Fan-Post

Nicht Post VON Fans, sondern Post FÜR Fans! Ist doch auch blöd, wenn man immer nur Rechnungen im Briefkasten hat …

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Habt ihr zufällig eines meiner Bücher als eBook (oder als schnödes unbekritzeltes Taschenbuch) gelesen und hättet trotz allem gerne eine Widmung? Ist es euch zu lästig, Bücher durch die Weltgeschichte zu schleppen für den Fall, dass ihr mal der Autorin begegnet?

Für genau dieses eine, mittelkleine Drama habe ich eine Lösung: Buchpostkarten! Ihr kontaktiert mich (zum Beispiel per E-Mail unter geschichtenquelle[at]gmail[punkt]com) und schickt mir eure Adresse, und ich schicke euch dafür die passende Buchpostkarte. Die oben abgebildeten Postkarten gibt es bereits, für die anderen müsst ihr euch noch einen Moment gedulden – aber schreibt mir ruhig trotzdem, und ich versuche, alles im Blick zu behalten.

Und das Beste: Dieser Service kostet euch nichts! Kein Geld, keine Nerven – und euer Erstgeborenes könnt ihr natürlich auch behalten. ^^

Die Berliner und der Flaneur

Als Kunstmuseum muss man sich ja schon was einfallen lassen, um Aufmerksamkeit zu generieren. So oder so ähnlich dachte sich wohl die Bonner Kunsthalle, als sie sich auf Die Berliner einließ. Als Besucher der aktuellen Ausstellungen hat man noch bis zum 24. Februar die Möglichkeit, eine mit dem Profil einer Person aus Berlin bestickte Jacke zu entleihen und zu tragen, während man die Ausstellungen besucht. Damit wird man sozusagen Teil einer Kunstaktion.

Wir stolperten eher zufällig über die Aktion, als wir mit einer Grupp von Leuten der lokalen Start with a friend-Gruppe die Der Flaneur-Ausstellung (leider inzwischen abgelaufen) besuchten. Natürlich haben wir mitgemacht – ich bin für jeden Blödsinn zu haben (außer Duckface-Selfies, die kriege ich einfach nicht hin).

Die nette Dame an der Garderobe erzählte, während wir unsere Jacken auswählten, dass schon einzelne Kleidungsstücke abhanden gekommen oder beschädigt worden seien, deswegen sei das Museum eher vorsichtig bei der Ausgabe.

Wer zum Henker stiehlt, bitte, so ein Ausstellungsstück? Gut, es ist ein Unikat und vielleicht irgendwann ein Vermögen wert, aber … also, nett ist das nicht.

Bei dieser Gelegenheit war ich übrigens zum ersten Mal in der Kunsthalle. Ich verstehe nicht viel von Kunst. Aber wenn mir etwas gefällt, das merke ich. Auch wenn ich oft keinen Schimmer habe, WARUM mir etwas gefällt. Aber das ist ja auch gar nicht wichtig.

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Warum denke ich bei diesem Bild nur an Brathähnchen?

(Ja, ich war innerhalb von acht Tagen in drei Museen. Und es hat sogar Spaß gemacht.)

Malerfürsten

„Eigentlich waren das doch die Kardashians des neunzehnten Jahrhunderts.“ Ein gehässiger Kommentar meinerseits während einer Kuratorinnenführung zur Malerfürsten-Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle, die noch bis zum 27. Januar zu sehen ist. Die Freundin, die mit mir vor Ort war, verzog das Gesicht, und lauschte lieber wieder qualifizierteren Ausführungen.

So ganz zutreffend ist das wahrscheinlich nicht – die Malerfürsten, um die es ging, waren handwerklich nämlich alle überaus talentiert. Trotzdem fiel mir bei der Ausstellung der absolute Wille zu Reichtum und Ruhm auf, der sich durch die Biographien der dargestellten Personen zog.

Die Malerfürsten waren keine Künstler, die im stillen Kämmerlein mit sich und den Musen rangen. Oder falls doch, so behielten sie das schön für sich. Stattdessen inszenierten sie sich, ihre Familien und ihre Kunst als Teile der Öffentlichkeit, setzten sich selbst und einander gegenseitig mit Ausstellungen, Festen und Skandalen in Szene und legten es geradezu darauf an, bekannt und sozusagen durch ihre Kunst geadelt zu werden.

Heute würde man solche Personen wahrscheinlich halb-liebevoll als „Rampensau“ bezeichnen und hätte, wenn man sich als Künstler höherer Sphären darstellen will, in erster Linie leise Verachtung für solche Strategien übrig. Die Kunst hat zuerst zu kommen und nur der Kunst zu dienen. Man hat nicht den Geschmack der Masse zu bedienen, welche ja sowieso zu „tumb“ ist, die zarte Künstlerseele zu verstehen.

Letztendlich, unterstelle ich mal, rechtfertigen manche Künstler so ihren eigenen Mangel an Ruhm und Reichtum vor sich selbst – sie sind „zu künstlerisch“ für diese Welt, „zu zartfühlig“.

