Schöne (F)Eiertage!

Endlich mal wieder ein langes Wochenende. Gut, wir Rheinländer kriegen zu Ostern immer einen Tag extra, aber trotzdem kamen mir die letzten Wochen irgendwie über die Maßen lang vor. Inzwischen blüht und grünt es vor der Tür, die Vögelchen randalieren von morgens bis abends – und ich habe noch keine Ahnung, wie wir die Bienen dieses Jahr davon abhalten wollen, sich auf dem Balkon einzunisten. Unsere Windspiele sind wohl besonders attraktiv. Ich versuche es erst einmal mit Lavendelöl. Und ansonsten liege ich auf dem Sofa und vergreife mich an den Ostersüßigkeiten. Zusätzliche Freizeit soll ja genossen werden.

Allerdings ist mir gerade nicht so recht nach richtigem Feiern. Eine gute Freundin in den USA ist diese Woche nach hartem Kampf ihren Verletzungen erlegen. Sie war als Motorradfahrerin unterwegs und geriet unter einen Truck. Die Ärzte haben alles versucht, aber am Ende waren ihre Verletzungen zu schwer. Darum auch an dieser Stelle eine Warnung – egal, ob ihr auf zwei, vier oder achtzehn Rädern unterwegs seid, achtet im Frühjahr auf eure Mit-Fahrer. Viele Leute holen jetzt ihre Motorräder aus der Garage, stauben sie ab und gehen wieder auf Tour. Manchmal sind die Reflexe ein wenig eingerostet, oder man überschätzt sich selbst im Rausch der ersten Fahrt. Und wenn ihr Motorradfahrer kennt – schenkt ihnen einen kleinen Auffrischungskurs beim ADAC oder der nächsten Fahrschule. Wir wollen ja alle möglichst lange sicher unterwegs sein, nicht wahr?

Sonne! Blumen! Matsch!

Ja, der Frühling lugt direkt um die Ecke. Am 20.03. ist es offiziell soweit, aber ich bin jetzt schon ganz kribbelig. Seit ein paar Tagen plane ich die Umgestaltung unseres Balkons, denn in den letzten Jahren gab es immer nur ENTWEDER Wäsche trocknen ODER draußen sitzen. Mit ein paar Modifikationen, meine ich, müsste sich das allerdings ändern lassen. Einen Wäscheturm haben wir bereits besorgt, der den alten Klapp-Wäscheständer ersetzt. Als nächstes möchte ich die beiden Stühle durch ein Zweisitzer-Sofa oder eine Bank ersetzen, den Tisch upgraden und die Blumentreppe ausmustern. Und dann ist bestimmt sogar Platz für viel mehr Pflanzen. Vertical Gardening wäre eine nette Idee. Und am Ende sitzen wir dann hoffentlich im Mai mit kalten Getränken in der „grünen Hölle“ und genießen den wohlverdienten Urlaub.

Fortschrittsberichte folgen!

Eine Geschichte ohne Worte

Häufig, wenn ich mit Bus oder Bahn unterwegs bin, höre ich im Moment Podcasts. Auf diese Weise komme ich leicht mit Themen in Kontakt, die sonst in meinem Leben keine besondere Rolle spielen, beispielsweise die US-amerikanische Eigenart, Leute in spezielle Gefängnisse zu stecken, weil sie etwa ihre Gerichts-Schulden (Strafzettel o.ä.) nicht zahlen können. Oder Möglichkeiten, über Google Earth und Internet bei der Identifikation von archäologisch interessanten Stätten zu helfen. Oder ich höre mir wilde Verschwörungstheorien über Jack the Ripper an.

Während ich also in der Bahn sitze, durch die Innenstadt gehe oder auf den Bus warte, immer mit halbem Ohr bei meiner Umgebung – Sicherheit geht vor! – spielt sich auf meinem Gesicht offenbar ein kompletter Film ab. Stirnrunzeln, Lachen, zusammengezogene Augenbrauen, Überraschung, Schock. Muss unglaublich interessant sein. Das sagte wenigstens eine Kollegin, die mich neulich im Vorbeifahren auf dem Gehsteig sah. Ein Pokerface besitze ich wohl wirklich nicht.

Karneval – oder: Chili und Horror

Ihr wisst es sicher, ich bin mit Karneval nie warm geworden, obwohl ich schon seit fast 15 Jahren im Rheinland wohne. Stattdessen verkrieche ich mich jedes Jahr für ein langes Wochenende in meiner Höhle, esse möglichst ungesundes Zeug und gucke Horrorfilme, während draußen jeder verkleidet, fröhlich und betrunken ist.

