Es wäre ja soviel klüger gewesen, alles koordiniert in einen einzigen Post als Programm zu schreiben. Aber ihr kennt mich – so bin ich nicht.
Es ist Samstag, das Wetter ist etwas milder gestimmt als in den letzten Tagen und man könnte wahrscheinlich rein theoretisch den ganzen Abend mit einem Erfrischungsgetränk auf dem Balkon herumlungern. Oder ihr kommt zu Discord (LINK) auf den Bookline-Server und hört euch an, was die kluge, wortgewandte Stella und ich euch über verschiedene Kurzformen der Literatur erzählen, die völlig zu Unrecht nicht ausreichend beachtet werden. (Und ich schwöre, bis zum Termin habe ich alle meinen Informationen und Notizen zusammen.)
Wenn ich niemandem davon erzähle, muss ich mich auch nicht wundern, wenn niemand kommt, nicht wahr?
Die BOOKLINE ist eine digitale Ersatz-Messe, da wir ja keine LBM haben. Sie findet auf Discord statt – das ist eine SoMe-Plattform, auf der man sich aussuchen kann, welchen „Servern“ (sowas wie Gruppen) man beitreten kann. Dort gibt es dann Chat-Kanäle sowie Sprach- und Video-Kanäle. Eigentlich nichts Aufregendes und leicht zu bedienen, wenn man es einmal kennt.
Denn Einladungslink zur Bookline findet ihr z.B. hier: LINK. Dort tretet ihr dem Server bei und folgt den Anweisungen auf dem Bildschirm. Das ist alles!
Und zur Belohnung kriegt ihr dann von mir vorgelesen, möglicherweise eine Stelle mit schönem Wetter (hat schon eine Stelle mit gar nicht schönem Wetter im Kopf) oder mit Reisen (das könnte tatsächlich vorkommen), und wenn dann noch Zeit ist, beantworte ich ein paar Fragen oder schneide Grimassen oder so.
Das klingt unter den aktuellen Bedingungen doch nach akzeptabler Freitag-Abend-Unterhaltung, oder?
Diese Woche findet, in Ermangelung einer ordentlichen Leipziger Buchmesse oder ähnlicher Vergnügungen, auf Discord die BOOKLINE statt. Um euch als Besucher zu tummeln, könnt ihr diesen Link verwenden: LINK. Folgt einfach den Anweisungen auf dem Bildschirm, dann kann gar nichts schiefgehen.
Und wenn ihr schon da seid, könnt ihr mich gleich bei mehreren Gelegenheiten am Stand des Nornennetzes bewundern (meine Finger haben automatisch „verwundern“ getippt, und auch das wird wahrscheinlich passieren). Heute Abend (Dienstag!) beantworte ich zwischen 18:00 h und 19:00 h alle Fragen, die euch einfallen – und wenn euch keine Fragen einfallen, verbreite ich spontan einfach kleine Kuriositäten. Weglaufen kann ich nicht, weil ich versprochen habe, da zu sein.
Außerdem lese ich am Freitag Abend um 18:00 h aus Magie hinter den sieben Bergen: Sommer vor, ebenfalls eine ganze Stunde, ebenfalls ohne Ersatzplan. Das ist das schöne, wenn man jahreszeitlich schreibt: Man muss nie überlegen, wann man was vorliest. Wenn am Ende etwas Zeit ist, gibt es vielleicht noch ein kleines Zweitschmankerl, muss ich mal gucken.
Und am Samstag geht es endlich zu wie bei Profis, wenn die wunderbare, kamera-affine und vortragserprobte Stella Delaney mit mir über verschiedene Kurzformate (nicht nur) in der Phantastik redet. Allein für ihren Beitrag lohnt sich das schon, das ist gewiss!
Auch sonst hat die Bookline eine Menge zu bieten: Lesungen, Buchvorstellungen, Verlagsgeplauder und überhaupt. Warum schaut ihr nicht einfach mal vorbei? Und keine Bange, Discord ist wirklich ganz einfach. Ich habe es schließlich auch gelernt. ^^
Manchmal blogge ich wie so eine irre Hilde, dann verschluckt das Leben mich und spuckt mich (gefühlt) einmal über den Ozean.
Habt ihr mich vermisst?