Und ich? Ich bin zu schüchtern für sowas. Ich mag große Menschenmengen meistens nicht und bin eine gigantische Niete – sozusagen der Hauptgewinn unter den Nieten – wenn es um Smalltalk geht. Auch meine Schlagfertigkeit ist live eher enttäuschend, wenn ich meine Gesprächspartner nicht gut kenne. Auch wenn mir manchmal der eine oder andere böse Witz entfleucht. Trotzdem hätte ich gegen ein wenig Ruhm nichts einzuwenden. Oder warum nicht stattdessen Rum? Los, schickt mir Rum. Damit kann man tolle Sachen machen, und wenn ich mich dann öffentlich zum Löffel mache, habe ich wenigstens eine gute Ausrede.

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Von der Ausstellung habe ich keine Bilder, aber so ein Katzenfoto geht immer, oder?

Pink Floyd – Their mortal remains

Ich muss etwas gestehen – vor dieser Ausstellung wusste ich fast nichts über Pink Floyd. Der Mann hingegen ist ein großer Fan, war auch auf einem Live-Konzert der Band und war ganz aus dem Häuschen, als er hörte, dass es in Dortmund noch bis zum 10. Februar eine große Ausstellung zur Band gibt. Und wie ihr den Bildern entnehmen könnt, sind wir natürlich hin.

Man hätte in der Ausstellung gut und gerne mehr als die zwei Stunden verbringen können, die wir vor Schließung des Museums hatten, aber ich bin jetzt auf jeden Fall voller Eindrücke und Gedanken und weiß die Musik, wenn ich sie mir zu Gemüte führe, ganz anders zu schätzen.

Nebensächlich: Wir waren natürlich nicht nur für die Kunst in Dortmund, sondern wir mussten dort auch essen – und stolperten fast schon aus Versehen ins OLAFS, wo es gute Burger und gute Fritten mit einer göttlichen Knoblauchmayonnaise gibt. Die Karte ist übersichtlich, lässt allerdings keine Wünsche offen. Und ich habe sehr bedauert, dass ich Fahrerin war und deswegen nicht das Labieratorium probieren konnte.

China Lights Festival

Gestern Abend waren der Mann und ich zur Abwechslung mal wieder aus. Das wollen wir dieses Jahr öfter machen. Trotz Wind und Wetter (und vor allem Regen – im Ernst, hätten wir keine datumsgebundenen Tickets gehabt, wären wir schön kuschelig daheimgeblieben) haben wir uns das China Lights Festival im Kölner Zoo angeschaut, das noch bis zum 20.01.2019 sehr, sehr sehenswert ist.

Chinesische Künstler haben entlang des Rundwegs durch den Zoo sehr stimmungsvolle und passende Lichtskulpturen aufgestellt. Außerdem konnte man Artisten beim Sich-Verbiegen zuschauen (mein Rücken hat an der Stelle auch einen Knick, aber aus anderen Gründen!) und in den Zoorestaurants asiatische Snacks probieren (habe ich gehört, aber nicht getestet).

Natürlich ging meine Fantasie direkt mit mir durch und hat einige sehr beunruhigende Szenarios mit Geister-Armeen und in den Stoff gebannten Drachen entworfen, aber insgesamt war es ein sehr friedlicher Abend.

Aufgrund des Wetters haben wir leider nicht ganz alles gesehen, weil wir irgendwann einfach klatschnass und durchgefroren waren. Wir hoffen, dass das Festival nächstes Jahr wiederholt wird. Falls ihr nächste Woche in Köln seid, solltet ihr euch das auf jeden Fall noch fix gönnen!

Raus in die Natur

Eigentlich geht nichts über einen Spaziergang an der frischen Luft, umgeben von Schönheit und Natur. Allerdings finden einige Leute die Waldwege bei uns auf dem Berg zu schlammig. Zu wenig Kies. Nicht ausreichend befestigt. Ganz schlimm, sozusagen.

Ich habe das mal für euch getestet. Mitten im Januar, sozusagen unter erschwerten Bedingungen. Und das Ergebnis:

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Schlammspritzer auf der Hose.

DRAMA!

Was kommt als nächstes? Vögel, die in den Ruhezeiten singen? Unsachgemäß angelegte Mausbauten ohne Statikprüfung? Und hat sich schon jemand erkundigt, ob die Greifvögel sich auch an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung halten? Bestimmt essen die viel zu viel Fleisch – was das mit deren CO2-Klauenabdruck macht!

Natur ist ja schön und gut, aber es muss schon alles seine Ordnung haben!

 

Vorsätze und so

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Ich habe mir ein paar Tage Zeit gelassen, um über meine Vorsätze und Pläne für das kommende Jahr nachzudenken. 2018 hatte ich Projekte: Die Bücher, den Strongman-Run. Habe ich auch alles geschafft, und ich war wahnsinnig stolz auf mich. (Bin ich immer noch.) Allerdings war es ein unglaublich dämliches Arbeitspensum, und als endlich alles geschafft war, habe ich die letzten zwei Monate des Jahres ziemlich unproduktiv herumgelegen.

Ich hatte mich offensichtlich übernommen.

