Jederzeit toll aussehen

Ist sie verrückt geworden?

Gibt sie nachher vielleicht sogar Styletipps?

Nein, meine Süßen. Ich kenne meine Grenzen. (Ich überschreite sie auch regelmäßig, aber ich kenne sie.)

Allerdings habe ich neulich wieder bei einer Bekannten online gelesen, sie habe kaum mehr ordentliche Sachen anzuziehen. Sich richtig schick neu einkleiden wolle sie allerdings erst, wenn sie ihr „Wunschgewicht“ erreicht habe.

Ja nu. Und was, wenn es bis zu diesem „Wunschgewicht“ noch drei Jahre dauert? Oder wenn sie es vielleicht – was niemand ihr wünscht – nie erreicht? Geht sie bis dahin in Kartoffelsäcken?

Ich rede natürlich an dieser Stelle aus Erfahrung, denn genau solche Dinge habe ich mir auch schon vorgenommen. Und alles, wo ich „rausgeschrumpft“ war, direkt in die Altkleidersammlung gegeben. Dann habe ich wieder zugenommen und hatte nicht einmal mehr die alten ranzigen Sachen zum Anziehen.

Inzwischen denke ich mir: Es ist eine feine Sache, alles zu tun, damit man sich im eigenen Körper wohl fühlt. Unabhängig davon, ob man abnehmen möchte, sind gesunde Ernährung und Sport auf vielen Ebenen gut für Körper und Geist. Und es ist auch nicht schlecht, abnehmen zu wollen.

ALLERDINGS sollte man darüber nicht die Lebensfreude vergessen. Egal, wo man sich im Leben gerade befindet, man hat immer das Recht darauf, sich gut zu fühlen und auch so auszusehen. Sogar wenn man einige Reservekilos mit sich herumschleppt und gerade Käsekuchen isst. Also: Kauf das Kleid, gönn dir eine ordentliche Jacke und lass dir nicht einreden, dass du die falsche Form für Mode hättest.

(Und wo ich gerade dabei bin: Frauen wollen ordentliche Taschen!!!)

woman standing on bed

Photo by u0410u043du043du0430 u0413u0430u043bu0430u0448u0435u0432u0430 on Pexels.com

 

Zeichen der Zeit

Phone Book

Fotografin: Carolyn V, gefunden auf Unsplash

Es gibt merkwürdige Anzeichen dafür, dass man alt wird. Zum Beispiel kennt man Dinge, die jüngere Leute nicht mehr kennen. Heute morgen war ich auf der Suche nach einem schönen Beispielbild zum Thema „Telefonbuch“, und was habe ich gefunden?

Das da oben.

Es ist ein schönes Bild, keine Frage.

Aber ich sitze hier und wundere mich: Verwenden Leute noch Telefonbücher? Diese alten dicken Schinken aus Papier? Wann habe ich zuletzt diese Stapel im Supermarkt gesehen, von denen man sich eines mitnehmen kann? Und wann HABE ich zuletzt eines mitgenommen?

Ähnlich geht es „meiner Generation“ mit Musikkassetten, Walkmans oder tragbaren CD-Spielern oder Fernsehzeitschriften. Dass man sich Lieblingslieder aus dem Radio aufgenommen hat, klingt für die heutige Jugend (die übrigens auch nicht schlimmer oder besser ist, als wir es damals waren) ziemlich abwegig.

Dann denke ich daran, dass mein Vater einen VW-Käfer hatte, den er mit einem Standgebläse und einem langen Kabel, das über die Terrasse lag, im Winter morgens vorgeheizt hat.

Dass wir tatsächlich noch Telefone mit über Kabel angeschlossenem Hörer hatten.

Dass ich mich an eine Zeit mit nur drei Fernsehsendern erinnere und superaufgeregt war, als Sat1 und RTL dazukamen. Wenigstens glaube ich, dass das die ersten beiden Privatsender waren, die ich bewusst gesehen habe. ProSieben kam später.

Andere „Errungenschaften“ wie das elektrische Bratenmesser sind einfach so wieder verschwunden. Entsprechende Bilder rufen sofort die Erinnerung an die Achtziger wach. Ich glaube, jeder Haushalt hatte so ein Ding. Benutzt haben wir es nie, wenn ich zurückdenke.

Außerdem gab es Parties mit gigantischen kalten Platten – gefüllte Eier, Käsehäppchen, in Schinken oder Wurst gerollte saure Gurken, kleine Türmchen aus Salamiwürfeln und Silberzwiebeln und Unmengen an Dips. Macht man sowas überhaupt noch?

Bestimmt lacht man in dreißig Jahren über alles, was heutzutage „modern“ ist. Smartphones, die man täglich aufladen muss? Klingt gar nicht so smart. Autos zum Selbersteuern? Wie retro! Und was soll das heißen, man musste WLAN bestellen und zuhause einen Anschluss haben, wenn man ins Internet wollte? Wie krass!

