Erkältungszeit – ganz schlecht für Hörbücher

Schwarzweißer Kater sitzt inmitten grauer Decken und guckt aufmerksam, links steht ein zugeklapptes Notebook.
Kurt inspiziert die Soundbox.

Ihr wisst ja wahrscheinlich schon, im Moment nehme ich jede Woche ein neues Kapitel für das „Allerseelenkinder“-Hörbuch auf. Dafür sind die Sonntage reserviert. Als ich gestern morgen allerdings aufstand, klang ich wie eine Nebelkrähe nach der ersten Gesangsstunde. Blöd, dachte ich mir, dafür bin ich jetzt extra früh aufgestanden. Also fix Katzen füttern und wieder ab ins Bett.

Als ich zwei Stunden später wieder aufstand, war meine Stimme schon wesentlich besser. Nicht komplett gut, wie ich beim Aufnehmen merkte, aber gut genug.

Die neuen Kapitel gibt es übrigens immer Sonntags auf Patreon – und ja, ich will da Geld für haben. Also, idealerweise. Falls ihr mögt. Patreon, falls ihr das nicht kennt, ist eine Seite, auf der man für bestimmte Künstler regelmäßige Zahlungen in gestaffelter Höhe einrichten kann, und im Gegenzug hat man Zugriff auf verschiedene Extras. In meinem Fall Informationen zur Hörbuchaufnahme und wöchentlich neue Kapitel. Außerdem sammle ich Outtakes (Fehler) und plane, demnächst ein paar Schimpfwörter aufzunehmen. Sowas kann man immer brauchen. Und falls ihr jetzt neugierig geworden seid, könnt ihr ja hier mal schauen. Ich glaube, eine oder zwei Sound-Dateien sind sogar frei zugänglich. Damit ihr wisst, worauf ihr euch einlasst.

Kater auf Band gibt es übrigens noch nicht.

Viel-Lesen: Dicke Wälzer oder lieber Reihen?

Was ist euch lieber? Ein richtig, richtig, bandscheibenzerschmetternd dickes Buch – oder lieber eine lange Reihe an aufeinander aufbauenden Geschichten?

Ehrlich gesagt, kann ich keinem von beiden unvoreingenommen etwas abgewinnen. Natürlich lese ich gute dicke Bücher und gute lange Reihen, aber ich finde, die Nachteile überwiegen (wenigstens bei Papierbächern): Ein dickes Buch passt nicht in die Handtasche und kann nur schwer unterwegs gelesen werden. Und bei einer Reihe muss man mitunter lange warten, bis der nächste Band auftaucht.

Dafür haben Reihen den Vorteil, dass man beliebig oft an verschiedenen Stellen abbiegen und neue Nebenäste erkunden kann, wie in den „Scheibenwelt“-Romanen von Tery Pratchett natürlich. Und so ein richtig schönes, umfangreich gestaltetes, episch langes und schweres Werk, dass man nur am Tisch lesen kann, weil es einem sonst die Knie zerquetscht, an einem ruhigen Wochenende – das kann auch etwas Zauberhaftes haben. Meine Kopie von „Der Graf von Monte Christo“ ist ein Exemplar, ich habe es seit der Grundschule (meine Eltern waren verzweifelt und wollten ein Buch kaufen, dass mir die ganzen Sommerferien reicht). Die Seiten sind aus ganz dünnem Papier, winzig bedruckt, und trotzdem könnte man mit dem Exemplar einen Einbrecher niederschlagen. Deswegen hat man ja Bücher neben dem Bett – reiner Selbstschutz.

Wie steht ihr zu epischen Werken und Reihen?

Von Büchern und Filmen

Kennt ihr gelungene Buchverfilmungen?

Ich muss sagen … eher nicht.

Also, nicht dass alle Buchverfilmungen schlecht wären. Manche geben ordentliche Filme ab. Sogar gute, ab und zu. Aber in den meisten Fällen ist das Buch dem Film letztendlich doch überlegen. Weil man keine zeitliche Beschränkung hat – Papier ist geduldig – und weil man die Perspektive besser steuern kann, wenn man mag, weil das Innenleben der Figur deutlicher wird, wenn man will, weil man nicht auf das Budget für Special Effects achten muss …

Neulich las ich in einem Ratgeber, dass es ja viel einfacher sei, einen Roman zu schreiben, weil man mit hübschen Wörtern alles zukleistern könne, was nicht funktioniert, während bei einem Film das Publikum unmittelbar sehen könne, ob der Film gut ist oder nicht.