Hoffentlich nicht – hoffentlich war euer Leben so spannend, dass mein temporäres Ausbleiben gar nicht bemerkt wurde.
Ich war natürlich mit Band 4 von „Gruftgeflüster“ zugange, das den Titel „Erdbeerblut“ trägt, bin gewandert und habe Ideen für die nächsten Bände gesammelt. Außerdem musste gekocht und gebacken werden (einfach nur so, ich esse gerne) und ich wollte auch ein wenig auf dem Sofa faulenzen. Das ist natürlich zu kurz gekommen. ^^
Mal schauen, wie regelmäßig ich demnächst wieder aufschlage.
Manchmal stimmt das Timing einfach nicht. Beispielsweise hätte es letztes Jahr eigentlich einen neuen Trend geben sollen: Niksen! In der Tradition von Hygge ist das, wenn man Blogs und Büchern glauben will, eine niederländische Lebensart, bei der man ab und zu bewusst nikst, also „nichts tut“. Das ist gut für Körper und Seele, macht kreativer und produktiver und verhilft uns zu einem besseren Leben. Und das Schönste: Es kostet nichts!
Tja, und dann kam Corona. Da haben alle „Niks“ gemacht, meistens unfreiwillig, und es war eher besorgniserregend als entspannend. Und eigentlich ist das schade, denn in unserer produktivitätsgescheuchten Gesellschaft könnte Niksen den meisten Leuten ab und zu wirklich gut tun.
Ich habe neulich, ja, ein Buch übers Niksen gelesen. Welches, das könnt ihr hier nachschlagen. Obwohl ich eigentlich schon ziemlich gut bin im Nichtstun. Ab und zu nehme ich mir einfach etwas Nettes zu Lesen mit auf den Balkon, und dann tue ich einen halben Tag lang nichts. Denn beim Nichtstun geht es nicht darum, nur zu sitzen und dumpf zu starren (obwohl das auch darf), sondern um Entspannung und darum, bewusst unproduktiv zu sein.
Ich meine, schaut euch doch mal um. Sobald jemand etwas kann, wird ihm*ihr eingeredet, man müsse so ein Talent doch unbedingt monetarisieren. Und wenn man etwas macht, was man nicht so gut kann, heißt es oft: Lass das lieber bleiben, du verschwendest deine Zeit. Etwas nur zum Vergnügen zu machen – das ist verpönt. Dabei singe ich wirklich gerne ziemlich schlecht, und auch wenn mein Ukulele-Spiel eher unspektakulär ist, bringt es mir große Freude.
Ja, ich bin ein großer Freund vom Niksen. Und deswegen gehe ich heute auch und tue genau das – nämlich nichts.
Huch, auf einmal ward es hier so still! Keine Bange, der Erdboden hat mich nicht verschluckt – oder falls doch, hat er mich direkt wieder ausgespien, wie es sich gehört.
Rhein in Flammen ist tatsächlich erschienen, nur einen Tag hinter dem idealen Zeitplan. Ich bin sehr zufrieden mit mir. Natürlich ist mir direkt anschließend noch ein Buchsatz-Fehler eingefallen, den ich hätte ausmerzen wollen, aber … Kleinigkeiten.
Gerade rennt mein Hirn im Kreis und schreit wegen all der angeblich ultradringenden Kleinigkeiten, die ich erledigen „muss“. Da hilft nur, Listen anzulegen und eins nach dem anderen abzuarbeiten. Außerdem bin ich schon mitten in der Planung von „Erdbeerblut“ und hoffe, dass ich diese Woche auch die ersten Kapitel fertig kriege. Die Geschichte wird soooo schön! Und sooo tragisch! Und hoffentlich auch ein wenig gruselig!
Schade. Alles hat so gut geklappt. Das Cover ist trotz technischer Probleme rechtzeitig fertig (und wunderschön!) geworden, das Manuskript hat im Zeitplan die geplante Länge erreicht – und jetzt hängt es an der Coverprüfung bei BOD, die eine Fehlermeldung ausgibt, die wir nicht nachvollziehen können. Tja, so ist das manchmal. Verschiebt sich die Veröffentlichung eben. Aber es wäre so schön gewesen, wenn der Vorführfall perfekt geklappt hätte!
