Irrationale Ängste

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Irrationale Ängste? Kann ich. Erst einmal: Spinnen. Die Biester sind eigentlich total freundlich, nützlich und faszinierend – trotzdem habe ich riesigen Schiss vor ihnen. Natürlich tue ich ihnen nichts. Stattdessen setze ich sie artig auf den Balkon, wenn ich sie in unserer Wohnung finde. Sogar die riesigen Exemplare, die kaum noch unter das Wasserglas passen. Einmal hat eine Kreuzspinne auf unserem Balkon überwintert und den kompletten Wandschrank eingewebt, das war faszinierend. Und gruselig. Aber vor allem faszinierend.

Das Blöde an irrationalen Ängsten ist ja, dass sie nicht weggehen, nur weil einem klar ist, dass sie irrational sind. Oder wie ist das bei euch? Mein Hirn funktioniert so nicht. Wenn das einmal beschlossen hat, sich zu fürchten, hält es mit der familieneigenen Sturheit daran fest.

Wenn ich Treppen gehe beispielsweise. Ich meine, ich gehe ja schon ziemlich lange, und überwiegend erfolgreich. Und da ich Stufen zähle, als würde ich dafür bezahlt, weiß ich auch genau, wie viele Stufen es im Büro oder in unserem Wohnhaus gibt. Aber sobald das Licht aus ist – huch, da könnte sich ja ein bodenloser Schlund auftun, in den ich stürze und stürze und stürze und … – nicht? Lieber auf Nummer sicher gehen! Und schon klammert sie sich ans Geländer. Kann man nichts machen.

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Gegen die Langeweile: Gratis eBook!

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MAGIC CONSULTANT AND SOLUTIONS. Dieser Slogan steht auf Helena Weides Visitenkarte. Aber als der Bonner Bürgermeister sie persönlich damit beauftragt, eine verschwundene Wicca zu suchen, hilft ihr das auch nicht weiter. Die Verschwundene hat nämlich nicht nur einen heimlichen Liebhaber, ein ungeborenes Kind und einen merkwürdigen Hexenzirkel, sondern auch eine dubiose Vergangenheit. Und es scheint, als sei niemand besonders erpicht darauf, dass irgendetwas von diesen Dingen ans Licht kommt. Mit Hilfe von Falk, in dessen eigener Vergangenheit es nicht nur Mord und Totschlag gibt, macht Helena sich auf die Suche nach der jungen Frau.
Während in der Bevölkerung die Emotionen hochkochen und verschiedene Gruppen versuchen, diesen Fall für ihre eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, stoßen Helena und Falk auf allen Seiten auf Widerstand. Fast scheint es, als sei es für alle Beteiligten das Beste, wenn die junge Hexe eine von vielen Vermissten in der Statistik bliebe. Aber wenn Helena sich etwas in den Kopf gesetzt hat, gibt sie so schnell nicht auf. Schließlich hat sie auch noch den einen oder anderen Trick in der Hinterhand. Aber was sie und Falk schließlich in den Eingeweiden des Siebengebirges finden, lässt ihnen das Blut in den Adern gefrieren.

Eine Geschichte über Götter, Menschen und Monster in einer Welt, in der Magie zum Alltag gehört und Hexen Steuern zahlen.

Da viele von uns im Moment zuhause sitzen, könnt ihr „Allerseelenkinder“ noch bis einschließlich Samstag gratis auf euren Kindle herunterladen! LINK

Natürlich freue ich mich über eine Rückmeldung, aber vor allem – sagt allen Leseratten in eurem Umfeld Bescheid! Und passt gut auf euch auf!

Ich habe mir selbstgemachten Kaffeeschokosahnelikör in den Schädel gekippt!

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Beweisfoto.

Ihr wisst ja, wie das ist … man sammelt Pläne über Ideen über Projekte, und die meisten scheitern an Zeit und Energie. Oder Geld, so wie mein Bauernhof am Meer, auf dem Autorenretreats stattfinden, bei denen niemand wem auf den Geist geht.

