Es kommt und geht und kommt und geht …

Schwarzer Hintergrund. Favor in einer Kurve, die die Form des liegenden Buchstaben S hat, die verschiedenen Mondphasen, von "nicht sichtbar" über "kaum sichtbar" und "immer sichtbarer" bis "Vollmond".
Foto von Mason Kimbarovsky, gefunden auf Unsplash

Manchmal blogge ich wie so eine irre Hilde, dann verschluckt das Leben mich und spuckt mich (gefühlt) einmal über den Ozean.

Habt ihr mich vermisst?

Hoffentlich nicht – hoffentlich war euer Leben so spannend, dass mein temporäres Ausbleiben gar nicht bemerkt wurde.

Ich war natürlich mit Band 4 von „Gruftgeflüster“ zugange, das den Titel „Erdbeerblut“ trägt, bin gewandert und habe Ideen für die nächsten Bände gesammelt. Außerdem musste gekocht und gebacken werden (einfach nur so, ich esse gerne) und ich wollte auch ein wenig auf dem Sofa faulenzen. Das ist natürlich zu kurz gekommen. ^^

Mal schauen, wie regelmäßig ich demnächst wieder aufschlage.

Niksen!!!

Bis zum Horizont nur Sand, vertrocknetes Gras. Der Himmel selbst ist sehr hell blau mit wenigen Wolken.
Foto von Simon Maisch, gefunden auf Unsplash

Manchmal stimmt das Timing einfach nicht. Beispielsweise hätte es letztes Jahr eigentlich einen neuen Trend geben sollen: Niksen! In der Tradition von Hygge ist das, wenn man Blogs und Büchern glauben will, eine niederländische Lebensart, bei der man ab und zu bewusst nikst, also „nichts tut“. Das ist gut für Körper und Seele, macht kreativer und produktiver und verhilft uns zu einem besseren Leben. Und das Schönste: Es kostet nichts!

Tja, und dann kam Corona. Da haben alle „Niks“ gemacht, meistens unfreiwillig, und es war eher besorgniserregend als entspannend. Und eigentlich ist das schade, denn in unserer produktivitätsgescheuchten Gesellschaft könnte Niksen den meisten Leuten ab und zu wirklich gut tun.

Ich habe neulich, ja, ein Buch übers Niksen gelesen. Welches, das könnt ihr hier nachschlagen. Obwohl ich eigentlich schon ziemlich gut bin im Nichtstun. Ab und zu nehme ich mir einfach etwas Nettes zu Lesen mit auf den Balkon, und dann tue ich einen halben Tag lang nichts. Denn beim Nichtstun geht es nicht darum, nur zu sitzen und dumpf zu starren (obwohl das auch darf), sondern um Entspannung und darum, bewusst unproduktiv zu sein.

Ich meine, schaut euch doch mal um. Sobald jemand etwas kann, wird ihm*ihr eingeredet, man müsse so ein Talent doch unbedingt monetarisieren. Und wenn man etwas macht, was man nicht so gut kann, heißt es oft: Lass das lieber bleiben, du verschwendest deine Zeit. Etwas nur zum Vergnügen zu machen – das ist verpönt. Dabei singe ich wirklich gerne ziemlich schlecht, und auch wenn mein Ukulele-Spiel eher unspektakulär ist, bringt es mir große Freude.

Ja, ich bin ein großer Freund vom Niksen. Und deswegen gehe ich heute auch und tue genau das – nämlich nichts.

Vom Erdboden verschluckt?

Huch, auf einmal ward es hier so still! Keine Bange, der Erdboden hat mich nicht verschluckt – oder falls doch, hat er mich direkt wieder ausgespien, wie es sich gehört.

Rhein in Flammen ist tatsächlich erschienen, nur einen Tag hinter dem idealen Zeitplan. Ich bin sehr zufrieden mit mir. Natürlich ist mir direkt anschließend noch ein Buchsatz-Fehler eingefallen, den ich hätte ausmerzen wollen, aber … Kleinigkeiten.

