Der Hase und der Igel – ein erwachsener Rückblick

Dies ist eine Station der Märchensommer Märchenrallye von PoiSonPaiNter, den Anfang dieser Runde findet ihr hier.

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Jedes deutsche Schulkind kennt das Märchen von Hase und Igel. Der Hase hat eine große Klappe und macht sich über die krummen Beine des Igels lustig. Der lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und fordert den Hasen zu einem Rennen heraus.  Jetzt hat jeder schon einen Hasen und einen Igel laufen sehen, der Ausgang scheint klar. Allerdings ist der Igel nicht so blöd wie der Hase schnell. An der Ziellinie wartet seine Frau, die dem Igel zum Verwechseln ähnlich sieht, und begrüßt den Hasen. So geht das hin und her, angeblich ganze 74 Mal. Beim letzten Rennen bricht der Hase vor Erschöpfung zusammen und stirbt.

Eigentlich ziemlich gemein, wenn man so darüber nachdenkt. Welche Lektion soll man aus so einer Geschichte ziehen? Dass Ehepaare einander tatsächlich immer ähnlicher werden? Dass es okay ist, zu betrügen, solange der Betrogene ein Fiesling ist? Oder dass der Hase den Tod verdient hat, weil er vorher den Igel gepiesackt hat?

Klügere Menschen als ich hatten dazu schon Meinungen: Das Igelpaar sei erfolgreich gewesen, weil die beiden einander so ähneln. Man solle sich seinen Partner aus der gleichen Gesellschaftsschicht suchen, um Unterschiede gering zu halten. Der Hase wird als Beispiel für die grausame Oberschicht gesehen und gehe an seinem eigenen Hochmut zugrunde.

Eigentlich, so ganz genau betrachtet, schneidet keine der Figuren so richtig gut ab. Der Hase ist (mit Verlaub) ein Arsch. Natürlich macht man sich nicht über physische Attribute seiner Mitmenschen lustig. Aber der Igel übertreibt seine private Rache schon gehörig – er hätte ja durchaus auf weitere Rennen verzichten können, ehe der Hase stirbt.  Befreundet sein möchte ich heute eigentlich mit keinem von beiden. Als Kind allerdings war klar, wo meine Sympathien liegen – beim Igel. Der ist nämlich kleiner und benachteiligt und wird gepiesackt. Und deswegen ist der Hase für alles, was aus seiner Gemeinheit erwächst, selbst verantwortlich. Jeder, der mal gehänselt wurde, kann dieses Gefühl nachvollziehen – auch wenn man nicht so direkt stolz darauf ist. Schließlich sind wir alle, inklusive Igel, nur menschlich.

Hase und Igel: Um was wetten Hase und Igel bei ihrem Lauf?

Kann denn Buchsucht Sünde sein?

Endlich kann ich beweisen: Meine Liebe zu Büchern muss genetisch sein. Mein Vater lebt seit einigen Jahren in Ostdeutschland und war dieses Jahr zum zweiten Mal bei uns zu Besuch, um ein wenig Zeit mit uns zu verbringen und sich die Gegend anzuschauen. Er ist ein rüstiger älterer Herr und reist mit leichtem Gepäck.

Oder wenigstens kommt er mit leichtem Gepäck an. Dieses Jahr hat er nämlich innerhalb einer Woche fünf Bücher ergattert, die er unbedingt mitnehmen musste. Sein Koffer wurde immer schwerer. Und er hat sich noch eins von uns geliehen, das wir uns im August dann bei ihm abholen werden, wenn mein Neffe eingeschult wird.

An seinem vorletzten Tag hier kamen wir an einem öffentlichen Bücherschrank vorbei, und mein Vater hat dem Lockruf der Bücher heldenhaft widerstanden. Wir wollten nämlich noch auf die Godesburg hinauf, und so ein Bergspaziergang mit der Tasche voller Bücher war ihm dann doch zu anstrengend. Auf dem Rückweg war der Bücherschrank dann schon geschlossen.Schon auf dem Weg zum Zug hat er allerdings dann extra einen Umweg gemacht, weil dieses Buch („Typisch Scheel“ von Hermann Otto Bolesch) ihm einfach keine Ruhe gelassen hat. Da hatte er eben nicht mehr nur einen schweren Koffer, sondern auch schweres Handgepäck. Aber was will man machen? Die Liebe zu Büchern lässt sich nur schwer zähmen.