Jetzt im Urlaub hatte ich aber wenigstens Muße für ein paar kleine Projekte. Und eines davon sehr ihr da oben im Bild – selbstgemachter Kaffeeschokosahnelikör, natürlich laktosefrei! Natürlich habe ich während der Herstellung nicht Maß genommen, sondern einfach „frei Schnauze“ gemischt, aber was und ungefähr wieviel ich gemischt habe, kann ich euch verraten.

Eins vorweg – wenn ihr eigene Liköre o.ä. macht, spart nicht am Alkohol! Natürlich kann man die Drei-Euro-Plörre vom untersten Regalbrett beim Discounter nehmen, aber letztendlich ist es doch schade um den Geschmack. Und da wir alle genau wissen, dass Alkohol für den Körper ausschließlich schädlich ist (ja, auch Rotwein und auch in kleinen Mengen) und es viel besser wäre, wenn wir alle gar nichts trinken, sollten wir uns doch wenigstens mit dem guten Zeug zu Grunde richten. Ja, teuer ist nicht immer besser, aber nehmt auch zum Mischen und Pantschen lieber etwas, das ihr zur Not auch pur trinken würdet.

ZUTATEN

  • 1 Tasse starker schwarzer Kaffee
  • 3-4 gehäufte Esslöffel Zucker
  • 1 gehäufter Esslöffel ungesüßtes Kakaopulver
  • 2 Päckchen flüssige Sahne, laktosefrei
  • 1-2 Teelöffel Vanille-Extrakt
  • Optional: Zusätzliches Instant-Kaffeepulver für „mehr Wumms“
  • 250-300 ml Whiskey (in diesem Fall „Writers Tears“)

Jetzt zur Zubereitung. Geht ganz fix.

  1. Kaffee mit Zucker und Kakao auf dem Herd erwärmen, bis der Zucker komplett gelöst ist.
  2. Von der heißen Herdplatte nehmen; Sahne und Vanille-Extrakt unterrühren.
  3. Probieren. Je nach Bedarf mehr Zucker oder auch etwas Instant-Kaffeepulver unterrühren. (Fühlt euch frei, mit anderen Aromen zu hantieren, etwa mit Haselnuss-Sirup oder etwas Zimt und Kardamom.)
  4. Whiskey unterrühren, final abschmecken (vor allem auf Zucker) und in eine Flasche oder ein Schraubglas füllen. Alternativ in viele kleine Flaschen füllen und verschenken.

Am besten schmeckt das Ganze, wenn ihr es ein wenig kühl ziehen lasst – und Gerüchten zufolge hält es sich im Kühlschrank zwei Monate, aber so lange lebt das Zeug bei uns garantiert nicht.

Dieser neumodische Umweltsch***

… ist gar nicht so neumodisch, ist das den Leuten eigentlich klar?

Wenn ich mich mit beliebigen Menschen unterhalte, scheint dem nämlich gar nicht so zu sein. „Plötzlich“ haben „diese jungen Leute“ die Umwelt für sich entdeckt, natürlich aus dem Nichts heraus und ohne Ahnung von dem, was sie da eigentlich tun. Sonst wären sie nämlich vernünftige Erwachsene mittleren Alters, die abends vor der Tagesschau einschlafen.

Gut, vielleicht polemisiere ich. Nur ein bisschen.

Denn was einigen Leuten nicht klar zu sein scheint – diesem „plötzlichen Umwelthype“ gibt es schon seit Jahrzehnten. Im Moment bekommt er nur wieder mehr mediale Aufmerksamkeit, diesen „naiven jungen Leuten“ sei Dank. Wann wurde das letzte Mal soviel über Umweltprotestaktionen berichtet wie jetzt? Ich glaube, das waren die frühen Achtziger. Später lief Umwelt immer mal wieder, wenn gerade niemand Wichtiges einem anderen Wichtigen die Hand geschüttelt hat, so am Rand mit – Atomkraft, Ozonloch, Haarspray, klingelt da was?