Dem kann ich natürlich nicht zustimmen. Oft ruht sich eine mittelmäßige oder sogar schlechte Story auf berühmten Schauspielern und teuren Special Effects aus. Oder die Schnitte sind so schnell hintereinander, dass man gar nicht mehr mitkriegt, was alles nicht funktionieren kann.

Und Bücher haben einen großen, fast schon gigantischen Vorteil: Keine Remakes. Natürlich werden Bücher von anderen Büchern (mehr oder weniger offen) inspiriert. Die Menge an Geschichten, die man erzählen kann, ist letztendlich begrenzt. Aber dieser Trend jeden halbwegs erfolgreichen Film alle fünf bis dreizehn Jahre mit einem Remake zu versehen, ist uns bei Romanen bislang größtenteils entgangen – zum Glück!

Ein Tag in Bereitschaft

Diesen Monat wurden unsere Büro-Abteilungen aufgeteilt, und jeweils die Hälfte bleibt für zwei Wochen „in Bereitschaft“ zuhause. Ich dachte mir, ich nehme eich mal durch so einen Tag mit.

Frühstück.
Dazu ein wenig Lektüre.
Danach wird bis Mittag an meinem Manuskript gearbeitet und geschrieben. Im Moment ohne Rechner, aus Gründen. Aber Papier macht auch Spaß.
Mittagessen – Reste von gestern. (In einem Wrap.)
Für mich ist kein Nickerchen drin, das habe ich an Kurt outgesourct.
Backvorbereitungen, damit ich nicht nur am Schreibtisch sitze.
Danach widme ich mich anderen Dingen, die lange liegengeblieben sind – wie diesem Zeichenkurs. Ich bin nicht besonders gut, aber es macht Spaß.
Noch eine kreative Herausforderung: Sprechtraining. Ich bin ja überzeugt, dass man fast alles aus Büchern lernen kann.
Bevor es dunkel wird, gehe ich noch eine Runde spazieren.
Kurz vor dem Feierabend gehen die Backvorbereitungen in die nächste Runde. Auch da gilt: Ich übe noch.

Sieht eigentlich gemütlich aus, oder? Manchmal häkle ich, anstatt zu zeichnen, oder nehme mir ein wenig Lesezeit oder erledige dringenden Papierkram. Den Haushalt mache ich nebenher – Bereitschaft ist kein Grund, jetzt zur „Miss Stepford 2020“ zu mutieren. ^^

Sind Serien(killer) immer besser?

Thriller und Krimis sind Geschmackssache. Und sie entwickeln sich auch im Verlauf der Zeit. Krimis aus den Vierzigern behandeln ganz andere Themen und Muster als moderne Krimis – weil die Situation und die Gesellschaft sich verändern, aber auch, weil wir andere Lesegewohnheiten entwickeln.

Eine relativ neue Entwicklung sind Buchserien und -reihen. Eine Serie behandelt in diesem Fall eine Geschichte, die über mehrere Bände erzählt wird, während eine Reihe aus in sich abgeschlossenen Geschichten mit dem gleichen Personal oder im gleichen Universum besteht. (Andere Leute verwenden andere Definitionen, aber für den Moment reicht das.)

Eine andere Entwicklung ist der Hang zu Serienkillern. „Das Schweigen der Lämmer“ und „Cupido“ sind inzwischen fast schon Klassiker, und die Serienkillergeschichtenlandschaft ist recht dicht besiedelt.

Im Rahmen von „True Crime“-Stories und Dokumentationen finde ich Serienkiller sehr spannend. Ich bin eingefleischter Fan von „Medical Detectives“ und „Stern Crime“-Leserin der ersten Stunde, da kommt man automatisch mit Serienkillern in Kontakt.

ABER.

