Pink Floyd – Their mortal remains

Ich muss etwas gestehen – vor dieser Ausstellung wusste ich fast nichts über Pink Floyd. Der Mann hingegen ist ein großer Fan, war auch auf einem Live-Konzert der Band und war ganz aus dem Häuschen, als er hörte, dass es in Dortmund noch bis zum 10. Februar eine große Ausstellung zur Band gibt. Und wie ihr den Bildern entnehmen könnt, sind wir natürlich hin.

Man hätte in der Ausstellung gut und gerne mehr als die zwei Stunden verbringen können, die wir vor Schließung des Museums hatten, aber ich bin jetzt auf jeden Fall voller Eindrücke und Gedanken und weiß die Musik, wenn ich sie mir zu Gemüte führe, ganz anders zu schätzen.

Nebensächlich: Wir waren natürlich nicht nur für die Kunst in Dortmund, sondern wir mussten dort auch essen – und stolperten fast schon aus Versehen ins OLAFS, wo es gute Burger und gute Fritten mit einer göttlichen Knoblauchmayonnaise gibt. Die Karte ist übersichtlich, lässt allerdings keine Wünsche offen. Und ich habe sehr bedauert, dass ich Fahrerin war und deswegen nicht das Labieratorium probieren konnte.

Ein kunstvolles Wochenende

Letztes Wochenende waren wir ja sowas von kunstinteressiert und intellektuell…. und mit WIR meine ich MICH. Und ein paar Leute, die ich mitgeschleppt habe. Ich dachte, das muss mal erwähnt werden. Voll bewundernswert.

Samstag Mittag war ich als erstes mit zwei Freundinnen im August-Macke-Haus in Bonn. Der hat hier nämlich mal gewohnt (und war mit einer Bonnerin verheiratet, wenn ich das richtig mitbekommen habe). Das Haus wird von der Uni Bonn betreut, wie ich das verstanden habe, und beherbergt im Moment auf drei winzigen Etagen eine Ausstellung mit ein paar Bildern von Macke selbst und seinen Freunden oder Zeitgenossen. Ich versteh ja von Kunst nicht viel. Das höchste, was ich sagen kann, ist: „Mag ich.“ Oder eben: „Mag ich nicht.“ Die Bilder da mochte ich überwiegend, die waren schön bunt. Am Ende wurden wir gebeten, unseren Eindruck zu der Ausstellung kurz festzuhalten – das lohnt sich bei so gebildeten Leuten wie uns ja ungemein. Wenigstens die eine Freundin hat irgendwann mal Kunstgeschichte studiert, die konnte ein wenig was kluges dazu sagen.

Zur Belohnung ging es dann zur Burgerjagd in Cowboys Saloon an der Beethovenhalle. Da waren wir schon öfter, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Hallo Cholesterin, ich mag dich.

Zwischendrin hab ich dann sogar ein wenig was produktives gearbeitet – ich übersetze gerade „Spiegelsee“ ins Englische* – und Sonntag nach Mittag ging es dann Richtung Mainz. Wir hatten nämlich Karten für „Bastian Pastewka und Komplizen“. Falls ihr die Chance habt – geht hin und guckt euch das an. Sehr, sehr sehens- (und hörens-)wert. Zu fünft wird da nämlich live das offenbar verschollene Hörspiel von 1949, „Paul Temple und der Fall Gregory“ aufgeführt. Komplett mit live verursachter Geräuschkulisse und zwischendrin Gesprächen auf der Meta-Ebene über das eben dargestellte, auf sehr kurzweilige Weise. Wir haben uns köstlich amüsiert.

(Davor gab es Indisch, das war nicht amüsant, sondern nur köstlich. Und ja, ich plane Abenteuer ums Essen herum.)

Tja, und jetzt lieg ich hier, mit dem Kopf auf der Schreibtischplatte, und versuche heldenhaft, nicht im Kaffee zu ertrinken. Ist schwieriger, als es aussieht.

* Fragt mal meine Familie – seit ich denken konnte (also seit dem späten Teenie-Alter) habe ich davon geträumt, Bücher zu schreiben und selbst zu übersetzen. Also mache ich das jetzt. Ist weniger glamourös, als ich mir zunächst vorgestellt hatte, aber immer noch ziemlich cool.