Und jetzt mal ganz im Ernst: Bei so einer genetischen Vorbelastung blieb mir doch eigentlich keine andere Wahl, als Autorin zu werden. ^^

Einmal um die Welt mit der #Märchenente

Ente Poison

„Die Ente ist ein Tier des Wassers und damit der Emotionen und fordert Dich auf, all Deinen Gefühlen den nötigen Raum zu geben und diese auch kundzutun.“

(Quelle)

Bei Anne Zandt findet gerade der Märchensommer statt, und was darf da nicht fehlen? Die Märchenente natürlich. Enten sind nämlich ziemlich wichtige Märchentiere. Das Märchen vom „Hässlichen Entlein“ ist euch ja sowieso ein Begriff. Aber wie wären Hänsel und Gretel denn wohl ohne Ente über den Bach gekommen? Und auch für Flucht und als Versteck ist die Entengestalt gern gelitten. Schließlich kommen Enten in allen Elementen bestens zurecht: Sie können fliegen, sind hervorragende Schwimmer – und denkt nicht, dass man ihnen an Land leicht entkommen könnte, nur weil sie watscheln! Außerdem sind Enten erstaunlich wehrhaft, können einem Menschen mit einem Flügelschlag schnell den Arm brechen und schmerzhafte Schnabelhiebe verteilen.

Als wäre das noch nicht genug, sind Enten oft auch ein Zeichen für Wohlstand, weil sie schmackhaftes Fleisch produzieren, Eier legen und man mit ihren Daunen Kissen stopfen kann.

Da es Enten (bis auf in der Antarktis) überall gibt, gibt es auch überall auf der Welt Entenmärchen. Aus Amerika stammt das hierzulande eher unbekannte „Märchen von der Klapeprschlange und von der Ente„, die Norweger kennen die Geschichte „Die zwölf wilden Enten“ und in Russland legt nicht die Gans, sondern eine Ente goldene Eier, nachzulesen in dem Märchen mit dem wenig überraschenden Titel: „Märchen von der Ente mit den goldnen Eiern„. Aus Afrika ist unter anderem das Märchen „Die Wildente, der Fuchs und der Rabe“ bekannt, zu welchem ich leider keinen Link für euch habe. Aber ich kann euch soviel verraten: Die Suche lohnt sich.

Ihr seht, Enten kommen ganz schön herum. Um das zu beweisen, habe ich hier noch eine Auswahl von KGE-Bildern für euch. (KGE = „Kleine Gelbe Ente“, unser exklusiver Reise- und Abenteuer-Begleiter. Einmal in Brügge, dann auf der Autobahn, in Catania und als Tourist auf Burg Bentheim.)

Hier geht es übrigens zum GEWINNSPIEL zur Märchenente, und damit ihr dort nicht mit leeren Händen auftaucht, verrate ich euch hier auch einen Lösungsbuchstaben: Es ist das N, und zwar an Position 8. Was ihr gewinnen könnt, fragt ihr euch? Eine Menge! Nämlich: Signierte Goodie-Tüten, davon vier mit Ente, und als Hauptgewinn einmal das eBook “Unter schwarzen Federn”. Macht mit, es lohnt sich!

Der Magische Mittwoch: Lisa Brenk

 

Diesen Magischen Mittwoch bestreitet eine weitere Mit-Norne, die ich euch um Nichts in der Welt vorenthalten möchte – die liebenswerte Lisa Brenk! Hier die Eckdaten:

Vita

Lisa Brenk, geboren 1990 im Norden Deutschlands. Mit dem Meer im Blut und dem Wald im Herzen und dem Kopf voller Tinte und Farbe wuchs sie zusammen mit zwei Brüdern in Syke auf und verstand es schon immer, sich kreativ auszuleben, sei es durch Geschichten oder Bilder. Mittlerweile ist sie ihrem Herz in den Süden gefolgt, wo sie mit ihrem Freund und zwei Katzen lebt und an ihren Werken arbeitet.