Die Menge an immer gleichen getriebenen, verrückten, möglichst perversen Serienkillern mit überdurchschnittlichem IQ und tragischer Familiengeschichte ist inzwischen ein wenig langweilig. Und das liegt nicht einmal an den Serienkillern – in der Realität gibt es eine große Vielfalt an verschiedenen Motiven und Vorgehensweisen – sondern (jetzt kommt das böse Wort) am Markt.

Wenigstens ist das meine Theorie.

Und der Markt erklärt auch, warum es immer mehr Serien und Reihen zu Serienkillern gibt. Die Theorie ist nämlich, dass, wenn Leuten etwas gefallen hat, sie möglichst das gleiche direkt nochmal wollen. Also noch einen Vampirroman. Noch eine Romanze zwischen einem Zuckerbäcker und der Anführerin einer Social Justice Motorradgang. Noch einen genialen Serienkiller. Noch ein Ermittlerpärchen, bei dem es zwischen Leichen und Fingerabdrücken knistert.

Wenn ich von mir selbst ausgehe – ich will gar nicht immer das Gleiche. Ich will Bücher, die wieder das Gleiche in mir auslösen. Geschichten, die einander ähneln, langweilen mich hingegen.

Und deswegen lese ich im Moment auch kaum noch Thriller und Krimis. Meinetwegen könnten sie den Serienkillertrend ruhig sterben lassen.

Crowdfarming – Vitamine für eine bessere Welt

Seit ungefähr einem Jahr probiere ich CrowdFarming als Konsumentin aus. Was ist Crowdfarming? Nun, im Wesentlichen ist es eine Plattform, auf der Bauern aus unterschiedlichen (aktuell) europäischen Gegenden ihre Produkte direkt für den Endkunden anbieten. Diese werden dann mit der Post direkt nach Hause geschickt. Geht ruhig eben gucken, ich warte hier solange.

Was wir bis jetzt ausprobiert haben? Oh, so einiges: Mandeln, Clementinen, Mangos aus Portugal, Granatäpfel, Ziegenkäse und – die Lieferung erwarten wir für Dezember – Pistazien. Die angebotenen Produkte sind, soweit ich das weiß, alle in Bioqualität und erfüllen teilweise auch striktere Standards.

Die Qualität war jedesmal herausragend, die Lieferung gut nachzuvollziehen und alles sehr transparent. Außerdem kriegt man neben den Köstlichkeiten auch das gute Gewissen nach Hause geliefert, denn die Produzenten bekommen bessere Preise als auf dem Großmarkt, haben Abnehmersicherheit , weniger Lebensmittel werden verschwendet und auch die Zwischenlagerung entfällt, wenn das Produkt vom Bauern direkt an den Kunden geschickt wird. Bei den Mangos (und meine Güte, waren das grandiose Mangos!) kommt noch hinzu, dass sie eben nicht aus Pakistan oder Indien oder … um die Welt gekarrt werden, sondern eben aus Portugal. Das reduziert ihren ökologischen Fußabdruck erheblich. Natürlich kommen sie trotzdem nicht mit dem Fahrrad nach Deutschland, aber es ist eine Verbesserung.

Der einzige Nachteil beim Crowdfarming ist die Größe der Gebinde, die man kauft. Dann hat man eben fünf Kilo Granatäpfel oder drei Kilo Ziegenkäse zuhause. Für einen Zweipersonenhaushalt ist das vielleicht ein wenig viel. Ich habe das so gelöst, dass ich teile. Entweder wir bestellen mit mehreren Leuten eine Kiste und teilen, oder ich verwende das Obst als Mitbringsel (und mache dabei direkt Werbung für Crowdfarming, denn die Idee ist wirklich toll).

Wenn also jetzt zum Beispiel Clementinensaison kommt, schaut doch mal, ob ihr nicht eine Kiste brauchen könnt, und probiert es einfach aus!

Ein Gedicht!

Gedichte? Puh, nicht so meins. Mit wenigen Ausnahmen. „Die Made“ von Heinz Erhardt kann ich auswendig, und „Die Stadt“ von Thomas Storm mag ich auch. Aber oft wirken Gedichte auf mich eher prätenzios und gestelzt. Quasi überflüssig und redundant. (Und überflüssig und redundant. „Gilmore Girls“ lässt grüßen!)

