Ankündigung: Lesung in Aachen am 01.03.2026

Den Hintergrund bildet ein dunkles, gemütliches, altmodisches Zimmer mit zwei Sesseln, einem Kamin, einer Lampe, Büchern und Kleinkram. An der Wand hängt ein stilisierter Oktopus. Im Vordergrund sieht man von oben links nach unten rechts drei Buchcover: "Zuflucht in Schattenfall" (Diandra Linnemann - Winterfarben, Magiefunken, eine Frau, ein Drache, eine Katze, Berge), "Der Auftrag der Zauberer (Manuel Otto Bendrin - Flammen vor einem buchartigen Rahmen, aus dem eine Figur herausschwebt), "Der Glückskrämer und die Suche nach dem Unglück" (Susann Loevenich - eine verspielt und gleichzeitig mysteriös wirkende Ladenfront mit einem goldenen Schwein vor dem Schaufenster). Beschriftung: "Fantasy Leseabend in der Grotesque Absinth-Bar Aachen".
(c) Manuel Otto Bendrin

Die Details: Die regionalen AutorInnen Susann Loevenich, Manuel Otto Bendrin und Diandra Linnemann laden zu einem gemütlichen Fantasy-Leseabend im 20er Jahre Ambiente der Grotesque Absinth-Bar Aachen ein.

Hört Auszüge aus den Romanen
„Der Glücksrämer und die Suche nach dem Unglück“ (Modernes Märchen / Cozy Fantasy) von Susann Loevenich, in der Glück eine käufliche Ware ist – wobei der Unterschied zwischen Glück und Unglück am Ende doch reine Definitionssache ist.
„Der Auftrag der Zauberer“ (Sword&Sorcery) von Manuel Otto Bendrin, in der die Protagonisten auf dem Weg der Weltrettung zuerst sich selbst aus dem Lügennetz ihrer Kindheit befreien müssen.
„Zuflucht in Schattenfall“ (Cozy Fantasy) von Diandra Linnemann, in der Rosalind auf der Flucht vor ihrem Schicksal diesem erst in die Hände zu laufen scheint.

Für Bewirtung sorgt das freundliche Personal der Grotesque-Absinthbar.

Wann: So, 01.03.2026, 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr; Einlass: ab 17:00 Uhr

Wo: Grotesque Absinth-Bar, Rennbahn 1, Aachen

Tickets kosten 10,00 Euro und können hier erworben werden: EVENTFROG-LINK.

Ich war noch nie in dieser Bar – hmm, ich war noch nie in Aachen, fällt mir dazu ein – und bin sehr gespannt, wie dieser Abend sich gestaltet. Falls du in der Nähe bist, komm vorbei und sag hallo!

Mini-Spoiler: Rosalindas Kleid

ACHTUNG, der folgende Text enthält einen Mini-Spoiler für „Zuflucht in Schattenfall“. Weiterlesen auf eigene Gefahr.

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Man sieht von hinten ein kleines Kind mit braunen Zöpfen und einem Regenbogenkleid: Der Rock ist regenbogenfarben und glänzt über einem hellrosa Petticoat, das Oberteil ist kaugummirosa mit langen Ärmeln, außerdem trägt das Kind glänzende regenbogenfarbene Flügel und bunte Plastikperlenketten.
Foto von Joceline Painho, gefunden auf Unsplash

Gut, ganz so extravagant sollte Rosalindas Kleid nicht aussehen. Aber fast. Ich hatte alles so schön geplant. Die junge Frau, die ihr ganzes Leben lang nur Schwarz trägt, weil Hexen das eben so machen und das von ihr erwartet wird, taucht im letzten Kapitel des Buches im buntesten, wildesten Kleid auf, dass die anderen Schatten für sie finden konnten.

Der ultimative Befreiungsschlag!

Alles ganz anders!

Und dann habe ich beim Schreiben verstanden, dass Rosalinda so nicht funktioniert. Sie springt nicht von einer Welt in die andere. Stattdessen tastet sie sich langsam vor und findet Stück für Stück heraus, was sie tatsächlich will.

Wer weiß, vielleicht will sie NICHT aus Prinzip ALLES ganz anders machen?

Vielleicht findet sie ihren eigenen Mittelweg, bei dem sie einiges aus ihrer Familientradition behält und andere Dinge so anpasst, dass sie wirklich zu ihr gehören?

Immerhin ist Rosalinda eine eher vorsichtige Person, jetzt, wo sie auf eigenen Füßen stehen will.