Ja, ich weiß. Krass sagt man schon lange nicht mehr. Verzeiht mir, ich bin eine alte Frau. ^^

Allein es fehlt der (Aber-)Glaube … oder?

Über Tarotkarten hatten wir es ja schon. Und generelle Hexerei sowieso. Ihr könnt euch also vielleicht denken, dass ich Aberglauben nicht so richtig abgeneigt bin. Einige Dinge passen für mich einfach immer.

Ein schönes Beispiel, weil es in einigen Wochen auch wieder soweit sein wird: Achtet mal darauf, wann ihr das erste Mal einen Kuckuck hört. Und achtet mal darauf, wieviel Geld ihr in dem Moment in der Tasche habt. Das zeigt euch nämlich, wie gut das Jahr finanziell laufen wird. Ich schwöre, hat bei mir bis jetzt jedes Mal gestimmt. (Meistens habe ich nicht einmal Taschen.)

Andere Dinge glaube ich eher nicht – dass man sein Leben „jinxen“ kann, indem man mit geflochtenen Haaren schlafen geht oder Salz über die falsche Schulter wirft. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die ich gerne mache. Bei denen stelle ich mir einfach vor, dass sie Glück bringen: Das Futter für die Wildvögel, die brennende Kerze beim Kochen oder das Löffelchen Honig für den „Hauskobold“. Immerhin hat der mir noch nichts kaputtgeschlagen, das scheint also zu funktionieren.

pexels-photo-1503441

Photo by Susanne Jutzeler on Pexels.com

Wäre ich eine Tarotkarte, wäre ich …

… DAS RAD!!!

Echt, das ist meine Karte. Nicht, weil ich sie besonders mögen würde, sondern weil sie einfach immer und immer und immer wieder auftaucht.

Was sie bedeutet?

Nun, es geht auf und ab. Du wirst dich anstrengen, und mal klappt es und mal nicht. Aber wenigstens geht es immer weiter.

Tut mir leid, ich wäre auch lieber etwas Exotisches, Inspirierendes geworden. Muss wohl an meinen guten Kartoffelgenen liegen. ^^

Kreativität braucht Geduld

pexels-photo-68562

Photo by Miguel Á. Padriñán on Pexels.com

Vor allem die Geduld anderer Leute. Wenn ich mitten in einem Projekt oder einer Szene stecke, vergesse ich nämlich gerne alles um mich herum. Dann laufen Mann und Katzen hungrig maunzend durch die Wohnung, scharren an Türen, die Schnecken bereiten Petitionen vor und planen ihren Umzug und die Pflanzen – fangen wir von den Pflanzen lieber gar nicht erst an. Efeututen sind ziemlich widerstandsfähig, zum Glück.

Das Problem ist, dass ich für das Schreiben eine ganz andere mentale Einstellung brauche. Mein Alltag ist nicht so spannend (wer das anzweifelt, kann sich hier ja ein wenig durchs Blog scrollen) und besteht in erster Linie aus den üblichen Besorgungen: Haushalt, Büro, Sport. Würde ich über solche Dinge schreiben, müsste ich mich nicht immer erst aufwändig einfinden … aber wer will das schon? In meinen Geschichten verschwinden Leute, gehen wichtige Dinge kaputt, tauchen merkwürdige Kreaturen auf. Leute sind auf der Flucht oder versuchen verzweifelt, ein Dokument zu überbringen. All das muss ich beim Schreiben nachfühlen, um es zu erzählen. Das dauert. Und wenn ich einmal erfolgreich dabei bin, komme ich auch so schnell nicht freiwillig wieder.

Hidden Powers – die Nornen-Lesechallenge

Was redet die Frau wieder? Nornen lesen? Geheime Kräfte?

Die Erklärung findet ihr hier. Und da jeder Vorwand, Bücher zu lesen, ein guter Vorwand ist, mache ich natürlich auch mit. Mal schauen, wann mich Zeit und Kräfte verlassen. Aber noch sehe ich dem März und allem, was danach kommt, aufgeregt entgegen. Die ersten Bücher habe ich sogar bereits.

Schreibt! Schreibt! Schreibt!

Neulich ging es im Nornennetz darum, welche Erfahrungen wir mit Schreibwettbewerben haben. Irgendwie habe ich komplett verpennt, mich an dem Fragefreitag zu beteiligen, dabei habe ich durchaus ein paar von diesen Wettbewerben auf dem Buckel.

Zunächst einmal muss man sie natürlich finden. Befreundete Autor*innen teilen oft, ansonsten muss man einfach in regelmäßigen Abständen das Internet durchforsten. Einige Seiten sammeln Ausschreibungen, aber auch dort muss man dann gründlich schauen – ist die noch aktuell? Ist die Ausschreibung seriös?

Dann gibt es die Vorgaben. Mindestlänge, Maximallänge, wohnst du im richtigen Bundesland? Vielleicht bist du auch zu alt, zu jung oder du hast das falsche Alter.