Eine Tradition ist dieses Chilirezept, das seinen Ursprung in meinem absoluten Lieblingsbuch „American Gods“ hat – gibt es demnächst auch aus Serie bei Amazon Prime! Außerdem gibt es eine kleine Sammlung  von Eis, Schokolade und Chips, und sobald ich mit Bloggen fertig bin, suche ich ein Rezept für Zimtschnecken heraus.

(Eigentlich müsste ich mal Falks Kochrezepte sammeln und zum Download anbieten.)

Was wir dieses Jahr gucken, steht noch nicht ganz fest, aber dank Streaming sind wir gut ausgerüstet. Allerdings muss ich sagen, dass diese Karneval-Vermeidungstaktik ein wenig Glanz verloren hat, seit wir eine große Wohnung haben. Keine vorsichtigen Trips mehr zur Küche im Studentenwohnheim – in der Hoffnung, dass keine gigantischen Kühe oder Frösche den Herd mit Beschlag belegt haben. Kein improvisiertes Zeltlager unter dem Hochbett mehr, wo zwischen Kissen und Decken „Das Sandwich“ (eine Erfindung eines Kumpels) belegt wird. Und wir hocken auch nicht mehr zusammengekauert vor dem Notebook, sondern hängen gemütlich auf dem Sofa, während der Film an die Wand projiziert wird. Aber ich denke, das ist ein Schicksal, mit dem ich leben werde. (Jammern auf hohem Niveau.)

Wie haltet ihr es mit Karneval? Fans oder Vermeider? Und was sind eure Bewältigungsstrategien für öffentliche Feiertage?

Kurznachricht

Auf Amazon findet im Moment das Amazon Indielesefestival statt. Und dort könnt ihr nicht nur jede Menge interessanter Bücher von Indie-Autoren finden, sondern auch „Allerseelenkinder“ und den „Hirschkönig“ zu vergünstigten Konditionen. Natürlich braucht ihr die nicht mehr, ihr habt die ja alle schon. Aber falls ihr Freunde und Bekannte habt, die aus irgendwelchen obskuren Gründen euren Lobhudeleien, was meine Bücher betrifft, gegenüber skeptisch sind, ist jetzt die perfekte Gelegenheit für einen kleinen Anstoß: Kauft die Bücher, was kann schlimmstenfalls passieren? Also, sagt es allen weiter – greift zu!

Service Announcement – Newsletter pausiert

Vielleicht wundern einige von euch sich, dass sie seit einiger Zeit keine Newsletter von mir bekommen haben. Das liegt in diesem Fall nicht daran, dass ich nicht willens wäre oder nichts zu erzählen hätte, sondern viel eher daran, dass mein Newsletter-Tool seit einigen Wochen in keinem der Browser, die ich regelmäßig benutze, funktioniert. Während ich also gucke, wie ich das Problem löse, bleibt euch eigentlich nur, mich hier oder über Twitter und Facebook zu verfolgen. Ist auch nicht das Schlechteste, oder? ^^

(Falls ihr euch noch nicht für den Newsletter eingetragen habt und das nachholen wollt, könnt ihr das natürlich auch hier in der Zwischenzeit tun. Ich schaue mal, wie ich euch am besten erreichen kann. Vielleicht bastle ich mir einfach selbst ewas Hingefriemeltes.)

Es wird immer einfacher – und das ist nicht gut

Was immer einfacher wird?

Das Nicht-Schreiben.

Ich weiß aus Erfahrung, dass ich viel leichter zu ertragen bin, wenn ich regelmäßig schreibe – und es macht mir Spaß. Leider passiert es immer mal wieder, dass ich meinen Tages- und Wochenplan so voll packe, dass Kompromisse notwendig werden.

Bürojob, Haushalt und Schreiben? Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal!

Um allen Anforderungen gerecht zu werden, spiele ich immer mal wieder mit meinem Tagesablauf herum. Und nach einem Monat Experimentieren kann ich eindeutig sagen: Abends Schreiben funktioniert für mich nicht. Vor allem deswegen, weil die (Haus-)Arbeit nie fertig ist, und wenn ich dann irgendwann doch aufgebe und auf dem Sofa kollabiere, habe ich alles andere im Kopf … nur um die absurden Abenteuer will ich mich dann nicht mehr kümmern. Und je länger ich das Schreiben ausfallen lasse, desto leichter fällt es mir, nicht zu schreiben. Dann bin ich nicht mehr die Autorin, sondern die Übersetzerin/Hausfrau, die einige Bücher geschrieben hat.

So soll das natürlich nicht sein. Schließlich wollen wir alle Falks Familie kennenlernen und wissen, was als nächstes passiert. Also habe ich mal wieder einige Pläne über den Haufen geworfen und mir meine morgendliche (halbe) Stunde zum Schreiben erobert. Dann bleibt das Geschirr eben stehen, und Staubsaugen vor der Arbeit ist auch nicht unbedingt notwendig. Und die Katzen lieben den Wäscheberg sowieso.