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Foto von RawFilm, gefunden auf Unsplash

Für die Proteste in den frühen Achtzigern war ich noch zu jung. Damals interessierte mich höchstens der Inhalt meiner eigenen Windel (bio!). Später war ich leidenschaftlich gegen Tiertransporte (bis heute), gegen Atomkraft (zwiegespalten*), für mehr Radfahren (ich habe nichtmal ein Fahrrad, dafür ein ÖPNV-Abo), gegen Artensterben (logo) und generell gegen die Ausbeutung der Umwelt (sowieso). Als die ersten Bioprodukte aufkamen, versuchte ich, meine Eltern davon zu überzeugen, wie gut das sei, auch wenn bei den Labels immer mal wieder gelogen werde. Meine Eltern hatten drei Kinder zu ernähren und weder Zeit noch Geld für „so einen Quatsch“. Ich schrieb Protestbriefe, zeichnete Unterschriftenlisten und versuche bis heute, durch meinen Konsum Einfluss auf Wirtschaft und Politik zu nehmen, soweit meine Mittel es ermöglichen.

Mit quixotesker Begeisterung verbreite ich Informationen über die Schäden, die der Abbau von Metallen, Mineralien und „Heilsteinen“ verursacht. Ohne großes Interesse zu generieren, aber mit ungebrochenem Elan.

Wie es bei so „Langstreckenbegeisterungen“ oft der Fall ist, verfolge ich trotz allem realistische und alltagstaugliche Ansätze. Ich gebe mich auch mit Kompromissen zufrieden. Aber wenn mir dann wieder jemand erzählt, diese kompromisslosen „dummen Schüler“ würden ihre Irrtümer schon noch einsehen und zu „vernünftigen Erwachsenen wie uns“ werden, dann schaue ich auf meine eigene Entwicklung zurück und denke mir: Oh ja, bitte, hoffentlich bald.

Und mit ein wenig Glück schauen die jungen Leute in einigen Generationen fassungslos aus einer geretteten Umwelt auf uns zurück und wundern sich, wie verstockt und verbohrt die „Ewiggestrigen“ mal sein konnten.

* Ich glaube, dass Atomkraft diverse Umweltprobleme lösen könnte, wenn sie wissenschaftlich fundiert genutzt und überwacht und stets nach modernsten Erkenntnissen weiterentwickelt würde. Unter keinen Umständen würde ich sie in die Hände von Politikern oder Wirtschaftsbossen legen.

Wenn wir nicht zur Buchmesse können, kommt die Buchmesse eben zu uns

 

(ACHTUNG, die Links im folgenden Text führen teilweise zu Twitter und FB – wenn ihr da nicht hinwollt, nicht klicken. ^^ )

Als ich anfing, diesen Beitrag zu planen, glaubte ich noch, die LBM würde dieses Jahr ganz normal stattfinden. Inzwischen wissen wir ja alle, dem ist nicht so. Aber davon lassen wir Buchleute uns nicht die Petersilie verhageln. Corona? Wir lachen dir ins Gesicht! In den letzten Tagen sind unzählige Aktionen zum Thema „Online-Buchmesse“ gestartet worden. Ich glaube, die Leute haben mehr Stress, als wenn sie nach Leipzig gefahren wären. Einmal mehr bin ich ganz verliebt in all die Verrückten, die für ein bisschen Papier soviel Arbeit auf sich nehmen – gut, nicht für das Papier, sondern für die Geschichten darauf. Aber das Papier riecht so gut, und man kann es sich signieren lassen!

