In bester Tradition habe ich keine Bilder gemacht, also gibt es hier nur eine sehr begrenzte Sinnflut. Aber ich wollte euch unbedingt von dem tollen Abend erzählen, den wir hatten!
Wie üblich war ich da ja nur versehentlich reingerutscht. Sandra und Robert, die die Aqua Obscura-Anthologie zu verantworten haben, hatten irgendwie mit den Leuten von Laserhirsch ausgeknobelt, dass man was zusammen machen könne. Also Musik, sozusagen. Und was lesen. Und als Robert mir erzählte, dass sie den Rheinpiraten lesen wollen, hab ich direkt gesagt: „Das kann ich auch selbst machen.“ Sind ja nur knapp zwei Stunden Anfahrt. Ich liebe solche Sachen!
Außerdem hatten sie noch eine Künstlerin aufgetan – sogar sehr spontan, denn der ursprünglich eingeplante Künstler war leider krank. Aber Svetlana vom Atelier Glücksbringer ist nicht nur direkt eingesprungen, sondern hat den Abend mit ihrem Gemälde wirklich bereichert.
Die Location, ein ehemaliges Kloster (heute ein Restaurant mit Kultur und Grill-Akademie) war unglaublich gemütlich. Wir hatten einen Raum unter dem Dach mit Catering, nicht zu groß und nicht zu klein … um es mit Goldlöckchen zu sagen: Genau richtig.
Die Veranstaltung an sich dauerte etwa eine Stunde, mit Musik und Lesungen im Wechsel, während Svetlana neben uns ein wunderschönes Bild auf die Leinwand zauberte (das ich nicht fotografiert habe, mein Fehler, Schande auf meine Kuh!). Und es hat alles so toll zusammengepasst! Besonders hat mich gefreut, dass ein Musikstück extra für den Rheinpiraten geschrieben wurde – ein echtes Lifegoal! Anschließend sind wir noch eine Weile mit allen dageblieben und haben uns nett unterhalten. Im Ernst, so etwas würde ich jederzeit wieder mitmachen.
Als nächstes freue ich mich jetzt auf die Lesung in der Grotesque Absinth-Bar in Aachen am 01.03. – soweit ich weiß, haben wir keine Musik, dafür aber drei tolle Geschichten von unterschiedlichen Autor*innen und überhaupt war ich noch nie in Aachen und es ist eine Bildungslücke, was meinst du? Also besorg dir ein Ticket damit die Veranstalter wissen, dass sich der Abend lohnt, dann gibt es vielleicht bald mehr davon.
Hach, es könnte überhaupt so schön sein. Ich mag diese Art Veranstaltungen, als Zuschauerin genau wie als Teil der Unterhaltung. Eigentlich sollte das viel einfacher möglich sein: Kunst machen für die, die diese Kunst mögen, ohne Blick auf die Zahlen dahinter. (Können wir uns den Raum leisten? Kommen genügend Leute? Kriegen wir die Kosten für die Bücher wieder rein?) Leider leben wir noch nicht in meiner Hippie-Utopie. Aber wann immer ich kann, rücke ich die Realität hinterrücks ein wenig in die richtige Richtung.
Für wen Aachen zu weit ist – auf der Leipziger Buchmesse bin ich auch, in erster Linie inoffiziell und als Sorgenwandlerin für PAN. Vielleicht finden wir einander?
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