Für dieses Jahr habe ich also durchaus einige Ziele – ich möchte das „Mantikor“-Manuskript (das in seiner finalen Fassung möglicherweise nicht einmal mehr Mantikore enthält) fertigstellen und vielleicht noch am Dämonenprojekt arbeiten; ich möchte wieder mehr Kurzgeschichten schreiben und für Wettbewerbe einreichen – aber vor allem habe ich diesmal Vorsätze.

Nämlich: Ich möchte darauf achten, regelmäßig mehr Dinge zu tun, die mir gut tun und/oder die mir Spaß machen. Am Ende von 2018 waren nämlich sämtliche meiner Batterien ausgelaugt. Das Tempo kann ich unmöglich für längere Zeit beibehalten. Also gilt für 2019 die Devise: Weniger ärgern, weniger hetzen, mehr spielen.

Mal schauen, wie lange ich das aushalte. ^^

Fremde Fenster

Wenn es zeitlich passt, gehe ich gerne zu Fuß. Nicht nur im Wald, sondern auch in der Stadt, so von Termin zu Termin. Und glücklicherweise gehört Bonn zu den Städten, in denen Gardinen eher verpönt sind. Vielleicht ist das auch so ein „Intellektuelle Jugend“-Ding, auf jeden Fall – blanke Fenster, wohin man sieht.

Jetzt bin ich ja ziemlich neugierig. Das ist eine Berufskrankheit für Autoren. Also schaue ich im Vorbeigehen gnadenlos, was man durch die Fenster sehen kann. Natürlich starre ich nicht, aber ich schaue schon hin. Was für Kunst hängt an den Wänden? Wie groß ist der Fernseher? Und vor allem: Habt ihr Bücher???

Manche Wohnungen sind in dieser Hinsicht ziemlich enttäuschend. Hübsch dekoriert, vielleicht noch voller Pflanzen – das entschädigt ein bisschen – aber kein einziges Schmökerwerk in Sicht. Gut, vielleicht stehen sie einfach auf der anderen Seite der Wohnung. Vielleicht haben die Bewohner einen Karton voller prall gefüllter eReader unter der Fensterbank stehen. Wer weiß? Und ich kann ja schlecht klingeln und nachfragen.

Andere Wohnungen lassen mein Herz höher schlagen: Buch neben Buch über Buch, ganze Wände voll. Mir ist völlig wurscht, was die Leute lesen, solange sie lesen. Liebesromane? Prima! Sachbücher? Hochinteressant! Thriller über Psychopathen, die ihren Opfern die Gedärme durch die Nase ziehen? Hauptsache, ihr habt Spaß beim Lesen!

In unserer Wohnung, falls denn jemand in den vierten Stock blicken könnte, findet man übrigens in beinahe jedem Zimmer mindestens ein Bücherregal – nur nicht im Bad. Dafür in Küche und Flur. Allerdings hapert es ein wenig mit der Sortierung. Und ich habe Bücherstapel neben dem Schreibtisch, vor dem Bett und unterm Gästebett. Aber das ist normal, oder?

 

Endspurt 2018!

Draußen nieselt es, drinnen düdelt die Musik im Hintergrund, Kaffee und Tee stehen links von mir. Offiziell hat das Büro heute geschlossen, aber für Notfälle und nervige Klienten gibt es eine Notbesetzung. Das bin heute ich. Gestern Abend haben wir noch auf den Geburtstag einer Freundin angestoßen, so richtig wach bin ich also nicht, doch das gilt für die anderen Abteilungen ganz ähnlich. Keine Ahnung, was die gestern alle getrieben haben. Mir kann’s recht sein, so kann ich in Ruhe arbeiten.

2018 war, wenn man alles betrachtet, gar kein schlechtes Jahr. Ich habe eine Menge Dinge geschafft, von denen ich vorher nicht wusste, ob sie möglich sind – beispielsweise habe ich drei Bücher veröffentlicht und den kleinen Strongman-Run überstanden. Außerdem war ich auf der LBM und in Dublin. Die Sammelbände (Winter, Sommer, Anderswelt) waren ein ungeplantes Extra, genau wie die Lesung auf dem BuCon.

Was ich für 2019 geplant habe? Oh, da sind einige Ideen. Ich möchte mehr Müll vermeiden, Torten backen und dekorieren, viel laufen, viel schreiben und mir das eine oder andere Naturwunder hier in der Nähe anschauen. Außerdem hoffe ich, ein wenig mehr in der Welt herumzukommen und vielleicht dem einen oder der anderen von euch zu begegnen, beispielsweise auf der LBM 2019.

Märchenhafte Feiertage

Im Nornennetz steht der Dezember im Zeichen der Märchen, und ich habe mir direkt einen interessanten Link für euch gekrallt: Der deutsche Germanist und Erzählforscher Heinz Rölleke erzählt im Cicero, wie es angeblich mit den Märchen zugegangen ist. Wer von euch „Grimmwald“ gelesen hat, kennt natürlich die Wahrheit über den Ursprung der Grimm’schen Märchen. Aber das müssen wir ja nicht allen unter die Nase binden, nicht wahr?