Tja, alles vorstellen kann ich gar nicht, dazu fehlen mir Zeit und Überblick, aber ich weiß zum Beispiel vom Twitter-Hashtag #bücherhamstern, unter dem Leute lesens- und kaufenswerte Bücher vorstellen (oder Verlage, bei denen man solche bestellen kann). Außerdem gibt es #onlinelbm von Skoutz mit Spielen, Lesungen, Interviews und allem Kram, den man so auf der Messe kriegt (außer Pommes, und das prangere ich an!). Und zu guter Letzt fällt mir spontan noch das Leipziger Buchfieber, zu dem sich diverse Verlage, Verlägchen und Autor*innen zusammengetan haben. Und die Nornen haben sich mit #Nornentwittern noch eine zusätzliche Aktion ausgedacht. Auch wenn ich also traurig bin, dass ich euch nicht auf der Messe sehe (und wahrscheinlich nicht erkenne), so gibt es wenigstens genügend buchzentrierte Aktionen, mit denen wir uns die kommenden Tage vertreiben können.

Und was mache ich jetzt mit den Urlaubstagen? Entweder Netflix oder Frühjahrsputz – es bleibt spannend!

 

 

Schade um die schöne Messe

Die „Buchbubble“ hat es bestimmt schon mitbekommen – die Leipziger Buchmesse 2020 findet nicht statt. Ob man das jetzt für Panikmache hält oder für eine sinnvolle Maßnahme, um die Ausbreitung von Corvid-19 zu verhindern, sei einmal dahingestellt. Ich finde es trotzdem schade, dieses Jahr so viele tolle Leute nicht in Leipzig zu treffen. Andererseits bin ich selber gesundheitlich gerade auch angeschlagen und dankbar, wenn ich mich ein paar Tage auskurieren kann, denn: Urlaub eingereicht habe ich ja schon, und den nehme ich auch. Vielleicht besuche ich statt der Bücher meine Familie, die ist auch toll. Das muss ich alles noch überlegen und planen.

Stattdessen gibt es allerdings, dem Internet sei Dank, viele tolle Aktionen. Als Beispiel sei hier das Hashtag #bücherhamstern genannt, unter dem Leute auf Twitter die Bücher vorstellen, die sie sonst zur Buchmesse mitgenommen hätten. Auch sonst gibt es viele Aktionen auf den üblichen SoMe-Kanälen, mit denen man sich vom 12. bis zum 15. März toll die Zeit vertreiben kann.

Vom Nornennetz stehen wir jetzt natürlich vor einem ordentlichen Haufen Vorbereitungen, die wir gerade nicht brauchen können. Aber die lagern wir für das nächste Jahr ein. Da treffen wir uns nämlich alle in Leipzig wieder, wenn nicht gerade die Welt untergeht.

Upps, jetzt hab ich’s gejinxt.

Ronja Räubertochter – Hidden Powers

Nachdem die Süddeutsche es für wichtig befand, Männern in der Literatur mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, und den „Männerschuber“ Soulmates zusammenstellte, haben die fleißigen Nornen sich ebenfalls an die Arbeit gemacht. Bis Ende des Jahres lesen wir jeden Monat gemeinsam ein anderes Frauenbuch. Die Auswahl wurde durch Abstimmung aus vielen Vorschlägen getroffen. Und den Anfang macht der Kinderbuchklassiker „Ronja Räubertochter“.

Zugegeben, ich musste mir das Exemplar gebraucht besorgen. Denn ich kenne zwar die Verfilmung aus dem Jahr 1984 und wir hatten mal eine Themeneinheit zum Buch in der Schule, aber komplett gelesen hatte ich es noch nicht. Jetzt reist es also in den kommenden Tagen mit mir durch Bonn, damit ich in den Öffis immer etwas zu lesen dabei habe.

Eins ist mir schon aufgefallen – das aufbrausende Verhalten von Räuberhauptmann Mattis bereitet mir Bauchschmerzen. Ich erinnere mich nämlich daran, dass es für Kinder gar nicht lustig ist, mit so unberechenbaren Erwachsenen zusammenzuleben. Aber Ronja steckt das ziemlich gut weg. Auch sonst haben wir einiges gemein … bis heute bin ich draußen in den Wäldern, so oft ich kann. Ich glaube, als Kind war ich einfach konstant schmutzig. Das war ein Spaß!