Gerade rennt mein Hirn im Kreis und schreit wegen all der angeblich ultradringenden Kleinigkeiten, die ich erledigen „muss“. Da hilft nur, Listen anzulegen und eins nach dem anderen abzuarbeiten. Außerdem bin ich schon mitten in der Planung von „Erdbeerblut“ und hoffe, dass ich diese Woche auch die ersten Kapitel fertig kriege. Die Geschichte wird soooo schön! Und sooo tragisch! Und hoffentlich auch ein wenig gruselig!

Na ja, erst einmal … ans Werk!

Blick über die Schulter, Tag 30 – Frust

Schade. Alles hat so gut geklappt. Das Cover ist trotz technischer Probleme rechtzeitig fertig (und wunderschön!) geworden, das Manuskript hat im Zeitplan die geplante Länge erreicht – und jetzt hängt es an der Coverprüfung bei BOD, die eine Fehlermeldung ausgibt, die wir nicht nachvollziehen können. Tja, so ist das manchmal. Verschiebt sich die Veröffentlichung eben. Aber es wäre so schön gewesen, wenn der Vorführfall perfekt geklappt hätte!

Auch das ist Autor*innenleben. Während wir versuchen, herauszufinden, wie wir das Problem am besten lösen können, mache ich mich an die nächsten Projekte. Davon gibt es nämlich eine ganze Menge. Zum Beispiel den Mai-Band. ^^

Wollt ihr solange Cover und Klappentext bewundern? Das könnt ihr hier. Und für Patreon-Unterstützer gibt es das eBook bereits in verschiedenen Formaten. Ich dachte, ich stell das mal so in den Raum. ^^

Baustellengewimmel

Baustellenschild
Foto von Mark König, gefunden auf Unsplash

Vielleicht ist es aufgefallen – ich habe ein wenig an der Homepage gebastelt. Hoffentlich haben sich die ganzen Links nicht zu sehr verschoben. Muss noch ein wenig dran wackeln gehen. Aber jetzt haben alle Bücher Content Notes (Warnungen vor potenziell verstörenden Inhalten), soweit sie mir eingefallen sind – Beispiel – und das Gruftgeflüster hat eine eigene Unterkategorie, denn das werden ja noch ein paar mehr Bände, wenn alles gut geht. Demnächst steht noch ein größerer Umbau an, vielleicht sogar mit neuem Design, aber die Struktur kann ich hoffentlich beibehalten. Das ist ja immer so ein Gefummel …

Blick über die Schulter, Tag 28 – ES IST VOLLBRACHT!!!

Über einer glatten, spiegelnden Wasserfläche bei Nacht explodiert Feuerwerk. Einige Boote liegen im Wasser. Der Himmel ist klar.
Foto von Ray Hennessy, gefunden auf Unsplash

Das Foto ist mehr als passend. Zwei Tage später, als ich gehofft hatte, ist „Rhein in Flammen“ fertig, und es zählt in genau diesem Moment 20.613 Wörter – eins schöner als das andere. ^^ Ich habe noch einige Details eingefügt, die die Geschichte hoffentlich lebendiger wirken lassen, ein paar Tippfehler ausgemerzt und hoffentlich meine Ahnen nicht mit dem Buchsatz beleidigt. Hach, man kann halt nicht alles können.

Den Erfolg werde ich heute Abend mit Eis und einem Bier feiern. Dann gibt es einen halben Tag Pause, und dann mache ich mit der nächsten Geschichte weiter. Sie trägt den Titel „Erdbeerblut“.

Bin ich mit der Geschichte zufrieden? Sicher. Hätte ich mit etwas Zeit und Unterstützung mehr rausholen können? Definitiv. Aber ich bin der Meinung, „ziemlich genial und abgeschlossen“ ist besser als „Meisterwerk, das aufgrund winzigster Restfehler nie veröffentlicht wird“. Oder, wie Neil Gaiman irgendwann mal sagte: „You will learn more from a glorious failure than you ever will from something that you never finished.“ (Deutsch: „Von einem grandiosen Misserfolg lernst du mehr als von etwas, das du nie beendest.„)

In dem Sinne lehne ich mich mal weit aus dem Fenster und wünsche euch ein abenteuerliches Lesevergnügen mit Niklas und Jenna bei „Rhein in Flammen“. Es kann sich nur noch um Tage handeln, bis das Buch im Handel erscheint. Bis zum nächsten Buch! ^^

Blick über die Schulter, Tag 26

(Wollt ihr wissen, woran ich arbeite? Zwölf Kurzromane in zwölf Monaten, und im dritten Monat lasse ich euch über die Schulter gucken. Die Details findet ihr hier. Und wenn ihr den Anfang der Beitragsreihe verpasst habt, geht einfach hierhin und klickt euch dann durch.)

