Nee, für uns Erwachsene ist das nicht vorgesehen. Wenigstens fangen die von der städtischen Müllabfuhr im Moment morgens extrafrüh an, damit die nicht in der größten Hitze den ganzen Driss durch die Gegend karren müssen, das gefällt mir. Für alle anderen gilt wahrscheinlich: Sieh halt zu, wieste nicht in Flammen aufgehst.
Auf der Arbeit haben wir es dank Klima-Anlage eher angenehm, und auch zuhause – ich sag nur: Dachgeschosswohnung, Flachdach! – steht inzwischen ein Klimagerät, um wenigstens das Wohnzimmer auf erträgliche 27 °C abzukühlen. Solange man also nackt flach in Seesternposition liegt, lässt es sich aushalten. (Zuhause. Nicht im Büro. Ich darf die Kolleg*innen nicht verstören!)
Für alles andere gibt es so grandiose Tipps wie: Bleiben Sie an kühlen Orten. Meiden Sie die Hitze. Wie man das machen soll, wenn man Termine hat oder so, wird nicht verraten. Deswegen an dieser Stelle meine persönlichen ernstgemeinten Tipps für gegen Hitze, falls man ihr denn schon nicht entgehen kann.
- Viel trinken. Also, es ist natürlich komplizierter, aber kurz: Wenn du viel schwitzt, solltest du mehr trinken. Gestern war ich mit dem Rad in der Stadt unterwegs (Bonn hat da so eine … Situation, darüber die Tage vielleicht mehr Spott), insgesamt drei Stunden bei fröhlichem Sonnenschein. Du kannst deinen linken Ellbogen darauf verwetten, dass ich mindestens fünf Liter getrunken habe. Und alles wieder ausgeschwitzt. Ich war ein Springbrunnen.
- Wenig (und das richtige!) anziehen. Und es ist mir schnurz, ob du faltig, dick, haarig, … bist – niemanden kümmert das. Wenn du vor Hitze kollabierst, ziehst du viel mehr Aufmerksamkeit auf dich. Und wenn ich nicht dafür verhaftet werde, den Mann in pinkfarbenen Shorts und Tank Top vom Bahnhof abzuholen, passiert dir auch nix. Ich empfehle Leinen und Baumwolle … oder Funktionskleidung, bei dieser Hitze liebe ich meinen Vorrat an Sportsachen direkt doppelt. Leider ist das „Definitely not a zombie!“-Shirt nicht bürotauglich, aber wenn ich in meiner Freizeit ausgehe, leistet es gute Dienste. Und wie gesagt: Daheim trage ich höchstens ein Handtuch zum Draufliegen.
- Strategischer Durchzug, wenn du keine Klima-Anlage hast, und dichte Vorhänge helfen, die Wohnung wenigstens ein bisschen abzukühlen. Ventilatoren sind auch toll.
- Iss Eis. Und Wassermelone. Und vielleicht noch Salat. Und wenn du magst, Milchprodukte, aus irgendeinem Grund halten die mich kühl. Buttermilch ist doppelt toll, denn die reduziert auch meine „Sonnenallergie“ (so lustige flüssigkeitsgefüllte Quaddeln, wenn ich zuviel Sonne abbekomme, ohne Sonnenbrand).
- Geh früh morgens oder spät abends raus, wenn es kühler wird. Der Wald ist gut, da ist es schattig. Aber denk trotzdem an den Sonnenschutz!
Und der wichtigste Hinweis: Bitte nicht sterben! Das verursacht nur Papierkram. (Ich mag dich. Pass auf dich auf.)