Aus dem glamourösen Leben einer Autorin

44524477_1225717790902801_558650957445988352_n

Nein, dieser Post dient NICHT nur dazu, euch noch einmal den wunderschönen Sammelband Nr. 2 in seiner ganzen Papierpracht zu zeigen. (Auch, aber nicht nur.) Das Bild eignet sich einfach perfekt, um meinen Schreiballtag zu illustrieren.

Ihr wisst ja, ich gehe Quasi-Vollzeit ins Büro. Und nebenbei zum Sport – irgendwas muss ich für meinen Rücken ja tun, der wird nicht jünger. Außerdem gibt es Gerüchten zufolge irgendwo in diesem Chaos einen Haushalt. Nicht, dass ich das bezeugen könnte, ich habe ihn seit Tagen nicht gesehen!

Tja, und dann ist da das liebe Schreiben. Wie ihr auf dem Bild vielleicht erkennen könnt, sitze ich an meinem Schreibtisch – das ist die Holzkante ganz oben am Rand. Den Rest kann ich euch gerade nicht zeigen, denn er ist unter Papier, Büchern und Kabeln vergraben. Das Karierte ist mein unglaublich sexy, flauschig-warmer Pyjama (wenigstens die Hose). Das zugehörige Oberteil könnt ihr leider nicht sehen, da ist eine lesende Eule drauf abgebildet. ^^

In dieser oder einer ähnlichen hochprofessionellen Uniform setze ich mich an den meisten Tagen Abends nach dem Essen noch einmal an den Rechner. Meistens steht neben mir ein Tee, mein Hintern ruht auf einem superbequemen Sitzkissen und ich bin zusätzlich in eine Decke gekuschelt. Der Mann und ich haben eine laufende Verabredung für zehn auf dem Sofa, und in der Zeit bis dahin will ich möglichst viel geschafft kriegen. Idealerweise wäre das natürlich nur die kreative Arbeit, aber seien wir mal realistisch: Oft genug schmuggelt sich der Papierkram dazwischen. Schreiben beantworten, Artikel abarbeiten, Rechnungen zahlen. Und ganz manchmal habe ich auch einfach keine Lust und vertrödle stattdessen die Zeit. Dafür wurde das Internet ja praktisch erfunden.

Während ich Abends hier sitze, leisten mir übrigens beide Katzen Gesellschaft – und zwar jeden Abend. Ronja lauert in erster Linie darauf, wann sie das Sitzkissen wieder für sich hat (es is twirklich superbequem), und Greebo … keine Ahnung, der liegt einfach auf der letzten freien Ecke des Tisches und schnurrt. Vielleicht mag er mich, bei Katzen kann man das nie so genau sagen.

Tja, und so wird dann gearbeitet. Nicht der ideale Arbeitsplatz, aber ich mache das Beste aus dem, was ich habe.

Die Tage erzähle ich euch dann, wie ich mir das perfekte Autorinnenleben vorstelle. Seid ihr dabei?

Es wird TEUFLISCH … mit Felicity Green!

Im besten aller gruseligen Monate bringe ich euch jede Menge Lesevergnügen! Glücklicherweise habe ich dabei tatkräftige Unterstützung, denn eine Frau alleine ist bei dieser Aufgabe fast hilflos. Freut euch also heute mit mir auf die unglaublich talentierte, im wahren Leben nur minimal gruselige Felicity Green!

44472024_2133041130294633_3594448663914479616_n

Wen habe ich euch mitgebracht?

Felicity Green schreibt Urban Fantasy und Paranormal Mystery-Serien für Leserinnen, die Mythen und Magie, unerwartete Wendungen, Gänsehaut und große Gefühle lieben.

Felicity wurde in der Nähe von Hannover geboren und zog nach dem Abitur nach England. In Canterbury studierte sie Literatur und Schauspiel. Später tingelte sie mit diversen Theatergruppen durch England, Irland und Schottland – eine Inspiration für die Schauplätze ihrer Romane. An der University of Sussex schloss sie einen MA in Kreativem Schreiben ab.