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Das ist nicht Lisa, sondern der Gewittervogel. ^^

Links

https://www.immerstadt.com/

https://twitter.com/immerstadt

https://instagram.com/immerstadt/

https://www.funkenstifter.de/

Gekoffert

Und jetzt ohne weitere Umschweife zum Interview!

 

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In den Immerstadt-Büchern gibt es fünf große Zaubererfamilien, die sich jeweils einem Element zugeordnet haben.   Robert Julius Cailou, der Hauptcharakter in „Gekoffert und Verschleppt“, landet am Anfang der Geschichte in einem solchen Zaubererhaushalt – nur leider ist er allergisch gegen alles, was mit Magie zu tun hat. Magie steckt in dieser Geschichte also in Erde, Luft, Feuer, Wasser und Dunkelheit.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

„Stell dich nie zwischen einen Zauberer und seinen Tee!“, ist ein altes Sprichwort auf dem Obenkontinent. Die Magie ist theoretisch frei zugänglich und befindet sich in der Erde und der Luft. Doch nur diejenigen, die regelmäßig Tee trinken, der mit der Rinde eines magischen Baumes versetzt ist, können sie spüren und somit nutzen. Nur halten die Zauberer dieses Geheimnis gut unter Verschluss.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Beim Erfinden der Wachshexe, die Edward McDull „Im Schatten des Zweihorns“ einen Fluch abnehmen soll. Unheimlich, voller Kerzenwachs und Moderschlamm. Da gruselt es einen schon beim Schreiben.

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Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

In Immerstadt ist es der Gewittervogel. Der tropfnasse tintenblaue Vogel mit dem goldenen Schnabel reist durch Blitze an andere Orte und wird gerne von der Presse benutzt, um Nachrichten schnell zu überbringen.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Ich mag die Magie in der Skulldugery Pleasant Reihe und auch die bei Harry Potter, natürlich.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Nur eine? Dann wäre Unverwundbarkeit, glaube ich, meine Wahl.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Alles, was ich gerade in meiner Hosentasche bei mir trage.

Der Magische Mittwoch: Luna

Manche Leute sind so sensationell, die brauchen keinen Nachnamen. Stellt euch also auf etwas ganz Besonderes ein, denn hier kommt meine liebe Mit-Norne Luna!!!

Biographie

Luna alias Grumpy Moon ist Expertin für jedes Fachgebiet jeder erdenklichen Wissenschaft, hat Freunde in einflussreichen Positionen und Einsicht in die gesammelten Daten internationaler Geheimdienste, kann und weiß alles – oder zumindest wäre das äußerst hilfreich für ihren Job. Mit anderen Worten: Sie schreibt seit Kindertagen vielseitige Romane, vorwiegend im Bereich der Zeitgenössischen Fantasy mit Horror-Elementen, und befindet sich in einem Kreislauf der ständigen Weiterbildung.

Links

Twitter: https://twitter.com/GrumpyMoon0815
Geschichten: https://www.fanfiktion.de/u/GrumpyMoon0815 (hier kann man unter anderem den ersten Teil ihrer Romanreihe kostenlos lesen und kommentieren.)

Die Fragen

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Hauptsächlich auf die »wissenschaftliche« Art. Viele Dinge, die anfangs magisch erscheinen, werden im Laufe der Zeit durch eine SciFi-Pseudo-Wissenschaft erklärt, die in sich durchaus logisch ist, aber so in der realen Welt nicht existiert.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Ich spiele in erster Linie mit der Magie der altbekannten vier (bzw. fünf) Elemente in Form von Menschen, die mit der Essenz von mindestens einem Element im Blut geboren werden und dadurch die Veranlagung für entsprechende Fähigkeiten besitzen. Demnach ist es genetisch und nicht jedem zugänglich, aber durch moderne Wissenschaft, Technik und Genmanipulation gibt es mittlerweile dubiose Mittel und Wege, einen künstlichen Elementar zu erzeugen. Träger des mysteriösen fünften Elements werden als die nächste Stufe in der Evolution des Menschen angesehen.

Davon abgesehen existieren verschiedene Artefakte, von denen die meisten aber auch das fünfte Element in sich tragen und dadurch ihre Macht erhalten.