Urlaub – träumt ihr noch oder plant ihr schon?

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Das war letzten Sommer in Scheveningen.

Meine Kolleginnen sind bereits wieder im Urlaubsfieber. Die erste treibt sich in Wien herum. Die zweite muss demnächst dringend mal wieder nach Amsterdam, und ich selbst habe mich auch schon verplant: Für London. Städtetrips sind gerade in Mode. (Prag muss dieses Frühjahr wieder ausfallen, weil wir lieber neue Bremsen für unser Auto hätten – ja, wir haben ganz falsche Prioritäten, haben unsere Freunde auch schon gesagt. Es bleibt also spannend. Ich gebe nicht auf.)

Und während ich so plane und träume und verschiebe und es draußen ganz usselig kalt ist, überlege ich – was war eigentlich mein bester Urlaubsmoment?

Im Ernst, ich kann das so gar nich sagen. Als wir als Erwachsene das erste Mal in einen richtigen, selbstverdienten Urlaub geflogen sind, das war schon ziemlich cool. Oder als wir auf Island vor der Gletscherlagune standen. Ich mag Sonnenuntergänge am Meer und außergewöhnliches Essen. Das Hotel in Agadir war hübsch und wir haben das Atlasgebirge gesehen. Brugge war ein Schatz und Dublin sowieso. Von Den Haag habe ich euch erst letzten Sommer vorgeschwärmt, das spare ich mir mal.

Also, alle unsere Urlaube waren Highlights. Vielleicht bin ich besonders leicht glücklich zu machen. Wo wir kommenden Herbst herumliegen wollen, weiß ich noch gar nicht – der Mann hat ein Bedürfnis nach Meer geäußert, aber da ist ja noch das ewige Ringen um die Goldene Stadt, oder wir könnten ein Ferienhäuschen in der Toskana, und Berge sind ja auch hübsch … hach, ihr seht das Problem.

Habt ihr schon Urlaubspläne für das kommende Jahr? Oder Abenteuer, an die ihr besonders gerne zurückdenkt?

Der Überarbeitungsprozess

Viele Autor*innen, die ich kenne, mögen den Überarbeitungsprozess gar nicht. Mir geht das genau so. Ich meine, der erste Entwurf macht Spaß, da entdeckt man so viele aufregende neue Sachen! Und gewiss ist er genial und muss nicht noch überarbeitet werden, als sei man so ein kleiner durchschnittlicher Buchstabenhacker?

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Fotograf: Forest Simon, gefunden auf Unsplash

Tja, schlechte Neuigkeiten: Sogar wenn du genial bist – und ich wenigstens bin es definitiv nicht – kann dein Buch immer noch besser werden. Deswegen stelle ich hier meine aktuelle Methode vor, wie ich meine „fertigen“ Geschichten zu noch besseren Geschichten mache.

Geschichte schreiben.

Selbsterklärlich. Der Spaßteil.

Geschichte ruhen lassen und alles vergessen.

Je schlechter das Gedächtnis, desto leichter geht das. Es hilft auch, andere Geschichten zu schreiben – allerdings wächst dadurch der Stapel der Geschichten, die du überarbeiten musst.

Geschichte lesen. Großzügig Notizen machen, was alles Mist ist.

Dafür benutze ich ein Notizbuch – da kommt alles rein, was mir auffällt. Name passt nicht? Dinge werden dreimal erklärt, oder gar nicht? Die Tageszeiten springen wild durcheinander? Jemand, der eigentlich cool und sympathisch sein sollte, wirkt wie ein altes Ekel? Kommt alles auf die Liste

„Große“ Probleme lösen.

An dieser Stelle springe ich zu Kapiteln, die fette Probleme haben, und löse erst einmal nur die. Da wird Wissen eingefügt, Unlogisches abgeraspelt, Überflüssiges abgeschabt. Manchmal müssen komplett neue Kapitel geschrieben werden.