Und deswegen hat Elli auch Recht, als sie ihr mit Thomas‘ Hilfe das eher gedeckte Kleid in Grautönen mit Muster besorgt – ein Kleidungsstück, mit dem sie sich langsam an ihren eigenen Stil herantasten kann.

Ich wette, im Verlauf der Zeit verirren sich auch richtig bunte Kleidungsstücke in Rosalindas Schrank. Aber das dauert noch eine Weile. Schließlich sollen sie ja zu ihr passen.

Rosalindas Hass auf Männer (enthält Spoiler für „Zuflucht in Schattenfall“)

Vor einigen Tagen erreichte mich Kritik. Das ist an sich nicht schlimm – ich mag Rückmeldungen zu meinen Büchern, auch wenn sich Leute an etwas stören oder ich mal etwas explizit verbockt habe.

Über diese Rückmeldung habe ich allerdings eine Weile nachgedacht.

Warum Rosalinda so einen Hass auf Männer habe? Schließlich würde sie vor allem Thomas unterstellen, nur „das eine“ zu wollen, das werfe ein ganz schlechtes Bild auf Männer und überhaupt.

(Ich paraphrasiere das alles ein wenig. Ihr versteht mich.)

Und ja, wenigstens zu Beginn des Buches hat Rosalinda einen sehr eingeschränkten Blick auf Männer. Aber das ist nur logisch – schließlich ist sie in einer rein weiblichen Hexengemeinschaft aufgewachsen und hat dort die klassische Hexenmythologie gelernt.

Möglicherweise kennen viele meiner Lesenden sich damit nicht gut aus. Ich hingegen bin seit mehr als 25 Jahren mit der heidnischen Szene involviert, und ich muss sagen: Viel, was als „traditionelles Hexenwissen“ verkauft wird, ist mal so unglaublich traditionell-heterosexuell und auf Sexualität ausgerichtet, es ist schon fast albern.

Ehe jemand meckert: Natürlich gibt es viele differenzierte gut Quellen, die über das „Vereinigung der Gegensätze“-Geschnacksel von Hohepriester und Hohepriesterin hinwegkommen, aber es gibt auch genau so viele, die da elegant versagen. Egal, ob es um „Frauenmysterien“ (menstruieren, gebären, pflegen, weise gucken) geht oder um Rituale (Kelch und Messer/Stab als Symbole für Ihr-wisst-schon-Zwinkizwonki), viele Autor*innen scheinen gedanklich immer noch in der puritanischen Welt festzuhängen, in der sie selbst aufgewachsen sind, und wollen der etwas entgegenstellen. Dass sie dabei in genau die gleiche Falle tappen, indem sie alles irgendwie doch wieder auf Sex etc. zurückbiegen, fällt ihnen nicht auf. Und es ist ja auch klar: Wir sind alle Produkte der Welt, in der wir aufgewachsen sind.

So also auch Rosalinda. Wenn ihre Hexengemeinschaft sich mit männlichen Gemeinschaften getroffen hat, dann in erster Linie für zwinkizwonki-inspirierte Rituale und Feste. Die Austauschjahre finden explizit zum Rumvögeln (excuse my Deutsch) und für die Fortpflanzung statt. Dann fühlen die Hexen sich ultra-befreit und fortschrittlich, während die Erwartung ist, dass jede von ihnen zwangsläufig Jungfrau-Mutter-Alte sein wird.

An Rosalindas Stelle wäre ich auch weggelaufen, das klingt furchtbar einschränkend. Nichts gegen all die Leute, für die so ein Leben die Erfüllung eines Traums wäre, aber wenigstens die Wahl muss man doch haben. Und natürlich habe ich den Coven übertrieben. Die wenigstens Gemeinschaften sind genau so traditionell-verbohrt. Wobei die Reaktion vieler Gemeinschaften auf trans oder nonbinäre Personen schon deprimierend ist. Wir sollten es besser machen.

Zum Glück trifft Rosalinda in Schattenfall eine Reihe von Leuten, die sehr geduldig mit ihren Vorurteilen umgehen, bis sie lernt, dass Männer auch nur Menschen sind. Diese Erkenntnis ist Teil der Entwicklung dahin, dass sie am Ende nicht Hals über Kopf davonläuft und alles abstreift, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hat. Stattdessen entschließt sie sich, zu bleiben und für sich selbst eine neue Rolle zu definieren. Schließlich hat nicht einmal die Hohepriesterin die Wahrheit gepachtet.