Bei welchem „magischen Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Im Umgang mit Engeln. Engel sind in meiner Romanreihe keine göttlichen Boten, sie sind so gesehen selbst »Götter« in der Hinsicht, dass sie schon seit Anbeginn der Zeit als die Wächter des Universums und des Totenreichs existieren. Um sich in der Welt der Menschen zu bewegen, brauchen sie lebende Gefäße, haben aber auch in einer sterblichen Hülle noch übermenschliche Fähigkeiten, die weit über die von selbst Elementaren hinausgehen. Einer der drei Engel, die in meiner Geschichte vorkommen, gehört sogar zu meinen persönlichen Lieblingscharakteren, und bis heute weiß ich noch
nicht alles über ihn!

Dann gibt es noch die Nornson-Schwestern aus Skandinavien, die in Wirklichkeit drei Generationen mächtiger Hexen sind und schon seit fast tausend Jahren leben. Ihre Namen sind Uta, Verda und Skara, und auf welchen mythologischen Figuren sie basieren, überlasse ich mal eurer Phantasie.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Engel (Überraschung!), und dabei mag ich am liebsten die klassische Variante als (erwachsener) Mensch mit Flügeln. Meine Wohnung ist voll von Figuren, Karten und Bildern mit Engelsmotiv. Hat bei mir allerdings weder etwas mit Religiosität zu tun noch mit der Darstellung von Engeln in meinen Geschichten.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Harry Potter.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Eine sehr schwierige Frage, da es sehr viele schöne Fähigkeiten gibt, die aber auch alle irgendeinen Haken haben. Ich glaube, am liebsten hätte ich Kontrolle über das Karma – um den geliebten Menschen zu helfen, die schon viel zu lange leiden, und die zu bestrafen, die ihnen oder mir Unrecht getan haben. Der Autofahrer, der mich letztens mit seinem Stunt vom Fahrrad geworfen hat und einfach weitergefahren ist, sollte beten, dass ich diese Fähigkeit niemals kriege!

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Ich würde niemandem schaden, der mir etwas bedeutet, und auch nicht durch Krieg oder dergleichen die Entstehung einer Welt riskieren, in der ich selbst nicht mehr leben wollen würde, aber sonst… wahrscheinlich so ziemlich alles.

Der Magische Mittwoch: Timo Koch

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet. Heute trifft es einen weiteren lieben Kollegen aus dem Chaospony Verlag.

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Vita

Mein Name ist Timo Koch. Ich bin 1979 geboren worden, bin verheiratet und habe zwei Töchter. Ich schreibe seit vielen, vielen Jahren, habe aber bedingt durch meine lange Berufsausbildung, einige Jahre pausieren müssen.

Vor etwa vier Jahren habe ich dann wieder Fahrt aufgenommen und seitdem, so finde ich zumindest, einiges erreicht. Ich habe mehrere Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlich, einen literarischen Verein gegründet, aus dem mittlerweile einige Verlagsautoren und auch Bücher erwachsen sind und nach dem Erscheinen von „Aaranai“ inzwischen auch für meinen zweiten Roman im Chaospony Verlag unterschrieben.

Der dritte Roman ist in Arbeit bzw. in Recherche und Nummer vier ist schon skizziert.

Ich engagiere mich in der lokalen Literaturförderung und stehe mit zahlreichen Vereinen und Organisationen aus Kunst und Kultur im ganzen Münsterland in Verbindung.

Links

Homepage: www.skriptkueche.de

Aaranai im Web: www.skriptkueche.de/aaranai.htm

Facebook: www.facebook.com/TimoKochAutor/

Aaranai auf FB: www.facebook.com/groups/1919647598301096/

Twitter: www.twitter.com/@TimoKochAutor

Instagramm: www.instagram.com/timo_koch_autor/

Und jetzt geht es weiter mit den wichtigen Dingen des Lebens – nämlich der Magie!

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Immer als Teil der Natur. Ich glaube daran, dass es eine übergeordnete Kraft gibt, die alles zusammenhält, Leben gibt und leben nimmt. Diese „Magie“ manifestiert sich in meinen Geschichten in verschiedensten Formen. Auch „Gott“ ist ein Thema für mich (vielleicht nicht unbedingt der Bärtige im Stuhl über den Wolken).

