Urlaub, Tag 2

Am liebsten wäre ich heute den ganzen Tag als Decken-Wrap auf dem Sofa geblieben. Es ist der zweite Tag meines Urlaubs, und ich fühle mich unglaublich müde. Möglicherweise liegt das daran, dass ich eine merkwürdige allergische Reaktion auf irgendwas hatte – möglicherweise den Muschelextrakt, den ich für meine morschen Knie nehmen sollte – oder ich brauche den Urlaub mal wirklich. Allerdings wird man, Gerüchten zufolge, durch pures Rumliegen nicht glücklicher, also hangele ich mich ganz entspannt an meinen To-Do-Listen entlang Richtung Abendessen. Für heute stehen noch Laufen und Schneckeneier-Suchen auf dem Plan, danach kann ich mit mir ganz zufrieden sein.

Ja, auch im Urlaub habe ich Listen. Vor allem im Urlaub. Sonst liege ich die ganze Zeit nur in der Ecke und bin anschließend unzufrieden, was ich alles nicht geschafft habe. Aber keine Bange, da stehen auch lustige Dinge drauf. Sowas wie „Blog aktualisieren“, „Hörbuch aufnehmen“ oder „Lesewrap häkeln“. Ich merk mir doch sonst nichts!

In den kommenden Tagen erzähle ich euch dann vielleicht auch mal zwischendurch, wie das so läuft.

Pausenlos durch die Nacht

… oder wenigstens fühlt es sich so an.

Lilienschwester ist in Auftrag gegeben und sollte in wenigen Tagen erhältlich sein.

Ich nehme fleißig weiter Sprecherstunden und hoffe, das „Allerseelen“-Hörbuch rechtzeitig zu Halloween in hübsch (oder wenigstens akzeptabel) eingelesen zu haben.

Die nächsten „Gruftgeflüster“-Geschichten sind in Planung. Zwölf kriegt ihr auf jeden Fall, danach setze ich die Reihe vielleicht sporadisch vor, immer wenn ich eine gute Idee habe. Muss mal schauen. Am ehesten scheitert es an der Zeit, aber vielleicht habe ich ja einen Geistesblitz, wie ich meine Tage optimieren kann.

Im Hintergrund gibt es immer noch zwei fertige Manuskripte, die „nur“ professionell überarbeitet und veröffentlicht werden müssen, und ein halbfertiges Kinderbuch, das sich immer noch sträubt.

Außerdem habe ich zwei Projekte in Planung, bei denen andere Schreibende involviert sind, und über die ich euch erst mehr erzählen werde, wenn es auch mehr Details auszubreiten gibt.

Schlaf wird überbewertet.

Allerdings – sobald ich mir mal einen Tag freinehme, so wie gestern, als „Lilienschwester“ endlich aus meinen Fingern war und die Aufnahmen für meinen Patreon-Kanal im Kasten waren, falle ich buchstäblich um. Dann will ich nur schlafen und essen und eventuell noch mit halbgeschlossenen Augen aus dem Fenster starren. Der vernünftige Teil von mir ahnt, dass ich mal Pause machen sollte. Der kreative Teil sieht den Urlaub, der in greifbare Nähe rückt, und packt neue Pläne aus. Vielleicht sollte ich dem kreativen Teil mal hart auf den Schädel schlagen, damit er temporär Ruhe gibt. ^^

Das Selfcare-Dilemma

Foto von Roberto Nickson, gefunden auf Unsplash

Selfcare ist wichtig, das wissen wir inzwischen alle. Man braucht regelmäßig Zeit, um seine Batterien aufzuladen, und Energie, um die aufladerelevanten Dinge zu tun. Aber wie soll das, bitteschön, funktionieren?

Mit den Jahren bin ich ganz gut darin geworden, zu sehen, was mir gut tut. Das sind nicht immer Dinge, die auch Spaß machen (aufräumen!; Gemüse essen!!; früh schlafen gehen!!!) – aber wenn ich diese Dinge tue, fühle ich mich besser und habe auch mehr Energie für die Dinge, die ich wirklich tun will.

Es ist also gar keine Option, Selfcare auszulassen. Aber wie, fragt ihr euch vielleicht, findet man zwischen Bürojob, Schreibzeit, Haushalt und dem bisschen Sozialleben, das die Gegenwart zulässt, auch noch Zeit für Selfcare?

Puh, ich weiß es nicht.

Wie ich es mache?

Ich mogle.