Mit ihrem Mann Yannic, Tochter Taya und Kater Rocks lebt sie jetzt an der Schweizer Grenze und arbeitet als freie Autorin und Bloggerin.

Heute geht es in erster Linie um eine neue, gruselige Geschichtensammlung, die Felicity pünktlich zu Halloween auf den Markt gebracht hat. Sie heißt Felicity Greens Halloween-Storys: Teuflich Dunkel, Teuflisch Kalt, Samhain. Man kann also nicht sagen, dass man nicht gewusst habe, worauf man sich einlässt. Hier ist erst einmal der Klappentext für euch:

„Halloween: In der Nacht, in der der Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der der Toten am dünnsten ist, erwartet auch die an Magie und übersinnliche Kreaturen gewohnten Einwohner von Tarbet der pure Horror.

In TEUFLISCH DUNKEL erzählt Ma Winchester Gruselgeschichten aus ihrer Kindheit. Wie die von Caith Sith, der schwarzen Raubkatze, die eigentlich nur in der schottischen Mythologie existieren sollte, dann aber zum realen Albtraum wird.

In TEUFLISCH KALT müssen Paranormal Investigator Abbey Fine und die Highland-Hexen herausfinden, ob ein Mädchen, das im Loch Lomond aufgetaucht ist, Mensch oder böser Wassergeist ist.

In SAMHAIN – DAS WECHSELKIND, eine Geschichte, die in der mythologischen Welt der Connemara-Saga spielt, ist die hochschwangere Posey auf sich allein gestellt – bis eine mysteriöse Frau auf dem Feenhügel vor ihrem abgelegenen Cottage erscheint.“

44254568_887313648129919_8398170538526113792_n

Natürlich konnte ich es mir nicht nehmen lassen, Felicity bei dieser Gelegenheit auch direkt zu interviewen. Lest selbst:

Welcher Halloween-Typ bist du – gruselig? Lustig? Spirituell?

Ich würde sagen gruselig, aber nicht zuuuu gruselig. Und wo ich jetzt mit meiner kleinen Tochter Halloween feiere, da geht es eher lustig zu.

„Trick“ oder doch lieber „Treat“?

Lieber Treat. Tricks sind gemein. Seid nett zueinander :-)

Welche Rolle spielt Halloween in deinen Büchern?

Halloween spielt eine recht große Rolle, da ich ja über keltische Mythologie schreibe und der Ursprung von Halloween im keltischen Fest Samhain liegt. Ich schreibe jedes Jahr eine Halloween-Geschichte. Ich freue mich, ab und zu mal in Richtung Horror und Dark Fantasy zu gehen.

Und welche Rolle spielt Halloween in deinem Leben?

Ich habe schon immer gerne Halloween gefeiert. Früher fand ich Horrorbücher wie von Stephen King und Horrorfilme total toll, aber weil ich eine so große Fantasie habe, wollte ich mir das irgendwann nicht mehr regelmäßig antun :-) Aber einmal im Jahr, an Halloween, da wird richtig Gruseliges gelesen und richtig fiese Horrorfilme geschaut. Seit meine Tochter auf der Welt ist, da feiern wir natürlich eine eher lustig, heimelige Variante des Festes.

Was ist dein liebster Halloween-Brauch?

Und wir haben unsere eigene kleine Halloween-Tradition mit Feuerschale draußen, Gruselgeschichten, Punsch und Stockbrot. Verkleiden ist immer toll und ich mache gerne kreative Snacks wie Monster Muffins oder sonstige gruselig aussehende Varianten von Speisen.

Hand aufs Herz – magst du Kürbis?

Ich liebe Kürbis! Kürbissuppe, jedes herzhafte Gericht mit Kürbis, Kürbis-Brownies, Pumpkin Spiced Latte! Ich könnte den ganzen Herbst lang nur Kürbis essen, zum Leid meiner Familie, die nicht ganz so verrückt nach Kürbis ist wie ich.

Welches ist deine liebste Gruselgeschichte?