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

In der Welt von „Aaranai“ kann ein gewisser Prozentsatz der Weltbevölkerung die Magie unbewusst spüren. Ein Teil von diesen ist sich ihrer sogar bewusst und noch weniger unter ihnen können sie auch unter Zuhilfenahme eines besonderen Minerals letztlich nutzen.  Aber es gibt auch einige wenige, die die „Valens“ sogar ganz ohne Hilfsmittel einsetzen können. Warum? Nun, sie sind dazu geboren ;-)

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autor den größten Spaß?

Ich liebe es, die Protagonisten in meinen Geschichten durch magische Fähigkeiten zu manipulieren.

Erst vor kurzem schrieb ich eine Szene, in der einer der „Bösen“ durch Einsatz seiner Talente es geschafft hat, eine Person aus einem Hochsicherheitsgefängnis zu entführen, ohne dass ihn irgendjemand dabei bemerkt hätte, bzw. sich im Nachhinein noch an ihn erinnern hätte können.

Allerdings mag ich es auch ebenso, magische Kampfszenen zu schreiben, bei denen Dörfer dem Erdboden gleich gemacht und ganze Landstriche verwüstet werden und hunderte unschuldige…. Oh, ich schweife ab…

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Mythisch: Engel (nein, nicht die Romantasy – Variante) und Havald aus „Die Götterkriege“ von Richard Schwartz

Magisch: Auch wenn ich (in der Regel) nicht über sie schreibe, ganz klar Drachen.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Ich mag mich da gar nicht festlegen. Etwa auf gleicher Stufe stehen:

 

  • „Die Götterkriege“ von Richard Schwartz
  • „Eragon“ von Christopher Paolini
  • „Tintenherz“ von Cornelia Funke
  • „Der Herr der Ringe + Hobbit“ von J.R.R. Tolkien
  • Und natürlich „Harry Potter“ von J.K. Rowling

 
Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

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Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Maximal Geld. Aber, wer auch immer mir so eine Fähigkeit geben könnte, wird kaum an Geld interessiert sein. Somit dürfte der Preis mir nicht gefallen und ich würde es ausschlagen. Denn, der Preis für so eine Fähigkeit dürfte über kurz oder lang das Leben (auf die eine oder andere Weise) sein.

Das Rennschneckenphänomen

Ihr wisst ja, ich laufe. Also, für Sport. So richtig. Gut, eigentlich nicht richtig, aber schon regelmäßig, und auch seit mehreren Jahren.

Trotzdem lässt die Performance optisch wohl noch immer zu wünschen übrig. Elegant wie eine Gazelle? Eher nicht. Flink wie ein Reh? Würde ich nicht sagen.

Fakt ist allerdings, dass die regelmäßige Übung sich bemerkbar macht. Und besonders bemerkbar ist sie, wenn ich im Wald einen anderen Läufer überhole. Jetzt ist das vielleicht ein subjektiver Eindruck, aber dieses spezielle Problem habe ich in erster Linie mit Läufern, noch nie mit Läuferinnen. Ist vielleicht eine Testosteronfrage, oder …

Wovon ich rede?

Vom Läuferehrgeiz. Ich stelle mir das so vor: Der Mann federt durch den Wald, sportlich, kraftvoll, überschäumend vor Energie. Dann kommt von hinten so eine kleine, rundliche Frau mit zuppeliger Frisur und ausgelatschten Schuhen angescrollt. Und was macht die? Überholt den Mann einfach so! Sie atmet hörbar, Schweiß läuft ihr über das Gesicht und eigentlich sehen ihre Beine auch gar nicht aus, als würde sie gerade einen Hochleistungslauf hinlegen. Trotzdem ist sie, während der Mann das alles überlegt, schon einige Meter vorausgehüppelt.

Der Mann legt einen Zahn zu. Er hat sich heute Abend ein wenig gehen lassen. Liegt wahrscheinlich weit hinter seiner üblichen Geschwindigkeit. Er nähert sich dem Laufopfer, während ihm ein merkwürdiger Druck in den Kopf steigt.