Weil ich nämlich genau weiß, was ich für meine Batterien benötige, weiß ich auch, wieviel ich jeden Tag resp. jede Woche mindestens in diesem Bereich machen muss, damit ich mich gut fühle und nicht alle erwürge, nur weil ich es kann. (Glaubt mir, manchmal ist das eine verlockende Option!) Auf meiner List stehen unter anderem:

  • Kunst und Musik
  • Yoga
  • Spaziergänge
  • Meditation
  • Krafttraining
  • Laufen

Und aus diesen (und einigen anderen) Dingen suche ich mir jeden Tag mindestens zwei Dinge aus, die stattfinden MÜSSEN. Nicht unbedingt gut, nicht unbedingt lang, aber die ziehe ich durch. Und wenn mal Zeit ist oder ich finde, da sollte mehr gehen, dann auch drei oder fünf von diesen Punkten.

Andere Dinge sind nicht verhandelbar und werden nur im Notfall ausgesetzt: Mindestens sieben Stunden Schlaf beispielsweise, mit weniger geh ich zwar, aber ich gehe kaputt. Oder tägliche Rationen an Obst und Gemüse (siehe oben), damit mein Körper seine Leistungsfähigkeit behält. Der ist schließlich nicht aus Feenstaub gemacht.

Mir geht es also gar nicht darum, möglichst perfekte Selfcare hinzulegen, sondern möglichst realistische. Ich habe nunmal keine Zeit, jeden Tag zwei Stunden Sport zu treiben, mir neue Fähigkeiten anzueignen UND für Weltfrieden zu sorgen. Und manchmal ist es auch wichtiger, das Bad mal wieder zu putzen, anstatt Erleuchtung zu jagen. Für die meisten Dinge gibt es eine ideale Lösung – und eine, die für dich selbst im Alltag funktioniert. Und das ist auf jeden Fall die zweitbeste und sollte auf jeden Fall umgesetzt werden.

Oder, wie ich irgendwann mal las (grob paraphrasiert): „Alles, was wert ist, getan zu werden, ist auch wert, nur halbherzig getan zu werden.“

Falls ihr euch also jemals fragt: Wie macht diese verrückte Frau das alles? Die Antwort lautet: Halbherzig und nach Liste. ^^

Alles beknackt, alles wie immer

Lustig, wie diese Frau immer mal wieder für Wochen in irgendwelchen Luftlöchern verschwindet … hier ist einerseits nichts los, was sich zu bloggen lohnt, andererseits bin ich zu beschäftigt für ordentliche Einträge. Und dann sind da die Katastrophen. Beispielsweise ist es zu warm. Und es gewittert gar eindrucksvoll. Und entweder die böse Technik oder meine eigene Unfähigkeit haben sämtliche Fotos, die ich vor 2021 aufgenommen habe, gelöscht. Wir sind noch dabei zu gucken, was man mit technischen Mitteln wiederkriegen kann, danach muss ich mich ggf. in den SoMe und hier auf dem Blog ans Sammeln machen. Es ist ein Elend, ihr könnt euch das vielleicht gar nicht vorstellen. Zum Glück habe ich einen technisch versierten Partner.

Aber es gibt auch schöne Dinge. Ich war zum ersten Mal seit über einem Jahr wieder im Theater – eine Freiluftaufführung mit begrenztem Publikum, nachverfolgbaren Gästen und Maskenpflicht, sobald man mal nicht sitzt, aber es war wieder Theater! Und wir haben einen Ausflug ins Museum geplant, für Ende August! (Wie schwierig kann es sein, einen Termin für vier Erwachsene mit nur wenig familiären Verpflichtungen zu finden? ^^ ) Und ich habe ein schönes Kompliment für den „Bösterhasen“ gekriegt: Eine Freundin meinte, sie hat jetzt wieder Angst im Dunkeln. Hoffentlich legt sich das bis nächstes Jahr Ostern!

In den kommenden Tagen gibt es schon Band Fünf vom „Gruftgeflüster“. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht …

Frust!!!

Ehrlich gesagt, ich bin generell nicht besonders frustresistent – und im Moment noch weniger als sonst, es gab einfach so viele „Dann eben später“ oder „Dieses Jahr leider nicht“ oder „Wir werden uns halt noch einen Moment zusammenreißen müssen“ … und an manchen Tagen merke ich, dass sich das stapelt. Aufeinander, und auf die Dinge, die unabhängig von lästigen Viren und schleichender Durchimpfung nicht so laufen, wie ich es gerne hätte.

Manchmal reicht dann eine winzige Kleinigkeit und ich fahre aus der Haut. Das ist nicht besonders schön, und meistens auch nicht fair, aber wenn das Ende meiner Hutschnur erreicht ist – tja.