Es von Stephen King war das erste Buch, was mich so richtig gepackt hat und danach habe ich mehr fürs Horror-Genre interessiert. Ganz Nächte durchgelesen habe ich, so spannend war es gewesen. Ich war aber bestimmt noch keine 15 als ich es gelesen habe.

Hast du einen Lieblingshorrorfilm?

The Shining ist sehr gruselig. Rosemary’s Baby oder The Wicker Man sind auch gute Klassiker, die auch ein bisschen lustig sind – nicht ganz so Alptraum bescherend.

Wenn du ein unheimliches Wesen wärst, welches wärst du?

Hmmm. Eine Hexe?

Und mit welcher Erscheinung könnte man dich erschrecken?

Mit der unsichtbaren Hexe aus dem Film Blair Witch Project. Der Film hat mich total verstört und seitdem schaue ich fast nur noch an Halloween Horrorfilme.

Das kann ich gut verstehen. Vielen Dank für das tolle Interview und viel Spaß beim Gruseln!

 

Schee wars! BuCon 2018

IMG_0654

Zuerst das Wichtigste – meine Ausbeute. Das war vielleicht ein Kampf! Den ganzen Tag über habe ich mich von Leuten verabschiedet mit den Worten: „Ich muss dringend Bücher kaufen.“ Und immer kam etwas dazwischen. Man sollte nicht meinen, dass so ein simpler Wunsch auf einer Buchmesse so schwierig zu erfüllen wäre!

Worum es geht? Den BuCon 2018. Ich war da. Und zwar als „VIP“ (ha!), denn ich durfte eine halbe Stunde im Raum Battlebridge lesen. Das ist ein winziger, urgemütlicher Raum in einem Winkel unter der Kegelbahn. Nein, ich übertreibe nicht. Es gibt ein Sofa, angenehmes Licht und Platz für etwa zwanzig sitzende Zuhörer.

Die Woche war anstrengend gewesen, ich war komplett unvorbereitet. Zum Glück waren die Zuhörer sehr nachsichtig mit mir – und wie die Chefin vom Chaospony mir danach erzählte, waren beinahe doppelt so viele Zuhörer dagewesen, wie es Sitzplätze gab. Mir selbst fällt so etwas ja nicht auf, wenn ich nervös bin. Und Lesungen machen mich nervös. Oder öffentliche Auftritte. Die Aufmerksamkeit von anderen Menschen generell. Aber ich habe es mir ja selbst ausgesucht.

Außer der Chaosponyherde habe ich noch einige andere nette Autorinnen, Autoren und „normale“ Freunde getroffen, die ich nicht namentlich nennen werde, weil ich garantiert irgendwen vergesse und derjenige dann eine Voodoopuppe von mir bastelt – das wäre Verschwendung wertvoller Ressourcen und muss dringend unterbunden werden. Ihr wart alle toll, ich habe mich sehr gefreut! Die überaus geduldige Marny von der Fantastischen Bücherwelt sei trotzdem stellvertretend erwähnt, die hat mich bereitwillig zu einigen Lesungen mitgeschleppt – und auf ihren Büchergeschmack ist immer Verlass. Als nächstes zeigt sie mir, wenn ich ganz lieb frage, vielleicht mal das Römisch-Germanische Museum in Köln, da war ich nämlich noch nie, und sie ist die Expertin. ^^

Sonst kann ich nicht viel erwähnen. Höchstens, dass irgendwann die Exemplare von „Andrea die Lüsterne …“ ausgingen. Da war ich schon ein wenig stolz. Aber wir wussten es ja schon immer: Die Welt braucht viel mehr Tentakel!

Halloween Horror Fest 2018

Ja, der Oktober ist mal wieder proppevoll. Trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen, mit meinem Partner das Halloween Horror Fest im Movie Park in Bottrop zu besuchen – und falls ihr euch gerne gruselt und ein wenig Zeit über habt, solltet ihr das unbedingt auch machen! Es gibt Verkleidete, die einen auf den Wegen belästigen, eine Musikshow, einen Hypnotiseur, einige Fahrgeschäfte, die lange offen haben, und mehrere Attraktionen, durch die man sich gruselnd hindurchgeht.