Die kleine Frau hüppelt weiter. Obwohl sie sich garantiert anstrengen muss, um soviel schneller als normal zu laufen, wird sie weder lauter noch roter. Ihre Schuhe sehen ziemlich schlimm aus – voller Schlamm, mit rissigen Nähten und abgeknickter Ferse. Mehr kann der Mann nicht mehr erkennen, denn die Luft geht ihm aus, und er fällt zurück. Als er die Kontrolle über seinen Atem lockert, hört er ein Altmännerkeuchen. Irgendwas stimmt da doch nicht. Morgen geht er sicherheitshalber mal zum Arzt, sich gründlich durchchecken lassen.

Der Magische Mittwoch: Sandra Pulletz

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet. Heute möchte ich euch Sandra Pulletz vorstellen, die mit mir in der Romanschmiede dazugelernt hat.

Vita

Sandra Pulletz wurde 1981 in Graz (Österreich) geboren und lebt mit ihrer Familie auch heute noch dort. Bereits als Kind entstand der Traum, irgendwann Autorin zu werden. Zurzeit schreibt sie hauptsächlich Jugendliteratur und Liebesgeschichten und arbeitet an verschiedenen Romanprojekten gleichzeitig. Auch so manche Kindergeschichte stammt aus ihrer Feder. Kurzgeschichten und Märchen schreibt die Autorin ebenfalls und veröffentlicht diese in Anthologien. Wenn Sandra nicht gerade am Schreiben ist, experimentiert sie mit Gewürzen und Kräutern in der Küche, malt oder zeichnet gerne.

Kontakt

Autorenseite auf FB: www.facebook.com/sandra.pulletz

Homepage/Blog: https://sasapull.wordpress.com/

 

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Und jetzt geht es ans Eingemachte! (Hmm, Rhabarberkompott … )

Liebe Sandra, in welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

Bisher habe ich in meinen Geschichten einige magische Wesen dabei. In „Highschool Halloween“ sind es ein Elf und eine Fee, die aufeinander treffen. Es gibt auch eine Party, auf der es nur so von magischen Wesen aller Art wimmelt.

In „Walpurgisnacht“ wimmelt es nur so von Hexen. Die magischen Kräfte sind eher natürlicher Art. Niemand hat einen Zauberstab oder so. Obwohl, ein Buch mit magischen Zaubersprüchen gibt es!

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Die magische Kraft wird von Generation zu Generation weitergegeben. Manche „einfache“ Zauber sind für jeden zugänglich. Zum Beispiel heilende oder anregende Kräuter.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Sehr gerne war ich auf der Walpurgisfeier aus „Walpurgisnacht – Das magische Mal“. Ein stimmungsvolles Fleckchen mitten in der Natur. Lagerfeuer, Waldmeister-Bowle und ausgelassenes Tanzen mit anderen Hexen. Wenn nur nicht diese Störenfriede aufgetaucht wären …

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Ich glaube, das ist Ellie – eine Junghexe, die gerade darauf wartet, dass ihr Hexenmal erscheint. Erst dann darf sie mit den anderen die Walpurgisnacht feiern und auf ihrem Besen fliegen. Letzteres würde ich auch gerne ausprobieren, aber leider ist mein Hexenmal noch nicht aufgetaucht ;)

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

„Walpurgisnacht – Das magische Mal“ – eine süße Hexengeschichte für Jugendliche und Junggebliebene.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Ich würde gerne fliegen können! Dann könnte ich von Ort zu Ort reisen. Kostenlos und wann immer ich will.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Genaugenommen kann ich das wirklich bezahlen, denn bei mir wohnt ein irischer Kobold mit unbegrenztem Goldschatz!

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Der Magische Mittwoch: Eva-Maria Obermann

Bis auf Weiteres stelle ich euch hier jeden Mittwoch einen neuen Autor vor, der für magische Geschichten verantwortlich zeichnet. Heute habe ich die wunderbare Mit-Norne Eva-Maria Obermann zu Gast.

Vita

Am Rande der Pfalz 1987 geboren, waren Bücher für Eva-Maria Obermann von Kindesbeinen an wichtige Begleiter und Inspiration für eigene literarische Gehversuche. Über Umwege traute sie sich, diesem Schreibtrieb zu folgen. Nachdem sie ihr Studium in Literatur- und Medienwissenschaften mit Bestnote abgeschlossen hat, promoviert sie derzeit in der Literaturwissenschaft. Daneben führt sie einen Buchblog und schreibt weiterhin literarisch. Sie ist Mitbegründerin des Nornennetzes. Mit ihrer Familie lebt sie in einer kleinen Stadt in der Pfalz und liebt Lesen und Schreiben auch weiterhin.