Wenigstens bin ich mit den Jahren gut darin geworden …

a) … diesen Frust zu identifizieren, das macht ihn schon einmal etwas kleiner und

b) … mich nach dem frusten wieder auf die Füße zu stellen. Vom Rumsitzen und Möpern wird schließlich auch nichts besser, oder?

(Manche Leute sagen, ich sei zu schlichten Gemütes, um dauerhaft pessimistisch oder angefressen zu sein. Vielleicht haben diese Leute Recht, aber auch damit werde ich leben.)

Habe ich mir mein Leben als Erwachsene anders vorgestellt? Sicher. Ärgere ich mich gelegentlich, wenn ich hinter meinen eigenen Erwartungen zurückbleibe? Ist es ätzend, wenn ein Plan nicht aufgeht?

Logo.

Aber ich habe einen interessanten Job, meine Geschichten – und euch, meine fünf-oder-so treuen Leser. Das ist doch auch schon was wert.

Mit der Weltherrschaft machen wir dann morgen weiter.

Schützenswerte Investitionen

Dunkelblau-metallic-farbener Fahrradhelm.
Nein, das ist keine ultramoderne Wassermelone.

Als halbe Niederländerin (eigentlich zwei Drittel Niederländerin, darum gibt es von mir auch soviel ^^ ) hege ich ja eine traditionelle Verachtung für Fahrradhelme. Kein Wunder, in einem Land, das komplett platt ist und in dem alle anderen Verkehrsgegnerteilnehmer auch nur mit zwei Rädern und ein wenig Blech bewaffnet sind.

Jetzt lebe ich allerdings nicht in den Niederlanden, sondern in einer Gegend mit minimal mehr Steigung. Und vor allem Gefälle! Steigungen kann man ja hinaufschieben, aber wer ein Gefälle nicht wild juchzend mit weit von sich gestreckten Beinen hinabrast (und innerlich betet, dass der Blödsinn nur ja nicht schiefgehen möge), gibt sich selbst der Lächerlichkeit preis.

Lange habe ich gehadert. Soll ich? Soll ich nicht? Eigentlich ist es ja unter meiner Würde … andererseits: Ich bin nicht hübsch. Und tanzen kann ich auch nicht. Mein Kopf (also das, was drin ist) ist mein schützenswertestes Kapital. Und deswegen trage ich jetzt beim Fahrradfahren artig Helm. Sogar ganz innovativ mit Rücklicht!

Deswegen ist es dann auch nicht schlimm, dass die Farbe etwas dunkler ausgefallen ist.

(Eigentlich wollte ich ja einen rosa Helm, aber der hätte sich mit meiner Gesichtsfarbe gebissen. Schließlich ist Radfahren, wenn man es so wie ich betreibt, nicht nur Fortbewegung, sondern auch Selbstverteidigung und Sport!)

Es kommt und geht und kommt und geht …

Schwarzer Hintergrund. Favor in einer Kurve, die die Form des liegenden Buchstaben S hat, die verschiedenen Mondphasen, von "nicht sichtbar" über "kaum sichtbar" und "immer sichtbarer" bis "Vollmond".
Foto von Mason Kimbarovsky, gefunden auf Unsplash

Manchmal blogge ich wie so eine irre Hilde, dann verschluckt das Leben mich und spuckt mich (gefühlt) einmal über den Ozean.

Habt ihr mich vermisst?

Hoffentlich nicht – hoffentlich war euer Leben so spannend, dass mein temporäres Ausbleiben gar nicht bemerkt wurde.

Ich war natürlich mit Band 4 von „Gruftgeflüster“ zugange, das den Titel „Erdbeerblut“ trägt, bin gewandert und habe Ideen für die nächsten Bände gesammelt. Außerdem musste gekocht und gebacken werden (einfach nur so, ich esse gerne) und ich wollte auch ein wenig auf dem Sofa faulenzen. Das ist natürlich zu kurz gekommen. ^^

Mal schauen, wie regelmäßig ich demnächst wieder aufschlage.

Vom Erdboden verschluckt?

Huch, auf einmal ward es hier so still! Keine Bange, der Erdboden hat mich nicht verschluckt – oder falls doch, hat er mich direkt wieder ausgespien, wie es sich gehört.

Rhein in Flammen ist tatsächlich erschienen, nur einen Tag hinter dem idealen Zeitplan. Ich bin sehr zufrieden mit mir. Natürlich ist mir direkt anschließend noch ein Buchsatz-Fehler eingefallen, den ich hätte ausmerzen wollen, aber … Kleinigkeiten.

