Warum ich 2024 Bücher gekauft habe

Vor einem unscharfen Hintergrund sitzt eine rotgetigerte Katze gähnend auf einem weichen Polster. Sie trägt ein hellblaues Hawaiihemd und sieht sehr zufrieden aus.
Ja, mehr Bücher, bitte! (Foto von Abiwin Krisna, auf Unsplash)

Wie angedroht – aus welchen Gründen habe ich 2024 denn jetzt Bücher gekauft, wenn es so viele peinliche Werbestrategien gab?

Der wichtigste Grund für mich ist immer: Jemand, dessen Buchgeschmack ich vertraue, schwärmt von einem Buch. Ob das jetzt eine bloggende Person ist oder ein befreundeter Mensch oder jemand, den ich nur ab und zu online oder offline über tolle Bücher reden höre – wenn das Begeisterungslevel stimmt, kaufe ich das Buch fast sicher (solange es grob zu meinen Lesegewohnheiten passt).

Alternativ funktioniert auch Werbung von schreibenden Personen, wenn man merkt, dass sie von ihrem Thema richtig begeistert sind. Also nicht „Kauf mein Buch!“, sondern: „Leute sterben! Es gibt Magie! Und winzige Zauberkröten, die Giftgas spucken! Ich will sofort in diese Welt ziehen und dort sterben!“ Ich will nicht nur den Klappentext sehen oder das Cover – das kann ich überall haben. Ich will wissen, warum diese Person dieses Buch geschrieben hat und was sie daran begeistert.

Richtig sympathisches, authentisches Auftreten kann auch dazu führen, dass ich das Buch der auftretenden Person kaufen will. Das funktioniert ebenfalls online und offline, also beispielsweise auf Messen. (Achtung: Es funktioniert NICHT, wenn Leute mit „Kauf mein Buch!“-Vibes auf mich zukommen, das ist mir eher unangenehm.) Aber wenn wir einander begegnen und uns gut unterhalten, steigen die Chancen, dass ich ein Buch mitnehme, auch wenn es nicht meinen üblichen Lesegeschmack trifft. Heck, einmal habe ich ein Buch, dass ich selbst gelesen hatte und nicht mochte, noch einmal gekauft, weil ich es für eine Freundin widmen lassen wollte, der es höchstwahrscheinlich gefällt.

Und ansonsten ist es viel Zufall – hab ich gerade Lust auf ein Buch? Spricht mich der Titel an? Piekst mich das Buchkauf-Stroh?

Also ja. Man kann bei mir als Leserin sehr viel konkret falsch machen und nur so diffus Dinge richtig. Was ist also die Moral von der Geschicht? Hab Spaß mit Werbung, ohne die Lesenden für dumm zu verkaufen. Sei du selbst, auch wenn es dich nervös macht. Deine Weirdos sind irgendwo da draußen. Und wenn du deine Weirdos gefunden hast, pflege sie!