Seit meiner Teenager-Zeit habe ich mich übrigens nicht mehr an Gedichten versucht, die Unterlagen aus der Zeit sind alle vernichtet – und das ist auch gut so. ^^

Habt ihr Lieblingsgedichte?

Gruselt es euch schon?

Falls nicht, habe ich zwei kleine Überraschungen für euch.

Zum einen gibt es „Allerseelenkinder“ als eBook für Kindle von heute an für ein paar Tage gratis. Das ist quasi umsonst. Nutzt die Gelegenheit!

Und zum anderen habe ich eine kleine, märchenhaft-magische Kurzgeschichte für euch. Dazu sei gesagt, dass ich oft und regemäßig über Märchenadaptationen schimpfe. Aber meine Muse lässt sich davon nicht stören. Die hört sowieso nicht auf mich. Ebenfalls als eBook für Kindle gibt es also ab sofort Hexerella, oder Der Gläserne Besen. Auf fröhliches Gruseln!

Endgegner Klappentext – für Autorinnen und Leser

Ich habe gerade überlegt, auf welche Bücher ich durch Klappentexte aufmerksam wurde, und spontan fallen mir zwei ein. Eins davon entpuppte sich als Fehlkauf, das andere nicht. Man soll eben nicht immer nur nach dem Äußeren gehen.

Der Flop war Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv, und natürlich werde ich euch den Klappentext nicht vorenthalten:

Madeleine „Max“ Maxwell wollte Archäologin werden, um Abenteuer zu erleben, unfassbare Entdeckungen zu machen und gelegentlich die Welt zu retten. Doch die Wirklichkeit holt sie ein: Archäologen verbringen ihre Zeit in Museen zwischen staubigen Büchern und noch staubigeren Fundstücken, die niemanden interessieren. Da erhält sie ein besonderes Jobangebot. Wenn sie die Zusatzausbildung übersteht – und die wenigsten tun das – wird sie Abenteuer erleben, die jene von Indiana Jones wie einen Sonntagsspaziergang aussehen lassen. Und wenn sie überlebt, wird sie wenigstens ein paar Mal die Welt retten …

Klingt eigentlich toll, oder? Aber im Ernst, ich habe es nicht ausgelesen. Was der Klappentext nämlich nicht widerspiegelt: Die Protagonistin ist unerträglich, die Frauendarstellung stereotyp und die Art, wie Probleme gelöst werden … na ja. Generell hat mich das Buch also nicht angesprochen, und da der Schreibstil auch nur mittelmäßig war – wie gesagt, ein Flop. (Falls jemand hier ist, der das Buch heiß und innig liebt: Geschmäcker sind verschieden und ich bin eine garstige alte Frau. Mach dir nichts draus. ^^ )

Das zweite habe ich gerade erst ausgelesen: A Wizard’s Guide to Defensive Baking. Auch hier zunächst der Klappentext:

Die vierzehnjährige Mona ist nicht wie die Zauberer, die die Stadt verteidigen sollen. Sie kann weder Blitze kontrollieren noch mit Wasser reden. Ihr magisches Haustier ist ein Sauerteigstarter und ihre Magie funktioniert nur mit Brot. Sie führt ein bequemes Leben in der Bäckerei ihrer Tante, wo sie Lebkuchenmänner tanzen lässt.

Monas Leben wird allerdings auf den Kopf gestellt, als sie auf dem Fußboden der Bäckerei eine Leiche findet. Ein Killer streift durch die Straßen von Monas Stadt, auf der Suche nach magisch Begabten, und offenbar ist Mona sein nächstes Opfer. Und in einer bedrängten Stadt, die plötzlich ohne Magier dasteht, ist der Killer möglicherweise Monas geringste Sorge …

(eigene Übersetzung)

Auch hier muss ich sagen, dass der Klappentext ein wenig irreführend ist – der Sauerteig spielt eine geringere Rolle, als man meinen sollte. Das Buch selbst hat mich allerdings wirklich umgehauen. (Falls hier jemand ist, der das Buch gar nicht mochte: Geschmäcker sind verschieden und ich brauchte dringend ein wenig Magie im Alltag. Mach dir nichts draus. ^^)

