
(Ja, ja, BlueSky ist auch Social Media. Aber eben nicht die Hölle.)
Jetzt bin ich ja eine Weile bei Facebook, Instagram, Threads und Tiktok weg. (Bei Twitter sowieso schon.) Rein theoretisch habe ich mir als Autorin damit sämtliche aktuell geltenden Werbestrategien zerstört. Muss allerdings sagen – die Verkäufe sind nicht schlechter als vorher. Möglicherweise war ich bei Social Media einfach eine Marketing-Niete. Es ist etwas schwieriger, vielen Leuten einfach zu erzählen, dass da ein neues Buch ist. Der Hirschkönig wurde bis jetzt total ignoriert, was ich schade finde. Vielleicht liegt es am Buch, vielleicht liegt es an mir. So richtig wissen werde ich es erst nach zwei oder drei weiteren Büchern. Aber was ist denn dann jetzt der Vorteil?
Erstens fehlt mir die Doomscrolling-Plattform. Stattdessen „doomcrafte“ ich jetzt bei Pinterest, das macht viel mehr Spaß.
Zweitens habe ich nicht mehr andauernd das Gefühl, ich könnte etwas verpassen. Wahrscheinlich verpasse ich mehr als früher, aber dafür kriege ich viel mehr aus meinem direkten Umfeld mit.
Und drittens – weniger Rage Bait. Das ist das schönste. Natürlich ist die Welt nach wie vor kacke und der Scheißhaufen brennt auch noch an allen Ecken und Enden, aber ich sehe weniger Beiträge, in denen Leute sich absichtlich ignorant stellen oder einfach Mist erzählen, um Interaktionen zu generieren.
Also: Ich würd’s wieder tun. Das Leben als Sumpfhexe ohne Telefon klingt mit jedem Tag verlockender. Komm mit!
Entdecke mehr von diandras geschichtenquelle
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
Klasse, das ist doch ein tolles Resumé. Und wieso hast du doch zusätzlich für das zentralisierter BlueSky entschieden? Im Fediverse bist du doch auch aktiv.
LikeLike
Ich bin aktuell bei Bluesky, Mastodon und Tumblr, aber BlueSky fühlt sich für mich bis jetzt am organischsten an. (An Mastodon stört mich vor allem diese uuuuuuuunglaublich schlechte Smartphone-App. Vielleicht gibt es da akzeptable Drittanbieter, aber die technischen Hubbel führen dazu, dass ich daheim kaum reinschaue, weil nix funktioniert und die Hälfte auch noch schlecht.) Die Grabenkämpfe zwischen den verschiedenen Microblogging-Plattformen habe ich am Rand wahrgenommen und entschieden, dass ich mich damit aktuell nicht befassen will.
LikeGefällt 1 Person
Okay, das kann ich nachvollziehen. Ich höre das auch aus meinem Umfeld, dass diese kleinen technischen Hürden dazu führen, dass man sich dem leider komplett abwendet.
Die offizielle App ist wirklich sehr buggy. Gleichzeitig sehe ich es als Vorteil, dass es Drittanbieter-Apps gibt. Ich nutze momentan Mona – damit komm ich am besten klar.
Aber super, dass du deinen Blog nach wie vor ins Zentrum stellst. Damit ist dir ein autarkes Schaffen sicher.
LikeLike