Es gibt nicht viel zu berichten, ich komme voran. Manchmal sehe ich meine eigenen Notizen auf dem Manuskript und denke mir: „Sehr hilfreich, Vergangenheits-Diandra, warum hast du nicht gleich Hieroglyphen benutzt?“ Aber mit ein wenig Denkschmalz kann ich dann doch nachvollziehen, was ich ursprünglich mal gedacht haben muss. Meistens. Und falls nicht – niemand wird es je erfahren!

Ich überlege, ob ich der Schaustellertochter Jenna das Flatterhafte lasse, das sie an den Tag legt. Es ist ein wenig lästig, aber es macht sie auch sehr, sehr liebenswert. Ein wenig wie in Kirschwasser getränktes Quecksilber. Wankelmütige Teenager eben. Ach, doch, das bleibt. Glaube ich. Vielleicht mache ich sie minimal ausgeglichener.

Die Hälfte der Kapitel ist überarbeitet. Zwischenstand: 17551 Wörter.

Parallel sammle ich übrigens schon Ideen und Details für Band 4, schließlich hört die Arbeit hier im Haus nie auf. ^^

Blick über die Schulter, Tag 25

(Falls ihr euch fragt, worum es geht, könnt ihr den ersten Beitrag hier finden und euch von da aus durchklicken.)

Heute gibt es das Cover für euch! Ich finde, Giusy hat sich mal wieder selbst übertroffen. Was meint ihr?

Coverbild "Rhein in Flammen" von Diandra Linnemann.
Tadaaaa!!!

Die Überarbeitung hat – völlig leichtfertig – geruht, weil ich mir an diesem Wochenende in erster Linie Fachbeiträge zum Thema Buchmarketing angeschaut habe. Dabei brauche ich doch erst ein Buch, das mich „marketen“ kann! Aber ich fühle mich der Aufgabe durchaus noch gewachsen. Ich habe mein durchmarkiertes und beschmiertes Manuskript und darüber hinaus noch eine Liste mit Dingen, auf die ich in dieser Geschichte generell achten sollte. Ich rede mir ein, dass damit der schwierige Teil bereits erledigt sei. ^^

(Alles über die bereits erschienen „Gruftgeflüster“-Bände erfahrt ihr übrigens hier.)

Blick über die Schulter, Tag 22

Großaufnahme eines Manuskriptausdrucks, handschriftlich ist eingefügt: "Mehr Drama!"
Detaillierte Notizen sind sehr wichtig.

Was, meintet ihr etwa, ich hätte euch vergessen? Mitnichten! Oder mitneffen, falls euch das lieber ist. (Man reiche mir den Kaffee, vielleicht wird es dann besser.)

Es ist nur so, dass in den letzten Tagen nicht viel Aufregendes passiert ist. Das Wochenende habe ich mir freigenommen – also „frei“, ich habe ungefähr eine halbe Million anderer dringender Aufgaben erledigt – und danach habe ich den ersten Entwurf ausgedruckt und auf Papier gelesen, mit einem Stift in der Hand. Dafür habe ich meine „Grummelige alte Frau hat keine Zeit für diesen Scheiß“-Attitüde aufgesetzt, denn die ist für Überarbeitungen grandios! Das Ergebnis sind unzählige mehr oder weniger detaillierte Anmerkungen, die ich bis Anfang nächster Woche eingearbeitet haben möchte. Einige Dinge lassen sich einfach ändern, andere erfordern mehr Zerren. Und vor allem ist jetzt wichtig, dass ich mir Zeit lasse, denn davon habe ich nicht mehr viel. Das bedeutet, beim Überarbeiten muss jeder Handgriff sitzen.