Auch das ist Autor*innenleben. Während wir versuchen, herauszufinden, wie wir das Problem am besten lösen können, mache ich mich an die nächsten Projekte. Davon gibt es nämlich eine ganze Menge. Zum Beispiel den Mai-Band. ^^
Wollt ihr solange Cover und Klappentext bewundern? Das könnt ihr hier. Und für Patreon-Unterstützer gibt es das eBook bereits in verschiedenen Formaten. Ich dachte, ich stell das mal so in den Raum. ^^
Vielleicht ist es aufgefallen – ich habe ein wenig an der Homepage gebastelt. Hoffentlich haben sich die ganzen Links nicht zu sehr verschoben. Muss noch ein wenig dran wackeln gehen. Aber jetzt haben alle Bücher Content Notes (Warnungen vor potenziell verstörenden Inhalten), soweit sie mir eingefallen sind – Beispiel – und das Gruftgeflüster hat eine eigene Unterkategorie, denn das werden ja noch ein paar mehr Bände, wenn alles gut geht. Demnächst steht noch ein größerer Umbau an, vielleicht sogar mit neuem Design, aber die Struktur kann ich hoffentlich beibehalten. Das ist ja immer so ein Gefummel …
Das Foto ist mehr als passend. Zwei Tage später, als ich gehofft hatte, ist „Rhein in Flammen“ fertig, und es zählt in genau diesem Moment 20.613 Wörter – eins schöner als das andere. ^^ Ich habe noch einige Details eingefügt, die die Geschichte hoffentlich lebendiger wirken lassen, ein paar Tippfehler ausgemerzt und hoffentlich meine Ahnen nicht mit dem Buchsatz beleidigt. Hach, man kann halt nicht alles können.
Den Erfolg werde ich heute Abend mit Eis und einem Bier feiern. Dann gibt es einen halben Tag Pause, und dann mache ich mit der nächsten Geschichte weiter. Sie trägt den Titel „Erdbeerblut“.
Bin ich mit der Geschichte zufrieden? Sicher. Hätte ich mit etwas Zeit und Unterstützung mehr rausholen können? Definitiv. Aber ich bin der Meinung, „ziemlich genial und abgeschlossen“ ist besser als „Meisterwerk, das aufgrund winzigster Restfehler nie veröffentlicht wird“. Oder, wie Neil Gaiman irgendwann mal sagte: „You will learn more from a glorious failure than you ever will from something that you never finished.“ (Deutsch: „Von einem grandiosen Misserfolg lernst du mehr als von etwas, das du nie beendest.„)
In dem Sinne lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und wünsche euch ein abenteuerliches Lesevergnügen mit Niklas und Jenna bei „Rhein in Flammen“. Es kann sich nur noch um Tage handeln, bis das Buch im Handel erscheint. Bis zum nächsten Buch! ^^
(Wollt ihr wissen, woran ich arbeite? Zwölf Kurzromane in zwölf Monaten, und im dritten Monat lasse ich euch über die Schulter gucken. Die Details findet ihr hier. Und wenn ihr den Anfang der Beitragsreihe verpasst habt, geht einfach hierhin und klickt euch dann durch.)
Es gibt nicht viel zu berichten, ich komme voran. Manchmal sehe ich meine eigenen Notizen auf dem Manuskript und denke mir: „Sehr hilfreich, Vergangenheits-Diandra, warum hast du nicht gleich Hieroglyphen benutzt?“ Aber mit ein wenig Denkschmalz kann ich dann doch nachvollziehen, was ich ursprünglich mal gedacht haben muss. Meistens. Und falls nicht – niemand wird es je erfahren!
Ich überlege, ob ich der Schaustellertochter Jenna das Flatterhafte lasse, das sie an den Tag legt. Es ist ein wenig lästig, aber es macht sie auch sehr, sehr liebenswert. Ein wenig wie in Kirschwasser getränktes Quecksilber. Wankelmütige Teenager eben. Ach, doch, das bleibt. Glaube ich. Vielleicht mache ich sie minimal ausgeglichener.
Die Hälfte der Kapitel ist überarbeitet. Zwischenstand: 17551 Wörter.
Parallel sammle ich übrigens schon Ideen und Details für Band 4, schließlich hört die Arbeit hier im Haus nie auf. ^^