Neuerscheinung: Zuflucht in Schattenfall

Buch: "Zuflucht in Schattenfall". Das Cover ist in Violett- und Blautönen gehalten. Im Vordergrund stehen die Silhouette einer schlanken jungen Frau mit langen Haaren und die einer Katze auf schneebestäubten, verwitterten Holzdielen. Im Hintergrund sieht man winterliche Berge und die Silhouette eines Fichtenwaldes. Links über den Bergen fliegt in der Ferne ein Drache. Im oberen Teil des Bildes hängt ein großes Holzschild mit dem Buchtitel - Zuflucht in Schattenfall - in Schreibschrift. Der Name der Autorin - Diandra Linnemann - steht in Großbuchstaben auf einem dunklen, transparenten Streifen unten auf dem Cover.

Siehst du diese Ankündigung gerade zum dritten Mal und bist genervt? Das beweist, dass meine Automatisierung funktioniert. Viel wichtiger jedoch: Mein „Februarbuch“, das du schon vor Monaten hättest lesen können sollen, ist endlich erschienen! Bei Books on Demand kannst du es bereits als Taschenbuch kaufen, die anderen Shops ziehen in den nächsten Tagen nach. Die eBook-Konvertierung dauert immer eine Weile, keine Ahnung warum, aber auch das kommt. Und wenn es kommt, ist es für kurze Zeit sogar günstiger!

So, das war ein wilder Ritt. Die Arbeit ist auch noch nicht vorbei. In den letzten Monaten lag mein Augenmerk darauf, das Buch fertigzukriegen und gleichzeitig möglichst viele Leute darauf hinzuweisen, dass es bald erscheint und sie es unbedingt lesen müssen.

Jetzt ist es raus und es ist mein Job, möglichst viele Leute darauf hinzuweisen, dass es erschienen ist und sie es unbedingt lesen müssen. Gleichzeitig begebe ich mich auf die Jagd nach Rezensionen und hoffe, dass viele Leute das Buch nicht nur lesen, sondern auch auf Social Media in die Kamera halten. Das werde ich selbst natürlich tun, sobald ich meine Druckexemplare in der Hand halte. Einige sind schon verplant, andere kann man bei mir mit Widmung bestellen. (Ich verschicke sie oder bringe sie zu Treffpunkten wie der Krähenfee oder dem BuCon mit, wenn du mich vorwarnst!)

Was muss ich noch machen? Mir dringend ein Lesezeichen-Design überlegen, das hab ich ganz vergessen. Zum Glück bin ich ultraspontan und überschätze meine Bastelfähigkeiten auf das Grandioseste. Bist du auch schon gespannt?

Und dann kommt schon Band drei. Ich habe eine Idee und muss den Plot nur etwas cozy (und sehr spannend!) machen, dann geht es direkt weiter. Als nächstes setzen wir uns mit Bjarne auseinander … ^^

PS: Natürlich kannst du als zahlende*r Unterstützer*in auf Patreon das Buch bereits als eBook lesen, da ist es schon in verschiedenen Formaten erhältlich.

Immer wenn ich glaube, die Technik kann mich nicht mehr überraschen …

Buch: "Zuflucht in Schattenfall". Das Cover ist in Violett- und Blautönen gehalten. Im Vordergrund stehen die Silhouette einer schlanken jungen Frau mit langen Haaren und die einer Katze auf schneebestäubten, verwitterten Holzdielen. Im Hintergrund sieht man winterliche Berge und die Silhouette eines Fichtenwaldes. Links über den Bergen fliegt in der Ferne ein Drache. Im oberen Teil des Bildes hängt ein großes Holzschild mit dem Buchtitel - Zuflucht in Schattenfall - in Schreibschrift. Der Name der Autorin - Diandra Linnemann - steht in Großbuchstaben auf einem dunklen, transparenten Streifen unten auf dem Cover.

… dann klappt plötzlich der Upload aller Dateien bei BOD auf Anhieb im ersten Versuch ohne Probleme. Das heißt, es geht jetzt ganz schnell.

„Zuflucht in Schattenfall“ ist beauftragt und sollte schon in wenigen Tagen auf den üblichen Kanälen erhältlich sein. Erfahrungsgemäß dauert es ein paar Tage, ehe man auch das eBook bestellen kann. Das gibt es dafür allerdings dann ein paar Tage lang für € 0,99 – es lohnt sich also, deine bevorzugten Buchverkaufsplattformen im Auge zu behalten! Keine Bange, ich sag auch noch ausgiebig Bescheid, wenn es erst soweit ist.

Was heißt das außerdem?

Ich kann mich so richtig auf Band Drei konzentrieren. In dem machen wir uns mit Bjarne auf ins Chaos … ^^