Ein Ding, um das ich mir glücklicherweise wenig Sorgen machen muss, sind Rechtschreib- und Tippfehler. Klar gibt es ab und zu so Teufelchen wie den da im Bild, aber übers Manuskript verteilt habe ich bis jetzt vielleicht sechs gefunden. Ein paar kommen beim Überarbeiten garantiert noch hinzu, aber jetzt lohnt es sich wirklich, dass ich durch Bürojob und Schreiben sehr ordentlich tippen geübt habe. (Allen Regeln der Kunst folgend müsste jetzt ein Tippfehler kommen. Wartet, ich mache schnell welche. Flergleblah. Kurztüte.) Je besser der erste Entwurf ist, auch vom schnöden Handwerklichen her, desto mehr kann man sich beim Überarbeiten auf die Geschichte konzentrieren. Wird das Endergebnis fehlerfrei? Wahrscheinlich nicht. Aber fehlerarm höchstwahrhoffentlich, und das ohne Fremdkorrektorat.

Und ich habe noch eine gute Nachricht: Meine Coverfee konnte ihre Technik retten, und ich habe das dritte Cover bereits in der Tasche. Die Tage zeige ich es euch, ich bin schon wieder sehr verliebt. Dann gibt es auch den endgültigen Klappentext – wobei, ich glaube nicht, dass sich da etwas geändert hat. Werde noch ein letztes Mal drüberschauen, nur zur Sicherheit.

Stand: Müde, aber optimistisch.

Blick über die Schulter, Tag 16

Heute hat sich mal wieder gezeigt, dass ich eigentlich eine Morgenschreiberin bin. In den 40 Minuten, die ich mir vor der Arbeit freigeschaufelt habe, habe ich soviel geschafft wie gestern in drei Stunden. Krass, oder? Ich finde es hilfreich, meine besten Tageszeiten zu kennen. Ich finde es allerdings auch hilfreich, zu den anderen Zeiten trotzdem schreiben zu können, wenn mir nichts anderes übrig bleibt. Das kommt mit der Übung.

Dafür ist mein Gehirn nicht mehr kooperativ. Gerade hat es mir den Dämon „Beelzeblubb“ vorgestellt. Wahrscheinlich beschwört man den mit Rahmspinat. Wie soll ich unter diesen Umständen arbeiten???

Auf jeden Fall habe ich gerade den letzten Punkt unter die erste Fassung gesetzt.

Endstand: 15.673 Wörter

Am Ende muss noch einiges gefüllt und erklärt werden. Die Auflösung hat mich auch überrascht, trotz Plot. (Das kommt davon, wenn man sich nur notiert: „Aufregende Dinge passieren.“)

In den kommenden zwei Tagen kann ich die Geschichte also ruhen lassen, ehe ich sie mir ausdrucke und mich erneut ans Werk mache. Die nächsten beiden Tagen sind für Audio-Aufnahmen, neue Pläne und zwei Gewinnpäckchen, die ich dringend packen muss. Leider lässt BoD sich Zeit mit den Belegexemplaren – könnt ihr euch vorstellen, dass ich erst ein Exemplar von „Gruftgeflüster 1“ im Haus habe? Das ist fast schon lächerlich! Na ja, die Zeit ist eben so, wie sie ist.

Aktuell hat meine Coverfee leider Probleme mit der bösen Technik – kann also sein, dass es trotz der ganzen Fleißarbeit dauert, bis ihr „In Flammen“ tatsächlich lesen könnt. Aber keine Bange, der Spoiler-Beitrag mit den verschiedenen Versionen von Notizen kommt erst, wenn die Geschichte mindestens einen Monat erhältlich war. :-)

Und weil die Überarbeitungsphase nicht so spannend ist, werde ich euch eventuell in der kommenden Woche ein paar Stellen im Vorher-Nachher-Vergleich zeigen. Hättet ihr darauf Lust? (Verschwindet in der Küche, Fischstäbchen backen.)