Gerade rennt mein Hirn im Kreis und schreit wegen all der angeblich ultradringenden Kleinigkeiten, die ich erledigen „muss“. Da hilft nur, Listen anzulegen und eins nach dem anderen abzuarbeiten. Außerdem bin ich schon mitten in der Planung von „Erdbeerblut“ und hoffe, dass ich diese Woche auch die ersten Kapitel fertig kriege. Die Geschichte wird soooo schön! Und sooo tragisch! Und hoffentlich auch ein wenig gruselig!

Na ja, erst einmal … ans Werk!

Grillenzirpen

Auf verwittertem Holz, ziemlich hell, sitzt ein brauner Grashüpfer - oder nennt man die Biester anders? Eine Grille? Was weiß ich. So ein Hopsertier halt.
Foto von Heiko Haller, gefunden auf Unsplash

Jaaaa, hier war wieder mal so richtig hart nichts los. Sorry dafür. Aber wie so oft, wenn das der Fall ist, sind im Hintergrund einige Dinge passiert.

Zum einen habe ich am Wochenende den zweiten Band von „Gruftgeflüster“ fertiggemacht und hochgeladen. Jetzt muss gewartet werden, und da bin ich doch so schlecht drin! Die Tage zeige ich euch das Cover, versprochen.

Außerdem ist der arme Altkater immer noch krank. Zwischen stündlichen winzigen Fütterungen mit Spezialkost und dem Aufwischen von Kotzepfützen zuzüglich der Sorge um den Flauschepo hatte ich den Kopf nicht so richtig frei. Könnt ihr euch vielleicht vorstellen. Immerhin ist er schon fast dreizehn Jahre alt, und mit dem Knubbel am Hals und den andauernden Magenbeschwerden befürchten wir natürlich das Schlimmste. Gerade jetzt im Moment ist er beim Tierarzt für eine Reihe von Tests, und ich kaue hier am Schreibtisch auf meinen Nägeln rum und versuche, gelassen und erwachsen zu wirken.

Und ich habe Tomaten gepflanzt. Unser Balkon ist ja recht klein und recht voll, aber zwei Balkonkästen sind freigeworden, und ich habe eine kleinbleibende, kastengeeignete Sorte gefunden, an der ich mich probieren will. Ich mag Tomaten direkt vom Strauch, und der Geruch der Pflanzen hält angeblich Mücken und Co fern.

Was gab’s noch? Ach ja, großes Regalerücken. Wir haben Möbel für vier verschiedene Zimmer bestellt und alle nacheinander aufgebaut. Was halt so eine Tetris-Situation ist, wenn man die Zimmer auch gleichzeitig bewohnt und vollmüllt. Am Samstag habe ich die letzten beiden Regale zusammengedengelt, und jetzt sieht es wieder einigermaßen schick aus. Bis auf mein Büro natürlich, mit dem vollgekotzten Teppich und all dem alten Kram, der auf den Sperrmüll wartet (unser Keller ist voll mit Weihnachtssachen). Übrigens weiß ich jetzt schon, dass wir in zwei Monaten den nächsten Schwung Regale bestellen werden – dann ist mein Büro nämlich mit Verschönerung dran. Das Gästebett muss halt noch warten, auch wenn der Metallrahmen an einer Schweißnaht schon gebrochen ist. So viele Gäste haben wir im Moment sowieso nicht, gell?

Tja, die große Aufregung in Coronazeiten. Mal schauen, ob wir es uns wenigstens über die Feiertage langweilig machen können. Ich habe da ja so meine Zweifel … ^^

Termine und so

Diese Woche ist knusprig termingefüllt, das kann ich euch mal sagen. Post-Wegbring-Termine, Einkauf-Termine, Großes-Paket-Kommt-Termine … so ein richtiges Luxusleben.

Außerdem habe ich am Donnerstag meinen ersten Friseurtermin seit … na ja, ihr wisst ja. Das ist der eine Nachteil von so einem Kurzhaarschnitt – der BLEIBT nicht kurz.

Zugegeben, meine Friseurin hat wirklich toll geschnitten. Ich bin der bestaussehnde Wischmop von allen.

Aber nachdem ich neulich nachts plötzlich senkrecht im Bett saß, weil ich eine Haarsträhne am Ohr fühlte und mein Gehirn so dachte: OMG, SPINNE!!!, und danach NIE NIE NIE WIEDER geschlafen habe, halte ich diesen Friseurtermin für durchaus notwendig und gerechtfertigt.

Außerdem geht es einmal zum Tierarzt, denn der Altkater (liebevoll „Flauschepo“ genannt) hat einen merkwürdigen Knubbel am Kiefer, und da soll doch bitte eine Fachperson draufgucken. Drückt die Daumen, dass es nichts Schlimmes ist!