Vampir-Romane sind echt zum Kotzen … – aber nicht dieser. Endlich ein neuer Blick auf die ganzen Blutsauger mit ihrem hypnotisierenden Wesen und ihren finsteren Bedürfnissen. Wusstet ihr, dass Vampire Katzen mögen? Wartet, das klingt ganz falsch. Einige winzige Details bleiben ungeklärt, das ist für die Geschichte nebensächlich, aber aufgefallen ist es mir dann doch. Trotzdem eine definitive Lese-Empfehlung.
Rezensionen
Rezension: Schreibtipps für Schriftsteller (Richard Norden)
Inhaltsangabe:
„‚Schreibtipps für Schriftsteller‘ ist ein ‚Best of‘ der beliebtesten Artikel aus fünf Jahren WritersWorkshop E-Zine: 30 Artikel aus den ersten 60 Ausgaben des Magazins auf insgesamt über 200 Normseiten – bunt gemischt, abwechslungsreich und informativ.“
„Schreibtipps für Schriftsteller“ enthält nichts, was man nicht schon gelesen haben könnte – schließlich handelt es sich um eine Sammlung beliebter Artikel, die bereits im „Writers Workshop E-Zine“ erschienen sind. Hier liegt allerdings gerade die Stärke dieses Buches, denn auch wenn es sich hier um ein „Best of“ handelt, das eigentlich nichts Neues bringt, so sind die Themen erstens breitgefächert und zweitens immer noch aktuell. Und mal im Ernst, wer erinnert sich aus dem Stehgreif an jeden klugen Artikel, den er jemals in einem Newsletter zum Thema Schriftstellerei gelesen hat?
An dieser Stelle muss man natürlich hinzufügen, dass dies kein „So schreiben Sie Ihren Bestseller“-Ratgeber ist. Davon gibt es reichlich, auch exzellente, an anderer Stelle. Vielmehr findet man Anregungen zu diversen Themen wie Zeitmanagement, Stil vs. Handlung oder Notizenmanagement – alles in leicht zwischendurch zu lesenden Artikeln verpackt, die viele Anregungen für alle Expertise-Levels bieten und es unnötig machen, umständlich hin- und herzublättern.
Rezension: Sternenrot – Im Sommer (Annie Kay)
„… »Die Sterne leuchten hier noch heller als zuhause«, hörte ich eine vertraute Stimme hinter mir und mein Herz begann augenblicklich so laut zu schlagen, dass ich Angst hatte, er könnte es hören.
»Ich sehe aber keine«, erwiderte ich mit einer Spur Enttäuschung. Das Knirschen der Steine verriet mir, dass sich Nicolas langsam näherte, aber ich hielt meinen Blick stur in den Himmel gerichtet. Wie hätte ich auch dem seinen nur begegnen sollen?
»Entspann dich ein bisschen und denk an etwas, das dir jetzt richtig gut gefallen würde. Dann kommen die Sterne ganz von alleine.« Nicolas` Stimme war nur mehr ein raues Flüstern an meinem Ohr und seine Worte gaben mir das Selbstbewusstsein, einen halben Schritt nach hinten zu gehen und mich an ihn zu lehnen.Evalina ist 84, als sie stirbt und von ihrem Vorfahren Adamos abgeholt wird. Als er ihr erklärt, dass sie noch einmal die Schule besuchen muss, um in der Ewigkeit bestehen zu können, wählt sie wie ihre Schulkameraden wieder das Aussehen einer 20-jährigen. Evalinas Zeit an der Über-Lebens-Schule erfordert jedoch all ihre Lebenserfahrung: Sie muss das Geheimnis des Lebens bewahren und dabei ihre wiedererwachten Hormone genau so in den Griff bekommen, wie den Liebeskummer ihrer Zimmernachbarin und die einzelnen Unterrichtsfächer. Während Evalina versucht, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden, entwickelt sich aber ihre größte Herausforderung: Sowohl Adamos, als auch der mysteriöse Nicolas brauchen Evalina dringend, um an der Schule bleiben und sie abschließen zu können. Doch wem von beiden kann Evalina vertrauen und wessen Gefühle für sie sind am Ende echt?“
Dass der Tod nicht das Ende ist, haben wir natürlich alle schon geahnt, aber in „Sternenrot“ nimmt Annie Kay den Leser mit in die Über-Lebens-Schule, die alle frisch dahingeschiedenen auf die Ewigkeit vorbereitet. Natürlich ist es nicht einfach, auf einmal wieder jung und agil zu sein und mit dem Gedanken konfrontiert zu werden, das sei jetzt so für immer. Und dann sind da natürlich noch einige Leute, die mit der Bevormundung an der Über-Lebens-Schule nicht einverstanden sind.
