander“ und vor allem hässlich. (Ich weiß, dass der Duden das erlaubt, aber meh!)

Ich bin eine alte Frau, ich darf meckern. Ist mir egal, ob „einander“ gestelzt oder altmodisch wirkt. Wir haben funktionierende Wörter für Dinge!

„Wir sahen uns im Spiegel an“ heißt für mich: Wir stehen vor einem Spiegel und jede*r guckt auf sich selbst.

„Wir sahen einander im Spiegel an“ heißt: Wir stehen vor einem Spiegel und jede*r guckt auf die andere Person.

„Wir küssten uns“ ist für mich … mechanisch schwierig, aber nicht unmöglich. Vielleicht auf den eigenen Handrücken?

„Wir küssten einander“ – yessss, Baby, mehr davon!

Hach, manchmal ist es schwierig in meinem Gehirn. ^^

Mini-Spoiler: Rosalindas Kleid

ACHTUNG, der folgende Text enthält einen Mini-Spoiler für „Zuflucht in Schattenfall“. Weiterlesen auf eigene Gefahr.

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Man sieht von hinten ein kleines Kind mit braunen Zöpfen und einem Regenbogenkleid: Der Rock ist regenbogenfarben und glänzt über einem hellrosa Petticoat, das Oberteil ist kaugummirosa mit langen Ärmeln, außerdem trägt das Kind glänzende regenbogenfarbene Flügel und bunte Plastikperlenketten.
Foto von Joceline Painho, gefunden auf Unsplash

Gut, ganz so extravagant sollte Rosalindas Kleid nicht aussehen. Aber fast. Ich hatte alles so schön geplant. Die junge Frau, die ihr ganzes Leben lang nur Schwarz trägt, weil Hexen das eben so machen und das von ihr erwartet wird, taucht im letzten Kapitel des Buches im buntesten, wildesten Kleid auf, dass die anderen Schatten für sie finden konnten.

Der ultimative Befreiungsschlag!

Alles ganz anders!

Und dann habe ich beim Schreiben verstanden, dass Rosalinda so nicht funktioniert. Sie springt nicht von einer Welt in die andere. Stattdessen tastet sie sich langsam vor und findet Stück für Stück heraus, was sie tatsächlich will.

Wer weiß, vielleicht will sie NICHT aus Prinzip ALLES ganz anders machen?

Vielleicht findet sie ihren eigenen Mittelweg, bei dem sie einiges aus ihrer Familientradition behält und andere Dinge so anpasst, dass sie wirklich zu ihr gehören?

Immerhin ist Rosalinda eine eher vorsichtige Person, jetzt, wo sie auf eigenen Füßen stehen will.

Und deswegen hat Elli auch Recht, als sie ihr mit Thomas‘ Hilfe das eher gedeckte Kleid in Grautönen mit Muster besorgt – ein Kleidungsstück, mit dem sie sich langsam an ihren eigenen Stil herantasten kann.

Ich wette, im Verlauf der Zeit verirren sich auch richtig bunte Kleidungsstücke in Rosalindas Schrank. Aber das dauert noch eine Weile. Schließlich sollen sie ja zu ihr passen.

Es weihnachtete schon sehr.

Letztes Wochenende war ich auf einem Kreativ-Weihnachtsmarkt, als Ausstellerin. Das ganze fand in einem schon seeeehr weihnachtlich geschmückten Gartencenter auf der anderen Rheinseite statt, in der Halle, in der zu wärmeren Jahreszeiten Pflanzen ausgestellt werden. (Ja, es war kalt.)

Schräger Blick auf meinen Verkaufsstand: Ein schmaler Tisch, dunkelgrüne Tischdecke, eine leuchtende Efeu-Girlande. Auf dem Tisch etliche Bücher, von rechts nach links: Weltenraunen, Hirschkönig, Planta Nubo, Zuflucht in Schattenfall, Willkommen in Schattenfall, Der Fluch des Chupacabra, Aqua Obscure, BonnTastik VI, Keksgekrümel, Andrea die Lüsterne und die lustigen Tentakel des Todes, Das Grauen schleicht von Haus zu Haus, Magie hinter den sieben Bergen: Winter, 24 Tage Vorfreude auf Weihnachten.

Die Atmosphäre war zauberhaft. In Verkäufen niedergeschlagen hat sich das leider nicht. Und ich weiß nicht, ob es an meinen Büchern liegt oder daran, dass den Leuten das Geld aktuell nicht so locker sitzt, oder daran, dass ich wirklich keine Verkaufspersönlichkeit habe. Die Standgebühren habe ich auf jeden Fall nicht wieder reinbekommen (wenigstens nicht mit Büchern – die Kaffeeflatrate hat das mehr als wett gemacht und ich kann mit Lichtgeschwindigkeit sprechen).