Daher kommt also der Begriff „kreatives Chaos“.

Abenteuer voraus!

Hat der Mann mich wieder für fünf Minuten unbeaufsichtigt gelassen. Komplett unverantwortlich. Da habe ich schnell was angestellt – und mich für den Muddy-Angel-Run in Köln angemeldet. Das ist ein Fünf-Kilometer-Hindernislauf für Frauen, dessen Erlös der Brustkrebs-Hilfe gespendet wird. Das mit dem Laufen ist gar nicht das Problem, jetzt muss ich nur noch schnell ein wenig fit und stark werden für die Hindernisse. Schlamm, Schaum, Klettern – klingt doch nach einem rieigen Spaß, oder?

Wer will, kann mich ja anfeuern kommen. Oder alternativ für die Brustkrebshilfe spenden, die freuen sich auch. ^^

Das kleine Rächerchen

Gut, der Wortwitz war schlecht. Ich geb’s ja zu. Was ich eigentlich meine sind RECHERCHEN.

Für „Waldgeflüster“ habe ich mir einiges an Survival-Medizin angeschaut. Schließlich sollte Falk einigermaßen unbeschadet aus der ganzen Sache herauskommen. Und ich gebe mir große Mühe, alle Orte, an denen meine Geschichten stattfinden, in Person besucht und ausgiebig dokumentiert zu haben – wer ist wann da, was wächst in den Ecken, wie fällt das Licht?

Natürlich weiß ich nie, welches Thema sich als nächstes als fruchtbar erweist. Deswegen lese und gucke ich oft querbeet, denn ich weiß nie, wann der nächste interessante Schnipsel in einer Ecke lauert. Und manche Sachen erweisen sich sogar für den echten, realen, stinknormalen Alltag als nützlich. Beispielsweise habe ich vorhin durch Zufall gelernt, wie man auf dem Balkon Kartoffeln züchten kann. Sicher, wir hatten letztes Jahr auch Kartoffeln auf dem Balkon, aber das war mehr ein spontanes Versehen und weniger geplant. Dieses Jahr könnte ich mir einen eigenen Kartoffelturm durchaus vorstellen. Muss nur gucken, wie der Platz reicht. Und die Seite, von der ich diese Info habe, bietet bestimmt noch die eine oder andere nützliche Information – vielleicht für die alleinerziehende Magierin, die in meiner Fantasie bereits seit langem auf der Flucht ist, um ihr Kind vor schädlichen Einflüssen zu schützen? Oder für eine paranoide Prepper-Gemeinde in einem alternativen Universum? Und was ist mit den Leuten, die die nächste Apokalypse überleben? Die müssen sich ja auch ein wenig auskennen.

Falls euch also irgendwelche interessanten, abstrusen oder sonstwie lesenswerten Informationen unterkommen – leitet sie am besten immer direkt an die Autorin eures Vertrauens weiter. Man weiß nie, was man alles noch nicht weiß.

 

Leseliste 2017

(Das hier ist ein wachsender Eintrag – eine Liste mit allen Büchern, die ich 2017 ausgelesen habe. Also, das ist der Plan. Ihr wisst ja, wie das so geht. Falls ich das durchziehe, schauen wir uns die am Ende des Jahres noch einmal an. Ein Link, falls ihr den Fortschritt beobachten wollt, ist auf der Startseite angebracht.)

  1. 01.01.2017 „To kill a mockingbird„(Harper Lee)
  2. 10.01.2017 „Wicked Plants. The weed that killed Lincoln’s mother“ (Amy Stewart)
  3. 11.01.2017 „MOLESKIN – Nur die Härtesten kamen durch“ (HG Moleskin – nicht mehr erhältlich)
  4. 16.01.2017 „Filthy witch and dead famous“ (Pearl Goodfellow)
  5. 20.02.2017 “Die Konkubine des Erzbischofs” (Stefan Blankertz)
  6. 03.04.2017 „Ich. Darf. Nicht. Schlafen.“ (S.J. Watson)
  7. 05.04.2017 „Die Terranauten“ (T. C. Boyle)
  8. 15.04.2017 “The Graveyard Book” (Neil Gaiman)
  9. 24.04.2017 „Die Sphinx von Marrakesch“ (Mona Frick)
  10. 28.04.2017 „Das lange Lied eines Lebens“ (Andrea Levy)
  11. 08.05.2017 „Veilchens Feuer“ (Joe Fischler)
  12. 12.05.2017 „Mein Leben mit Linda“ (Jason Born)
  13. 16.05.2017 „Blauer Mond“ (Florian Tietgen)

Currently reading: “The view from the cheap seats” (Neil Gaiman); “Letters of Note” (Shaun Usher)