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Und jetzt will ich euch nicht länger mit Details langweilen.

In welcher Art kommt Magie in deinen Geschichten vor?

In Zeitlose gibt es eine magische Verbindung zwischen Zeitlinien. Meine Protagonistin Dora ist mit dem Leben des Waisenmädchen Nancea und deren Schicksal verknüpft. Nach und nach findet sie heraus, wie es dazu kam. Magie ist dabei zwar durchaus als Zauberei greifbar, aber in der Zeitebene, die in der Gegenwart spielt, eher mittelbar.

Ist Magie in deiner Welt für alle frei zugänglich oder braucht man ein Artefakt/genetische Prädisposition/…?

Eine genetische Prädisposition macht es zumindest einfacher. Aber die allein reicht nicht. Vielleicht ist es eher als Talent zu verstehen. Erlernt werden können die Grundzüge von vielen, wirklich meistern kann Magie aber nur, wer auch die Fähigkeit in sich trägt.

Bei welchem „magischer Einsatz“ (Wesen/Szene/Fun Fact) hattest du als Autorin den größten Spaß?

Das darf ich an der Stelle noch nicht verraten, weil es im dritten Teil der Zeitlose-Reihe erst passiert, der nächstes Jahr erscheinen soll.

Welches ist dein liebstes mythisches resp. magisches Wesen?

Ganz generell? Ich hab es nicht so mit Einhörnern oder Drachen, Vampiren oder Meerjungfrauen. Viel lieber mag ich diese kleinen Effekte. Sprechende Tiere, magische Katzen, Hexen, Feen und Geister.

Wie heißt dein liebstes „magisches“ Buch?

Da kann ich mich unmöglich festlegen, also nehme ich das erste Buch, bzw. die erste Reihe, die mich so richtig für Fantasy begeistert hat. Die Time-Master Trilogie von Louise Cooper, die es heute (leider) nur noch auf Englisch gibt.

Wenn du dir eine magische Fähigkeit aussuchen dürftest, welche wäre das?

Die Emotionen meiner Mitmenschen zu beeinflussen, um Tiefpunkte und Traurigkeit zu vertreiben.

Und welchen Preis wärst du dafür zu bezahlen bereit?

Ich glaube, wer schlechte Emotionen in gute verwandeln kann, ist prädestiniert für eigene depressive Phasen. Da könnte ich nie ruhigen Gewissens sagen: „Kein Problem, das nehme ich gerne auf mich“. Es wäre aber die logische Konsequenz, so dass die Macht auch nicht zum Spaß, sondern eben sehr sorgfältig eingesetzt würde. Dieses Element des Bedenkens finde ich allerdings wieder sehr gut.

Vielen Dank!

 

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Kurzer Rückblick: Die RPC

Die Fotos hat alle der mich liebende und geduldig begleitende Mann gemacht. Dass man nur meine rechte Seite sieht, liegt daran, dass ich meine linke Gesichtshäfte – wie ungefähr alles – zu Hause vergessen habe. Um fünf war ich im Lesecafé auf der RPC eingeplant, da war vorher gerade noch Zeit für einen magischen Beruhigungstrank am Chaospony Stand.

Zur Lesung selbst waren tatsächlich einige Leute da, die ich noch nicht kannte, und die direkt, live und als Uraufführung erleben konnten, wie unorganisiert so eine Autorin sein kann. Requisiten? Liegen noch zu Hause. Länge der Lesung? Grob geschätzt. Headset? Zum Glück war ich dafür nicht verantwortlich und alles funktionierte deswegen genau so, wie es soll. Weggelaufen ist auch niemand, das werte ich als gutes Zeichen. Anschließend habe ich mir erst einmal eine Liste mit Dingen gemacht, an die ich schon dieses Mal hätte denken sollen, damit bei der Lesung auf der FeenCon alles ein wenig glatter läuft.

Viel haben wir aufgrund unseres knappen Zeitplans nicht gesehen, aber es war auf jeden Fall schön bunt. Ungefähr so:

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