Leider haben wir mal wieder nicht alles geschafft – vor allem wegen der elenden Wartezeiten an den Attraktionen (50 Minuten vor dem Deathpital, ich habe auf die Uhr geschaut – aber es hat sich gelohnt!). Aber wir hatten gigantisches Glück mit dem Wetter, es war auch nicht zu voll, und da wir am ersten Gruselwochenende der Saison da waren, waren die Darsteller auch noch richtig enthusiastisch.

Für das nächstes Jahr habe ich mir übrigens Großes vorgenommen: Ich weiß inzwischen, dass es eine ganze Reihe von Vergnügungsparks mit Gruselattraktionen gibt, und am liebsten würde ich sie ALLE besuchen … aber so ein oder zwei zusätzlich sollte ich auf die Reihe kriegen. Auf jeden Fall habe ich mir in den Kalender für das nächste Jahr eine Liste mit Kandidaten für die rechtzeitige Planung gemacht. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Der Mann wurde übrigens in jeder Attraktion konstant als Opfer ausgesucht – ob das an der roten Jacke lag? Oder doch eher daran, dass er so mustergültig erschreckt?

(Denkt übrigens dran – wenn ihr euch mit Magie hinter den sieben Bergen gruseln wollt, könnt ihr das jetzt in drei praktischen Sammelbänden (also, der dritte kommt bald) mit wunderschönen neuen Covern!)

Und jetzt seid ihr dran: Grusel – yay oder nay?

Das Beste im neuen Gewand

Mock up Trilogie

Beinahe unbemerkt habe ich ein weiteres Großprojekt für dieses Jahr in Angriff genommen. Mit Hilfe der wunderbaren Giusy von Magicalcover haben Helenas Abenteuer als drei Sammelbände mit je drei Romanen ein neues, wunderschönes Kleid bekommen. Außerdem habe ich zu jeder Geschichte noch ein paar Kleinigkeiten geteilt: Rezepte, Hintergrundinfos zu modernen Naturreligionen und was mir gerade in den Kopf kam. Im letzten Band findet ihr außerdem das dringend benötigte Endstück zu „Feengestöber“ aus Falks Sicht – dafür müsst ihr euch allerdings noch ein wenig gedulden, denn erst soll „Grimmwald“, das märchenhafte Finale, fertigwerden.

Dieses Jahr war ich wirklich eine fleißige Autorin.

Reisen und Abenteuer

Wenn ich ein E-Book bei Amazon anlege, kann ich auch immer die zum Buch passenden Kategorien auswählen, in denen es angeboten wird. Das macht es den Lesern beim Stöbern leichter, Bücher zu finden, die ihnen gefallen könnten.

Außerdem geht Amazon aber auch hin und vergibt nach einem mir komplett unverständlichen Algorithmus eigene Kategorien. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass „Feengestöber“ unter anderem in der Kategorie „Biografien & Erinnerungen – Reise & Abenteuer“ geführt wird. Gut, Helena und Falk reisen ja schon ein wenig: Auf die andere Rheinseite, durch ein Feenportal … und abenteuerlich ist es für den Leser hoffentlich auch. Aber eine Biografie ist das Buch jetzt leider (oder glücklicherweise) definitiv nicht.

Feengestöber WARUM

Rein theoretisch könnte ich jetzt hingehen und beim Kundenservice darauf bestehen, dass die Zuordnung geändert wird. Aber eigentlich finde ich es lustig. Nur für die Leser ist es doof. Jemand, der nach einer Reisebiografie sucht, könnte ja fälschlicherweise meinen, ich sei tatsächlich Feen begegnet. Und das würde zu ärgerlichen Rezensionen führen … – ach, mal schauen. Vielleicht nehme ich mir im November die Zeit.

Bis dahin – ich mag Reisen und Abenteuer.