Jetzt könnte ich jammern und auf die Kasse gucken und den Tag zu einem Misserfolg erklären, aber:

Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit einer Bibliothekarin aus einem Nachbarort. Phantastik sei nicht ihre Spezialität, aber sie würde gern meine Visitenkarte für ihre Kollegin mitnehmen, den Geschichten, die in der Region spielen, seien grundsätzlich interessant.

Einige Leute haben sich Titel notiert oder abfotografiert, weil sie lieber E-Books lesen oder in Ruhe zuhause in eine Leseprobe hineinstöbern möchten.

Mit einem Herren habe ich mich über unsere liebsten Phantastik-Bücher ausgetauscht.

Zwie Freundinnen sind vorbeigekommen, um mir Gesellschaft zu leisten. Eine hat Kekse gebracht, die andere beim Abbau geholfen. (Ich habe die besten Freund*innen auf der Welt.)

Das sind Dinge, die nicht in die Buchhaltung einfließen, die aber für mich dennoch zählen. Schließlich schreibe ich nicht (nur), um reich und berühmt zu werden. Ich will meine Geschichten mit Leuten teilen, mehr von ihnen hören, selbst aufregende neue Bücher finden und mich generell ein wenig amüsieren. Und wenn mein Fachmensch am Finanzamt über all meine wirtschaftlichen Fehlentscheidungen den Kopf schüttelt, ist das eben so.

Dennoch natürlich der Hinweis: Bücher sind ganz hervorragende Weihnachtsgeschenke. ^^

Biker4Kids

Wie versprochen, sag ich noch was zum Programm auf dem Lieblingsstücke-Markt am Freitag/Samstag in Siegburg. Nämlich zu den Biker4Kids (Ungeduldige klicken einfach auf den Link). Gesehen habe ich sie letztes Jahr schon einmal. Da wusste ich aber nicht, wer das ist. Auf dem Weg in die Stadt fuhren auf einmal fünf oder so Mototrräder mit voller Weihnachtsdeko und bunten Lichtern an der Kollegin und mir vorbei. Sah ziemlich cool aus, ich mag so Blink- und Glitzerdinge ja ab und zu.

Offenbar blinken sie nicht nur, sondern tun auch was Gutes. Sie sammeln Spenden für Kindehreime, Waisenhäuser etc., fahren in der Adventszeit als Nikoläuse verkleidet vor und beschenken die Kinder. Außerdem sammeln sie Geldspenden für die Einrichtungen, die sie anfahren.

Klingt ein bisschen wie das Gegenteil der Hells Angels, oder? (OMG OMG OMG, wahrscheinlich bringe ich mich damit gerade in grandiose Schwierigkeiten. Warum machst du das, Hirn?)

Auf jeden Fall sind die Biker4Kids am Samstag um 16:00 h auf dem Lieblingsstücke-Weihnachtsmarkt, falls du sie dir live und in Farbe anschauen willst. Und ich steh da auch irgendwo mit meinen Büchern und einem Stand, der natürlich blinken wird. (Hoffe ich, die Technik ist noch nicht abschließend geplant. Ich hab ja noch zwei Tage.)

Klüger als ChatGPT!!!

Wer? Ich natürlich!

In den kommenden Tagen kommen viele Päckchen, und da der Mann tagsüber oft schläft (und dafür nachts programmiert), wollten wir die Türklingel abstellen. Wir wohnen in einem älteren Mehrparteienhaus ohne Gebrauchsanleitung, also wussten wir nicht, wie das geht.

Der Mann ist ein großer Fan von ChatGPT – jeder Mensch hat Fehler. Auf jeden Fall hat er dort nachgefragt, wie man wohl die Klingel abstellen könne, und verschiedene Vorschläge bekommen. Von denen natürlich keiner funktionierte.

Ich habe den Hersteller der Anlage eingegeben und mich im Netz durch Bilder von verschiedenen Gegensprechanlagen der Marke geklickt, bis ich ein vergleichbares Modell gefunden hatte. (Unser Haus ist WIRKLICH alt.) Und anhand von dessen Gebrauchsanleitung konnte ich unsere Klingel ausstellen.

Erkenntnis: Ich bin klüger als ChatGPT. ^^

(Tatsächlich glaube ich, dass KI für manche Anwendungen unter fachlicher Überwachung ein gutes Werkzeug sein kann. Für die meisten Dinge, für die es aktuell beworben wird, ist es nicht geeignet. Ich habe bis jetzt in den Google-KI-Ergebnissen noch nicht eine fehlerfreie Information gefunden – ergo muss man alles kontrollieren und kann auch direkt in die eigentlichen Suchergebnisse schauen. Generative KI ist sowieso der Teufel, und die üblichen Chatbots verschwenden nur meine Zeit.)

(Der Mann sieht das natürlich ganz anders. Aber das ist in Ordnung, dann irrt er sich eben.)