Schauen wir uns mal beide Klappentexte an – die sind nämlich erstaunlich gleich aufgebaut (und man beachte, beide Bücher haben auch vergleichbare Bewertungen auf Goodreads): Erst wird die Protagonistin kurz vorgestellt. Dann (und das ist üblicherweise der Punkt, an dem das Buch anfängt) ändert sich plötzlich alles. Die kommenden Probleme werden angedeutet und es endet mit den bedeutungsschwangeren drei Punkten …

Ist das die ultimative Erfolgsformel? Möglicherweise. Auf jeden Fall wird dieser Aufbau im Moment öfter verwendet. Ein anderer beliebter Aufbau beginnt mit einem Zitat und enthält mindestens eine Frage, die angeblich im Buch beantwortet wird. Dieses Muster ist allerdings jüngst so oft benutzt worden, dass viele Leute davon genervt sind.

Generell lässt sich sagen, dass Formeln für eine bestimmte Sorte Text immer schwierig sind. Je kürzer der Text, desto eher fallen sie auf. Und wenn dir jemand eine „Erfolgsformel“ oder ein „Geheimrezept“ verspricht, erhältst du höchstwahrscheinlich nur einen Hack, mit dem die ganze Arbeit, die man sich eigentlich machen sollte, abgekürzt werden soll. Ähnlich wie beim Kochen kommt da selten etwas Gutes bei rum.

Neulich bei Twitter haben wir das ganze übrigens ein wenig auf die Schippe genommen:

„Was wäre, wenn an dieser Stelle keine Frage stünde? Würden Sie das Buch dann noch kaufen? Diese und andere Fragen stellen sich Verleger und Autoren jeden Tag. Aber alles ändert sich, als eines Tages das Tor zu einer anderen Domension aufbricht, in der auf formelgetaktete Klappentexte die Todesstrafe steht. Werden Verleger und Autoren es gemeinsam schaffen, ihre Kreativität neu zu entdecken? Lesen Sie diesen epischen Fantasy-Erotik-Thriller mit leichten Grammatikübungen und bleiben Sie gespannt!“

Die ausschlaggebende Unterhaltung steht hier.

Als Autorin weine ich übrigens jedesmal, wenn ich einen Klappentext schreiben soll. Das ist schlimmer als ein Exposé. Der Klappentext soll nämlich alles enthalten: Er muss den Schreibstil zeigen, alle relevanten Informationen zum Buch enthalten, die richtige Zielgruppe ansprechen, darf nicht zuviel verraten, soll unterhaltsam UND informativ sein … kein Wunder, dass man da nach Formeln und Abkürzungen sucht. Im Ernst, wenig wird unter Schreibkolleg*innen soviel diskutiert und seziert wie Klappentexte. Würden wir den gleichen Aufwand in Romane stecken, hättet ihr sehr viel weniger, aber dafür sehr viel bessere Bücher. ^^

Über Montage und das harte Leben von Büchern

Ansicht der geschlossenen Seiten eines Buchs mit bräunlichen und orangefarbenen Flecken. Im Hintergrund unscharf gepunktete Beine und eine Tastatur.
Fachbuch mit einer leichten Linsenssuppennote.

Ich würde zu gern behaupten, dass das das erste meiner Bücher ist, das so aussieht. Es war in meiner Bürotasche, ich fuhr ein wenig schwungvoll um eine Kurve, die Tasche fiel, die Suppe suppte, und das ist das traurige Ergebnis.

Leider passiert mir das öfter. Nicht notwendigerweise mit Linsensuppe – ich bin frei in der Wahl meiner Mittel – aber die meisten Bücher, die ich regelmäßig mit mir schleppe, sehen schon entsprechend mitgenommen aus. Kaffeeflecken, Rillen im Rücken, umgeknickte Ecken, sogar … GASP … Eselsohren.

Natürlich nur meine eigenen Bücher. Bei geliehenen bin ich vorsichtiger.

Trotzdem ist das ein umstrittenes Thema, ich weiß. Aber für mich sind an Büchern nicht die Papierseiten oder der Umschlag das Wichtige, sondern die Geschichten.

(Nach der Apokalypse, wenn man Bücher nicht mehr so einfach bekommt, werde ich meine Ansicht natürlich sofort ändern und die Unversehrtheit jedes einzelnen Buches mit meinem Leben verteidigen.)

Jetzt also: Buch mit Linsensuppe.