In einem schlichten Schreibstil ohne große blümerante Ausschweifungen mäandert die Geschichte von Jugendroman über Mystery zu Liebesgeschichte, ohne sich dabei letztendlich auf ein Genre festzulegen. Auf jeden Fall ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Rezension: „Zum Geburtstag einen Baum…“ (Cornelia Wriedt)
„Ein besonderes Geburtstagsgeschenk lässt sich nicht so einfach finden. Hier kommen Tipps für alle, die eine Vorliebe für Bäume haben. Der keltische Baumkalender bietet jede Menge Geschenkideen für Naturliebhaber und Menschen mit grünen Daumen. Hier finden sich Vorschläge für Gärtner mit großen Gärten, mit kleinen Gärten oder Balkons, für Bonsai-Liebhaber und für Leute, die keinen Garten haben.
2. Auflage mit Code für PDF zum Ausdrucken.“
„Zum Geburtstag einen Baum…“, was kann man sich darunter vorstellen? Einmal mehr siegte meine Neugier über meinen gesunden Menschenverstand. Das kann schiefgehen, aber in diesem Fall wurde meine Abenteuerlust belohnt. Und gerade in der Zeit zwischen den Jahren ist es doch mitunter recht vergnüglich, sich mit verschiedenen Horoskopen und Wahrsage-Methoden zu befassen, nicht wahr?
Das vorliegende Buch ist im Wesentlichen eine ausführliche und liebevoll zusammengetragene Version des keltischen Baumkalenders, über dessen Ursprünge von klügeren Menschen als mir schon lang und breit gestritten wird. Wer allerdings Horoskope und die Natur mag und sich nicht von einem Mangel an historischen Fakten abschrecken lässt, der findet hier nicht nur detaillierte Beschreibungen der unterschiedlichen Persönlichkeiten, denen jeweils eine Baumsorte zugeordnet wird, sondern auch liebevoll zusammengetragene Geschenkideen – für Leute mit Gärten, Balkon oder auch solche, die (wie ich) den „braunen Daumen“ haben. Auf diese Weise bietet das Buch viele Anregungen für Geschenkideen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen – und wer Horoskop-Muffel beschenken will, muss ja nicht ausplaudern, woher er seine Ideen hat. ^^
Leben mit Kritik
Ab und zu passiert es – jemand liest meine Geschichten und mag sie nicht. Als guter Autor mit vergleichsweise überschaubarer Leserschaft passiert es natürlich gelegentlich (ungefähr einmal pro Woche *ahem*), dass ich schaue, ob es neue Rezensionen gibt. Und wenn dann eine Rezension mit weniger als vier Sternen eintrudelt, bin ich natürlich gleichermaßen untröstlich und empört.
Die jüngste Rezension für „Allerseelenkinder“ ist also erst einige wenige Tage alt, zwei Sterne schwach und vergleicht die Geschichte mit „Harry Potter“. Ich bin verwirrt. Es gibt weder Muggles noch eine Zauberschule. Was also tun?
Einige Indie-Autoren machen den Fehler und empören sich in den Kommentaren zur Rezension. Sie beschimpfen den Rezensenten und erklären im Detail, warum die Rezension Mist ist. So etwas ist natürlich verlockend, aber weder professionell noch hilfreich.
Betrachten wir es einmal anders – jemand nimmt sich tatsächlich die Zeit, das Buch nicht nur zu lesen, sondern auch zu bewerten. Das ist schonmal viel wert. Und Geschmäcker sind eben verschieden. Beispielsweise kann ich mit „Harry Potter“ rein gar nichts anfangen (nicht hauen!). Die Bücher hätten von mir, so ich über die ersten zwanzig Seiten des ersten Bandes hinausgekommen wäre, wahrscheinlich auch keine besonders gute Bewertung bekommen, und jetzt schaut mal, wer von euch gerade die Augen rollt ob meines mangelnden Leseverstandes. ^^
Also, was mache ich jetzt? Nichts. Oder, nicht direkt nichts. Stattdessen hol ich mir mal einen Kaffee und mach mich an die Arbeit. Der dritte Band ist nämlich erst zu 100 Seiten (20.000 Wörter) fertig…