„Tu deinem Leib des öfteren etwas Gutes, …

… damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ (Teresa von Avila, 16. Jahrhundert)

Etwas Gutes? Damit können doch eigentlich nur Leckereien gemeint sein, oder? Und ein wenig Entspannung auf dem Sofa? Habe ich dieses Wochenende ausgiebig ausprobiert – aber so ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht.

Ich bin vollgefuttert. Und unausgeschlafen, weil mein Gehirn heute morgen schon um drei knallwach war. Und mein Rücken tut weh – wir brauchen ein neues Sofa, das ist mal sicher. Und von dem ganzen Fett und Zucker in der guten Torte ist meine Haut in die Pubertät zurückkatapultiert worden.

Tja, so hat die liebe Teresa das wohl nicht gemeint. Wenn ich meine Seele gerade fragen würde, ob sie gern in meinem Körper wohnt, käme als Antwort wohl: „Also, Malle wär geiler.“

Ich denke mir, mit dem „Guten“ war nicht unbedingt die gnadenlose Faulenzerei/Völlerei gemeint. Aber auch nicht das andere Extrem, in das viele Leute heutzutage fallen: Gesundheitsoptimierung/Fitnesswahn. Die „gute“ Wahrheit muss irgendwo in der Mitte liegen. Ich weiß beispielsweise: Wenn ich zu viele Kohlenhydrate esse, steigt mein Migränerisiko. Zu wenige Kohlenhydrate verursachen hingegen den berüchtigten „brain fog“, weil das Gehirn fast ausschließlich mit Kohlenhydraten funktioniert (das ist alles etwas komplizierter, aber für den Hausgebrauch soll es reichen). Sitze ich den ganzen Tag am Rechner, kriege ich Rückenprobleme. Treibe ich zuviel Sport, bleibt nicht genügend Zeit zum Schreiben und ich werde unausstehlich – allerdings bin ich dann Abends schön erschöpft und schlafe gut durch.

Diesen Monat bin ich schriftstellerisch noch einmal komplett eingespannt – ein Manuskript wartet noch auf die Überarbeitung, ehe ich Anfang November von Helena und Falk Abschied nehme und mich in einem weniger halsbrecherischen Tempo neuen Welten zuwende. Danach werde ich mir ein wenig Zeit nehmen, meinen Alltag umzustrukturieren. Es muss doch einen Weg geben, das „Gute“ mit dem, was man tun muss, in einer angenehmen Weise zu kombinieren.

Sobald ich den Stein der Weisen gefunden habe, lasse ich euch natürlich daran teilhaben. ^^

Wo wir gerade dabei sind …

… wo würdet ihr eigentlich gerne Urlaub machen?

Mich reizen vor allem grüne Gegenden, und nördliche Gefilde. Norwegen und Schweden stehen weit oben auf meiner Wunschliste, aber auch das ländliche Irland, Schottland oder andere Teile der britischen Inseln würde ich mir gerne anschauen. Ich mag Urlaub, bei dem man viel draußen und zu Fuß unterwegs ist. Osteuropa ist bestimmt auch eine aufregende Erfahrung.

Strandurlaub kann ich so gut wie gar nichts abgewinnen, oder höchstens für zwei Tage. Dann kribbelt es mich in den Füßen, und von der Sonne bekomme ich sowieso Ausschlag.

Dafür mag ich auch Städtetrips. Ich schaue mir gerne alte Gebäude, Parks und Museen an. Beispielsweise war ich noch nie in Paris, Barcelona, Rom, Athen oder Moskau. Budapest habe ich nur als kleines Kind durch das Beifahrerfenster des LKW gesehen, den mein Vater gefahren ist. Dresden soll sehr schön sein, habe ich gehört.

Und dann gibt es natürlich noch die exotischen Ziele, für die man viel Zeit und Geld braucht. In der fünften Klasse war ich mit meiner Mutter in Südafrika, das würde ich gerne wiederholen. Australien möchte ich unbedingt einmal sehen. Japan sowieso. Und Indien erst! Südamerika und die USA sind bestimmt auch schöne Ziele, genau wie Kanada.