Und noch einmal schwieriger wird es, wenn man sich auf Ausschreibungen konzentrieren will, bei denen man die Chance auf einen nennenswerten Gegenwert hat – also alles, was mehr ist als: „Wir veröffentlichen die besten Geschichten.“ Solche Ausschreibungen gebe ich mir nur, wenn mich das Thema reizt oder potenzielle Gewinne für einen guten Zweck gespendet werden.

Trotzdem sind einige Dinge über die Jahre zusammengekommen. Mit „Der König und die Bäckerin“ habe ich einen dritten Preis in der Kategorie Märchen beim Federleicht-Schreibwettbewerb geholt und durfte an einer Gala in Berlin teilnehmen.

Ein- oder zweimal habe ich Buchpakete gewonnen.

Und am meisten überrascht hat mich, dass mir tatsächlich nicht nur einmal eine ausreichend kinderfreundliche Geschichte gelungen ist, die es in eine Anthologie geschafft hat. Normalerweise geht bei mir zu schnell zu viel zu schlimm schief, als dass man es einem Kind guten Gewissens vorlesen könnte. Aber da arbeite ich dran.

Leider habe ich nicht mehr so oft Zeit für Kurzgeschichten, wie ich mir das wünschen würde – früher hatte ich ein eigenes Kurzgeschichtenblog, könnt ihr euch das vorstellen?

Ein neues, lang angekündigtes Abenteuer

IMG_4150

Was ist das? Eine feierliche Enthüllung? Eher im Gegenteil … eine feierliche VER-Hüllung!

IMG_4151

Gestern abend habe ich mich daran gemacht, zum ersten Mal meine improvisierte Soundbox zum Aufnehmen von Hörgeschichten aufzubauen und zu testen. Sie besteht im Wesentlichen aus dem Gestänge eines Gewächshauses, das wir mal auf dem Balkon verwendet haben, und einigen von diesen superweichen Umzugsdecken, die mit Wäscheklammern voll professionell auf dem Gestänge festgemacht wurden. Beim nächsten Mal werde ich noch eine weitere Decke auf die Tischplatte legen, und das mit dem Chaos … ach, wem mache ich etwas vor? Das wird in diesem Leben nicht mehr besser. ^^

Zu einer Soundbox gehört auch ein ordentliches Mikrofon. Zum Glück habe ich so ein selbstinstallierendes, DAU-taugliches Modell erwischt, da musste ich gar nichts machen – außer natürlich eine ordentliche Aufnahme-Software zu finden und ein wenig zusammenschrauben. Aber schrauben kann ich.

Greebo ist mein treuer Bürokater und testet alles ausgiebig. Ich glaube, er ist zufrieden.

IMG_4160

Und so sah die Aufnahmesituation zum ersten Versuch aus. Es gibt noch Verbesserungspotenzial, aber ich glaube, das könnte lustig werden. Bei Gelegenheit lasse ich euch dann am Endergebnis teilhaben.

Drei überraschende Ohrenschmankerl

the-frog-amphibian-forest-nature-158031

Photo by Pixabay on Pexels.com

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen: Im Moment spiele ich mit Aufnahmeequipment. Und da mir nichts peinlich ist, lasse ich euch heute mal an drei kleinen Übungshappen teilhaben. Natürlich gibt es noch eine Menge zu lernen – was das Vorlesen angeht genau so wie in Bezug auf die Technik-Technik. Ich freue mich über Feedback und verspreche, nicht zu weinen!

Die Kröte mit der Perle

 

Das Mädchen und die Zauberin

 

Im Brunnen

 

PS: Falls ihr im Hintergrund ein gleichmäßiges Summen wahrnehmt – nein, das ist kein ultracooler Rausch-Effekt, sondern der schnurrende Kater auf dem Sofa hinter mir. Ich hatte nicht das Herz, ihn aus dem Zimmer zu verbannen. Vielleicht wird das ja mein Markenzeichen. ^^

Eine schmutzige Kindheit

Ein Blogprompt fragt, was meine früheste Kindheitserinnerung ist. So genau kann ich das gar nicht sagen, die sind alle ein wenig durcheinander. Aber ich weiß, dass ich eigentlich immer ein sehr schmutziges Kind war.

Denkt dran, das waren die Achtziger. Wenn wir nicht zufällig in Schule oder Kindergarten sein mussten, haben unsere Eltern uns einfach laufen lassen und darauf vertraut, dass wir Abends wohl wieder auftauchen, wenn wir hungrig sind. Wir lebten auf dem Land, hatten die meiste Zeit über viele Tiere und keinerlei Bewusstsein für die Gefahren, die „da draußen“ heutzutage lauern.

Wir sprangen in Abwassergräben und kletterten auf Bäume.

Wir prügelten uns mit den Nachbarskindern und veranstalteten Schatzsuchen.

Wir bauten verwunschene Hexenhütten im Gebüsch – und an einem denkwürdigen Tag versuchte meine jüngste Schwester, auf unserem Zwergziegenbock zu reiten.

Man sieht ja, was aus solchen Kindern wird. ^^

pexels-photo-791085

Photo by Skitterphoto on Pexels.com