„Kleine“ Probleme lösen.

Ähnlich wie der Schritt davor, aber für weniger auffällige Dinge. Dafür muss ich meistens gründlicher aufpassen, damit alles am Ende stimmt. Alles, was gelöst ist, wird auf meiner Problemliste durchgestrichen, das hat psychologischen Effekt.

Geschichte nochmal lesen. Notizen machen, was jetzt alles nicht mehr stimmt.

Natürlich habe ich beim Überarbeiten auch Dinge verschlimmbessert. Aber das ist nicht schlimm(besser), denn ich kann ja auch …

„Neue“ Probleme lösen.

Wie oben. Arbeitsaufwand abhängig davon, ob es große oder kleine Probleme sind. Das ist auch der Punkt, an dem ich spätestens alles wegwerfen, meinen Schreibtisch niederbrennen und in die Karibik auswandern will, um Zuckerrohr anzubauen.

Feinschliff.

Wenn ich der Meinung bin, dass alle fiesen Fehler gefunden und behoben sind, gehe ich noch einmal alles durch – diesmal Seite für Seite und Kapitel für Kapitel. Jetzt werden sprachliche Makel und Fehler behoben. Wenn ich noch einmal Probleme finde, die mir vorher entgangen sind, bearbeite ich sie mit, das geht jetzt in einem Aufwasch.

So, und wenn das alles getan ist, geht das Projekt an meine Testleser, Lektoren und anderen überaus wichtigen Hilfswichtel, die natürlich noch Dutzende Dinge finden, die mir nicht aufgefallen sind. Also wieder zurück auf Problemlösung.

Und am Ende steht eine Geschichte, die, wenn schon nicht genial, dann doch wenigstens lesenswert ist. :-)

Jederzeit toll aussehen

Ist sie verrückt geworden?

Gibt sie nachher vielleicht sogar Styletipps?

Nein, meine Süßen. Ich kenne meine Grenzen. (Ich überschreite sie auch regelmäßig, aber ich kenne sie.)

Allerdings habe ich neulich wieder bei einer Bekannten online gelesen, sie habe kaum mehr ordentliche Sachen anzuziehen. Sich richtig schick neu einkleiden wolle sie allerdings erst, wenn sie ihr „Wunschgewicht“ erreicht habe.

Ja nu. Und was, wenn es bis zu diesem „Wunschgewicht“ noch drei Jahre dauert? Oder wenn sie es vielleicht – was niemand ihr wünscht – nie erreicht? Geht sie bis dahin in Kartoffelsäcken?

Ich rede natürlich an dieser Stelle aus Erfahrung, denn genau solche Dinge habe ich mir auch schon vorgenommen. Und alles, wo ich „rausgeschrumpft“ war, direkt in die Altkleidersammlung gegeben. Dann habe ich wieder zugenommen und hatte nicht einmal mehr die alten ranzigen Sachen zum Anziehen.

Inzwischen denke ich mir: Es ist eine feine Sache, alles zu tun, damit man sich im eigenen Körper wohl fühlt. Unabhängig davon, ob man abnehmen möchte, sind gesunde Ernährung und Sport auf vielen Ebenen gut für Körper und Geist. Und es ist auch nicht schlecht, abnehmen zu wollen.

ALLERDINGS sollte man darüber nicht die Lebensfreude vergessen. Egal, wo man sich im Leben gerade befindet, man hat immer das Recht darauf, sich gut zu fühlen und auch so auszusehen. Sogar wenn man einige Reservekilos mit sich herumschleppt und gerade Käsekuchen isst. Also: Kauf das Kleid, gönn dir eine ordentliche Jacke und lass dir nicht einreden, dass du die falsche Form für Mode hättest.

(Und wo ich gerade dabei bin: Frauen wollen ordentliche Taschen!!!)

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