Gut, zugegeben. Ich will alles mal gesehen haben. Inklusive all der Länder, die ich nicht genannt habe. Mit anderen Worten: Ich habe noch viel zu tun.

Welches sind denn eure Geheimtipps? Welche Länder und Orte muss man unbedingt gesehen haben? Wohin würdet ihr jederzeit wieder zurückkehren? Und was habt ihr noch an großen Reiseplänen?

Fehler und Macken

Wir alle haben sie Fehler und Macken, die einen nicht unbedingt liebenswert erscheinen lassen. Allerdings gehören sie zum Leben dazu.

Um euch nicht mit all meinen persönlichen Schwächen zu überfordern, konzentriere ich mich heut auf einige Schreibmacken, die mir an mir selbst seit Juli im Überarbeitungsmarathon aufgefallen sind.

Die größe Macke sind Wortwiederholungen.

Zum einen habe ich Lieblingswörter, die ich immer wieder verwende, obwohl es hervorragende Alternativen gibt. Zum anderen verwende ich oft ein Wort zwei- oder dreimal dicht hintereinander. Mein Gehirn glaubt wohl, wenn es einmal einen guten Ausdruck gefunden habe, solle man den nicht vorschnell wieder verwerfen. An manchen Tagen treibt mich das echt zur Verzweiflung – erst einmal müssen mir diese Wiederholungen ja überhaupt auffallen, und danach brauche ich passende Alternativen … bei denen ich dann darauf achten muss, dass die nicht irgendwo ganz in der Nähe schon im Text stehen.

Die zweite große Macke sind Bandwurmsätze.

Als Faustregel gilt, ein guter Satz dürfe nur so lang sein wie der Atem des Lesers. Zu viele Einschübe und Nebensätze dürfe er auch nicht haben. Außerdem sei die Aufmerksamkeit des Lesers begrenzt – er wolle schnell wissen, worauf ein Satz hinausläuft. Tja, das fällt mir schwer. Kurze Sätze klingen für mich oft arg abgehackt. Darum achte ich beim Überarbeiten stark auf Bandwurmsätze und hacke sie in Stücke, wo es geht. Natürlich will ich meine Leser nicht über-, aber vor allem nicht unterfordern, darum wehre ich mich entschieden gegen einen reinen Hauptsatzstil.

Und eine dritte Macke fällt mir auch spontan ein – Modalpartikel.

(Das ist teilweise gelogen – ich musste den Fachausdruck erst nachschlagen.) In meinem Fall sind das vor allem abschwächende Partikel wie „wohl“, „wahrscheinlich“ und „vielleicht“. Gelegentlich ergeben die im Text durchaus Sinn, aber oft nehmen sie dem entsprechenden Satz einfach den Wumms. Es macht schließlich einen Unterschied, ob ich schreibe: „Er war ein Verräter.“ Oder: „Er war wohl ein Verräter.“ Manchmal ist es wichtig, eine gewisse Unsicherheit auszudrücken, aber ab und zu wünsche ich mir, dass ich direkt zur stärkeren Sprachvariante greifen würde.

Zum Glück gibt es die Überarbeitungsrunden. Sobald ich weiß, zu welchen Dummheiten ich neige, passe ich in dieser Hinsicht auf wie ein Lux. Irgendwas entgeht mir natürlich trotzdem immer, aber ich werde mit jedem Mal besser.

 

Der letzte Urlaubstag

Es wird noch einmal ganz gemütlich. Die Katzen dösen auf Bett und Schreibtisch, aus der Küche duftet es nach frischen Apfelbrot, und nach dem Mittagessen widme ich mich noch ein wenig dem nächsten Manuskript. Heute morgen habe ich einige Fotos gemacht, von denen eines es hoffentlich auf das Cover von „Grimmwald“ schafft. Wenn das Wetter mitspielt, gehe ich später laufen, und heute Abend koche ich uns ein karibisches Kürbisrisotto.

Eigentlich schade, dass das nur ein Urlaubs- und kein Arbeitstag ist.